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	<title>Zweiter Markgrafenkrieg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Krieg gegen die fränkischen Nachbarn */ - doppelten link</title>
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		<updated>2026-01-29T18:06:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Krieg gegen die fränkischen Nachbarn: &lt;/span&gt; - doppelten link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Militärischer Konflikt&lt;br /&gt;
|KONFLIKT= Zweiter Markgrafenkrieg&lt;br /&gt;
|BILD= &lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG= &lt;br /&gt;
|DATUM= 1552&lt;br /&gt;
|DATUMBIS= 1554&lt;br /&gt;
|ORT= [[Heiliges Römisches Reich]]&lt;br /&gt;
|GEBIETE= &lt;br /&gt;
|AUSGANG= Niederlage des Fürstentums Brandenburg-Kulmbach&lt;br /&gt;
|KONTRAHENT1= [[Datei:DEU Kulmbach COA.svg|20px]] [[Fürstentum Bayreuth|Brandenburg-Kulmbach]]&lt;br /&gt;
|KONTRAHENT2= [[Datei:DEU Nürnberg COA (klein).svg|20px]] [[Reichsstadt Nürnberg]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:Wappen Bistum bamberg.svg|20px]] [[Hochstift Bamberg]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:DEU Schweinfurt COA.svg|20px]] [[Reichsstadt Schweinfurt]]&lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER1= &lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER2= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweite Markgrafenkrieg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markgräflerkrieg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bundesständischer Krieg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, war ein Krieg im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] von 1552 bis 1554. Markgraf [[Albrecht II. Alcibiades|Albrecht Alcibiades]] von [[Fürstentum Bayreuth|Brandenburg-Kulmbach]] bekämpfte vor allem die (katholischen) [[Hochstift]]e und bemühte sich um eine Vormachtstellung in [[Franken (Region)|Franken]]. Schließlich wurde er von einem Bündnis zahlreicher Fürsten geschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der [[Erster Markgrafenkrieg|Erste Markgrafenkrieg]] (1449–1450), den [[Albrecht Achilles]] vor allem gegen seine Nachbarn, darunter die [[Reichsstadt Nürnberg]], geführt hatte, stand nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Zweiten Markgrafenkrieg. Gemeinsam war ihnen der Versuch der Markgrafen, ihren Einfluss in Franken auszuweiten und Ansprüche gegenüber dem regionalen  Konkurrenten Nürnberg geltend zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zweite Markgrafenkrieg entwickelte sich unmittelbar aus dem [[Fürstenaufstand]] heraus. Markgraf [[Albrecht II. Alcibiades|Albrecht Alcibiades]] von [[Fürstentum Bayreuth|Brandenburg-Kulmbach]] Absichten waren neben der Bekämpfung des Katholizismus, die durch Plünderung und Brandschatzung der Hochstifte auch lukrativ war, die Vergrößerung seines Einflussbereiches in Franken. Er hegte die Vorstellung eines [[Herzogtum Franken|Herzogtums Franken]] unter der Herrschaft der [[Hohenzollern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegsverlauf ==&lt;br /&gt;
=== Krieg gegen die fränkischen Nachbarn ===&lt;br /&gt;
Die Kampfhandlungen richteten sich zunächst gegen seine unmittelbaren Nachbarn. Er belagerte erfolglos die Reichsstadt Nürnberg, die sich durch entsprechende [[Stadtmauer (Nürnberg)|Befestigungsmaßnahmen]] gerüstet hatte.  Er verwüstete daher die [[Reichsstadt Nürnberg#Landgebiete der Reichsstadt Nürnberg|Landgebiete der Reichsstadt Nürnberg]] erheblich. Zahlreiche Ortschaften und Herrensitze wurden geplündert, gebrandschatzt oder zerstört. Die Städte mit ihren Pflegeämtern [[Lauf an der Pegnitz|Lauf]] und [[Altdorf bei Nürnberg|Altdorf]] waren besonders betroffen. Die Orte [[Feucht (Mittelfranken)|Feucht]], [[Ochenbruck]] und der Wallfahrtsort [[Affalterbach (Schwarzachtal)|Affalterbach]] wurden zerstört. Auch die Burgen [[Burgruine Stierberg|Stierberg]], [[Burg Betzenstein|Betzenstein]] und die [[Festung Lichtenau]] mit dem [[Pflegamt Lichtenau]] fielen der Zerstörung anheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albrecht blieb auch gegenüber politischen Interventionen, z.