<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zum_Sperl</id>
	<title>Zum Sperl - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zum_Sperl"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zum_Sperl&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T21:19:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zum_Sperl&amp;diff=1441526&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zum_Sperl&amp;diff=1441526&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-29T12:27:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Sperlwien.jpg|miniatur|Ballveranstaltung im Sperlsaal]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zum Sperl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war der Name eines Tanzlokals in der [[Wien]]er Vorstadt [[Leopoldstadt (Wiener Bezirksteil)|Leopoldstadt]], seit 1850 im 2. Wiener Gemeindebezirk, das im [[Biedermeier]] mit prominenten Musikern seine große Zeit hatte. Es befand sich in einer Seitengasse der [[Taborstraße]], schräg gegenüber der [[Karmeliterkirche (Leopoldstadt)|Karmeliterkirche]], an der heutigen Adresse &amp;#039;&amp;#039;Kleine Sperlgasse 2c&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriege]] wurden in Wien einige Tanzlokale eröffnet, darunter der [[Apollosaal (Wien)|„Apollosaal“]] in der Vorstadt [[Neubau (Wien)|Neubau]] und der [[Zum Goldenen Strauß|„Goldene Strauß“]] in der Vorstadt [[Josefstadt (Wiener Bezirksteil)|Josefstadt]]. Ihren Höhepunkt erfuhren sie nach Kriegsende während des [[Wiener Kongress]]es 1814 / 1815.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.history.gtour.walzer/tanzs.htm Der Tanzsaal „Zum Sperl“] auf den Seiten von [[Österreich-Lexikon|aeiou]]. Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;Jänner 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbesitzer des Lokals war seit 1701 der kaiserliche Jäger Johann Georg Sperlbauer, der hier im 18. Jahrhundert das Wirtshaus „Zum Sperlbauer“ betrieb, das auch in der Folge für das „Sperl“ namensgebend blieb.&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Georg Scherzer Litho.jpg|mini|Johann Georg Scherzer, Lithographie von [[Josef Kriehuber]], 1840]]&lt;br /&gt;
Seine Enkelin heiratete Johann Georg Scherzer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ferry Paur |url=https://regiowiki.at/wiki/Johann_Georg_Scherzer |titel=Johann Georg Scherzer |werk= |hrsg=Regiowiki |datum=2021-09-17 |sprache=de |abruf=2021-09-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (1776–1858), 1819 Mitgründer der [[Erste österreichische Spar-Casse|Ersten österreichischen Spar-Casse]], der das Lokal seit 1802 betrieb und 1806 kaufte. Er baute es 1807 komplett um. Scherzer ließ die Gassenfront nach vorn erweitern, legte im hinteren Teil einen Gastgarten an und ergänzte das Lokal um einen Tanzsaal. Die Eröffnung des &amp;#039;&amp;#039;neu erbauten Tanzsaals&amp;#039;&amp;#039; fand, wie Scherzer tags zuvor in der &amp;#039;&amp;#039;Wiener Zeitung&amp;#039;&amp;#039; ankündigte, am Sonntag, dem 27.&amp;amp;nbsp;September 1807, statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&amp;amp;datum=18070926&amp;amp;seite=14&amp;amp;zoom=33 Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Wiener Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 77, 26. September 1807, S. 4492 (= S. 14 der digitalen Darstellung), &amp;#039;&amp;#039;Musik-Nachricht&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Einige spätere Texte nannten, zuletzt [[Felix Czeike]] im &amp;#039;&amp;#039;Historischen Lexikon Wien&amp;#039;&amp;#039;, ohne Quellenangabe den 29. September 1807.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Auftreten von Musikern wie [[Michael Pamer]], [[Joseph Lanner]] und [[Johann Strauss (Vater)|Johann Strauss Vater]] wurde das Etablissement sehr beliebt und zählte zu den populärsten Vergnügungsstätten Wiens. Johann Strauss Vater widmete dem Lokal 1830 &amp;#039;&amp;#039;Sperls Festwalzer&amp;#039;&amp;#039; (op&amp;amp;nbsp;30),&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Strauss Quartett Wien: [http://www.jsqw.music.at/d/programme.shtml &amp;#039;&amp;#039;Programmvorschläge: Programm B.