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	<title>Zurechnung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zurechnung&amp;diff=216307&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 18:29 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zurechnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Zuschreibung&amp;#039;&amp;#039;, [[Lateinische Sprache|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;imputatio&amp;#039;&amp;#039;) bedeutet, dass man eine Person für ein bestimmtes Verhalten und dessen Folgen rechtlich verantwortlich macht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jan C. Joerden]]: [http://www.enzyklopaedie-rechtsphilosophie.net/inhaltsverzeichnis/19-beitraege/99-zurechnung &amp;#039;&amp;#039;Zurechnung&amp;#039;&amp;#039;] Enzyklopädie zur Rechtsphilosophie, 7. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Person treffen dann die [[Rechtsfolge]]n, die die [[Rechtsordnung]] an das betreffende Verhalten knüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen [[Strafrecht (Deutschland)|Straf-]] und [[Deliktsrecht (Deutschland)|Deliktsrecht]] steht die Zurechnung in engem Zusammenhang mit dem Begriff der [[Kausalität (Recht)|Kausalität]]. Grundlage ist die in der deutschen Rechtsordnung herrschende Vorstellung von der [[Freier Wille#Rechtslage in Deutschland|Willens-]] und [[Handlungsfreiheit]], die es ermöglicht, Menschen für ihr Tun und die daraus resultierenden Folgen verantwortlich zu machen. Die [[Neurojurisprudenz]] stellt diesen Zusammenhang in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafrecht ==&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden ist die Zurechnung einer Handlung (&amp;#039;&amp;#039;imputatio facti&amp;#039;&amp;#039;) von der Zurechnung von Schuld (&amp;#039;&amp;#039;imputatio iuris&amp;#039;&amp;#039;). Nicht zugerechnet werden demnach Handlungen, die im Zustand der [[Schuldunfähigkeit]] begangen werden ({{§|20|stgb|juris}} StGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat die Person den Zustand der Schuldunfähigkeit jedoch schuldhaft herbeigeführt, schließt das die Zurechnung nicht aus, etwa nach den Regeln über die [[actio libera in causa]]. Entsprechendes gilt für das vorwerfbare Unterlassen einer Handlung ([[omissio libera in causa]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonderfälle der direkten Zurechnung sind die [[mittelbare Täterschaft]] und die [[Mittäterschaft]] ({{§|25|stgb|juris}} StGB), die die Zurechnung und damit die Bestrafung als Täter nicht ausschließen, obwohl auch andere Personen am Eintritt eines relevanten Erfolgs beteiligt sind. Entscheidend ist, dass sowohl der mittelbare Täter als auch der Mittäter die für die Verwirklichung des Erfolgs relevante Erstursache (mit-)gesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anstiftung (Deutschland)|Anstiftung]] ({{§|26|stgb|juris}} StGB) und [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] ({{§|27|stgb|juris}} StGB) sind Formen der indirekten Zurechnung, da die jeweiligen Tatbeiträge zeitlich vor der letzten, unmittelbar ursächlichen Handlung des Täters liegen. Anstifter und Gehilfe nehmen jedoch in den ihnen eigenen Rollen durch Aufforderung bzw. Unterstützung des Täters an der Verwirklichung des Tatgeschehens teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre von der [[Objektive Zurechnung|objektiven Zurechnung]] untersucht, ob sich im Einzelfall eine vom Täter geschaffene rechtlich missbilligte Gefahr im tatbestandlichen Erfolg realisiert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zivilrecht ==&lt;br /&gt;
=== Rechtsgeschäftslehre ===&lt;br /&gt;