&amp;amp;nbsp;B. aus Sachsen und Hessen, von Nürnberg abzulassen, unbeugsam. Nürnberg verpflichtete er zu hohen Zahlungen. Er nahm die bischöfliche [[Festung Forchheim]] ein, besetzte [[Forchheim]] und bedrohte die Bischofsstadt [[Bamberg]]. Der Bischof musste sich am 19. Mai 1552 dem Angreifer geschlagen geben. Schließlich gelang es ihm, die [[Freie Reichsstadt|Reichsstadt]] [[Schweinfurt]] zu besetzen, sie blieb bis zum Ende des Krieges ein wichtiger Stützpunkt für ihn. Die Hochstifte [[Hochstift Würzburg|Würzburg]] unter [[Melchior Zobel von Giebelstadt]] und [[Hochstift Bamberg|Bamberg]] unter [[Weigand von Redwitz]] zwang er zu hohen Zahlungen und nötigte sie, erheblichen Landbesitz an ihn abzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Andreas Otto: &amp;#039;&amp;#039;Die Fränkischen Hohenzollern und der Augsburger Religionsfriede.&amp;#039;&amp;#039; In: Wüst, Wolfgang et al.: &amp;#039;&amp;#039;Der Augsburger Religionsfrieden 1555.&amp;#039;&amp;#039; Augsburg 2005. S. 319.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] erkannte aber diese Verträge nicht an und setzte Albrecht in die [[Reichsacht|Acht]]. Als er aber bei der [[Belagerung von Metz (1552)|Belagerung der Festung Metz]] auf den Beistand der Truppen von Albrecht Alcibiades angewiesen war, bestätigte er dessen Ansprüche. Die Zusagen des bedrängten Kaisers blieben jedoch nicht von Dauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züge gegen die Fürstbistümer ===&lt;br /&gt;
Beim [[Fürstenaufstand]] von 1552 machte sich der Markgraf daran, dem französischen Heer entgegenzuziehen, um sich diesem gegen den Kaiser anzuschließen. Auf dem Wege befehdete er im Sommer 1552 die rheinischen Bischöfe [[Sebastian von Heusenstamm]] von [[Bistum Mainz|Mainz]] und [[Johann V. von Isenburg]] von [[Bistum Trier|Trier]]. Betroffen waren unter anderem [[Speyer]] (siehe auch [[Geschichte der Stadt Speyer#Ein unsicherer Frieden|Geschichte der Stadt Speyer]]), [[Worms]], [[Mainz]], [[Oppenheim]], [[Metz]], [[Verdun]] und [[Frankfurt am Main|Frankfurt]]. Vom [[Hochstift Speyer|Speyerer Bischof]] [[Philipp von Flersheim]] verlangte er eine [[Brandschatzung]] von 150.000 Gulden und zerstörte, als ihm diese verweigert wurde, die [[Madenburg]] und das [[Hambacher Schloss]], dessen Ruine 1832 zum deutschen Freiheitssymbol werden sollte. Der [[Passauer Vertrag]], der das Ziel des Fürstenaufstandes war, entzog Albrecht seine protestantischen Mitstreiter und brachte seine errungene Position gegenüber seinen fränkischen Nachbarn ins Wanken, er setzte daher seinen Kriegszug fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sievershausen Schlacht Plan.jpg|mini|Zeitgenössischer Plan der Schlachtaufstellung bei Sievershausen, markgräfliche Truppen in Blau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Notgeldhof.JPG|mini|Holzschnitt von Hans Glaser zur Belagerung Hofs auf der Rückseite eines Notgeld-Scheines von 1920]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Hohenlandsberg vor seiner Zerstörung 1554.jpg|mini|links|Hohenlandsberg vor der Zerstörung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GlaserHolzschnittPlassenburg1553.jpg|mini|Belagerung der Plassenburg, zeitgenössischer Holzschnitt von [[Hans Glaser (Holzschneider)|Hans Glaser]]]]&lt;br /&gt;
Albrecht Alcibiades, der sich mehr in kriegerischen Auseinandersetzungen zu messen verstand als in diplomatischen Verhandlungen, hatte inzwischen viele Fürsten gegen sich aufgebracht. Seine Nachbarn hatten sich zum &amp;#039;&amp;#039;Fränkischen Bund&amp;#039;&amp;#039; zusammengeschlossen und ein zunächst vermittelnder Kreis von Fürsten, der &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Bund&amp;#039;&amp;#039;, schloss sich schließlich mit den fränkischen Gegnern Albrechts zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Längst hatte der Krieg sein Stammland erreicht. Truppen aus Nürnberg, Würzburg und Bamberg hatten Teile ihres Besitzes zurückerobert. Dem Anführer der Nürnberger Truppen Haug von [[Parsberg (Adelsgeschlecht)|Parsberg]] gelang die Eroberung gegnerischer Burgen, bevor er sich an der Belagerung Kulmbachs beteiligte. Truppen aus [[Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel|Braunschweig]] und Sachsen trafen vor