<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zweite_Moderne</id>
	<title>Zweite Moderne - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zweite_Moderne"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zweite_Moderne&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T00:48:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zweite_Moderne&amp;diff=236265&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Toter Alter Mann: /* Zweite Moderne */ Vergangenheitsform, + reflexive Mod.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zweite_Moderne&amp;diff=236265&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-04T10:25:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zweite Moderne: &lt;/span&gt; Vergangenheitsform, + reflexive Mod.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweite Moderne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde nach dem angeblichen Zusammenbruch einer sogenannten &amp;#039;&amp;#039;alten Ordnung der Ersten [[Moderne]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinrich Klotz]] Anfang der 1990er Jahre für die [[Kunst]] und [[Architektur]] der Gegenwart geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde vom deutschen [[Soziologe]]n [[Ulrich Beck]] für seine Thesen einer im Zuge der [[Globalisierung]] sich sowohl [[wirtschaft]]lich als auch [[Gesellschaft (Soziologie)|gesellschaft]]lich-[[Politik|politisch]] veränderten Welt verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Moderne ==&lt;br /&gt;
Die (Erste) Moderne gilt als die Zeit ab der [[Aufklärung]], zumal der [[Industrialisierung]] und der mit ihr voranschreitenden [[Bürokratie|Bürokratisierung]]. Sie begann mit dem 18. Jahrhundert, und während dieser Zeit bildete sich die [[B%C3%BCrgerliche Gesellschaft|bürgerliche Gesellschaft]] sowie der [[Nationalstaat]] heraus. Sie wurde von Soziologen wie [[Max Weber]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Wirtschaft und Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, 1922) und [[Ferdinand Tönnies]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Geist der Neuzeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 1935) klassisch beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweite Moderne ==&lt;br /&gt;
Die Theorie der Zweiten Moderne besagt, dass eine [[Radikalismus|Radikalisierung]] der Moderne – worunter u.&amp;amp;nbsp;a. [[Individualismus|Autonomie des Individuums]], [[Rationalisierung (Ökonomie)|Rationalisierung]] und [[Fordismus]] fallen – existiere. Beck benutzt auch den Begriff Risikogesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Beck |Titel=Risikogesellschaft |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1986 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zweite Moderne, die mit Mitte/Ende des 20. Jahrhunderts begann, umfasse den Prozess der nunmehr fast allgegenwärtigen [[Globalisierung]] mit [[Prekarisierung|prekären Arbeitsverhältnissen]] sowie die Herausbildung einer [[Weltgesellschaft]]. Die zweite Moderne könne man als kulturelle Reaktion auf die [[Digitale Revolution]] betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Erster und Zweiter Moderne sei die Unrevidierbarkeit der entstandenen „Globalität“. Die oben genannten neuen Prinzipien, die unter anderem Phänomene der Globalisierung seien, gerieten zunehmend in Konflikt mit den Institutionen der Ersten Moderne, z.&amp;amp;nbsp;B. mit dem Nationalstaat. Im Zuge dieser Entwicklung erhalten demnach die [[Multinationales Unternehmen|transnationalen Konzerne]] zunehmend Macht, wohingegen die Macht der Nationalstaaten in Relation dazu immer weiter abnehme, der Nationalstaat also an [[Souveränität]] verliert. Dies bringe eine Zunahme von Problemen mit sich, die heute fast überall zu beobachten seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele hierfür werden die Konflikte zwischen realen und virtuellen [[Steuerzahler]]n, die Reduktion des [[Sozialstaat]]es gekoppelt mit der Zunahme der [[Soziale Ungleichheit|sozialen Ungleichheit]], die Abnahme der [[Integration (Soziologie)|sozialen Integration]] sowie die erschwerte Durchsetzbarkeit nationaler Rechtsvorschriften genannt.&amp;lt;br&amp;gt;Die Kernfrage der Zweiten Moderne ist die Suche nach Lösungen für die entstehenden Herausforderungen durch Globalisierung, [[Flexibilisierung]], zunehmende [[Arbeitslosigkeit]], [[Umweltbelastung]] sowie die Erosion funktionierender politischer, sozialer und kultureller Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Definition der Zweiten Moderne ist noch unscharf und befindet sich  in der Entwicklung. Es hängt dies auch davon ab, ob es überhaupt ein erst gegenwärtiger und noch relativ neuer Prozess ist, der weiterer Studien bedarf, oder ob seine zentralen Merkmale nicht bereits frühneuzeitlich sind (Globalisierung) und die Kritik im Wesentlichen bereits vor 200 Jahren z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Romantik]] und in der [[Deutscher Idealismus|deutschen idealistischen Philosophie]] geübt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Beck wollte mit seinen Ausführungen den Blick für ein Neues und die damit verbundenen Probleme schärfen. Das Neue, das sich in der westlichen, kapitalistischen Gesellschaft abzeichnet, wurde von mehreren weiteren Soziologen beschrieben – z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Daniel Bell (Soziologe)|Daniel Bell]] und [[Anthony Giddens]]. Charakteristische Schlagworte sind beispielsweise das von [[Jürgen Habermas]] geprägte der „[[Neue Unübersichtlichkeit|neuen Unübersichtlichkeit]]“, die von Ulrich Beck verwendeten Termini „[[Risikogesellschaft]]“ und „reflexive Modernisierung“ sowie der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;flexibler Mensch&amp;#039;&amp;#039;, der von [[Richard Sennett]] stammt. Ulrich Beck und die Autoren der &amp;#039;&amp;#039;Edition Zweite Moderne&amp;#039;&amp;#039; hatten die Hoffnung, dass es den Menschen gelingen werde, ihre Zukunft dadurch vernünftig zu gestalten, dass auf der Grundlage einer Analyse der gegenwärtigen (globalen) Probleme Verbesserungsansätze entwickelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Terminus „Zweite Moderne“ konnte sich bisher in den Sozialwissenschaften nicht durchsetzen. Die darin gefassten Phänomene werden jedoch, wie oben geschildert, von vielen Soziologen ähnlich charakterisiert. Andere und zahlreiche Ökonomen betrachten die Auswirkungen der Globalisierung positiver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Postmoderne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Beck]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter der Nebenfolgen und die Politisierung der Moderne.&amp;#039;&amp;#039; In: ders., [[Anthony Giddens]], Scott Lash (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reflexive Modernisierung. Eine Kontroverse.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1996, S. 19–112, ISBN 3-518-11705-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialer Prozess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Globalisierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Toter Alter Mann</name></author>
	</entry>
</feed>