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	<title>Zwangsarbeitslager Ohrdruf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:17:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwangsarbeitslager_Ohrdruf&amp;diff=962752&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PatrickBrauns: /* Einrichtung als Außenlager des KZ Buchenwald */</title>
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		<updated>2026-04-28T05:44:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einrichtung als Außenlager des KZ Buchenwald&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ohrdruf Corpses Eisenhower.jpg|mini|U.S. Generäle [[Manton S. Eddy|Eddy]], [[Dwight D. Eisenhower|Eisenhower]], [[Omar N. Bradley|Bradley]] und [[George S. Patton|Patton]] in Ohrdruf (12. April 1945)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ohrdruf Corpses.jpg|mini|Opfer]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeitslager Ohrdruf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch „&amp;#039;&amp;#039;Ohrdruf-Nord“&amp;#039;&amp;#039;, wurde gegen Ende 1944 in [[Ohrdruf]], etwa 13 Kilometer südlich von [[Gotha]], als ein [[Liste der Außenlager des KZ Buchenwald|Außenlager]] des [[KZ Buchenwald]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häftlinge wurden für den Bau umfangreicher unterirdischer Tunnel- und Bunkeranlagen eingesetzt. Im März 1945 hatte das Lager 11.700 Häftlinge. Die zur Tarnung grün angemalten Baracken waren mit zwei Reihen Stacheldraht eingezäunt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vornutzung des Areals ===&lt;br /&gt;
Seit 1871 wurde ein Gebiet zwischen Ohrdruf, [[Jonastal]] und [[Bittstädt]] bereits als [[Militärmanöver|Manövergelände]] genutzt, sodass 1906 die Einrichtung eines offiziellen [[Truppenübungsplatz]]es vom [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]] beschlossen und ab 1908 mit dem Ausbau des Geländes begonnen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1938 betrieb die [[Reichspost]] für die [[Wehrmacht]] hier eine geheime Fernmelde-Führungsanlage unter dem Tarnnamen [[Amt-10]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seidler-Zeigert&amp;quot;&amp;gt;SEIDLER, Franz W., ZEIGERT, Dieter &amp;#039;&amp;#039;Die Führerhauptquartiere&amp;#039;&amp;#039;, 2000, Verlag F.A. Herbig, München, ISBN 3-7766-2154-0&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1941/1942 wurde ein kleines Lager für [[sowjetische Kriegsgefangene]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einrichtung als Außenlager des KZ Buchenwald ===&lt;br /&gt;
Im Herbst 1944 übernahm die SS Teile des Lagers. Die [[Schutzstaffel|SS]] richtete auf dem Lagergelände ein „Außenkommando Ohrdruf S III“ des [[KZ Buchenwald]] ein. Das Lager bestand in der Zeit vom 6. November 1944 bis Anfang April 1945. Als Besonderheit ist zu vermerken, dass es in der Zeit vom 14. November 1944 bis zum 15. Januar 1945 als selbstständiges Konzentrationslager geführt und nicht zum Bestand von Buchenwald zählte – wie sonst alle weiteren Außenlager. Zu „S III“ gehörten neben dem Nord- und Südlager bei Ohrdruf auch die weiteren Lager in der [[Luftmunitionsanstalt 1/IV|Luftmunitionsanstalt (LMunA) Crawinkel]] sowie das sogenannte Zeltlager bei [[Espenfeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Errichtung des Lagers hängt mit dem beabsichtigten Bau von Stollen im Jonastal zusammen. Angeblich sollten die Häftlinge dort ab November 1944 ein [[Führerhauptquartier|unterirdisches Hauptquartier]] für [[Adolf Hitler|Hitler]] bauen. Diese Angaben sind jedoch nicht hinreichend belegt und die beabsichtigte Funktion der Stollen im Jonastal ist ungeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Januar 1945 wurden 1.000 Zwangsarbeiter auf einen [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] ins [[KZ Bergen-Belsen]] geschickt, was viele nicht überlebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Todesmarsch nach Buchenwald ===&lt;br /&gt;
Am 2. April 1945 musste der größte Teil der Häftlinge unter [[Schutzstaffel|SS-Bewachung]] in einem weiteren Todesmarsch 51 Kilometer nach Buchenwald marschieren. Die Anzahl der Häftlinge, die während des Marsches zusammenbrachen und starben oder von den SS-Bewachern erschossen wurden, kann nur geschätzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den 60 bis 70 Toten, die offensichtlich vor dem Marsch erschlagen oder erschossen worden waren, weil sie nicht marschfähig erschienen, gab es einige Überlebende, die sich vor den SS-Wachen verstecken und so der erneuten Verschleppung entgehen konnten. Vom Marsch entflohene Häftlinge, unter anderen Andrew Rosner, konnten US-Truppen zum Lager führen.&amp;lt;ref&amp;gt;Intelligence and reconnaissance (I &amp;amp; R) platoon, attached to the Headquarters company des 354th Infantry Regiment, der 89th Infantry Division, Third US Army&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wachmannschaften versuchten vor ihrer Flucht möglichst viele der 3.200 Toten auf offenen Feuern zu verbrennen. Ein Krematorium gab es in diesem Lager nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Befreiung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ohrdruf Fire.jpg|mini|Das Bild zeigt einen amerikanischen Soldaten vor den in Brand gesetzten Baracken nach der Befreiung. Photogr. Walter E. Cummings am 6. April 1945, USHM]]&lt;br /&gt;