Schweinfurt ein. Albrecht war dagegen ins Braunschweigische aufgebrochen und hatte in Niedersachsen neue Truppen ausgehoben. Am 9. Juli 1553 besiegte ihn das bundesständische Heer in der für beide Seiten verlustreichen [[Schlacht bei Sievershausen]]. Es wurde angeführt von [[Moritz (Sachsen)|Moritz von Sachsen]], der in der Schlacht tödlich verwundet wurde, und Herzog [[Heinrich II. (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel]], der zwei seiner Söhne verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg in Albrechts Stammland stand damit offen. Truppen aus [[Braunschweig]], [[Böhmen]] unter König [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand]], Bamberg, Nürnberg, Würzburg und anderen Teilen des Reiches verheerten die Region. [[Bayreuth]] und [[Hof (Saale)|Hof]] gingen in Flammen auf. Auch die Burgen des markgräflichen Stammlandes waren umkämpft: [[Rauher Kulm (Oberpfalz)|Kulm]], [[Bad Berneck im Fichtelgebirge|Berneck]], [[Burg Stein (Gefrees)|Stein]], [[Creußen]], [[Burgstall Böheimstein|Böheimstein]], [[Burg Zwernitz|Zwernitz]], [[Burgruine Streitburg|Streitberg]] und [[Burgruine Hohenlandsberg|Hohenlandsberg]] wurden teils erheblich zerstört, auch [[Burgstall Böheimstein|Böheimstein]] ist seitdem Ruine. Albrechts Residenzstadt  [[Kulmbach]] wurde am 26. November 1553, dem [[Konrad von Konstanz|Konraditag]], völlig zerstört. Die [[Plassenburg]] unter Joachim von [[Zedtwitz]], Residenz und Landesfestung der fränkischen Hohenzollern, wurde bis Juni 1554 belagert (siehe [[Belagerung von Kulmbach und der Plassenburg]]). [[Heinrich IV. von Plauen]] zählte zu den Anführern der [[Belagerung von Hof|Belagerer von Hof]] und Kulmbach. Über Albrecht, der sich in Schweinfurt aufhielt, wurde die [[Reichsacht]] verhängt. In der [[Schlacht von Schwarzach]] im Juni 1554 erlitt Albrecht eine Niederlage und musste im Juli 1554 die Festung Plassenburg den bundesständischen Truppen übergeben, die sie zerstörten. Er floh zu seiner Schwester an den Hof des badischen Markgrafen [[Karl II. (Baden-Durlach)|Karl II.]], wo er nach wenigen Jahren in noch jungem Alter starb. Nachdem das Markgraftum in einer Übergangsphase von kaiserlichen [[Sequester (Recht)|Sequestern]], darunter der böhmische Lehenskanzler Graf von [[Schlik|Schlick]], verwaltet worden war, kam es 1557 an [[Georg Friedrich I. (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)|Georg Friedrich]], den Markgrafen von [[Fürstentum Ansbach|Brandenburg-Ansbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Im [[Deutsches Zinnfigurenmuseum|Deutschen Zinnfigurenmuseum]] auf der Plassenburg befindet sich das größte [[Diorama]] der Welt. Es stellt mit 19.500 Figuren die Schlacht und Zerstörung Kulmbachs von 1553 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Heilmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsgeschichte von Bayern, Franken, Pfalz und Schwaben von 1506 bis 1651.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. München 1868, S. 116–147.&lt;br /&gt;
* Kurt Stierstorfer: &amp;#039;&amp;#039;Die Belagerung Hofs 1553.&amp;#039;&amp;#039; Hof 2003, ISBN 3-928626-43-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bayreuther Markgrafen-Büchlein.&amp;#039;&amp;#039; Bayreuth 1910, S. 31–34. ([http://geschichte.kees-digital.de/download1.html PDF-Download])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.historicum.net/themen/reformation/glossar/m#MarkgraeflerKrieg Markgräflerkrieg bei historicum.net]&lt;br /&gt;
* Wolfgang Stumme: &amp;#039;&amp;#039;Mainz im Markgrafenkrieg, 1552&amp;#039;&amp;#039; in: www.regionalgeschichte.net [https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/aufsaetze/stumme-mainz-markgrafenkrieg-1552.html Online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Markgrafenkrieg 2}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zweiter Markgrafenkrieg| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krieg (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krieg (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1550er]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fränkische Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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