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	<title>Zweibund - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T05:27:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zweibund&amp;diff=51988&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Winkekatze: Änderung 263461604 von ~2026-40036-4 rückgängig gemacht; Unsinn, siehe auch Bearbeitungskommentar</title>
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		<updated>2026-01-19T10:47:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/263461604&quot; title=&quot;Spezial:Diff/263461604&quot;&gt;263461604&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-40036-4&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-40036-4&quot;&gt;~2026-40036-4&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Unsinn, siehe auch Bearbeitungskommentar&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das deutsch-österreichische Bündnis von 1879. Für das gelegentlich ebenfalls als &amp;#039;&amp;#039;Zweibund&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete französisch-russische Bündnis von  1894 siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Französisch-Russische Allianz]]&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweibund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Geheimdiplomatie|geheimer]] [[Defensivbündnis|Defensivvertrag]]. Er wurde am [[7. Oktober]] [[1879]] zwischen dem [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reich]] und [[Österreich-Ungarn]] abgeschlossen. Der Vertragstext wurde erst am 3. Februar 1888 veröffentlicht. Im Vertrag sicherten sich Deutschland und Österreich gegenseitigen Schutz gegen einen russischen Angriff zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Germany concepts 02 DE Gagernscher Doppelbund.svg|mini|Gagernscher Doppelbund]]&lt;br /&gt;
Der Zweibund war Teil von [[Otto von Bismarck]]s Neuaufbau seines Bündnissystems nach dem [[Berliner Kongress]] von 1878.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Golo Mann]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. S. Fischer, Frankfurt am Main 1969 (überarbeitete und ergänze Neuausgabe), S. 454.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Neuaufbau war nötig geworden, nachdem das [[Russisches Kaiserreich|Kaiserreich Russland]] das [[Dreikaiserabkommen]] von 1873 aufgehoben hatte. Das [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Reich]] ergriff auf dem Berliner Kongress keine Partei für die russischen Forderungen, sodass der [[Friede von San Stefano|Frieden von San Stefano]] weitgehend revidiert wurde (vor allem zugunsten [[Österreich-Ungarn]]s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Abschluss des Zweibundes beabsichtigte Bismarck, möglichst schnell wieder ein Bündnissystem zu etablieren, in dem das Deutsche Reich eine Schlüsselstellung bekam. Ursprünglich hatte Bismarck eine umfangreiche politische und wirtschaftliche Allianz der beiden Reiche vorgeschlagen; dies wurde aber von Österreich-Ungarn (Außenminister [[Gyula Andrássy|Graf Andrássy]]) abgelehnt, da es in einer solchen Verbindung lediglich „Juniorpartner“ gewesen wäre. Zudem widersprach eine derart vertiefte Kooperation den Interessen der nichtdeutschen Bevölkerungsmehrheit der Donaumonarchie. Als Minimallösung wurde anschließend der Zweibund gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustandekommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dual Alliance in 1914.png|300px|mini|Zweibund im Jahr 1914, Deutschland in blau, Österreich-Ungarn in rot]]&lt;br /&gt;
Nach dem Berliner Kongress von 1878 sahen sich die [[Panslawismus|panslawistischen]] Kreise in Russland durch das Deutsche Reich um den Preis des Sieges im [[Russisch-Osmanischer Krieg (1877–1878)|Russisch-Osmanischen Krieg]] gebracht. Zar [[Alexander II. (Russland)|Alexander&amp;amp;nbsp;II.]] warnte seinen Onkel [[Deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] in einem Brief vor verhängnisvollen Folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Reichskanzler (Deutsches Kaiserreich)|Reichskanzler]] Bismarck schrieb daraufhin seinerseits einen 2500 Wörter umfassenden Brief an Wilhelm I. Darin versuchte Bismarck, ihm