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	<title>Zweiparteiensystem - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zweiparteiensystem&amp;diff=69164&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mirmok12 am 29. April 2024 um 07:31 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Von einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweiparteiensystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweiparteiendemokratie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; spricht man dann, wenn sich in einem [[Demokratie|demokratischen]] Staat im Wesentlichen zwei [[Politische Partei|Parteien]] als [[Regierungspartei]]en abwechseln. Ein solches wird durch eine relativ homogene Wählerschaft und [[Mehrheitswahl]]recht stark begünstigt (eine vermutete Gesetzmäßigkeit, die nach ihrem Begründer als [[Duvergers Gesetz]] bezeichnet wird).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Der italienische [[Politikwissenschaft]]ler [[Giovanni Sartori (Politikwissenschaftler)|Giovanni Sartori]] stellte folgende vier Merkmale eines Zweiparteiensystems auf:&lt;br /&gt;
# Jede der beiden großen Parteien ist in der Lage, absolute Mehrheiten der Sitze im Parlament zu erreichen&lt;br /&gt;
# Bei allgemeinen Wahlen erreicht jeweils eine der beiden großen Parteien die parlamentarische Mehrheit&lt;br /&gt;
# Diese Partei ist bereit, alleine zu regieren&lt;br /&gt;
# Es gibt eine relativ große Wahrscheinlichkeit, dass die Macht zwischen den beiden großen Parteien im Lauf der Zeit durch Wahlen wechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Modell vom [[Medianwähler]] beschreibt, dass in Zweiparteiensystemen die Programme der Parteien mit der Zeit zur Mitte tendieren. Zweiparteiensysteme sind ein praktisches Beispiel für das [[Eisverkäufer-am-Strand-Problem]] der [[Spieltheorie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertungen ==&lt;br /&gt;
Als großer Vorteil des Zweiparteiensystems gilt die normalerweise sichere Parlamentsmehrheit der jeweiligen Regierungspartei. Dadurch ist die Regierung stabil, vorzeitige Neuwahlen sind selten notwendig. Als nachteilig gilt die Schwierigkeit, Minderheiteninteressen eine parlamentarische Vertretung zu verschaffen. Bricht eine der Parteien auf oder entsteht eine starke neue Partei, wird die Mehrheitsbildung fast zufällig, bis sich das System durch Untergang der neuen oder einer alten Partei wieder stabilisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der politischen Entscheidungsfindung im Rahmen einer Demokratie kritisiert der Philosoph [[Slavoj Žižek]] das Zweiparteiensystem als vorgebliche [[Wahl]]möglichkeit, die es im Grunde gar nicht gebe.&amp;lt;ref&amp;gt;Slavoj Žižek: {{Webarchiv|url=http://www.eurozine.com/article/2000-10-03-zizek-de.html |wayback=20050314140825 |text=&amp;#039;&amp;#039;Warum lieben wir es alle, Haider zu hassen?&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-25 08:09:23 InternetArchiveBot }} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Eurozine]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. Oktober 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europa ===&lt;br /&gt;
In Großbritannien, wo [[Mehrheitswahlrecht]] gilt, waren jahrhundertelang die [[Whig]]s (ab 1859 [[Liberal Party]]) und die [[Tory|Tories]] die beiden dominierenden Parteien. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden sie durch die [[Conservative Party]] und die [[Labour Party]] abgelöst. Bei der [[Britische Unterhauswahl Februar 1974|Unterhauswahl im Februar 1974]] kam keine absolute Mehrheit und auch keine Koalition zustande ([[Hung parliament]]). Nach der [[Britische Unterhauswahl 2010|Wahl 2010]] bildete [[David Cameron]] eine konservativ-[[Liberal Democrats|liberaldemokratischen]] Koalition und das [[Kabinett Cameron I]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begünstigt durch das Wahlsystem von [[Malta]] dominieren dort die [[Partit Nazzjonalista]] und die [[Partit Laburista]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab der [[Parlamentswahl in Griechenland 