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;Jänner 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1831 den &amp;#039;&amp;#039;Sperl-Galopp&amp;#039;&amp;#039; (op&amp;amp;nbsp;42) und 1839 die &amp;#039;&amp;#039;Sperl-Polka&amp;#039;&amp;#039; (op&amp;amp;nbsp;133).&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Johann Strauss (Vater)#Polkas (Auswahl)|Johann Strauss Vater, Abschnitt Werke: Polkas]]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ferdinand Raimund]] machte durch ein Lied in seiner Zauberposse &amp;#039;&amp;#039;[[Der Diamant des Geisterkönigs]]&amp;#039;&amp;#039; Werbung für das Lokal. Scherzer erweiterte den Betrieb um einen weiteren Saal, der „Fortuna-Saal“ genannt wurde und am 9.&amp;amp;nbsp;Jänner 1834 eröffnet wurde; Strauss hatte zu diesem Anlass den &amp;#039;&amp;#039;Fortuna-Galopp&amp;#039;&amp;#039; komponiert. Das Sperl war so beliebt, dass jedes Jahr im Fasching 20 bis 30 Bälle abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1835 verpachtete Scherzer das Lokal an seine Söhne Johann Georg Scherzer (der Jüngere, 1811–nach 1859) und Josef Leonhard Scherzer (1813–1845).&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Zu einem dritten, in der Wissenschaft populär gewordenen Sohn siehe: [[Karl von Scherzer]] (1821–1903).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1839 wurde das Sperl im Stil der Pariser Säle umgestaltet und galt als besonders vornehmes Etablissement. Johann Georg jun. trennte sich 1837 geschäftlich von seinem Bruder; der Vater übernahm nun den Betrieb wieder selbst und verpachtete ihn 1843. 1849 trat Johann Strauss Vater hier zum letzten Mal vor seinem Tod öffentlich auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 verkauften die Erben von Scherzer sen. &amp;#039;&amp;#039;den Sperl&amp;#039;&amp;#039; an [[Franz Daum]] (†&amp;amp;nbsp;14.&amp;amp;nbsp;Dezember 1895), seit 1854 Eigentümer des &amp;#039;&amp;#039;[[Elysium (Wien)|Elysium]]&amp;#039;&amp;#039;, der es Ende 1860 an [[Leopold Engländer]] (1811–1867) verpachtete. Engländer, der durch sein gleichnamiges Etablissement in der [[Währinger Straße]]&amp;amp;nbsp;26 [[Notorietät]] besaß, machte den Sperl zum &amp;#039;&amp;#039;verrufensten Lokal Wiens&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ÖBL|10|92|93|Scherzer, Johann Georg d. Ä.|}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Geschäfte gingen schlecht, und 1863 ging das Lokal in das Eigentum der Stadt Wien über, die es 1868 an [[Josef Hollerer]] (1821–1871), Restaurateur der [[Sofiensäle]], verpachtete. Letzter Betreiber des Etablissements war der Bruder des in der [[Niederösterreichische Landesirrenanstalt am Brünnlfeld|Niederösterreichischen Landesirrenanstalt]] verstorbenen Josef Hollerer, Eduard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1874 wurde der Sperl geschlossen und in der Folge abgerissen. An dessen Stelle wurde 1876/77 das [[Sigmund-Freud-Gymnasium#Geschichte|kommunale Gymnasium &amp;#039;&amp;#039;auf der Sperlrealität&amp;#039;&amp;#039;]], 1898 [[k.k.]] Staatsgymnasium, heute &amp;#039;&amp;#039;Sperlgymnasium&amp;#039;&amp;#039;, erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt#K|Kleine Sperlgasse]]&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt#G|Große Sperlgasse]]&amp;#039;&amp;#039; wurden 1862 nach dem Lokal benannt, die &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt#S|Scherzergasse]]&amp;#039;&amp;#039; 1875 nach dem Gründer. Bis dahin hieß (z.&amp;amp;nbsp;B. auf dem [[Carl Graf Vasquez|Vasquez]]-Stadtplan um 1830) die Kleine Sperlgasse einfach Sperlgasse, die Große Sperlgasse Herrengasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Felix Czeike]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Wien&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, Kremayr &amp;amp; Scheriau, Wien 1997, ISBN 3-218-00547-7, S. 79 (Scherzer) und 264 (Sperl, Zum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zum Sperl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/12/57.00/N |EW=16/22/41.00/E |type=landmark |region=AT-9}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leopoldstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gastronomiebetrieb (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik-Club]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>