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	<title>Zuiderzee - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T18:55:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zuiderzee&amp;diff=30397&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-25641-01 am 28. April 2026 um 07:41 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Seven United Netherlands Janssonius 1658.jpg|mini|hochkant=1.2|Historische Karte (1658) der Niederlande von [[Johannes Janssonius]] mit der Meeresbucht &amp;#039;&amp;#039;De Zuyder Zee&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zuiderzee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈzɔɪdərzeː}}] (auch (veraltet) &amp;#039;&amp;#039;Zuider Zee&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zuidersee&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Südersee&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brandenburg-Preussen im 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (Karte). In: G. Droysens Historischer Handatlas. Berlin 1886.&amp;lt;/ref&amp;gt;; [[Westfriesische Sprache|westfriesisch]] &amp;#039;&amp;#039;Sudersee&amp;#039;&amp;#039;; {{nlS}} [{{IPA|ˈzœydərzeː}}]) war eine flache [[Bucht]] der [[Nordsee]] mit nur 4&amp;amp;nbsp;m bis 5&amp;amp;nbsp;m Tiefe, die größtenteils auf dem Gebiet des heutigen [[IJsselmeer]]s im Nordwesten der heutigen [[Niederlande]] liegt. Sie reichte ungefähr 100&amp;amp;nbsp;km landeinwärts, war bis zu 50&amp;amp;nbsp;km breit und bedeckte 5000&amp;amp;nbsp;km². Der Name bedeutet „südliche See“ im Gegensatz zur Nordsee (im [[Niederländische Sprache|Niederländischen]] und [[Niederdeutsch]]en bedeutet &amp;#039;&amp;#039;zee&amp;#039;&amp;#039; „Meer, die See“ und &amp;#039;&amp;#039;meer&amp;#039;&amp;#039; „der See“). Beide Namen sind [[Friesen|friesischen]] Ursprungs für die beiden Meere, die nördlich und südlich ihres Siedlungsgebietes liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuiderzee war bedeutend für die Fischerei und die Seefahrt und die Zufahrt zum Hafen von Amsterdam. In der Zuiderzee lagen einige Inseln, von denen Urk und Schokland die bekanntesten waren. Im 20. Jahrhundert trennte man die Wasserfläche mit dem [[Abschlussdeich]] von der Nordsee ab, um die Küstengebiete vor weiteren [[Sturmflut]]en und folgenden [[Überschwemmung]]en zu bewahren. Daneben wurde mit dem staatlichen Großprojekt der [[Zuiderzeewerke]] neues Land gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zuiderzee entstand so nach und nach ein großes Süßwasserreservoir mit einer Vielzahl an Seen, von denen das  [[IJsselmeer]] und das [[Markermeer]] die beiden größten sind. Bei der Neulandgewinnung entstanden der [[Noordoostpolder]] und der Flevopolder. Beide zusammen bilden seit 1986 die Provinz [[Provinz Flevoland|Flevoland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:800nc ex leg.jpg|mini|links|Das Territorium der Niederlande um [[800]] n.&amp;amp;nbsp;Chr., als sich bereits das &amp;#039;&amp;#039;Almere&amp;#039;&amp;#039; aus dem &amp;#039;&amp;#039;lacus Flevo&amp;#039;&amp;#039; gebildet hatte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuider1.jpeg|mini|hochkant=1.2|Satellitenbild des IJsselmeers]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits die [[Römisches Reich|Römer]] kannten eine [[moor]]ige, großflächige Wasserlandschaft in diesem Bereich, auch wenn der eigentliche See, genannt &amp;#039;&amp;#039;lacus Flevus&amp;#039;&amp;#039;, vermutlich sehr viel kleiner war als die spätere Zuiderzee. Der römische Feldherr [[Drusus]] ließ um 12 v. Chr. den nach ihm benannten [[Fossa Drusiana|Drusus-Kanal]] (fossa Drusiana) vom Rhein zum Flevosee anlegen, um den Weg der römischen Flotten in