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	<title>Zuse Z4 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zuse_Z4&amp;diff=343448&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: gr</title>
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		<updated>2026-04-01T09:19:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;gr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zuse-Z4-Totale deutsches-museum.jpg|mini|Die Z4 im Deutschen Museum (München)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektromagnetischesrelais zuse 1940 denis apel cc.jpg|mini|Elektromagnetisches Relais der Z4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zuse Z4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein zwischen 1942 und 1945 von dem [[Zuse KG|Zuse Ingenieurbüro und Apparatebau]] entwickelter [[Digitalrechner]], der aus 2200 [[Relais]] gebaut ist. Er verfügt über einen elektromechanischen Speicher, der 64 Zahlen je 22 Bit aufnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Z4 wurde von 1942 bis 1945 unter der Leitung von [[Konrad Zuse]] als Weiterentwicklung der [[Zuse Z3]] in Berlin gebaut. Um ihr von der Programmierseite her mehr Flexibilität zu geben, war sie für die Anbindung mehrerer &amp;#039;&amp;#039;Abtaster&amp;#039;&amp;#039; (Lochstreifenleser) und &amp;#039;&amp;#039;Locher&amp;#039;&amp;#039; (Lochstreifenstanzer) vorgesehen. Deshalb waren neben Tasten und Lampen die [[Lochstreifen]] das Ein- und Ausgabemedium dieses Rechners. Kurz vor Fertigstellung im Frühjahr 1945 wurde die Z4 von Berlin nach Göttingen in die [[Aerodynamische Versuchsanstalt]] des [[MPI für Strömungsforschung|KWI für Strömungsforschung]] verlegt. Dort wurde sie betriebsbereit fertig entwickelt, sodass erste programmgesteuerte Rechnungen durchgeführt werden konnten. Anfang April 1945 brachte Zuse die Z4 nach Süddeutschland, wo sie die [[Zweiter Weltkrieg|Kriegswirren]] zunächst in einem Schuppen in [[Hinterstein]] im Allgäu, später in einem Mehllager in [[Hopferau]] überstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Zuse: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Computer – Mein Lebenswerk]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage. Springer, Berlin 1993, ISBN 3-540-56292-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1948 konnte dort erstmals eine Anwendung der instandgesetzten Z4 demonstriert werden, indem die Milchgeldrechnungen der Sennerei Lehern berechnet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hopferau.de/konrad-zuse.html |titel=Konrad Zuse im Schloss zu Hopferau |abruf=2023-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Konrad Zuse gründete 1949 in Neukirchen die Firma [[Zuse KG]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster kommerzieller Computer ==&lt;br /&gt;
Im Sommer 1949 wurde der Leiter des Instituts für Angewandte Mathematik an der [[ETH Zürich]], Professor [[Eduard Stiefel]], auf die Z4 aufmerksam, um diese in der Forschung einzusetzen. Er fuhr deshalb nach Hopferau und traf sich mit Zuse, um mit ihm einen Mietvertrag über die Nutzung des Rechners zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr später wurde die Z4 nach Zürich transportiert, wo sie in den folgenden Jahren an der ETH Zürich intensiv eingesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt; Herbert Bruderer: &amp;#039;&amp;#039;Konrad Zuse und die ETH Zürich - Zum 100. Geburtstag des Informatikpioniers Konrad Zuse.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift der ETH Zürich. 