Am 4. April 1945&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Mauny |Titel=„Vier Prinzipien der Nähe – regionale Erinnerungskultur am Beispiel des Konzentrationslagers Ohrdruf“ |Sammelwerk=&amp;#039;&amp;#039;40 Jahre „Nackt unter Wölfen“. Zwischen Mythos, internationaler Filmgeschichte und regionaler Erinnerungskultur&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Leipziger Universitätsverlag |Ort=Leipzig |Datum=2023 |ISBN=978-3-96023-529-3 |Seiten=19-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde der Truppenübungsplatz von der [[4th Armored Division|4. US-Panzerdivision]] erobert, die in Ohrdruf ein Durchgangslager für entlassene [[sowjetische Kriegsgefangene]] errichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war das erste von Westalliierten befreite Lager mit überlebenden Häftlingen, die Auskunft über ihr Schicksal geben konnten. Das Zwangsarbeitslager Ohrdruf wurde am 12. April von den [[United States Army|US-Generälen]] [[George S. Patton]], [[Omar N. Bradley]], [[Dwight D. Eisenhower]] besichtigt. Eisenhower beschreibt diese Besichtigung in seinem Tagebuch als einen Schock. Ihm wurde dabei auch der [[Galgen]] gezeigt, an dem [[Hinrichtung]]en mit [[Saite|Klaviersaiten]] stattfanden. Er besichtigte am selben Tag das [[Salzbergwerk]], in dem nationalsozialistisches Vermögen eingelagert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nutzung des Areals durch die Sowjetarmee ===&lt;br /&gt;
Ab 1947 nutzte die [[Rote Armee|sowjetische Armee]] den Truppenübungsplatz, bis er dann 1991 an das [[Bundesministerium der Verteidigung|Bundesverteidigungsministerium]] übergeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergabe an die Bundeswehr ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1993 wurde der Platz von der [[Bundeswehr]] in verwahrlostem Zustand übernommen: Verfallene Gebäude, Müllhalden und Schuttberge, verseuchte Gewässer, kontaminiertes Gebiet und zahlreiche nicht zur Wirkung gelangte Kampfmittel machten und machen die Aufräumarbeiten noch heute zu einem langwierigen Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Nebenlager Crawinkel]] (Nach einwöchigen Kampfhandlungen wurde [[Crawinkel]] von den Amerikanern besetzt), [[Arnstadt#Vom 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart|Arnstadt]], [[Decknamen nationalsozialistischer Geheimobjekte]] (S III), Stollen von [[Jonastal]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Außenlager des KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
* [[Truppenübungsplatz Ohrdruf|Truppenübungsplatz/Kriegsgefangenenlager Ohrdruf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Buchenwald Ohrdruf concentration camp|Zwangsarbeitslager Ohrdruf}}&lt;br /&gt;
* Amerikanisches Kriegsinformationsamt im Auftrag des Oberbefehlshabers der Alliierten Streitkräfte: &amp;#039;&amp;#039;KZ – Bildbericht aus fünf Konzentrationslagern&amp;#039;&amp;#039; Entstanden ca. nach April 1945. Rekonstruktion durch VVN-BdA NRW 2006 ([http://www.nrw.vvn-bda.de/bilder/kz.pdf PDF-Datei])&lt;br /&gt;
* [http://www.mdr.de/thueringen-journal/415971.html#absatz5 &amp;#039;&amp;#039;Denkmalgeschützte Ehrenfriedhöfe u.&amp;amp;nbsp;a. für die KZ-Häftlinge in Thüringen&amp;#039;&amp;#039; auf mdr.de] (Zahlenangaben zu den einzelnen Orten)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.geocities.com/CapeCanaveral/1325/raetsel.txt | wayback=20050504142438 | text=Das Projekt S III und Olga}}&lt;br /&gt;
*[https://www.gesetze-im-internet.de/begdv_6/BJNR002330967.html Verzeichnis der Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos gemäß §&amp;amp;nbsp;42 Abs.&amp;amp;nbsp;2 BEG]&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/details/gov.archives.arc.43452 „Nazi Concentration Camps“] auf archives.org – Aufnahmen des befreiten Lagers und dem Besuch der U.S. Militärs ab 8.10 min&lt;br /&gt;
* [https://friedenstein.eu/projekte/deutsche-erinnerungsluecke-kz-ohrdruf Deutsche Erinnerungslücke KZ Ohrdruf] (kollaboratives Erinnerungsprojekt bis in das Jahr 2100)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Sebastian Haak |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/1172596.erinnern-an-den-ns-terror-das-fast-vergessene-lager.html |titel=Das fast vergessene Lager |werk=nd-aktuell |datum=2023-04-20 |sprache=de |abruf=2023-04-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50/50/1/N|EW=10/45/17/E|type=landmark|region=DE-TH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4573151-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ohrdruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenlager des KZ Buchenwald|Ohrdruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:U-Verlagerung|Ohrdruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thüringen in der Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeitslager|Ohrdruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Landkreis Gotha)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PatrickBrauns</name></author>
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