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	<title>Zum Arabischen Coffe Baum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T00:21:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Andreas Wolf 01: Leipziger Notenspur erg.</title>
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		<updated>2026-04-13T08:44:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leipziger Notenspur erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kaffebaum Leipzig, Portalrelief.JPG|mini|Das Portalrelief des Hauses (2009)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zum Arabischen Coffe Baum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Leipzig]]er Kaffeehaus in der Kleinen Fleischergasse 4. Es ist ein kultur- und kunstgeschichtliches [[Baudenkmal]] und steht unter [[Denkmalschutz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://denkmalliste.denkmalpflege.sachsen.de/CardoMap/Denkmalliste_Report.aspx?HIDA_Nr=09298312 |titel=Listeneintrag |werk=Kulturdenkmale im Freistaat Sachsen |abruf=2020-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1711 wurde hier nachweislich [[Kaffee]] ausgeschenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Müller: &amp;#039;&amp;#039;Die Häusernamen von Alt-Leipzig&amp;#039;&amp;#039;, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit zählt es neben dem [[Café Procope]] in [[Paris]] zu Europas ältesten durchgehend betriebenen Kaffeeschenken. Zahlreiche Prominente besuchten das Lokal regelmäßig, so trafen sich z.&amp;amp;nbsp;B. seit dem Jahr 1833 [[Robert Schumann]] (1810–1856) und seine [[Davidsbündler]] zum Stammtisch im &amp;#039;&amp;#039;Coffe Baum&amp;#039;&amp;#039;. Seit Ende Dezember 2018 war&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Staeubert: &amp;#039;&amp;#039;Leipzig bekommt neue Schulen, neue Wohnungen – und wird grüner&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitu&amp;#039;&amp;#039;ng 130 (2024) vom 15. Februar, {{ISSN|0232-3222}}, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; es wegen Umbauarbeiten geschlossen. Im April 2025 wurde es nach Sanierungsarbeiten mit Kosten in Höhe von 3,8 Mio. Euro für Gäste wieder eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1556 wurde das an der Kleinen Fleischergasse stehende Hinterhaus des Grundstücks in der [[Hainstraße (Leipzig)|Hainstraße]] 1 von diesem abgetrennt und als selbständiges [[Bürgerhaus]] unter dem Namen „Zum Arabischen Coffe Baum“ zum ersten Mal erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/kunst-und-kultur/bauprojekte-des-kulturamts/coffe-baum |titel=Stadt Leipzig, Bauprojekte des Kulturamts: Zum Arabischen Coffe Baum |abruf=2023-03-12 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1711 erhielt der Besitzer, der [[Plattner|Goldplättner]] Adam Heinrich Schütze, sowohl das [[Schankrecht]] als auch das Recht Kaffee auszuschenken. Seine siebzehnjährige Tochter Johanna Elisabeth wurde 1716 mit dem bereits 51-jährigen Johann Lehmann verheiratet, dessen zweite Ehefrau sie wurde. Als [[Chocolatier]] hatte Lehmann es bereits weit gebracht, zu seinem Kundenstamm zählte sowohl [[August der Starke|August den Starken]] als auch den sächsischen Kurfürsten [[Friedrich August I. (Sachsen)|Friedrich August I.]] Die Stadt erteilte ihm 1716 die Erlaubnis, neben Kaffee und [[Tee]] auch [[Kakao (Getränk)|Trinkschokolade]] auszuschenken. Ein Jahr nach der Heirat kaufte Lehmann seinem Schwiegervater das Haus an der Kleinen Fleischergasse ab.&amp;lt;ref name =Tartz&amp;gt;[https://research.uni-leipzig.de/agintern/frauen/lehmann.htm &amp;#039;&amp;#039;Frauenpersönlichkeiten in Leipzig: Johanna Elisabeth Lehmann.&amp;#039;&amp;#039; von Ute Tartz] [[Universität Leipzig]], abgerufen am 23. Oktober 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaffeebaum 1924.jpg|mini|hochkant|Der &amp;#039;&amp;#039;Coffe Baum&amp;#039;&amp;#039; (1924)]]&lt;br /&gt;