die Nordsee zu verkürzen. Eine große Rolle spielte diese Seeverbindung während der [[Germanicus-Feldzüge]] (14 bis 16 n. Chr.). Entstanden war diese Seenlandschaft vermutlich seit dem siebten vorchristlichen Jahrhundert. Bei [[Sturmflut]]en drang das Wasser schon damals weit in das flache und niedrig gelegene Land vor und trug beim Rückfluss allmählich das hinter den [[Düne]]n liegende Moor ab. Auf der anderen Seite wurde das Seensystem durch Zuflüsse der [[IJssel]] (rechter [[Ästuar]]arm des [[Lek (Fluss)|Lek]], auf deutscher Seite die Issel am rechten Niederrhein) sowie weiterer Bach- und Flussläufe zunehmend erweitert, so dass sich mit der Zeit ein großer Süßwasserstrom Richtung Norden bildete. Der Flevosee wurde daher mit der Zeit erheblich größer und daher bald &amp;#039;&amp;#039;[[Almere (Binnensee)|Almere]]&amp;#039;&amp;#039; (Aalsee) genannt. (Heute ist [[Almere]] der Name einer Stadt in der [[Provinz Flevoland]].)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Julianenflut]] im Jahre 1164, der [[Allerheiligenflut 1170|Allerheiligenflut]] von 1170 und endlich durch die Fluten von 1219 ([[Erste Marcellusflut]]), 1228 und 1287 ([[Luciaflut]]) brach das Salzwasser in das Gebiet ein&amp;amp;nbsp;– der natürlich entstandene Sanddeich war gebrochen, und aus dem Binnengewässer entstand eine Meeres[[bucht]] im Norden der [[Niederlande]]. Mit dem Abtragen des Sumpfbodens des neuen Meeres bildete sich neben der Zuiderzee auch die [[Wattenmeer (Nordsee)|Waddenzee (Wattenmeer]]) auf der Südseite der heutigen westfriesischen Inseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden mehrere Projekte zur Landgewinnung in der Zuiderzee ausgearbeitet. Eine erste Skizze veröffentlichten Jakob Kloppenburg und Pieter Faddegon im Jahre 1848. Sie wollten einen Deich von [[Enkhuizen]] nach [[Stavoren]] bauen und alle Inseln von Texel bis zur Ems mit einem Damm verbinden.&amp;lt;ref&amp;gt;P.A. Buuren: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwürfe zur Trockenlegung der Zuiderzee in Holland&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geographische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 12 (1889), S. 21–48, hier S. 31–32. ([http://www.archive.org/stream/deutschegeograp01bremgoog/deutschegeograp01bremgoog_djvu.txt Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Realistischer und zum Ausgangspunkt für die folgenden Planungen wurden die Entwürfe von Bernard Pieter Gesinus van Diggelen aus dem Jahre 1849 und von Thomas Joannes Stieltjes aus dem Jahre 1870, die einen „[[Abschlussdeich]]“ (&amp;#039;&amp;#039;Afsluitdijk&amp;#039;&amp;#039;) vorsahen.&amp;lt;ref&amp;gt;P.A. Buuren: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwürfe zur Trockenlegung der Zuiderzee in Holland&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geographische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 12 (1889), S. 21–48, hier S. 32–34 (zu van Diggelen) und S. 38–39 (zu Stieltjes). ([http://www.archive.org/stream/deutschegeograp01bremgoog/deutschegeograp01bremgoog_djvu.txt Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Errichtung des künstlichen „Abschlussdeichs“ im Jahr 1932 entstand erneut ein Binnengewässer. Aus der Zuiderzee wurde faktisch am 28.&amp;amp;nbsp;Mai 1932 um 13:02 Uhr durch Schließen des letzten Tores (De Vlieter) des Deiches das IJsselmeer („der IJsselsee“). Am 20.