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	<title>Zschonergrund - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T17:49:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zschonergrund&amp;diff=931391&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alabasterstein: Änderung 264451536 von ~2026-11153-15 rückgängig gemacht; WP:Belege und WP:OR beachten, ggf. den Sachverhalt auf der Diskussionsseite anbringen</title>
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		<updated>2026-02-19T08:27:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/264451536&quot; title=&quot;Spezial:Diff/264451536&quot;&gt;264451536&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-11153-15&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-11153-15&quot;&gt;~2026-11153-15&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:Belege&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:Belege (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:Belege&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:OR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:OR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:OR&lt;/a&gt; beachten, ggf. den Sachverhalt auf der Diskussionsseite anbringen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zschoner Grund in November.jpg|mini|Zschonergrund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zschonergrund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zschoner Grund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zschone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein [[Landschaftsschutzgebiet]] (d35) im Westen von [[Dresden]], das vom [[Zschonerbach]] durchflossen wird. Das Tal beginnt im Dresdner Ortsteil [[Zöllmen]], durchquert [[Ockerwitz]] und [[Briesnitz (Dresden)|Briesnitz]] und endet in [[Kemnitz (Dresden)|Kemnitz]], wo der Bach in der Nähe der [[Elbebrücke Dresden (A 4)|Autobahnbrücke der A&amp;amp;nbsp;4]] in die [[Elbe]] mündet. Das Tal ist mit seiner Wiesen- und Waldlandschaft ein beliebtes Erholungsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan von der Schlacht bei Kesselsdorf am 15 December 1745 (cropped).jpg|mini|Karte des Zschonergrund (1745)]]&lt;br /&gt;
Der Zschonergrund wurde bereits im Mittelalter wirtschaftlich genutzt. So gewannen die Bauern der angrenzenden Höfe auf den Wiesen Heu. An den Hängen wuchs Wein, später wurde dieser durch Obstbäume ersetzt. Der Zschonergrund war auch ein Jagdrevier des Kronprinzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bettina Schneider |Titel=Schatzgräber im mittelalterlichen Tal |Sammelwerk=[[Sächsische Zeitung]] |Datum=2004-03-27 |Online=[https://sbdresden.genios.de/document/SZO__0304270493 genios.de] |Abruf=2014-09-01 |Kommentar=nicht öffentlicher Zugang, kostenfrei für Nutzer der Städtischen Bibliotheken Dresden}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Dezember 1745 war der Zschonergrund Schauplatz der [[Schlacht bei Kesselsdorf|Schlacht von Kesselsdorf]], wobei die Preußen unter [[Leopold I. (Anhalt-Dessau)|Fürst Leopold von Dessau]] die vereinigten [[Kurfürstentum Sachsen|Kursachsen]] und [[Habsburgermonarchie|Österreicher]] unter [[Friedrich August Rutowski|Graf Rutowski]] entscheidend besiegten und in deren Gefolge der [[Zweiter Schlesischer Krieg|Zweite Schlesische Krieg]] endete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.heimatkreis-kesselsdorf.de/die-schlacht/ |titel=Die Schlacht – Heimatkreis Kesselsdorf |sprache=de-DE |abruf=2023-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mühlen am Zschonerbach ==&lt;br /&gt;
Am Lauf des Zschonerbaches befinden sich drei ehemalige [[Wassermühle]]n. Bereits am 25. April 1324 wurde eine Mühle in Kemnitz erwähnt, ihre heutige Lage ist jedoch unbekannt. Vermutlich lag sie im damaligen Dorfkern. Das Dorf umfasste im Jahre 1324 sechs Hufen, eine Mühle, einen Garten sowie eine Fischfangstelle mit einer [[Jehse]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kemnitz ... sex mansis et de uno molendino et uno horto ... una piscatura, quae vocatur Geze&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Nr. 388. 1324. 