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	<title>Zwei Stühle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T06:04:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwei_St%C3%BChle&amp;diff=1915120&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hsingh: /* Quellen */</title>
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		<updated>2023-04-23T09:31:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Quellen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zwei Stühle.svg|mini|hochkant=1.7|Zwei Stühle an der Großen Kokel]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwei Stühle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, manchmal auch mit Zusatz &amp;#039;&amp;#039;die Zwei Stühle Mediasch und Schelk&amp;#039;&amp;#039;, später nur noch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mediascher Stuhl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet die historischen Gebiete der Stühle [[Mediasch]] (&amp;#039;&amp;#039;Oberer Stuhl&amp;#039;&amp;#039;) und [[Marktschelken|Schelk]] (&amp;#039;&amp;#039;Unterer Stuhl&amp;#039;&amp;#039;) auf dem [[Königsboden]] in [[Siebenbürgen]] sowie die Gerichts- und Verwaltungsbezirke der [[Nationsuniversität]] der [[Siebenbürger Sachsen]] für diese Gebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Gebiete der &amp;#039;&amp;#039;Zwei Stühle&amp;#039;&amp;#039;, damals noch &amp;#039;&amp;#039;Grafschaften&amp;#039;&amp;#039;,  wurden ab Mitte des 13. Jahrhunderts von siebenbürgisch-sächsischen Siedlern aus dem „Altland“ der [[Sieben Stühle|Hermannstädter Provinz]] durch Binnenkolonisation besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich auf [[Komitatsboden]] gelegen und der Gerichtsbarkeit des [[Szeklergraf]]en unterstellt, gestand der ungarische König [[Karl I. (Ungarn)|Karl Robert]] &amp;#039;&amp;#039;„den Sachsen von Mediasch, Schelk und Birthälm“&amp;#039;&amp;#039; 1315 die &amp;#039;&amp;#039;„gleichen Freiheiten“&amp;#039;&amp;#039; zu, wie denen der Hermannstädter Provinz. In einer weiteren Urkunde von 1318 erließ der König „den Sachsen von Mediasch, Marktschelken und Kleinschelken“ die Heeresfolge und königliche Bewirtung gegen eine jährliche Zahlung von 400 Silbermark &amp;#039;&amp;#039;Martinszins&amp;#039;&amp;#039;. Dieses Privileg wurde danach etliche Male erneuert, aber die &amp;#039;&amp;#039;Zwei Stühle&amp;#039;&amp;#039; verblieben weiterhin unter der Hoheit des Szeklergrafen, dem jedoch gewählte Stuhlsrichter beigeordnet waren. Nach einem Aufstand der Sachsen gegen König Karl Robert erfolgte zwischen 1325 und 1329 eine Reform der sächsischen Grafschaften in Distrikte und Stühle – damals typische Gerichts- und Verwaltungsgebiete autonomer Bevölkerungsgruppen. Im Jahr 1402 erwirkten der Mediascher Hann Kunz (&amp;#039;&amp;#039;villicus Cuncz&amp;#039;&amp;#039;) und der Kleinkopischer Gräf (&amp;#039;&amp;#039;comes de parva Kabaz&amp;#039;&amp;#039;) Michael bei König [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] die Befreiung der &amp;#039;&amp;#039;Zwei Stühle&amp;#039;&amp;#039; von der Gerichtsbarkeit des Szeklergrafen. Fortan konnten sie ihren gemeinsamen Richter frei wählen und „Recht sprechen, wie es in den Sieben Stühlen geschieht“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwei-Stühle-Siegel-1492.jpg|mini|hochkant|Siegel der Zwei Stühle (1492)]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1487 schlossen sich die Zwei Stühle mit der [[Sieben Stühle|Hermannstädter Provinz]] (Sieben Stühle), dem [[Kronstädter Distrikt]] und dem [[Bistritzer Distrikt]] zur [[Sächsische Nationsuniversität in Siebenbürgen|Sächsischen Nationsuniversität]] zusammen, nachdem König [[Matthias Corvinus]] die Privilegien des [[Goldener Freibrief|Goldenen Freibriefs]] auf alle freien siebenbürgisch-sächsischen Siedlungen ausgedehnt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Erlangung der Stadtrechte im Jahr 1534 gewann Mediasch schließlich die Vorherrschaft in den Zwei Stühlen, für die sich dann die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Mediascher Stuhl&amp;#039;&amp;#039; durchsetzte. Die Zwei Stühle bzw. der Mediascher Stuhl bildeten gleichzeitig die &amp;#039;&amp;#039;Mediascher Provinz&amp;#039;&amp;#039;, neben der &amp;#039;&amp;#039;Hermannstädter&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bistritzer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kronstädter&amp;#039;&amp;#039; eine der vier selbständigen Provinzen des Siebenbürger Sachsenlandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Österreichisch-Ungarischer Ausgleich|Österreichisch-Ungarischen Ausgleich]] und der  Wiedereingliederung Siebenbürgens in das [[Königreich Ungarn]] wurde der Mediascher Stuhl (vormals die Zwei Stühle) 1876 aufgelöst und in die neu gegründeten Komitate [[Komitat Groß-Kokelburg|Groß-Kokelburg]] (&amp;#039;&amp;#039;Nagy-Küküllő vármegye&amp;#039;&amp;#039;) und [[Komitat Klein-Kokelburg|Klein-Kokelburg]] (&amp;#039;&amp;#039;Kis-Küküllő vármegye&amp;#039;&amp;#039;) eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Scaunul Mediasului CoA.svg|mini|hochkant|Mediasch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mediascher Stuhl-Josephinische Landesaufnahme 1769-1773.jpg|mini|hochkant|Mediascher Stuhl (1770)]]&lt;br /&gt;