2. verbesserte und stark erweiterte Auflage. Februar 2011, 40 Seiten&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2018/08/geschichte-des-computers-gugerli.html |titel=Wie die Welt in den Computer kam |abruf=2020-08-07 |autor=Roland Baumann |werk=ETH Zürich |datum=2018-08-16 |kommentar=mit Hinweisen auf praktische Erfahrungen zum Betrieb}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Z4 zu diesem Zeitpunkt der erste kommerzielle [[Computer]] weltweit, da das Konkurrenzprodukt, der amerikanische Rechner [[UNIVAC]], erst einige Monate später fertiggestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihren frühen Ausbaustufen hatte die Z4 zunächst keine bedingte [[Sprunganweisung]] und war dadurch kein [[Turing-Vollständigkeit|Turing-mächtiger]] universeller Computer. Nach Ankunft der Z4 in Zürich 1950 wurde diese Funktion jedoch auf Anraten der [[Numerische Mathematik|Numeriker]] der ETH Zürich eingebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Raúl Rojas: &amp;#039;&amp;#039;Konrad Zuse und der bedingte Sprung&amp;#039;&amp;#039;. Informatik-Spektrum, Vol. 37, Issue 1, S. 50–53. [https://www.mi.fu-berlin.de/inf/groups/ag-ki/publications/Bedingter-Sprung/ (pdf, FU Berlin)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Z4 diente der ETH Zürich zwischen 1950 und 1955 als zentraler Rechner. Sie brachte Professor Stiefel dabei auch wichtige Erkenntnisse für den sich unter seiner Leitung im Bau befindlichen Rechners [[ERMETH]], der 1956 fertiggestellt wurde. Die Z4 hatte nur einen beschränkten Speicher für Zwischenwerte, was auch einen Einfluss auf Details der später am Institut entwickelten Algorithmen nahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde eine „Bedienungsanweisung Z4“ aus dem Besitz des Flugzeugingenieurs René Boesch gefunden, die davor als verschollen galt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://cacm.acm.org/blogs/blog-cacm/247521-discovery-user-manual-of-the-oldest-surviving-computer-in-the-world/fulltext | titel=Discovery: User Manual of the Oldest Surviving Computer in the World | abruf=2020-09-30 |werk=Communications of the ACM Blog}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Boesch war in den 1950er Jahren am Institut für Flugzeugbau der ETH Zürich bei [[Manfred Rauscher]] tätig. Die [[Gebrauchsanleitung|Bedienungsanleitung]] stammt von 1952 und wurde am Institut für Angewandte Mathematik der ETH Zürich verfasst, wobei sie wahrscheinlich auf einem Text von Konrad Zuse beruht, der für den Eigengebrauch redigiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.e-manuscripta.ch/zut/doi/10.7891/e-manuscripta-98601 |titel=Gebrauchsanweisung Z4. Bedienungsanweisung für Zuse Z4, verfasst am Institut für angewandte Mathematik der ETH Zürich, Sommersemester 1952 |abruf=2020-08-06 |werk=ETHeritage Blog}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Anleitung wird auch der bedingte Sprungbefehl beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Z4 wurde am Institut für Angewandte Mathematik der ETH Zürich unter Stiefel unter anderem für geheime Berechnungen des Flügelflatterns beim Kampfflugzeug [[FFA P-16|P-16 Mk. III]] eingesetzt. An diesen Flugzeugberechnungen waren die Institutsassistenten Urs Hochstrasser, [[Hans Rudolf Schwarz]], Heinz Waldburger sowie [[Heinz Rutishauser]] und [[Ambros Speiser]] beteiligt. Insgesamt wurden an der Z4 von 1950 bis 1955 rund 100 Aufträge ausgeführt, darunter Raketenflugbahnberechnungen für die Maschinenfabrik [[Oerlikon-Bührle]], Flugzeugberechnungen für die  Eidgenössischen Flugzeugwerke in Emmen und für die Flug- und Fahrzeugwerke Altenrhein.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Bruderer, Konrad Zuse und die Schweiz, De Gruyter 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung am ISL ==&lt;br /&gt;
Nachdem der Mietvertrag der Z4 zwischen der ETH Zürich und Zuse 1955 abgelaufen war, verkaufte Zuse den Rechner im selben Jahr an das französische Rüstungsforschungsinstitut [[Deutsch-Französisches Forschungsinstitut Saint-Louis|ISL]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kontakt zwischen dem Institut und Zuse war durch den deutschen Forscher [[Theodor Fromme]] zustande gekommen, der zu diesem Zeitpunkt in dem Institut tätig war. Fromme hatte die Entwicklung und den Nutzen der Z4 bereits ab 1950 interessiert verfolgt und war von der Leistung begeistert. Er empfahl daher dem Leiter des Instituts, [[Hubert Schardin]], den Rechner zu erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Hartmut Petzold]]|Titel=Z3 und Z4 von Konrad Zuse|Sammelwerk=Meisterwerke aus dem Deutschen Museum|Band=III|Verlag=Deutsches Museum|Ort=München|Datum=2000|ISBN=3-924183-79-1|Seiten=52–55|Online={{Webarchiv|url=https://www.deutsches-museum.de/sammlungen/meisterwerke/meisterwerke-iii/z3-und-z4/|text=deutsches-museum.de|wayback=20210512195322}}|Abruf=2024-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1957 erhielt die Z4 einen relaisgesteuerten Ferrit[[kernspeicher]], der eine logische Information pro [[Ferritkern]] speichern konnte.&lt;br /&gt;