Ab 1718/1719 ließ er das Haus durch den Leipziger Maurermeister Adam Jacob umbauen und aufstocken. Für die Gestaltung der [[barock]]en Fassade wird auch der Baumeister [[Christian Döring (Baumeister)|Christian Döring]] (1677–1750) genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Nikolaus Pevsner]]: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Barock. Die Baukunst der Barockzeit in Leipzig&amp;#039;&amp;#039;. E. A. Seemann, Leipzig 1990 (Reprint der Ausgabe von 1928), ISBN 3-363-00457-5, S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nunmehr führte das Haus den Namen &amp;#039;&amp;#039;Coffee Baum&amp;#039;&amp;#039;. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Zum Arabischen Coffe Baum&amp;#039;&amp;#039; taucht im Leipziger Adressbuch 1914 erstmals auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/92365/1265?tx_dlf_navigation%5Bcontroller%5D=Navigation&amp;amp;cHash=2b7eef6229ba85ff2b6ec7ffb9f4c277 |titel=Leipziger Adreß-Buch |abruf=2025-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Inwieweit der [[Kaffee (Pflanze)|Kaffeebaum]] in [[Apels Garten]], der aber erst 1723 zum ersten Male blühte, zur Namensfindung beigetragen hat, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1720 wurde, zeitgleich mit der Neueröffnung des Cafés, das Kaffeetrinken in Deutschland legalisiert. Da Johann Lehmann bereits im Juli 1719 verstarb, übernahm seine Witwe, Johanna Elisabeth Lehmann die Leitung des Kaffeehauses mit Speisenangebot. Neben Kaffee und Gebäck standen auch alkoholische Getränke wie Liköre und Wein auf der Speisekarte. Das Lokal wurde von zahlreichen prominenten Besuchern regelmäßig aufgesucht und zählte neben [[Johann Sebastian Bach]] eine Reihe von Musikern, Schriftstellern und Künstlern zu seinen Stammgästen, die das Café teilweise schon als Studenten besuchten, wie [[Richard Wagner]].&amp;lt;ref name =Tartz/&amp;gt;&amp;lt;ref name =Deutschlandfunk&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/leipzigs-coffee-baum-das-mekka-der-kaffeesachsen-100.html &amp;#039;&amp;#039;Gisela Jaschik: Leipzigs „Coffee Baum“ Das Mekka der Kaffeesachsen.&amp;#039;&amp;#039; vom 5. Mai 2016] [[Deutschlandfunk]], abgerufen am 23. Oktober 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1742 ging das Kaffeehaus in den Besitz von Johanna Elisabeth Lehmanns ältester Schwester über. Die neue Wirtin, Johanna Rosina Külbel, führte nach der Übernahme zusätzlich den Ausschank von frisch gezapftem Bier ein.&amp;lt;ref name =Tartz/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das erste Obergeschoss, dass bis heute über eine alte Holztreppe erreichbar ist, war kurz nach 1800 von [[Studentenverbindung]]en angemietet worden.&amp;lt;ref name =Deutschlandfunk/&amp;gt; Zwischen 1815 und 1965 gab es sogar Wohnung, die vermietet wurden im ersten Obergeschoss.&amp;lt;ref name =LVZ&amp;gt;[https://www.lvz.de/kultur/regional/leipzigs-zum-arabischen-coffe-baum-schauspiel-sucht-zeitzeugen-L5JVGHCFU5AT3DIQBKUW4OC6ZE.html &amp;#039;&amp;#039;Leipzigs Kaffeehaus „Zum Arabischen Coffe Baum“: Zeitzeugen gesucht.