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	<title>Zwangsabtreibung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T05:38:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwangsabtreibung&amp;diff=2664119&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eduevokrit: Ty</title>
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		<updated>2026-03-15T21:09:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ty&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwangsabtreibung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man einen [[Schwangerschaftsabbruch]] ohne [[Einwilligung (Strafrecht)|Einwilligung]] der [[Schwangere|Schwangeren]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täter kann jeder sein (z. B. der [[Partnerschaft|Partner]] oder die Eltern der Schwangeren); in einigen Staaten gab es auch behördlich erzwungene Fälle (vgl. unten). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsabtreibung beschneidet die [[Reproduktive Gesundheit und Reproduktive Rechte|Rechte auf Sexualität und Fortpflanzung]] sowie das [[Recht auf körperliche Unversehrtheit]] der Schwangeren und das [[Recht auf Leben]] des Ungeborenen ([[Nasciturus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geltendes Recht ===&lt;br /&gt;
Der Schwangerschaftsabbruch wird in [[Deutschland]] nach {{§|218|StGB|buzer|text=§§&amp;amp;nbsp;218}} Absatz 2 des [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|Strafgesetzbuches]] (StGB) in besonders schweren Fällen mit [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Ein besonders schwerer Fall liegt [[Regelbeispiel|in der Regel]] bei Begehung gegen den Willen der Schwangeren vor. Liegt kein besonders schwerer Fall vor, ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder [[Geldstrafe (Deutschland)|Geldstrafe]]. Allerdings ergibt sich durch die in [[Tateinheit]] stehende [[gefährliche Körperverletzung]] seit der Verschärfung dieses Tatbestands 1998 eine Höchststrafe von zehn Jahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Einwilligung durch den [[gesetzlicher Vertreter|gesetzlichen Vertreter]] kommt in Betracht, wenn der Schwangeren ein schwerer Gesundheitsschaden droht&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Fischer |Titel=Strafgesetzbuch |Auflage=72 |Verlag=C. H. Beck |Ort=München |Datum=2025 |ISBN=9783406820441 |Fundstelle=§ 218a Rn. 16f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; in Notfällen gilt {{§|630d|BGB|dejure|text=§ 630d}} Abs. 1 Satz 4 [[BGB]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
§&amp;amp;nbsp;220 [[Reichsstrafgesetzbuch]] bestrafte Abtreibung ohne Einwilligung der Schwangeren mit [[Zuchthaus]] von zwei bis fünfzehn Jahren; wenn durch die Tat der Tod der Schwangeren verursacht wurde, mit zehn bis fünfzehn Jahren oder lebenslangem Zuchthaus. 1926 wurde § 220 aufgehoben, § 218 Absatz 6 drohte für Abtreibung ohne Einwilligung der Schwangeren nun Zuchthaus von einem bis fünfzehn Jahren, bei mildernden Umständen [[Gefängnisstrafe]] von drei Monaten bis zu fünf Jahren an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1926&amp;amp;page=289&amp;amp;size=45 |titel=ÖNB-ALEX - Deutsches Reichsgesetzblatt Teil I 1867-1945 |abruf=2026-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] ließ ab 1943 § 8 der &amp;#039;&amp;#039;Verordnung zum Schutz von&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Ehe, Familie und Mutterschaft&amp;#039;&amp;#039; Ausnahmen vom Abtreibungsverbot aus rassistischen Gründen zu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?apm=0&amp;amp;aid=dra&amp;amp;datum=19430004&amp;amp;seite=00000140 |titel=Verordnung zum Schutz von Ehe, Familie und Mutterschaft |titelerg=Reichsgesetzblatt, Jahrgang 1943, Teil I |werk=Österreichische Nationalbibliothek |datum=1943-03-09 |abruf=2026-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Zwangsabtreibung betroffen waren unter anderem [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiterinnen]]. Zudem wurden im Rahmen einer [[Eugenik]] und [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|nationalsozialistischen Rassenhygiene]] Kinder aus Gründen einer so genannten [[Kinder-Euthanasie|Euthanasie]] ermordet; auf Grundlage des [[Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses|Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses]] wurden Menschen durch [[Zwangssterilisation]] unfruchtbar gemacht. Während andererseits die Bestrafung verbotener Abtreibungen verschärft wurde, entfielen besondere Bestimmungen für Zwangsabtreibung. Infolge der Milderung der Bestrafung in der [[SBZ]] wurden solche Bestimmungen wieder eingeführt, in [[Westdeutschland]] aus dem gleichen Grund 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich und Liechtenstein ==&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] und [[Liechtenstein]] wird Schwangerschaftsabbruch ohne Einwilligung der Schwangeren mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, wenn die Tat den Tod der Schwangeren zur Folge hat, mit sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Der Täter wird nicht bestraft, wenn der Schwangerschaftsabbruch zur Rettung der (ggf. bewusstlosen) Schwangeren aus einer unmittelbaren, nicht anders abwendbaren Lebensgefahr unter Umständen vorgenommen wird, unter denen ihre Einwilligung nicht rechtzeitig zu erlangen ist (§ 98 [[Strafgesetzbuch (Österreich)]] bzw. § 97 [[Strafgesetzbuch (Liechtenstein)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] wird Schwangerschaftsabbruch ohne Einwilligung der Schwangeren mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren bestraft (Artikel 118 Absatz 2 [[Strafgesetzbuch (Schweiz)|Strafgesetzbuch]]). Bei Schwangeren, die nicht urteilsfähig sind, kann die gesetzliche Vertreterin oder der gesetzliche Vertreter die Zustimmung zu einem wegen  [[Schwangerschaftsabbruch#Schweiz|Notlage der Schwangeren straflosen]] Schwangerschaftsabbruch erteilen (Artikel 119).