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	<title>Zusage - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T16:19:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zusage&amp;diff=887422&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wowo2008: /* Wirtschaftsprivatrecht */ +Deckungszusage +Quelle.</title>
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		<updated>2020-01-10T09:12:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wirtschaftsprivatrecht: &lt;/span&gt; +Deckungszusage +Quelle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zusage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man allgemein das von einem [[Rechtssubjekt]] einseitig und [[rechtsverbindlich]] ausgedrückte [[Versprechen]], künftig ein bestimmtes [[Handeln]] oder [[Unterlassen (Deutschland)|Unterlassen]] vorzunehmen.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das Wort stammt vom [[mittelhochdeutsch]]en „zuosage“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]], &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 480&amp;lt;/ref&amp;gt; das wohl 1478 erstmals als [[Rechtsbegriff]] in [[Jena]] auftauchte. Im Jahre 1746 definierte man die Zusage als „eine zureichende Andeutung des [[Wille]]ns und der Beständigkeit des Vorsatzes, dem anderen etwas zu leisten, und zwar so, dass man ihm kein Zwangsrecht dabei zustehet“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=qCVeAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA487&amp;amp;dq=Zusage+recht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Zusage%20recht&amp;amp;f=false Hermann Friederich Kahrel, &amp;#039;&amp;#039;Das Recht der Natur&amp;#039;&amp;#039;, 1746, S. 487]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zusage ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;promissio&amp;#039;&amp;#039;}}) ist abzugrenzen vom bloßen Versprechen, das als reine [[Absichtserklärung]] nicht eingehalten werden muss. Der Zusagende muss dagegen für das Zugesagte einstehen und sich entsprechend seiner [[Erklärung]] verhalten. [[Gesetz]] und [[Rechtsprechung]] verwendeten lange die Zusage und Zusicherung als Synonyme.&amp;lt;ref&amp;gt;BFH, BStBl. 1961 III, 562, 564 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgebiete ==&lt;br /&gt;
Insbesondere gibt es Zusagen in den [[Rechtsgebiet]]en [[Verwaltungsrecht (Deutschland)|Verwaltungsrecht]], [[öffentliches Recht]], [[Steuerrecht (Deutschland)|Steuerrecht]] und [[Wirtschaftsprivatrecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsrecht ===&lt;br /&gt;
Im Verwaltungsrecht ist die Zusage ein Oberbegriff zur [[Zusicherung (Verwaltungsrecht)|Zusicherung]], wie die Formulierung in {{§|38|vwvfg|juris}} Abs. 1 Satz 1 [[VwVfG]] zeigt. Danach bedarf eine von der zuständigen [[Behörde]] erteilte Zusage, einen bestimmten [[Verwaltungsakt (Deutschland)|Verwaltungsakt]] später zu erlassen oder zu unterlassen (Zusicherung), zu ihrer Wirksamkeit der [[Schriftform|schriftlichen Form]]. Es handelt sich um die Selbstverpflichtung der [[Verwaltung]] zu einem Tun oder Unterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Köbler, &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 480&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob eine Äußerung eines [[Amtsträger|Behördenvertreters]] als Zusage aufgefasst werden darf, hängt von seinem Willen ab, die Behörde rechtlich zu binden. Fehlt der Bindungswille, liegt eine bloße [[Auskunft (Verwaltungsrecht)|Auskunft]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliches Recht ===&lt;br /&gt;
Im öffentlichen Recht gibt es Zusagen im [[Beamtenrecht (Deutschland)|Beamtenrecht]] (dienstrechtliche Zusicherung, vermögensrechtliche Zusicherung) und Zusagen im [[Baurecht (Deutschland)|Baurecht]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=LFkqmG2KFb0C&amp;amp;pg=PA275&amp;amp;dq=Zusage+recht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Zusage%20%20&amp;amp;f=false Nikolaus Pfander, &amp;#039;&amp;#039;Die Zusage im öffentlichen Recht&amp;#039;&amp;#039;, 1970, S. 117 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beamtenrechtliche Zusagen müssen mit dem Beamtenstatut vereinbar sein.&amp;lt;ref&amp;gt;EuGH, Rs. 162/84, Slg. 1986, 481, 492 – Vlachou&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus einer rechtsverbindlichen Zusicherung kann sich ausnahmsweise ein [[Ernennung]]sanspruch für Beamte ergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfGE 15, 3, 7&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Baurecht kennt [[Bauvorbescheid]]e an [[Bauherr]]en, später eine bestimmte [[Baugenehmigung]] zu erteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steuerrecht ===&lt;br /&gt;