&amp;#039;&amp;#039; vom 23. Oktober 2023] [[Leipziger Volkszeitung]], abgerufen am 23. Oktober 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1993 erwarb die Stadt Leipzig das Gebäude und veranlasste eine umfassende Sanierung, nach welcher das Haus am 2.&amp;amp;nbsp;November 1998 wiedereröffnet wurde, nunmehr mit einem vom [[Stadtgeschichtliches Museum Leipzig|Stadtgeschichtlichen Museum]] betreuten Kaffeemuseum. 2019 wurde eine neuerliche Schließung notwendig, da mit einem Betreiberwechsel eine Angleichung der technischen Gegebenheiten an die aktuellen Anforderungen erforderlich wurde. Im Dezember 2021 beschloss der Stadtrat eine Teilmodernisierung inklusive Entfernung des [[Hausschwamm]]s, Umbau von Küche und Sanitäranlagen und Aufarbeitung der Fassade für 3 Millionen [[Euro]] in den Jahren 2022/2024.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Leipziger Amtsblatt&amp;#039;&amp;#039; 31 (2021), Nr. 22 vom 4. Dezember 2021, S. 7 ([https://www.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/01.1_Geschaeftsbereich_OBM/12_Ref_Kommunikation/Amtsblatt/2021/Amtsblatt_2021-22.pdf Digitalisat], PDF-Datei, 6 MB, abgerufen am 11. August 2025).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die denkmalgerechte Sanierung kostete schließlich – inklusive neuer Kühltechnik und zeitgemäßem Brandschutz – rund 3,8 Millionen.&amp;lt;ref name =Stern&amp;gt;[https://www.stern.de/news/aeltestes-kaffeehaus-deutschlands---zum-arabischen-coffe-baum--in-leipzig-saniert-35622684.html &amp;#039;&amp;#039;Ältestes Kaffeehaus Deutschlands: &amp;quot;Zum Arabischen Coffe Baum&amp;quot; in Leipzig saniert.&amp;#039;&amp;#039; vom 8. April 2025] [[Stern (Zeitschrift)|Stern]], abgerufen am 23. Oktober 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name = MDR&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/coffe-baum-kaffeehaus-sanierung-100.html &amp;#039;&amp;#039; Nach Sanierung Traditionsreiches Kaffeehaus &amp;quot;Zum Coffe Baum&amp;quot; in Leipzig wieder geöffnet.&amp;#039;&amp;#039; vom 9. April 2025] [[Mitteldeutscher Rundfunk]], abgerufen am 23. Oktober 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2025 wurden das Café Restaurant und das dazugehörige Museum nach sechsjähriger Sanierung wiedereröffnet. Das gastronomische Konzept bleibt auch unter den neuen Pächtern unverändert und umfasst, neben edlen Kaffeespezialitäten, Kuchen und Torten, auch regionale, sächsische Speisen.&amp;lt;ref name =Stern/&amp;gt;&amp;lt;ref name = MDR/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der 300-jährigen Geschichte des Coffe Baums waren zahlreiche prominente Persönlichkeiten zu Gast:&amp;lt;ref name =Deutschlandfunk/&amp;gt;&amp;lt;ref name =Stern/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sowie aus den angeführten Quellen zusammengestellt und nach Geburtsjahren geordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-width:10em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[August II. (Polen)|August der Starke]]&lt;br /&gt;
* [[Georg Philipp Telemann|Georg Ph. Telemann]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Sebastian Bach|Johann S. Bach]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Christoph Gottsched|Johann C. Gottsched]]&lt;br /&gt;
* [[Christian Fürchtegott Gellert|Christian F. Gellert]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Gottlieb Klopstock|Friedrich G. Klopstock]]&lt;br /&gt;
* [[Gotthold Ephraim Lessing|Gotthold E. Lessing]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Wolfgang von Goethe|Johann W. Goethe]]&lt;br /&gt;
* [[Napoleon Bonaparte]]&lt;br /&gt;
* [[E. T. A. Hoffmann]]&lt;br /&gt;
* [[Felix Mendelssohn Bartholdy]]&lt;br /&gt;