1990]] erreichte entweder die [[Panellinio Sosialistiko Kinima]] (PSK) oder die [[Nea Dimokratia]] (ND) bei jeder Wahl eine absolute Mehrheit, bis bei der [[Parlamentswahl in Griechenland Mai 2012|Wahl im Mai]] und der [[Parlamentswahl in Griechenland Juni 2012|Wahl im Juni 2012]] auch Parteien wie [[Synaspismos Rizospastikis Aristeras|Syriza]] bedeutende Stimmanteile erhielten. Die [[Parlamentswahl in Griechenland Januar 2015|Wahl im Januar 2015]] gewann schließlich die [[Syriza]], ebenso die vorgezogene [[Parlamentswahl in Griechenland September 2015|Wahl im September 2015]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Afrika ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Parlamentswahlen in Mosambik 1994]], bei denen erstmals mehrere Parteien zugelassen waren, gewann die [[Frente da Libertação de Moçambique|FRELIMO]] knapp vor der [[Resistência Nacional Moçambicana|RENAMO]], kleinere Parteien hatten wenig oder keinen Einfluss. Bei den nachfolgenden Wahlen konnte die FRELIMO ihren Vorsprung ausbauen. &amp;lt;!-- Ist es überhaupt noch ein Zweiparteiensystem? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den [[Parlamentswahlen in Kap Verde 1991]] hatte stets die [[Movimento para a Democracia]] oder die [[Partido Africano da Independência de Cabo Verde]] die absolute Mehrheit in der [[Nationalversammlung (Kap Verde)|Nationalversammlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nord- und Südamerika ===&lt;br /&gt;
[[Datei:112th US House.svg|miniatur|Sitzverteilung im 112. US-Repräsentantenhaus: Sämtliche Sitze gingen an Republikaner (rot) oder Demokraten (blau).]]&lt;br /&gt;
Ein Zweiparteiensystem gibt es in den [[USA]], wo seit Mitte des 19. Jahrhunderts nur die [[Demokratische Partei (Vereinigte Staaten)|Demokratische]] und die [[Republikanische Partei]] praktische Bedeutung besitzen. Zuvor bildeten die [[Föderalistische Partei]] und die [[Demokratisch-Republikanische Partei]], später die [[United States Whig Party]] und die Demokraten, das Zweiparteiensystem. Auch später versuchten einige immer wieder dritte Parteien als Alternative zu etablieren, meist waren aber nur zwei große Parteien vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Honduras]] sind die [[Partido Nacional de Honduras]] und die [[Partido Liberal de Honduras]] traditionell die deutlich stärksten Parteien. Allerdings erreichte bei den [[Parlamentswahlen in Honduras 2001|Parlamentswahlen 2001]] und [[Parlamentswahlen in Honduras 2005|2005]] keine Partei die absolute Mehrheit, weil jeweils auch drei kleinere Parteien in den [[Nationalkongress (Honduras)|Nationalkongress]] einzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Belize]] schlossen sich 1973 mehrere Oppositionsparteien zur [[United Democratic Party (Belize)|United Democratic Party]] zusammen, um ein Gegengewicht zur regierenden [[People’s United Party]] zu schaffen. Seitdem sind nur diese beiden Parteien im [[Repräsentantenhaus (Belize)|Repräsentantenhaus]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Nationalversammlung (Guyana)|Nationalversammlung]] von [[Guyana]] dominieren die [[People’s Progressive Party (Guyana)|People’s Progressive Party]] (PPP) und der [[People’s National Congress]] (PNC). Bei den [[Parlamentswahlen in Guyana 2001|Parlamentswahlen 2001]] blieb die PPP aber knapp unter der absoluten Mehrheit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Ozeanien ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alf Mintzel]], [[Stefan Immerfall]]: &amp;#039;&amp;#039;Parteiensystem.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Everhard Holtmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politik-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 3., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Oldenbourg, München, Wien 2000, S. 461–464, hier [https://books.google.de/books?id=eq8FCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA462 S. 462.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteiensystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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