1359 gehörten zum Mediascher Stuhl die Ortschaften:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alma Vii|Almen]]&lt;br /&gt;
* [[Bazna|Baaßen]]&lt;br /&gt;
* [[Biertan|Birthälm]]&lt;br /&gt;
* [[Băgaciu (Mureș)|Bogeschdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Buzd|Bußd]]&lt;br /&gt;
* [[Ighișu Nou|Eibesdorf]]&lt;br /&gt;
* Furkeschdorf&lt;br /&gt;
* [[Copșa Mare|Großkopisch]]&lt;br /&gt;
* [[Ațel|Hetzeldorf]]&lt;br /&gt;
* [[Curciu|Kirtsch]]&lt;br /&gt;
* [[Mediaș|Mediasch]]&lt;br /&gt;
* [[Moșna (Sibiu)|Meschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nemșa|Nimesch]]&lt;br /&gt;
* [[Brateiu|Pretai]]&lt;br /&gt;
* [[Richiș|Reichesdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Șaroș pe Târnave|Scharosch]]&lt;br /&gt;
* [[Dupuș|Tobsdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Valchid|Waldhütten]]&lt;br /&gt;
* Weißdorf&lt;br /&gt;
* [[Velț|Wölz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Furkeschdorf&amp;#039;&amp;#039; (urkundlich erstmals 1268 erwähnt als &amp;#039;&amp;#039;praedium Nicolai&amp;#039;&amp;#039; und 1359 als &amp;#039;&amp;#039;Furkasi/Spurbasi&amp;#039;&amp;#039;; zwischen [[Moșna (Sibiu)|Meschen]] und [[Mediasch]] gelegen), wurde nach Verwüstungen durch die Türken 1470 aufgegeben. Die verbliebenen Bewohner zogen nach Meschen um. Der Gemeindehattert wurde auf Anweisung von König Matthias zwischen Meschen und Mediasch aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Weißdorf&amp;#039;&amp;#039; (urkundlich erstmals 1359 als &amp;#039;&amp;#039;Viszdorff&amp;#039;&amp;#039; erwähnt) wurde auf Beschluss der Sieben Stühle 1521 aufgelöst und an die Gemeinden Almen, Meschen, [[Motiș (Sibiu)|Mortesdorf]] und [[Metiș|Martinsdorf]] aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schelker Stuhl gehörten (so belegt 1510) die Ortschaften:&lt;br /&gt;
[[Datei:Scaunul Seica CoA.svg|mini|hochkant|Marktschelken]]&lt;br /&gt;
* [[Agârbiciu (Sibiu)|Arbegen]]&lt;br /&gt;
* [[Axente Sever|Frauendorf]]&lt;br /&gt;
* [[Hașag|Haschagen]]&lt;br /&gt;
* [[Copșa Mică|Kleinkopisch]]&lt;br /&gt;
* [[Șeica Mică|Kleinschelken]]&lt;br /&gt;
* [[Moardăș|Mardisch]]&lt;br /&gt;
* [[Șeica Mare|Marktschelken]]&lt;br /&gt;
* [[Șoala|Schaal]]&lt;br /&gt;
* [[Valea Viilor|Wurmloch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans Gerhard Pauer, &amp;#039;&amp;#039;Zur Entstehungsgeschichte der zwei Stühle Mediasch und Schelk&amp;#039;&amp;#039;, in Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde, 1/1985, {{ISSN|0344-3418}}&lt;br /&gt;
* Thomas Nägler, &amp;#039;&amp;#039;Die Ansiedlung der Siebenbürger Sachsen (Colonizarea sașilor transilvăneni)&amp;#039;&amp;#039;, Kriterion Verlag, Bukarest 1992, ISBN 973-26-0288-0&lt;br /&gt;
* [[Franz Zimmermann (Archivar)|Franz Zimmermann]] et al., &amp;#039;&amp;#039;Urkundenbuch zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen&amp;#039;&amp;#039;, Erster Band: 1191 bis 1342, Hermannstadt 1892.&lt;br /&gt;
* Franz Zimmermann et al., &amp;#039;&amp;#039;Urkundenbuch zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen&amp;#039;&amp;#039;, Zweiter Band: 1342 bis 1390, Hermannstadt 1897.&lt;br /&gt;
* Georg Eduard Müller, &amp;#039;&amp;#039;Wann sind Mediasch, Furkeschdorf und Tobsdorf kolonisiert worden?&amp;#039;&amp;#039;, Korrespondenzblatt des Vereins für siebenbürgische Landeskunde, Vol. 1-53, 1884–1929&lt;br /&gt;
* Rudolf Theil, &amp;#039;&amp;#039;Gehörten die „zwei Stühle“ seit dem Jahre 1224 zur Hermannstädter Provinz?&amp;#039;&amp;#039;, Archiv des Vereins für siebenbürgische Landeskunde, Vol. 12, 1875, S. 257–269&lt;br /&gt;
* Franz Michaelis, &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur siebenbürgisch-deutschen Siedlungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Forschungen im Südosten, Vol. 1-3, Hermannstadt, 1942–1944&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zwei Stuhle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siebenbürger Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Rumänien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hsingh</name></author>
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