* [[Robert Schumann]]&lt;br /&gt;
* [[Franz Liszt]]&lt;br /&gt;
* [[Richard Wagner]]&lt;br /&gt;
* [[August Bebel]]&lt;br /&gt;
* [[Edvard Grieg]]&lt;br /&gt;
* [[Max Klinger]]&lt;br /&gt;
* [[Gustav Mahler]]&lt;br /&gt;
* [[Paul Lincke]]&lt;br /&gt;
* [[Franz Lehár]]&lt;br /&gt;
* [[Hans Albers]]&lt;br /&gt;
* [[Georg Mayer (Rektor)|Georg Mayer]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich George]]&lt;br /&gt;
* [[Max Schwimmer]]&lt;br /&gt;
* [[Günther Ramin]]&lt;br /&gt;
* [[Erich Kästner]]&lt;br /&gt;
* [[Heinz Rühmann]]&lt;br /&gt;
* [[Johannes Heesters]]&lt;br /&gt;
* [[Kurt Masur]]&lt;br /&gt;
* [[Mario Adorf]]&lt;br /&gt;
* [[Maximilian Schell]]&lt;br /&gt;
* [[Udo Jürgens]]&lt;br /&gt;
* [[Horst Köhler]]&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Schröder]]&lt;br /&gt;
* [[Liza Minnelli]]&lt;br /&gt;
* [[Bill Clinton]]&lt;br /&gt;
* [[Otto Waalkes]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
Das Gebäude präsentiert sich zur Straße mit einer viergeschossigen Front mit sieben Fensterachsen. Die Fenster haben [[Renaissance]][[gewände]]. Über einer flachen Mittel[[lisene]] erhebt sich auf dem [[Satteldach]] ein [[Zwerchhaus]] mit [[Dreiecksgiebel]], flankiert von zwei [[Gaube]]n mit Bogendach. Die Mittelachse trägt barocken Schmuck in Form von Fensterbedachungen über Ornamenten und eine szenische Plastik.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;180&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Coffe Baum 2015.jpg|Der &amp;#039;&amp;#039;Coffe Baum&amp;#039;&amp;#039; (2015)&lt;br /&gt;
Coffe Baum Innenhof.jpg|Der Innenhof (2007)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Portal[[relief]], früher farbig [[Fassung (Bemalung)|gefasst]], zeigt einen Orientalen, der einem [[Putto]] eine Schale Kaffee reicht. Das Hauszeichen symbolisiert so die Geschichte des Kaffees als Kulturgeschenk des [[Orient]]s an den [[Okzident]]. Ein blühender Kaffeebaum sprengt die Bedachung, in der der Name des Cafés steht. Eine Inschrift lautet &amp;#039;&amp;#039;Johan Lehmann | 1719&amp;#039;&amp;#039;. Als Bildhauer wird der [[Balthasar Permoser|Permoser]]-Schüler [[Johann Benjamin Thomae]] (1682–1751) vermutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WH&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Hocquél: &amp;#039;&amp;#039;Leipzig – Architektur von der Romanik bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Da weder Auftraggeber noch Rechnungsempfänger festgestellt werden konnten, hält sich hartnäckig die Legende, [[August II. (Polen)|August der Starke]] (1670–1733) habe ein amouröses Abenteuer mit der Frau Wirtin gehabt und als Dank diese prächtige Plastik gestiftet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.leipzig-lese.de/index.php?article_id=450 |titel=Die Legende „Zum Arabischen Coffe Baum“ |werk=Leipzig-Lese |abruf=2020-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtanlage besitzt vier Flügel auf einem trapezförmigen Grundstück von etwa 300 m² um einen kleinen, glasüberdachten Innenhof. Die Seiten- und das Hintergebäude sind in Fachwerk ausgeführt, das bei der letzten Sanierung erhalten werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:20090314400DR Leipzig Lipsia Brunnen vor Coffe Baum.jpg|mini|Lipsia-Brunnen vor dem Kaffeehaus (2009)]]&lt;br /&gt;