25. Apr. B. Withego II. genehmigt den von den Domherrn Heinrich und Albert von Guben bewirkten Kauf dreier Dörfer bei Dresden, deren Lehen von den Inhabern ihm aufgelassen worden, und beurkundet mit Zustimmung des Capitels, daß die Erträgnisse derselben nach dem Ableben der Käufer dem Fond für bauliche Einrichtung und Unterhaltung bei der Domkirche zufallen sollen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Codex diplomaticus Saxoniae regiae]] II 1, [https://codex.isgv.de/codex.php?band=cds2_01&amp;amp;f=&amp;amp;a=b&amp;amp;s=317 Nr. 388].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Mühle fand nochmals am 16. Februar 1350 Erwähnung, zusammen mit der Fischfangstelle (der Jehse):&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;totam villam Kempnicz cum molendino et piscatura&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nr. 453. 1350. 16. Febr. K.[aiser] Karl IV. bestätigt dem Capitel [Meißen] auf dessen Bitte alle Privilegien, Güter und Renten in namentlicher Aufzählung der letzteren.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Codex diplomaticus Saxoniae regiae]] II 1, [https://codex.isgv.de/codex.php?band=cds2_01&amp;amp;f=&amp;amp;a=b&amp;amp;s=373 Nr. 453].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weltemühle ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-d 0390065 Dresden-Briesnitz. Weltemühle im Zschoner Grund, aus- Meiche 1927.jpg|mini|Weltemühle (1927)]]&lt;br /&gt;
Die Weltemühle in [[Kemnitz (Dresden)|Kemnitz]] wurde 1566 als Mahlmühle errichtet. Sie bestand jedoch nur kurze Zeit, da die kurfürstlichen Forstmeister der umliegenden Wälder ihren Wildbestand durch die Mühle bedroht sahen. Auch Kurfürst [[August (Sachsen)|August]] sah durch das Ausroden des Waldes den Wildbestand in den kurfürstlichen Jagdgründen in Gefahr und befahl noch im gleichen Jahr, die neuerbaute Mühle abzureißen. 1608 erhielt der Kemnitzer [[Schultheiß|Dorfrichter]] Nikolaus Fehrmann von Kurfürst [[Christian II. (Sachsen)|Christian II.]] die Erlaubnis zum Bau einer &amp;#039;&amp;#039;„Mühle an der Zschornbach bei Kemnitz“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.xn--dresden-mhlen-4ob.de/Dresden/Beitr%C3%A4ge/Podemus_Kemnitz/pdfdatei.php?pdf=Weltemuehle.pdf |wayback=20160316142541 |text=Weltemühle}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Später gelangte die Mühle in den Besitz der namensgebenden Bauernfamilie Welte. Im 18. Jahrhundert versuchte Kurfürst [[August der Starke]] vergeblich, den Besitzern das Mühlenrecht zu entziehen, um die umliegenden Wälder wieder stärker als Jagdgebiet nutzen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |url=http://www.pattis.de/Homepage.swf}}&amp;lt;!--abweichender Inhalt--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weltes nutzten die Mühle seit etwa 1870 als Schankstätte, welche sie 1899 an den Briesnitzer Gastwirt Birnbaum veräußerten. Unter den neuen Besitzern entwickelte sich das Anwesen zu einem beliebten Dresdner Ausflugslokal. Bauliche Erweiterungen führten zur Einrichtungen eines [[Ballsaal]]es und eines großen Gästegartens. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] befand sich hier eine [[Luftschutz]]schule. Danach wurde die Mühle bis 1954 wieder als Lokal genutzt. Später zog eine Kunstlederfabrik in die Gebäude. Mit Aufgabe der gewerblichen Nutzung setzte der schrittweise bauliche Verfall ein. Nach 1990 wurden Teile der Gebäudesubstanz abgerissen. Bis 1997 erfolgte die Rekonstruktion der erhaltenen Restgebäude sowie deren Umbau zum Hotel und Restaurant. Seit 2012 wurde das Objekt kurze Zeit von der Hotel-Gruppe Grand City Hotels als „Hotel Villa Weltemühle Dresden“ geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.dresdner-stadtteile.de/West/Kemnitz/Zschonergrund/Weltemuhle/weltemuhle.html|wayback=20220516061035|text=Dresdner Stadtteile: Weltemühle}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer 2024 soll die Weltemühle neu eröffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zschonermühle ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-d 0390063 Dresden-Briesnitz. Schoner Mühle, aus, Meiche 1927.jpg|mini|Zschonermühle (1927)]]&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Zschonermühle reichen wahrscheinlich bis ins 15. Jahrhundert zurück. 