dessen Verständnis für Alexanders Position auszureden. Er kündigte stattdessen an, im [[Herzogtum Salzburg|Salzburger]] [[Bad Gastein]] den [[Gyula Andrássy|Grafen Andrássy]] zwecks Bündnisverhandlungen zu treffen. Wilhelm sandte Feldmarschall [[Edwin von Manteuffel]] zu Zar Alexander, um ein Treffen vorzubereiten und den Bruch mit Russland zu vermeiden. Bald darauf trafen sich Wilhelm und Alexander in der preußischen Grenzstadt [[Toruń|Thorn]], wo die [[Kaiserlich Russische Armee|russische Armee]] auf der gegenüberliegenden Seite der Grenze gerade ein [[Manöver (Militär)|Militärmanöver]] abhielt. Das Treffen verlief sehr harmonisch und Alexander bat seinen Onkel Wilhelm, den Brief als nicht geschrieben zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seiner Rückreise erfuhr Wilhelm in [[Danzig]], dass Bismarck das Verteidigungsbündnis mit Österreich-Ungarn weit vorangetrieben und bereits die Zustimmung von Kaiser [[Franz Joseph I.]] eingeholt hatte. Wilhelm schrieb Bismarck einen Brief, in dem er ihn das Treffen mit Zar Alexander informierte. Ein Bündnis mit Österreich-Ungarn könne auf Russland wie ein feindliches Bündnis wirken, das hinter seinem Rücken geschlossen worden sei. Bismarck klagte daraufhin über das Schwinden seiner Kräfte und kündigte an, er werde in acht bis zehn Tagen seinen Rücktritt einreichen. Der Kaiser trat daraufhin eine Kur in [[Baden-Baden]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bismarck ließ aber nicht locker. Er veranlasste [[Helmuth Karl Bernhard von Moltke|Helmuth von Moltke]], eine militärische [[Denkschrift]] über die Notwendigkeit eines Bündnisses mit Österreich-Ungarn zu verfassen. Sogar Kaiserin [[Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach|Augusta]] und das Kronprinzenpaar brachte Bismarck in diesem Fall ausnahmsweise auf seine Seite. Der noch immer widerstrebende Wilhelm erreichte lediglich, dass der Zar informiert wurde, dass der Zweibund nur dem [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] ähneln werde. Seiner Unterschrift unter den Vertrag fügte er die Worte bei: „Die, welche mich zu diesem Schritt veranlaßt haben, werden es dereinst dort oben zu verantworten haben.“ Alexander zeigte in einem Brief aber überraschend viel Verständnis für den Zweibund.&amp;lt;ref&amp;gt;[[S. Fischer-Fabian|Siegfried Fischer-Fabian]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrliche Zeiten. Die Deutschen und ihr Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;. Droemer Knaur, München 1986; Neuauflage: Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2005, S. 151–160. Als Quelle dort ist angegeben: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser Wilhelms des Großen Briefe, Reden und Schriften&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Ernst Berner]], 2 Bde., Berlin 1906.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestimmungen ==&lt;br /&gt;
Der Zweibund verpflichtete die Vertragspartner, sich bei einem russischen Angriff gegenseitig mit der gesamten Kriegsmacht beizustehen. Der [[Bündnisfall]] trat vertragsgemäß auch dann ein, wenn eine andere angreifende Macht russische Unterstützung erhielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen anderen Fällen, etwa im Falle eines [[Dritte Französische Republik|französischen]] Angriffs auf das Deutsche Reich, versicherten sich die Vertragspartner gegenseitig wohlwollender [[Neutralität (Internationale Politik)|Neutralität]]. Allerdings erwartete man in Berlin nicht, dass Frankreich das Deutsche Reich ohne russische Unterstützung angreifen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zweibund wurde auf fünf Jahre geschlossen und sollte sich automatisch um drei Jahre verlängern, wenn keine der Parteien es kündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Zweibund erreichte bereits 1881 sein Ziel: Russland verstand, dass es im Mächtesystem isoliert zu werden drohte. Darum näherte es sich wieder dem Deutschen Reich an. Russland schloss mit dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn den [[Dreikaiserbund]]. 