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	<title>Zwei-Photonen-Absorption - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T19:44:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwei-Photonen-Absorption&amp;diff=1460022&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-25T08:53:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Zwei-Photonen-Absorption.svg|mini|Schematische Darstellung einer Zwei-Photonen-Absorption vom Zustand 0 in den Zustand 2 über das virtuelle Zwischenniveau 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwei-Photonen-Absorption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die simultane [[Absorption (Physik)|Absorption]] zweier [[Photon]]en durch ein [[Molekül]] oder ein [[Atom]], das dabei in einen energetisch angeregten Zustand übergeht. Die Energie eines dieser Photonen allein reicht dabei nicht aus, um die Energiedifferenz zwischen Grundzustand (Zustand 0 in nebenstehender Abbildung) und angeregtem Zustand (Zustand 2 in nebenstehender Abb.) zu überbrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Es gibt zwischen Zustand 0 und Zustand 2 kein erlaubtes Energieniveau, daher müssen die Photonen quasi gleichzeitig absorbiert werden, d.&amp;amp;nbsp;h. innerhalb eines Zeitintervalls der Größenordnung 0,1 Femtosekunden = 10&amp;lt;sup&amp;gt;−16&amp;lt;/sup&amp;gt; s, welches sich aus der [[Energie-Zeit-Unschärferelation]] ergibt. Zur Beschreibung dieses Prozesses bedient man sich eines virtuellen Zwischenniveaus, dessen Lebensdauer etwa der Dauer des Absorptionsprozesses entspricht. In nebenstehender Abbildung findet die Absorption vom Zustand 0 nach 2 über das virtuelle Zwischenniveau 1 statt. Eine solche Abbildung nennt man auch [[Jablonski-Diagramm]]. Die Sekundärprozesse aus dem angeregten Zustand 2, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Fluoreszenz]] (dargestellt mit einem gestrichelten Pfeil nach unten), erfolgen unabhängig von der Art der Anregung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit eine Zwei-Photonen-Absorption stattfinden kann, muss die Summe der Energien der absorbierten Photonen der Energiedifferenz &amp;lt;math&amp;gt;\Delta E&amp;lt;/math&amp;gt; zwischen den Molekülzuständen entsprechen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\,\Delta E = E_{1} + E_{2} = h \nu_{1} + h \nu_{2}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind &amp;lt;math&amp;gt;\nu_{i}&amp;lt;/math&amp;gt; die Schwingungsfrequenzen der beiden Photonen und &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt; ist die [[Planck-Konstante]]. Gegebenenfalls müssen weitere [[Auswahlregel]]n (z.&amp;amp;nbsp;B. zum Drehimpuls) erfüllt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vorteil der Zwei-Photonen-Spektroskopie ist die Möglichkeit, die Verbreiterung der Spektrallinien durch den [[Dopplereffekt]] zu vermeiden. Werden die Atome oder Moleküle mit zwei gegenläufigen Laserstrahlen beleuchtet, so ist die Zweiphotonen-Resonanzbedingung unabhängig von der Geschwindigkeit der Teilchen, denn die Dopplerverschiebung der beiden Strahlen heben einander auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\,h\nu_1 + h\nu_2 = h\nu_0\left(1 - \frac{\vec{v}\cdot\vec{k}}{\nu_0}\right) + h\nu_0\left(1 + \frac{\vec{v}\cdot\vec{k}}{\nu_0}\right) = 2 h \nu_0 &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist Zwei-Photonen-Spektroskopie in erster Ordnung frei von Doppler-Verbreiterung und trotzdem nehmen alle Teilchen am Absorptionsprozess teil, im Gegensatz zur [[Sättigungsspektroskopie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Doppler-freie Zwei-Photonen-Spektroskopie |Sammelwerk=Lexikon der Physik |Verlag=Spektrum |Ort=Heidelberg |Datum=1998 |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/physik/doppler-freie-zwei-photonen-spektroskopie/3276}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess der Zwei-Photonen-Absorption wurde erstmals 1931 von [[Maria Goeppert-Mayer]] in ihrer Dissertation theoretisch beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal|author=Maria Goeppert-Mayer|title=Über Elementarakte mit zwei Quantensprüngen|journal=Annalen der Physik|volume=9|pages=273–294|year=1931}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da ein solcher Prozess aber sehr unwahrscheinlich ist, und man daher eine sehr hohe zeitliche und räumliche Photonendichte für ein solches Ereignis braucht, konnte die Zwei-Photonen-Absorption erst kurz nach Erfindung des [[Laser]]s experimentell durch [[Wolfgang Kaiser (Physiker)|Wolfgang Kaiser]] und C. G. B. Garrett nachgewiesen werden (1961).&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal|author=Kaiser, W. und Garrett, C.G.B.