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	<title>Zweifel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zweifel&amp;diff=48069&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Julian schoe: korr</title>
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		<updated>2026-04-12T21:01:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;korr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Palast der Republik 2005.jpg|mini|Installation von [[Lars Ramberg]] auf dem Berliner [[Palast der Republik]] vor dessen Abriss (2005)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweifel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{gmhS|zwîvel}}, gelegentlich auch &amp;#039;&amp;#039;zwifel&amp;#039;&amp;#039;, {{gohS|zwīfal}} aus [[Urgermanische Sprache|urgermanisch]] {{lang|gem|&amp;#039;&amp;#039;*twīflaz&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein Zustand der [[Unentschiedenheit]] zwischen mehreren möglichen [[Hypothese|Annahmen]], da entgegengesetzte oder unzureichende Gründe zu keinem sicheren [[Urteil (Logik)|Urteil]] oder einer Entscheidung führen können.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierer’s Universal-Lexikon, Band 19. Altenburg 1865, S. 760 f. [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Zweifel hier online] auf [[zeno.org]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wird auch als [[Unsicherheit]] in Bezug auf [[Vertrauen]], [[Handeln]], [[Entscheidung]]en, [[Glauben]] oder [[Behauptung]]en bzw. [[Hypothese|Vermutungen]] interpretiert. So definiert der Duden Zweifel als „Bedenken, schwankende [[Ungewissheit]], ob jemandem, jemandes Äußerung zu glauben ist, ob ein Vorgehen, eine Handlung richtig und gut ist, ob etwas gelingen kann o. Ä.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Zweifel Zweifel] in duden.de, abgerufen am 6. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Skepsis&amp;#039;&amp;#039; (griech. sképsis = Betrachtung; Bedenken, zu: sképtesthai = schauen, spähen; betrachten) bezeichnet dagegen Bedenken durch [[Kritik|kritisches]] Zweifeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 6., überarbeitete Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag 2007. [https://www.duden.de/rechtschreibung/Skepsis hier online] auf duden.de&amp;lt;/ref&amp;gt; ([[Sextus Empiricus]]: „dem Leben absichtslos folgend“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Eisler (Philosoph)| Eisler]]s Wörterbuch der philosophischen Begriffe definierte 1904:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Zweifel (dubium, dubitatio) ist der (gefühlsmäßig charakterisierte) Zustand der Unentschiedenheit, des Schwankens zwischen mehreren Denkmotiven, deren keines das volle Übergewicht hat, so daß das [[Denken]] nicht durch objective Gründe bestimmt werden kann. Während der [[Skeptizismus|Skepticismus]] (s. d.) den absoluten Zweifel an der [[Erkenntnis]]fähigkeit des Menschen zum Princip macht, besteht der [[Methodischer Zweifel|methodische Zweifel]] (doute méthodique) in der provisorischen Bezweiflung von allem, was noch nicht methodisch-kritisch festgestellt, gesichert erscheint.|Rudolf Eisler&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 2. Berlin 1904, S. 856–857. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Zweifel?hl=zweifel hier online] auf [[zeno.org]]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Zweifel&amp;#039;&amp;#039; ({{gohS|zwīfal, zwīval}}, [[Gotische Sprache|gotisch]] {{lang|got|𐍄𐍅𐌴𐌹𐍆𐌻𐍃|tweifls}}) stammt von der [[Komposition (Grammatik)|Kompositionsform]] &amp;#039;&amp;#039;twī&amp;#039;&amp;#039; „[[Zwei#Sprachliches|zwei]]“ und dem [[Suffix]] {{nowrap|&amp;#039;&amp;#039;-falt&amp;#039;&amp;#039;}}, das etymologisch mit dem heutigen Wort „Falte“ gleichzusetzen ist. Dies führte zur Wortbedeutung „zwiespältig“.&amp;lt;ref&amp;gt;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen nach Pfeifer, [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Zweifel Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Zweifel&amp;#039;&amp;#039;] auf [[DWDS]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Skepsis,&amp;#039;&amp;#039; insbesondere für „[[Bedenken]], misstrauische Vorsicht“, ist eine Übernahme aus {{grcS|σκέψις|sképsis}} („Betrachtung, Überlegung, Untersuchung“) zu {{lang|grc|σκέπτεσθαι|sképtesthai}} („umherschauen, sich umsehen, spähen, betrachten, erwägen, prüfen“), die erstmals vereinzelt in der zweiten Hälfte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts nachgewiesen wurde und seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert geläufig ist. Die von [[Montaigne]] wiedererweckte antike Skepsis ist eine Haltung, die alles fragwürdig macht, die aber auch alles fragwürdig lässt und die Möglichkeit von [[Gewissheit]] leugnet und so einen Gegensatz sowohl zu Glauben als auch zu [[Wissen]] darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Toellner]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Begriff der Autorität in der Medizin der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; In:  [[Rudolf Schmitz (Pharmaziehistoriker)|Rudolf Schmitz]], [[Gundolf Keil]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Humanismus und Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Weinheim 1984 (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Forschungsgemeinschaft: Mitteilungen der Kommission für Humanismusforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 11), ISBN 3-527-17011-1, S. 159–179, hier: S. 167 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;skeptisch&amp;#039;&amp;#039; für „zweifelnd, bedenklich, misstrauisch, kühl abwägend“ wurde im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von griechisch {{lang|grc|σκεπτικός|skeptikós}} („nachdenkend, überprüfend“) entlehnt. Das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Skeptiker&amp;#039;&amp;#039; steht für jemanden, der zweifelt, immer misstrauische Vorbehalte hat. Anhänger oder Vertreter des [[Skeptizismus]] wurden seit dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert als Vertreter [[Agnostizismus|agnostizistischer]] philosophischer Richtungen betrachtet. Bereits seit dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nannte man diese in deutschen Texten in der latinisierten Form &amp;#039;&amp;#039;Scepticus&amp;#039;&amp;#039; (Singular, im Plural &amp;#039;&amp;#039;Sceptici&amp;#039;&amp;#039;); Anfang des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde der Ausdruck zu &amp;#039;&amp;#039;Skeptiker&amp;#039;&amp;#039; eingedeutscht.&amp;lt;ref&amp;gt; Etymologisches Wörterbuch des Deutschen nach Pfeifer, [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Skepsis Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Skepsis&amp;#039;&amp;#039;] auf [[DWDS]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung ==&lt;br /&gt;