Das ISL nutzte den Rechner bis 1959 überwiegend in der Forschung für ballistische Zwecke, bis er 1960 von der Zuse AG zurückerworben wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Verbleib ab 1960 ==&lt;br /&gt;
1960 wurde die Z4 dem [[Deutsches Museum|Deutschen Museum]] in München überlassen und gehört seit 1988 zu der Ausstellung über Informatik.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß einer anderen Quelle&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cczwei.de/index.php?id=blog&amp;amp;blogid=706 100 Jahre Konrad Zuse (Wolfgang Back)]&amp;lt;/ref&amp;gt; sei die Z4 ab 1960 zunächst nach Finnland gebracht worden, um anschließend mit zerschnittenen Kabelsträngen in einem Keller des Siemens-Museums in München aufgefunden worden zu sein. Erst 1980 sei sie von Bad Hersfeld in das Deutsche Museum in München gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit anderen frühen Computern ==&lt;br /&gt;
{{Tabelle der ersten Computer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Raúl Rojas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rechenmaschinen von Konrad Zuse&amp;#039;&amp;#039;, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1998.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kolloquium „50 Jahre programmgesteuerte Rechenmaschine“&amp;#039;&amp;#039;. In: Deutsches Museum, Wissenschaftliches Jahrbuch 1992/93, München 1993.&lt;br /&gt;
* Raúl Rojas: &amp;#039;&amp;#039;Konrad Zuse’s Legacy: The Architecture of the Z1 and Z3.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;IEEE Annals of the History of Computing&amp;#039;&amp;#039;, 19, 2, 1997, 5–16.&lt;br /&gt;
* Jürgen Alex, Hermann Flessner, Wilhelm Mons, Horst Zuse: &amp;#039;&amp;#039;Konrad Zuse: Der Vater des Computers&amp;#039;&amp;#039;. Parzeller, Fulda 2000, ISBN 3-7900-0317-4.&lt;br /&gt;
* Jürgen Alex: &amp;#039;&amp;#039;Wege und Irrwege des Konrad Zuse&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Spektrum der Wissenschaft]] 1/1997, {{ISSN|0170-2971}}.&lt;br /&gt;
* Jürgen Alex: &amp;#039;&amp;#039;Zum Einfluß elementarer Sätze der mathematischen Logik bei Alfred Tarski auf die drei Computerkonzepte des Konrad Zuse&amp;#039;&amp;#039;. TU Chemnitz 2006.&lt;br /&gt;
* Jürgen Alex: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entstehung des Computers – von Alfred Tarski zu Konrad Zuse&amp;#039;&amp;#039;. VDI-Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-18-150051-4, {{ISSN|0082-2361}}.&lt;br /&gt;
* Konrad Zuse: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Computer – Mein Lebenswerk]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage. Springer, Berlin 1993, ISBN 3-540-56292-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://digital.deutsches-museum.de/item/74692|titel=Programmgesteuerte Rechenanlage Zuse Z4|werk=Deutsches Museum Digital|abruf=2026-03-30|abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Zuse-Rechner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zuse Z04}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Computer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelner Computer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konrad Zuse als Namensgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriegeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ETH Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsbestand (Deutsches Museum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
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