Die Gastronomie belegt im Coffe Baum das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss. Im Erdgeschoss befindet sich der &amp;#039;&amp;#039;Kaisersaal&amp;#039;&amp;#039;. Die Namensgebung geht vermutlich auf Napoleon Bonaparte zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SL&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Leipzig von A bis Z&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1920er Jahren war hier der Treffpunkt des Literaten- und Künstlerstammtischs „Die Eierkiste“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Erdgeschoss ist auch das Schumann-Zimmer. Zum Kreis, der sich um Robert Schumann versammelte, gehörten zu Jahresbeginn 1844 u.&amp;amp;nbsp;a. der Konservatoriumslehrer [[Ernst Ferdinand Wenzel]], der Musikalienhändler [[Carl Friedrich Whistling]], der Mediziner Moritz Emil Reuter, der Jurist Dr. Hermann G. Schlesinger, der Diakon [[Wilhelm Adolph Lampadius]] sowie die Schriftsteller [[Theodor Oelckers]], [[Adolf Böttger]], [[Johann Peter Lyser]], Karl Tropus und [[Ernst Willkomm]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/ONPEISP7RTWVSAIX4RWMPGI2KBZOF3MK?issuepage=14 Wieder ein Mitglied von Robert Schumann’s Tafelrunde im „Kaffeebaum“ †.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Leipziger Tageblatt|Leipziger Tageblatt und Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039; Jg. 80, Nr. 147, 27. Mai 1886, 3. Beilage, S. 3094.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant &amp;#039;&amp;#039;Lusatia&amp;#039;&amp;#039; im ersten Stock war im 19. Jahrhundert das Domizil der [[Corps Lusatia Leipzig|gleichnamigen Studentenverbindung]]. In der ersten Etage wurde 1978 das „Leipziger Künstler-Café“ gegründet, das ab 1982 der monatliche Treffpunkt des „Literaturzentrums Leipzig“ war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des kleinen dreieckigen Platzes vor dem Coffe Baum steht der [[Lipsia-Brunnen]]. Der Platz wird unter anderem als Freisitz des Kaffeehauses genutzt. In unmittelbarer Nähe befinden sich das [[Lipsia-Haus]] und viele bekannte Lokalitäten des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Drallewatsch]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museum Zum Arabischen Coffe Baum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Coffe Baum Museum 6.jpg|mini|Im Museum Zum Arabischen Coffe Baum (2007)]]&lt;br /&gt;
Das Museum als Einrichtung des [[Stadtgeschichtliches Museum Leipzig|Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig]] präsentiert in 16 Räumen des zweiten und dritten Obergeschosses Exponate aus 300 Jahren sächsischer Kaffeekulturgeschichte, z. B. [[Kaffeemühle]]n, [[Meissener Porzellan|Meißener Kaffeeporzellan]], [[Tasse|Kaffeetassen]], [[Kaffeeröster|Röstgeräte]] und Kaffeezubereitungsgefäße, ergänzt durch Ton- und Filmdokumente sowie Vergangenes und Gegenwärtiges rund um den Kaffee als Genuss und [[Klischee]], als [[Kolonialismus|Kolonialgut]], als brisante [[Mangelwirtschaft|Mangelware]] in der DDR und als globales Handelsgut. Während der Renovierung ab Ende 2018 war auch das Museum geschlossen, am 1. Juli 2025 wurde es konzeptionell überarbeitet wieder eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Dominic Welters: &amp;#039;&amp;#039;Hommage an die &amp;quot;Gaffeesachsen&amp;quot;. Museum im Coffe Baum öffnet ab 1. Juli&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039; 131 (2025), Nr. 146 vom 26. Juni, S.&amp;amp;nbsp;18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leipziger Notenspur ==&lt;br /&gt;