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nordkorea ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Zeugenaussage von Soon Ok Lee vor dem [[Senat der Vereinigten Staaten]] 2002 werden in [[Nordkorea]] schwangere Gefangene in Lagern zu Schwangerschaftsabbrüchen durch Injektionen gezwungen; trotzdem lebend geborene Babys würden gleich nach der Geburt getötet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | titel =  United States Senate Hearings: Testimony of Ms. Soon Ok Lee, 21. Juni 2002 | url = http://judiciary.senate.gov/hearings/testimony.cfm?id=4f1e0899533f7680e78d03281fe18baf&amp;amp;wit_id=4f1e0899533f7680e78d03281fe18baf-2-1 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20131224113517/http://judiciary.senate.gov/hearings/testimony.cfm?id=4f1e0899533f7680e78d03281fe18baf&amp;amp;wit_id=4f1e0899533f7680e78d03281fe18baf-2-1 | archiv-datum=2013-12-24 | hrsg = Justizausschuss des Senats der Vereinigten Staaten| zugriff = 2011-09-21 | sprache = Englisch }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volksrepublik China ==&lt;br /&gt;
In der [[Volksrepublik China]] gab es, um die bis 2015 verfolgte [[Ein-Kind-Politik]] durchzusetzen, laut Medienberichten auch Zwangsabtreibungen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Widerstand gegen Ein-Kind-Politik Foto von Zwangsabtreibung erzürnt Chinesen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Spiegel online]], 15. Juni 2012 ([https://www.spiegel.de/politik/ausland/foto-von-zwangsabtreibung-in-china-sorgt-fuer-aufruhr-a-839014.html online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;faz&amp;quot;&amp;gt;FAZ.net: [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/geburtenkontrolle-china-erlaubt-weiter-nur-ein-kind-pro-familie-12025885.html China erlaubt weiter nur ein Kind pro Familie] (abgerufen am 14. Januar 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Zwangssterilisation|Zwangssterilisationen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;faz&amp;quot; /&amp;gt;. Bekam eine Frau ein weiteres Kind, musste die Familie hohe Geldstrafen zahlen und mit weiteren Nachteilen rechnen. In einigen Regionen durfte eine Familie, deren erstes Kind ein Mädchen war, jedoch ein weiteres Kind bekommen. Diese Ungleichbehandlung wurde von Menschenrechtsorganisationen stark kritisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den öffentlich bekannt gewordenen Fällen gehört die 31-jährige Pan Chunyan ({{zh|c=潘春煙}}), die im achten Monat der Schwangerschaft zu einem Schwangerschaftsabbruch gezwungen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/politik/ausland/article108430538/Gnadenlose-Politik-Abtreibung-im-achten-Monat.html Gnadenlose Politik – Abtreibung im achten Monat]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 2012 wurde der Fall der 23-jährigen Feng Jianmei ({{zh|c=冯建梅|kurz=1}}) bekannt, die im siebten Monat zu einem Schwangerschaftsabbruch gezwungen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oai.de/de/publikationen/oai-blog/42-kaleidoskop/649-die-neue-vokabel-zwangsabtreibung.html Zwangsabtreibung in der Provinz Shaanxi]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fr.de/panorama/fall-chinesin-feng-jianmei-11717209.html Der Fall der Chinesin Feng Jianmei]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Chinas-Ein-Kind-Politik/!5091277/ Zwangsabtreibung im siebten Monat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/zwangsabtreibung-in-china-behoerden-bitten-um-entschuldigung-11787210.html Behörden bitten um Entschuldigung]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Zwangsabtreibungen waren auch Menschen in [[Autonomes Gebiet Tibet|Tibet]] betroffen, berichtet unter anderem die [[Internationale Gesellschaft für Menschenrechte]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Internationale Gesellschaft für Menschenrechte]], 1999 ([http://www.igfm-muenchen.de/tibet/HRU/1999/HRU-1999-12.html online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschlechtsspezifische Verfolgung]]&lt;br /&gt;
* [[Zwangssterilisation]]&lt;br /&gt;
* [[Zwangsverhütung]]&lt;br /&gt;
* [[Erzwungene Schwangerschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Nötigung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwangerschaftsabbrüche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eduevokrit</name></author>
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