Dauerhafte [[Geschäftsunfähigkeit]] schließt die Abgabe (Zurechnung) wirksamer [[Willenserklärung]]en aus ({{§|104|bgb|juris}} Nr. 2, {{§|105|gbg|juris}} BGB), da Geschäftsunfähige in ihrer Willensbildung und Willensbetätigung nicht frei sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweck der [[Stellvertretung (Deutschland)|Stellvertretung]] ist es hingegen, Willenserklärungen des Vertreters gerade dem Vertretenen zuzurechnen, um den eigenen Geschäftskreis zu erweitern ({{§|164|bgb|juris}} Abs. 1 Satz 1 BGB). Ähnliche Funktion hat der [[Handelsvertreter]].&amp;lt;ref&amp;gt;Frank J. Bernardi: [http://www.roedl.de/themen/rechtsberatung/zurechnung-von-verstoessen-des-handelsvertreters &amp;#039;&amp;#039;Vertriebsrecht: Zurechnung von Verstößen des Handelsvertreters&amp;#039;&amp;#039;] 2. Dezember 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugerechnet wird außerdem das Handeln von [[Bote#Juristischer Begriff|Boten]] und [[Organ (Recht)|Organen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wdb.fh-sm.de/WIPR1Zurechnung &amp;#039;&amp;#039;Zurechnung von Handlungen Dritter. Vertreter, Bote und Organ einer juristischen Person im Zivilrechtsverkehr&amp;#039;&amp;#039;] [[Hochschule Schmalkalden]], 3. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haftungsrecht ===&lt;br /&gt;
Die Zurechnung fremden Fehlverhaltens regeln insbesondere {{§|31|bgb|juris}} und {{§|89|bgb|juris}} BGB ([[Organhaftung]] [[Juristische Person|juristischer Personen]]), {{§|278|bgb|juris}} BGB (Haftung für [[Gehilfe#Erfüllungsgehilfe (§ 278 BGB)|Erfüllungsgehilfen]]) und {{§|831|bgb|juris}} BGB (Haftung für [[Gehilfe#Verrichtungsgehilfe (§ 831 BGB)|Verrichtungsgehilfen]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Rüßmann (Rechtswissenschaftler)|Helmut Rüßmann]]: {{Webarchiv|url=http://ruessmann.jura.uni-sb.de/rw20/Haftung/hiig.htm |wayback=20160423203808 |text=&amp;#039;&amp;#039;Gesetzliche Schuldverhältnisse, Außervertragliches Haftungsrecht&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-06-21 13:51:22 InternetArchiveBot }} 1994/95&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Wicklein: [http://www.marco-wicklein.de/SchR/Erfuellungs-_und_Verrichtungsgehilfe.pdf &amp;#039;&amp;#039;Unterschied zwischen §&amp;amp;nbsp;278 BGB und §&amp;amp;nbsp;831 BGB&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Versicherungsrecht rechnet die Rechtsprechung dem Versicherungsnehmer auch ein Verhalten des sog. Repräsentanten zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://lexetius.com/2007,568 BGH, Urteil vom 14. März 2007 – IV ZR 102/03]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hering: [http://www.svr.nomos.de/fileadmin/svr/doc/Aufsatz_SVR_12_06.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Repräsentantenhaftung in der Kaskoversicherung&amp;#039;&amp;#039;] Straßenverkehrsrecht (SVR) 2012, S. 201–204&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amtshaftung ==&lt;br /&gt;
Die persönliche Haftung des [[Amtsträger]]s bei Verletzung einer [[Amtspflicht]] nach {{§|839|bgb|juris}} BGB wird gem. {{Art.|34|gg|juris}} GG dem Staat zugerechnet. In einem Haftungsprozess ist deshalb nicht der Amtsträger, sondern die haftende Körperschaft [[Passivlegitimation|passivlegitimiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Rohlfing: [https://www.univerlag.uni-goettingen.de/bitstream/handle/3/isbn-978-3-86395-218-1/rohlfing_amtshaftung.pdf &amp;#039;&amp;#039;Amtshaftung&amp;#039;&amp;#039;] [[Universitätsverlag Göttingen]] 2015, S. 42/43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völkerrecht ==&lt;br /&gt;
Staaten trifft nur für ihr eigenes Verhalten die [[völkerrechtliche Verantwortlichkeit]]. Handlungen von Privatpersonen sind einem Staat nicht als eigenes Verhalten zurechenbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Wolf: [http://www.zaoerv.de/45_1985/45_1985_2_a_232_264.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zurechnungsfragen bei Handlungen von Privatpersonen&amp;#039;&amp;#039;] [[Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht|ZaöRV]] 1985, S. 232–264&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die [[Staatenverantwortlichkeit|Verantwortlichkeit von Staaten]] für das völkerrechtswidrige Handeln ihrer rechtsetzenden, vollziehenden und rechtsprechenden Organe gibt es bislang nur den Entwurf einer vertraglichen Regelung, ausgearbeitet von der [[Völkerrechtskommission|International Law Commission]] (ILC).