In der voraufklärerischen [[Wertvorstellung|Werteordnung]] galt Zweifel sowohl als [[Sünde]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Desperatio]]&amp;#039;&amp;#039;) wie auch als [[Das Übel|Übel]], das schnell beseitigt werden sollte und als Dauerzustand zur [[Verzweiflung]] führe. In der [[Aufklärung]] erhielt der Zweifel eine Aufwertung und gilt seither als Voraussetzung allen [[Erkenntnis]]fortschritts. [[Erkenntnistheorie|Erkenntnistheoretiker]] weisen darauf hin, dass die [[Bedingung (Philosophie)|Bedingung]] der Möglichkeit von Zweifel der [[Glaube]] an (eine) [[Wahrheit]] ist. Insbesondere [[René Descartes|Descartes]] erhob den Zweifel als philosophische [[René Descartes#Philosophische Methode|Methode]], die er in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Discours de la méthode]]&amp;#039;&amp;#039; postulierte. Er ging davon aus, dass man jeden Zweifel durch rationalistische Überlegungen entkräften kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Georg Wilhelm Friedrich Hegel: &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie II.&amp;#039;&amp;#039; In: Eva Moldenhauer &amp;amp; Karl Markus Michel (Hg.): Hegel. Werke in 20 Bänden. Frankfurt am M. 1986, Bd. 19, 362. S. 7 und 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Charles S. Peirce]] – Begründer des [[Pragmatizismus]] – ist „die Erregung des Zweifels das einzig unmittelbare Motiv für den Kampf um die Überzeugung“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Charles Sanders Peirce]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Festigung der Überzeugung und andere Schriften&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist gemeint, dass die [[Überzeugung]] eine Handlung hervorruft, die unsere Wünsche befriedigt. Wenn eine andere Überzeugung auftritt, die eben nicht die Wünsche befriedigt, dann tritt der Zweifel in Aktion, der die unerwünschte Überzeugung ablehnt, sprich bezweifelt. Darum bezeichnet Peirce auch, dass der Zweifel ein „Unbehagen und eine Unzufriedenheit“ ausdrückt, wovon man sich befreien will, um zur „Ruhe und Zufriedenheit“ (Überzeugung) zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im wissenschaftlichen, philosophischen und praktischen Denken der Gegenwart spielt der Zweifel eine wichtige Rolle, weil er das [[Denken]] in Bewegung hält. Ohne Zweifeln sei keine [[Erkenntnis]] möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ambivalenz]]&lt;br /&gt;
* [[Cogito ergo sum]]&lt;br /&gt;
* [[In dubio]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Richard Hönigswald]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Skepsis in Philosophie und Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1914; 2. Auflage hrsg. und eingeleitet von Christian Benne und [[Thomas Schirren]]. Edition Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-7675-3056-0.&lt;br /&gt;
* [[Franz von Tessen-Wesierski]]: &amp;#039;&amp;#039;Wesen und Bedeutung des Zweifels, mit besonderer Berücksichtigung des religiösen Glaubenszweifels&amp;#039;&amp;#039;. Ostdeutsche Verlagsanstalt, Breslau 1928, {{OCLC|701726969}}.&lt;br /&gt;
* [[Bertolt Brecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Zweifler.&amp;#039;&amp;#039; (Gedicht), 1937.&lt;br /&gt;
* [[Walther Brüning]]: &amp;#039;&amp;#039;Möglichkeiten und Grenzen des methodischen Zweifels bei Descartes&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für philosophische Forschung]]&amp;#039;&amp;#039; 14. Jg. (1960), S. 536–552.&lt;br /&gt;
* [[Charles Sanders Peirce]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Festigung der Überzeugung und andere Schriften&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben und eingeleitet von [[Elisabeth Walther]]. Agis, Baden-Baden 1965. Neuauflage: Ullstein, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-548-35230-8.&lt;br /&gt;
* [[Odo Marquard]]: &amp;#039;&amp;#039;Skepsis und Zustimmung. Philosophische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 1994.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst des Zweifelns.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Der blaue Reiter (Zeitschrift)|der blaue reiter]]. [[Journal für Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039;), Nr. 45, Bd. 1/[20]20, ISBN 978-3-933722-68-3.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Urs Sommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst des Zweifelns. Anleitung zum skeptischen Philosophieren.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2007, 2. Aufl., Sonderausgabe 2008.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Erbe und Auftrag]]&amp;#039;&amp;#039; 102. Jg. (2026), Heft 1, S. 6–41 [= Themenheft &amp;#039;&amp;#039;Zweifel&amp;#039;&amp;#039;: Beiträge zum Zweifel im Neuen Testament, in der Philosophie, bei Karl Rahner, sowie aus benediktinischer, aus ärztlicher und aus alttestamentlicher Sicht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Zweifel}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Zweifel}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Doubt|Zweifel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrnehmung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emotion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entscheidungstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Julian schoe</name></author>
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