Das Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum Arabischen Coffe Baum&amp;#039;&amp;#039; ist Teil der [[Unesco-Initiativen (Leipzig)|UNESCO-Initiative]] Leipziger Notenspur&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Station 15 in {{Internetquelle |url=https://www.notenspur-leipzig.de/fileadmin/notenspur/content/pdf/Flyer_Folder_Handzettel/190211_Stationsbeschreibungen_Kleine_Leipziger_Notenspur.pdf |titel=Stationsbeschreibungen Kleine Leipziger Notenspur |abruf=2026-04-13 |werk=notenspur-leipzig.de |sprache=de |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kaffeesachse]]&lt;br /&gt;
* [[Kaffeekrise in der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Müller (Politiker, 1894)|Ernst Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Häusernamen von Alt-Leipzig&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Vereins für die Geschichte Leipzigs&amp;#039;&amp;#039;. Band 15). Leipzig 1931, Reprint Ferdinand Hirt 1990, ISBN 3-7470-0001-0, S. 20 f.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3932900545|Seiten=63–65}}&lt;br /&gt;
* Hannelore Stingl: &amp;#039;&amp;#039;Der „Kaffeebaum“ in Leipzig&amp;#039;&amp;#039;. Lehmstedt, Leipzig 2003, ISBN 978-3-937146-02-7.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3936508038|Seiten=666}}&lt;br /&gt;
* [[Annette Menting]]: &amp;#039;&amp;#039;Stadtzentrum – Profanbauten, Zum Arabischen Coffe Baum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Städteführer Leipzig. Architektur und Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-15-019259-7, S.&amp;amp;nbsp;91.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Coffe Baum|Coffe Baum}}&lt;br /&gt;
* [https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.6_Dez6_Stadtentwicklung_Bau/61_Stadtplanungsamt/OEffentlichkeitsbeteiligung_und_Auskuenfte/Publikationen/Leipzig_Innenstadt_Staedtebaulicher_Denkmalschutz_1994_2017.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zum arabischen Coffe Baum&amp;#039;&amp;#039;, in: Stadt Leipzig, Dezernat Stadtentwicklung und Bau (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Leipzig-Innenstadt. Städtebaulicher Denkmalschutz 1994-2017&amp;#039;&amp;#039;, Beiträge zur Stadtentwicklung (Blaue Reihe), Heft 61, o.&amp;amp;nbsp;J., S. 28–29]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://www.architektur-blicklicht.de/artikel/touren/zum-arabischen-coffeebaum-leipzig/#more-37912 |titel=Haus „Zum Arabischen Coffeebaum“ Leipzig |werk=architektur-blicklicht |kommentar=Zur Architektur des Hauses |abruf=2020-10-18}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://www.architektur-blicklicht.de/stadt-leipzig-de/haus-zum-arabischen-coffeebaum-leipzig/#more-53091 |titel=300 Jahre Haus „Zum Arabischen Coffeebaum“ Leipzig|werk=architektur-blicklicht |kommentar=Zur Geschichte des Hauses |abruf=2020-10-18}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de/ausstellungen/staendige-ausstellungen/museum-zum-arabischen-coffe-baum/ |titel=Museum Zum Arabischen Coffe Baum |werk=Website des Stadtgeschichtlichen Museums |abruf=2020-10-18}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/1999/daz-39-1999/uid-10414 |titel=300 Jahre sächsische Kaffeekultur: „Sieße muss d’r Coffe sein“ |werk=[[Deutsche Apothekerzeitung]], 29. September 1999 |abruf=2020-10-18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=6097020-0|VIAF=148813792}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.341081|EW=12.372935|type=building|region=DE-SN|dim=200}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Café (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsgründung 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Kaffees]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andreas Wolf 01</name></author>
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