&amp;amp;nbsp;September erfolgte die offizielle Umbenennung. In der Folge wurden Teile der ehemaligen Zuiderzee als [[Koog|Polder]] trockengelegt ([[Zuiderzeewerke]]), darunter die heutige Provinz [[Provinz Flevoland|Flevoland]] einschließlich des Nordostpolders ([[Noordoostpolder]]) mit den ehemaligen Inseln [[Schokland]] und [[Urk]]. Hauptinitiator dieser Arbeiten war der [[Ingenieur]] und [[Politiker]] [[Cornelis Lely]], nach dem die spätere Flevoländer Provinzhauptstadt [[Lelystad]] benannt wurde. Die größte Stadt auf Flevoland heißt [[Almere]] und gehört zum [[Einzugsbereich]] von [[Amsterdam]]. Als zusätzliche Fläche für diesen Ballungsraum ist Flevoland heute wichtiger denn als landwirtschaftliche Nutzfläche, für die es ursprünglich gedacht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Zuiderzee&amp;#039;&amp;#039; findet sich noch auf historischen Karten und Dokumenten bis zum frühen 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert und wird heute nur noch im historischen Kontext benutzt. Das aktuelle Satellitenfoto, das im Vergleich das Ausmaß der gewonnenen Landfläche verdeutlicht, zeigt demzufolge das [[IJsselmeer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Annexion]] des [[Königreich Holland|Königreichs Holland]] durch [[Napoleon Bonaparte]] gab es zwischen 1811 und 1814 das zum [[Erstes Kaiserreich|Französischen Kaiserreich]] gehörende [[Département Zuyderzée]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er Jahren wurde bei [[Drainage (technische Systeme)|Drainagearbeiten]] in der Zuiderzee ein Bomber der deutschen [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] vom Typ [[Junkers Ju 88|Junkers Ju 88A-4]] ([[Geschwaderkennung]] B3+EK) aufgefunden. Wie sich herausstellte, stürzte der Bomber des [[Kampfgeschwader 54|Kampfgeschwaders 54]] am 4. Februar 1944 auf dem Rückflug von einem Luftangriff auf London im Rahmen des [[Unternehmen Steinbock|Unternehmens Steinbock]] ab. Die Besatzung um Unteroffizier Helmut Friedrich Weihs war seitdem vermisst.&amp;lt;ref&amp;gt;Ron Mackay: &amp;#039;&amp;#039;The Last Blitz: Operation Steinbock, the Luftwaffe&amp;#039;s Last Blitz on Britain – January to May 1944.&amp;#039;&amp;#039; Red Kite. ISBN 978-0-9554735-8-6, S. 109–112&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Sturmfluten an der Nordsee]]&lt;br /&gt;
* [[Zuiderzeemuseum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* V. J. P. de Blocq van Kuffeler: &amp;#039;&amp;#039;Der Abschlußdamm der Zuidersee.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure&amp;#039;&amp;#039;, 73. Jahrgang, Nr. 30 (27. Juli 1929), S. 1041–1050.&lt;br /&gt;
* [[Franz Dülberg (Kunsthistoriker)|Franz Dülberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Zuidersee-Werk der Niederländer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Atlantis : Länder, Völker, Reisen&amp;#039;&amp;#039; 4. Jahrgang, Heft 8 (August 1932), S. 456–463.&lt;br /&gt;
* {{EncLarousse|14807|14809|Zuiderzee (le)|Jean-Claude Boyer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* Illustration von [[Frans Hogenberg]] von 1576: Es ist schon abgerißen hie, Ein scharmutzel auf der Suder See, Zwischen dem Princen von Vranien, Und dem von Alba auß Hispanien, ... ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-90996}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Wettkampfstätten der Olympischen Sommerspiele 1928}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/50//N |EW=05/20//E |type=waterbody |region=NL}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4072726-9|LCCN=sh85064232|VIAF=145657874}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Nordsee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Frieslands]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges geographisches Objekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wettkampfstätte der Olympischen Sommerspiele 1928]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-25641-01</name></author>
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