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eydner.org/dokumente/darsiwaev.PDF &amp;#039;&amp;#039;Artikelentwurf für Die Verantwortlichkeit von Staaten für völkerrechtswidriges Handeln&amp;#039;&amp;#039;] 2001&amp;lt;/ref&amp;gt; Die darin niedergelegten Grundsätze sind jedoch als Völkergewohnheitsrecht anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rainer Hofmann]]: [https://www.jura.uni-frankfurt.de/43680903/Volkerrecht-II-Teil-2_SoSe-2012.pdf &amp;#039;&amp;#039;Völkerrecht II – Das Recht der Staatenverantwortlichkeit&amp;#039;&amp;#039;] [[Universität Frankfurt am Main]] 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilanz- und Steuerrecht ==&lt;br /&gt;
Bei der Zurechnung von Vermögensgegenständen dominiert eine wirtschaftliche Betrachtungsweise ({{§|246|hgb|juris}} Abs. 1 Satz 2 [[Handelsgesetzbuch|HGB]], {{§|39|ao_1977|juris}} [[Abgabenordnung|AO]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Felice-Alfredo Avella: &amp;#039;&amp;#039;BilMoG kompakt – mit Arbeitshilfen online&amp;#039;&amp;#039;. Haufe 2013. ISBN 978-3-648-03228-2. {{Webarchiv |url=http://www.beck-shop.de/fachbuch/leseprobe/978-3-648-03228-2_L.pdf |text=Leseprobe: &amp;#039;&amp;#039;Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160816075725 |archiv-bot=2024-06-21 13:51:22 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karsten Lorenz: [http://wuestemann.bwl.uni-mannheim.de/fileadmin/files/wuestemann/files/Praxis/WPSeminar-Dr-Lorenz.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Zurechnung von Vermögensgegenständen&amp;#039;&amp;#039;] 23. Mai 2001&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob ein zugrundeliegendes zivilrechtliches Rechtsgeschäft wirksam ist, ist für die Besteuerung gem. {{§|41|ao_1977|juris}} AO unbeachtlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://research.wolterskluwer-online.de/document/ab31647a-b36d-4caf-b816-0ef95b15e33e BFH-Beschluss vom 22. Februar 2001 (II B 39/00) BStBl. 2001 II S. 476]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sis-verlag.de/archiv/einkommensteuer/rechtsprechung/2336-bfh-steuerliche-zurechnung-eines-teilgeschaeftsanteils-im-rahmen-einer-quotentreuhand-bfh-steuerliche-zurechnung-eines-teilgeschaeftsanteils-im-rahmen-einer-quotentreuhand BFH-Urteil vom 6. Oktober 2009, IX R 14/08; SIS 10 05 38]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Handlungslehre (Strafrecht)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joachim Hruschka]]: &amp;#039;&amp;#039;Strukturen der Zurechnung&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1976&lt;br /&gt;
* [[Heinz Koriath]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen strafrechtlicher Zurechnung&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1994. ISBN 3-428-08055-6&lt;br /&gt;
* Matthias Kaufmann, Joachim Renzikowski (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zurechnung als Operationalisierung von Verantwortung.&amp;#039;&amp;#039; [[Peter-Lang-Verlagsgruppe|Verlag Peter Lang]], 2004. ISBN 978-3-631-52120-5&lt;br /&gt;
* [[Martin Hochhuth]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der neuen Willensfreiheitsdebatte im Recht&amp;#039;&amp;#039;, [[Juristenzeitung|JZ]] 2005, S. 745–753&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Claudia Blöser]]: [https://epub.ub.uni-muenchen.de/12594/1/Grade_der_Zurechnung_Veroeffentlichung.pdf &amp;#039;&amp;#039;Grade der Zurechnung in Kants praktischer Philosophie&amp;#039;&amp;#039;] [[Universität München]], ohne Jahr&lt;br /&gt;
* [[Michael Denga]]: [https://www.mohrsiebeck.com/buch/zurechnung-9783161616150/ Zurechnung, vom Trennungsprinzip zum Mehrebenensystem], 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeiner Teil des Bürgerlichen Rechts (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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