Die [[Finanzamt|Finanzämter]] und das [[Bundeszentralamt für Steuern]] können auf Antrag [[Verbindliche Auskunft|verbindliche Auskünfte]] über die steuerliche Beurteilung von genau bestimmten, noch nicht verwirklichten [[Sachverhalt]]en erteilen, wenn daran im Hinblick auf die erheblichen steuerlichen Auswirkungen ein besonderes Interesse besteht ({{§|89|ao_1977|juris}} Abs. 2 [[Abgabenordnung|AO]]). Bei der &amp;#039;&amp;#039;verbindlichen Auskunft&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich nach allgemeiner Auffassung um einen Verwaltungsakt nach {{§|118|ao_1977|juris}} AO. Umstritten ist, ob verbindliche Auskünfte und  „verbindliche Zusagen“ im Steuerrecht einen unterschiedlichen Inhalt aufweisen; nach überwiegender Auffassung sind sie Synonyme.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tipke/Kruse|Klaus Tipke/Heinrich Wilhelm Kruse]], &amp;#039;&amp;#039;Kommentar Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung&amp;#039;&amp;#039;, 1991, vor § 204, Rn. 6&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bloße &amp;#039;&amp;#039;Auskunft&amp;#039;&amp;#039; dagegen besitzt den Charakter einer unverbindlichen Rechtsmitteilung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Anschluss an eine [[Außenprüfung]] soll die Finanzbehörde dem Steuerpflichtigen auf Antrag verbindlich zusagen, wie ein für die Vergangenheit geprüfter und im Prüfungsbericht dargestellter Sachverhalt in Zukunft steuerrechtlich behandelt wird ({{§|204|ao_1977|juris}} AO).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=XVnhoDjbGg0C&amp;amp;pg=PA200&amp;amp;dq=Zusage+recht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Zusage%20recht&amp;amp;f=false Alfred Monreal, &amp;#039;&amp;#039;Auskünfte und Zusagen von Finanzbehörden&amp;#039;&amp;#039;, 1967, S. 26 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese verbindliche Zusage muss gemäß {{§|205|ao_1977|juris}} Abs. 2 AO den ihr zugrunde gelegten Sachverhalt, die Entscheidung über den Antrag und die dafür maßgebenden Gründe sowie eine Angabe darüber enthalten, für welche [[Steuer]]n und für welchen Zeitraum sie gilt. Diese verbindliche Zusage ist für die [[Besteuerung]] bindend, wenn sich der später verwirklichte Sachverhalt mit dem der verbindlichen Zusage zugrunde gelegten Sachverhalt deckt ({{§|206|ao_1977|juris}} Abs. 1 AO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsprivatrecht ===&lt;br /&gt;
Im Wirtschaftsprivatrecht gibt es insbesondere die [[Direktzusage]], die [[Versorgungszusage]] und die [[Kreditzusage]]. Die Direktzusage (auch: &amp;#039;&amp;#039;Pensionszusage&amp;#039;&amp;#039;) ist eine auf einem Rechtsgrund beruhende Verpflichtung eines [[Arbeitgeber]]s im Rahmen der [[Betriebliche Altersversorgung|betrieblichen Altersversorgung]], aus eigenen Mitteln dem [[Arbeitnehmer]] oder dessen [[Hinterbliebener|Hinterbliebenen]] nach [[Beendigung des Arbeitsverhältnisses]] unter bestimmten Voraussetzungen einmalige oder laufende Versorgungsleistungen ([[Altersrente]], [[Berufsunfähigkeit]], [[Hinterbliebenenversorgung]]) zu zahlen ({{§|1|betravg|juris}} Abs. 1 [[BetrAVG]]). Eine Versorgungszusage betrifft ähnliche Versorgungsleistungen zu Gunsten eines [[Gesellschafter]]-[[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführers]]. Die Kreditzusage erfolgt nicht einseitig durch den [[Kreditgeber]], sondern wird auf dem Korrespondenzweg durch den [[Kreditnehmer]] [[Annahme (Recht)|angenommen]] und ist damit ein [[Kreditvertrag]]. Sie ist mit einer betragsmäßigen Begrenzung ([[Kreditlinie]], international auch [[Kreditfazilität]]) versehen, so dass die vom Kreditnehmer noch nicht abgerufenen Kreditteile jederzeit bis zum Ende der [[Kreditlaufzeit]] abrufbar sind. Die [[wesentliche Verschlechterung der Vermögensverhältnisse]] beim Kreditnehmer kann jedoch eine [[Kreditkündigung]] auslösen, die den Kreditgeber vor weiteren Inanspruchnahmen bewahrt. Die [[Weltbank]] oder der [[IWF]] können Kreditzusagen an [[Staat]]en erteilen, die sie [[Fazilität]]en ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;facilities&amp;#039;&amp;#039;}}) nennen und meist mit [[Auflage (Verwaltungsrecht)|Auflagen]] ([[Konditionalität]]) verbinden, um das Rückzahlungsrisiko zu vermindern und die betroffenen Staaten zu einer veränderten [[Wirtschaftspolitik]] zu bewegen. Die Deckungszusage ist eine Zusage des Versicherers, die &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; Abschluss eines [[Versicherungsvertrag]]es und &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; Zahlung der [[Versicherungsprämie|Erstprämie]] dem [[Versicherungsnehmer]] oder der [[versicherte Person|versicherten Person]] [[vorläufige Deckung]] gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=fDCcBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA863&amp;amp;dq=deckung+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjBjeLz5PPmAhVGb1AKHZVLAVIQ6AEIOjAC#v=onepage&amp;amp;q=deckung%20lexikon&amp;amp;f=false Ute Arentzen/Eggert Winter, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 863]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweck ==&lt;br /&gt;
Zusagen haben den Zweck, dem Begünstigten einen bestimmten Sachverhalt zuzusichern, mit dem er in Zukunft rechnen kann. Zusagen dieser Art bergen für das zusagende [[Wirtschaftssubjekt]] ein beträchtliches [[Finanzrisiko]], da sich die wirtschaftliche und/oder rechtliche [[Geschäftsgrundlage]] des Begünstigten nach Erteilung der Zusage ändern kann und somit ihre Voraussetzungen entfallen können. Dies hat die zusagende Partei vor Erteilung der Zusage zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Der Zusage ähnliche Vorgänge sind [[Bescheid]], [[Bewilligung (Grundbuch)|Bewilligung]], [[Einwilligung]], [[Erlaubnis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4134365-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeines Verwaltungsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentliches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuerrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wowo2008</name></author>
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