1570 gibt der Müller Gregor Götze gegenüber Kurfürst [[August (Sachsen)|August]] an, dass sich die Mühle seit über 150 Jahren im Besitz der Familie seiner verstorbenen Frau befunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Alwin Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Mühlen im Zschoner Grunde&amp;#039;&amp;#039;. in: [[Alfred Meiche]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Mühlenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Dresden 1927, S. 137–145.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die heutige Gebäudesubstanz entstand (wahrscheinlich nach einem Brand) 1730 neu, davon zeugt die Bezeichnung am Giebel des Haupthauses. 1812 ging die Mühle in den Besitz der Familie Kunze über. Eine Inschriftenplatte über dem Haupthaus nennt Daniel Gottfried Kunze als neuen Besitzer. Auch die Zschonermühle entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts zu einem beliebten Ausflugslokal. Zu den damaligen Mühlenbesuchern zählte auch [[August Bebel]], der im Schankgarten vor Dresdner Arbeitern sprach.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Bräunlich, Matthias Zwarg: &amp;#039;&amp;#039;Das große sächsische Mühlenbuch&amp;#039;&amp;#039;. Chemnitzer Verlag, Chemnitz 2007, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Mahlbetrieb wurde 1917 endgültig eingestellt, jedoch blieb die Mahltechnik erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.zschoner-muehle.de/museum/geschichte.html |wayback=20130831202354 |text=Geschichte}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde auch die Gastwirtschaft geschlossen. Der letzte Mühlenbesitzer der Familie Kunze hinterließ nach seinem Tod 1984 ein verfallenes Mühlenanwesen. Allerdings fanden noch in den 1980er Jahren durch den Dresdner Thomas Winkler erste Sicherungsarbeiten statt. Nach einem Verkauf erfolgte der schrittweise denkmalgerechte Wiederaufbau des Anwesens. 1991 wurde ein neues [[Wasserrad #Oberschlächtiges Wasserrad|oberschlächtiges Wasserrad]] mit einem Durchmesser von 6 Metern und einer Leistung von sechs [[Pferdestärke|PS]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Wehrmeister |Titel=DNN-Wandertipp: Auf Besuch beim 6-PS-Wasserrad |Sammelwerk=[[Dresdner Neueste Nachrichten]] |Datum=2005-09-30 |Online=[https://sbdresden.genios.de/document/LVZ__200509306004600644606222 genois.de] |Abruf=2014-09-01 |Kommentar=nicht öffentlicher Zugang, kostenfrei für Nutzer der Städtischen Bibliotheken Dresden}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eingebaut. Das rekonstruierte Mahlwerk konnte 1994 in Betrieb genommen werden. Heute wird die Mühle als Sommergaststätte im Wochenend-Selbstbedienungsbetrieb, Museum und für verschiedene Veranstaltungen (Kleinkunstbühne mit Puppenspiel) genutzt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Dresden Zschonermühle (04-1pa).jpg|Zschonermühle im Jahr 2008&lt;br /&gt;
 Dresden Zschonermühle oberschlächtiges Wasserrad (04-1).jpg|Gerinne und ober&amp;amp;shy;schlächtiges Wasserrad der Zschonermühle&lt;br /&gt;
 Dresden Zschonermühle oberschlächtiges Wasserrad (01-2).jpg|Oberschlächtiges Wasser&amp;amp;shy;rad mit einem Durchmesser von 6&amp;amp;nbsp;Metern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schulzenmühle ===&lt;br /&gt;
Die Schulzenmühle nahe [[Steinbach (Dresden)|Steinbach]] wurde erstmals 1540 als Steinbacher Mühle genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.xn--dresden-mhlen-4ob.de/muehle.php?muehle=103&amp;amp;%20richt=West |wayback=20160528212556 |text=Schulzenmühle}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise gehörte die Mühle zu dem vor 1566 wüst gefallenen Dorf [[Zschon]], von dem sich der Name des Grundes ableitet. 1568 wurde die Mühle urkundlich erwähnt. Am Hauptgebäude befindet sich eine Inschrift von 1719, die Georg Pietzsch als Besitzer nennt. 1819 entstand westlich der Mühle am Mühlberg eine [[Holländerwindmühle]], die jedoch mangels Rentabilität bereits 1880 wieder abgebrochen wurde. 1844 entstand ein neuer Mühlteich, sieben Jahre später wurde ein Wasserrad mit einem Durchmesser von 8,5 Metern neu eingebaut. 