|title=Two-photon excitation in CaF&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;:Eu&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;|journal=Physical Review Letters Bd. 7(6)|pages=229|doi=10.1103/PhysRevLett.7.229}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Eindruck von der Wahrscheinlichkeit so eines Ereignisses wird in&amp;lt;ref&amp;gt;Denk, W. und Svoboda, K.: &amp;#039;&amp;#039;Photon upmanship: why multiphoton imaging is more than a gimmick&amp;#039;&amp;#039;. Neuron, Bd. 18, S. 351–357&amp;lt;/ref&amp;gt; gegeben: Bei strahlendem Sonnenschein absorbiert ein Molekül eines guten Ein- oder Zwei-Photonen-Absorbers etwa ein Photon pro Sekunde über ein Ein-Photonen-Ereignis. Eine Zwei-Photonen-Absorption findet bei gleichen Bedingungen nur alle 10 Millionen Jahre statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit einer Zwei-Photonen-Absorption wird durch den Zwei-Photonen-[[Wirkungsquerschnitt]] &amp;lt;math&amp;gt; \sigma_{2P}&amp;lt;/math&amp;gt; beschrieben. Er wird in der Einheit [[Goeppert-Mayer (Einheit)|Goeppert-Mayer]] (GM) angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\, 1\, \mathrm{GM} = 10^{-50} \mathrm{cm^{4}s} \text{ / Photon / Molekül}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Anwendungen der Zwei-Photonen-Absorption (z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Multiphotonenmikroskop]]ie) beruhen vor allem auf ihrer quadratischen Abhängigkeit von der Intensität des Lichts (im Gegensatz zur linearen Abhängigkeit bei der Ein-Photonen-Absorption) sowie der Möglichkeit, langwelligeres (und damit energieärmeres) Licht zu verwenden. Zwei-Photonen-Absorber finden auch Anwendung in der 3D-Lithographie, bei 3D-optischen Datenspeichern sowie in Markern und Sonden in der Biologie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pawlicki2009&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal|title=Zweiphotonenabsorption und das Design von Zweiphotonenfarbstoffen|author=M. Pawlicki &amp;#039;&amp;#039;et al.&amp;#039;&amp;#039;|journal=Angewandte Chemie|volume=121|issue=18|pages=3292–3316|year=2009|doi=10.1002/ange.200805257}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dank der Nichtlinearität kann hier jeweils erreicht werden, dass nur in einer gewünschten Tiefe im Material eine nennenswerte Absorption eintritt.&lt;br /&gt;
Eine weitere wichtige Anwendung liegt in der [[Dopplerfreie Sättigungsspektroskopie|dopplerfreien Sättigungsspektroskopie]] atomarer Systeme.&lt;br /&gt;
Das Design von sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Zweiphotonen-Farbstoffen&amp;#039;&amp;#039; (Stoffen mit hoher Zwei-Photonen-Absorption) ist ein aktives Forschungsgebiet. Materialien von mehreren zehntausend GM (statt der üblichen &amp;lt;10&amp;amp;nbsp;GM)  wurden bereits hergestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pawlicki2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden sogenannte 3D-Drucker mit [[Zwei-Photonen-Lithographie|Zwei-Photonen-Polymerisationstechnik]] entwickelt. Diese zeichnen sich durch eine sehr hohe Auflösung von weniger als 1 Mikrometer aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;iba&amp;quot;&amp;gt;[https://www.iba-heiligenstadt.de/fachbereiche/biowerkstoffe/2-photonentechnik/2-photonen-polymerisation/ &amp;#039;&amp;#039;2-Photonen-Polymerisation.&amp;#039;&amp;#039;] [[Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik]]. Abgerufen am 21. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karin Zühlke: [https://www.elektroniknet.de/markt-technik/elektronikfertigung/mikro-objektivlinsen-auf-cmos-chips-140042.html &amp;#039;&amp;#039;3D-Drucker für die Mikrofabrikation. Mikro-Objektivlinsen auf CMOS-Chips.&amp;#039;&amp;#039;] elektroniknet.de. 24. März 2017, abgerufen am 21. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Meschede|Meschede, Dieter]]: Optik, Licht und Laser. Wiesbaden: 2., überarb. und erw. Aufl.  Teubner, 2005, ISBN 3-519-13248-6&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Demtröder|Demtröder, Wolfgang]]: Laserspektroskopie 2. Berlin/Heidelberg: 6., neu bearb. und aktualis. Aufl. Springer, 2013, ISBN 978-3-642-21446-2&lt;br /&gt;
* Riehle, Fritz: Frequency standards: basics and applications, Wiley, 2006, ISBN 978-3-527-60595-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.calctool.org/CALC/chem/photochemistry/2pa Web-based calculator for the rate of 2-photon absorption]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zweiphotonenabsorption}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nichtlineare Optik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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