1882 wurde der Zweibund durch den Beitritt [[Königreich Italien (1861–1946)|Italiens]] zum [[Dreibund]] erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des [[Bündnispolitik Otto von Bismarcks|Bismarck’schen Bündnissystems]] ab 1890 war der Zweibund das einzige Bündnis, das für die Deutschen tatsächlich Bestand hatte. Dies hatte den negativen Effekt, dass das Deutsche Reich glaubte, es müsse sich umso fester an Österreich-Ungarn binden, seinen einzigen verbliebenen Bündnispartner. Das schränkte Deutschlands Außenpolitik wesentlich ein. Golo Mann nannte den Zweibund das „Schicksalsbündnis des deutschen Reiches“.&amp;lt;ref&amp;gt;Golo Mann: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. S. Fischer, Frankfurt am Main 1969, S. 457.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Ende des Zweibundes stand die Niederlage der Vertragspartner im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und das Ende der Monarchie in Deutschland und Österreich-Ungarn. Letzteres wurde sogar als Großreich aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption in Österreich ==&lt;br /&gt;
Vor allem Liberale und Kaisertreue in Österreich sahen den Zweibund kritisch. Ein Beispiel dafür ist [[Franz Kuhn von Kuhnenfeld]], der 1868 bis 1874 Kriegsminister gewesen war, ein anderes [[Rudolf von Österreich-Ungarn|Kronprinz Rudolf]] und sein Kreis, oder auch [[Moritz Szeps]] und [[Maurice de Hirsch]]. Österreich-Ungarn band sich nämlich eng an das Deutsche Reich, das trotz seiner Dominanz in eine politische Isolation driftete. Das wurde nicht zuletzt deswegen als fatal angesehen, weil sich abzeichnete, dass [[Friedrich III. (Deutsches Reich)|Friedrich&amp;amp;nbsp;III.]] aus Krankheitsgründen nur kurz Deutscher Kaiser sein würde. Rudolf verachtete aber Friedrichs militaristischen Sohn [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] Es gab Bemühungen in Österreich-Ungarn, sich stattdessen mit Russland zu verständigen und mit Frankreich und dem [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Vereinigten Königreich]] ein Bündnis zu schließen. Dies scheiterte aber 1888 an der unbedingten Bündnistreue Franz Josephs und an der Stärke der prodeutschen Antiliberalen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Brigitte Hamann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kronprinz Rudolf. Der Weg nach Mayerling&amp;#039;&amp;#039;. Goldmann Tb, 1980, besonders S. 334 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Zweibund“ als Bezeichnung des Bündnisses zwischen Frankreich und Russland ==&lt;br /&gt;
Bisweilen wurde bzw. wird auch das Bündnis zwischen Frankreich und [[Geschichte Russlands#Russland im Zeitalter des Imperialismus|Russland]] von 1894 als &amp;#039;&amp;#039;Zweibund&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Zur Unterscheidung dieser beiden Bündnisse spricht man in der Forschung hier gelegentlich vom [[Französisch-Russische Allianz|Zwei(er)verband]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Doppelbund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Angelow]]: &amp;#039;&amp;#039;Kalkül und Prestige. Der Zweibund am Vorabend des Ersten Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039; Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 2000.&lt;br /&gt;
* [[Moritz Csáky]]: &amp;#039;&amp;#039;Ideologie der Operette und Wiener Moderne. Ein kulturhistorischer Essay zur österreichischen Identität.&amp;#039;&amp;#039; Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 1998.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Rumpler]]: &amp;#039;&amp;#039;Der „Zweibund“ 1879. Das deutsch-österreichisch-ungarische Bündnis und die europäische Diplomatie.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://wwi.lib.byu.edu/index.php/The_Dual_Alliance_Between_Austria-Hungary_and_Germany | titel=Originaltext des Vertrages | sprache=en | abruf=2022-08-11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärbündnis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisch-Ungarische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer völkerrechtlicher Vertrag (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (19. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Winkekatze</name></author>
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