1860 gelangte die Mühle in den Besitz der namensgebenden Familie Schulze. Zu diesem Zeitpunkt bildeten neben dem Mahlwesen die Brotbäckerei, Landwirtschaft, Branntweinbrennerei und die sich entwickelnde Gaststätte die weiteren wirtschaftlichen Standbeine des Anwesens. Die Mühle entwickelte sich in den kommenden Jahren zunehmend zu einer Ausflugsgaststätte. 1927 wurde der Mahlbetrieb eingestellt. Der Gaststättenbetrieb kam 1962 zum Erliegen. 1979 begann die Familie Schulze mit der schrittweisen Modernisierung der Gebäudesubstanz. Heute gehört die Schulzenmühle Werner Schulze.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.xn--dresden-mhlen-4ob.de/Dresden/Beitr%C3%A4ge/Steinbach/pdfdatei.php?pdf=Schulzenmuehle.pdf |wayback=20160505193856 |text=Schulzenmühle}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dresden Zschonergrund Gabe Gottes Erbstolln (01-1).jpg|mini|Blick über den Zschonerbach zum Mundloch des „Gabe Gottes Erbstolln“ (Zustand 2011)]]&lt;br /&gt;
1763 wurde im Zschonergrund unterhalb der Zschonermühle das Silberbergwerk &amp;#039;&amp;#039;Gabe Gottes Erbstolln&amp;#039;&amp;#039; als [[Eigenlöhnerzeche]] [[Mutung|gemutet]]. Die von den Bergwerksbetreibern an das [[Sächsisches Oberbergamt|Oberbergamt Freiberg]] gesandten Gesteinsproben ergaben jedoch keine Erzgehalte. Daraufhin führten die Betreiber selbst Schmelzversuche durch. 1768 führte der Lehnträger Elias Unger gegenüber dem Bergamt aus, dass es bereits 1765 in der Schmelzhütte Dresden gelungen sei, aus einer Gesteinprobe von 7 [[Zentner]]n 2½ [[Mark (Gewicht)|Mark]] [[Silber]] und ½ [[Lot (Einheit)|Lot]] [[Gold]] zu erschmelzen. Die Beamten des Oberbergamtes bezweifelten jedoch die Richtigkeit dieser Auskunft, da die eigenen Schmelzversuche mit den Proben des &amp;#039;&amp;#039;Gabe Gottes Erbstolln&amp;#039;&amp;#039; ergebnislos verlaufen waren. Das Oberbergamt bezweifelte, dass die zur Schmelze gebrachten Gesteinsproben tatsächlich aus dem Zschonergrund stammten. Im Frühjahr 1777 an das Oberbergamt gesandte Gesteinsproben bestätigten das Misstrauen, es konnten keine Erze erschmolzen werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Stollen eine Länge von 60 [[Lachter]]n (ca. 120 Meter) erreicht. Nach einem weiteren erfolglosen Probeschmelzen im Jahr 1778 wurde die Grube stillgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alwin Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Zschoner Grundes bis zur Ablösung aller Fronen.&amp;#039;&amp;#039; Dresden 1902, S. 15 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; An den erfolglosen Bergbauversuch erinnert heute noch die Bezeichnung „Silberloch“ bzw. „Silbergrube“. Das verwahrte Stollenmundloch (im Volksmund „Räuberhöhle“ genannt) kann man noch heute sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin bestanden im unteren Tal mehrere [[Pläner]]steinbrüche und große [[Rotliegend]]steinbrüche in Höhe des Ortes Pennrich. Zwischen der Schulzenmühle und der Zschonermühle befindet sich ein aufgelassener [[Syenodiorit]]-Steinbruch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.phycodea.hgbecker.de/Syenodiorit/Html/Zschonergrund.htm |wayback=20150518095614 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-05-25 06:21:41 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zschonergrundbad (1).JPG|mini|Das 2015 wiedereröffnete Zschonergrundbad]]&lt;br /&gt;
=== Licht- und Luftbad Zschonergrund ===&lt;br /&gt;
Am 14. Mai 1927 wurde im Tal nahe Kemnitz ein Freibad, das „Licht- und Luftbad Zschonergrund“ (Zschonergrundbad) auf dem Gelände eines [[Dreiseitenhof]]es eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stadtarchiv Dresden]], 10. Bau- und Grundstücksakten Signatur, Nr.: 56193.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Grundstück liegt an dem steil abfallenden Nordhang des Zschonergrundes. Der Bau des Bades war eine Forderung des Dorfes Briesnitz vor der Eingemeindung nach Dresden. Der Bau wurde vom Stadtbaurat [[Paul Wolf (Architekt)|Paul Wolf]] geplant. Das Schwimmbecken hatte eine Länge von 33 ⅓ m und eine Breite von 16 m. Durch einen Schwimmbalken war das Becken in eine 11&amp;amp;nbsp;m breite Abteilung für Schwimmer und eine 5 m breite Abteilung für Nichtschwimmer eingerichtet. An der Schmalseite war ein 3 m hoher Sprungturm angeordnet.&lt;br /&gt;
Unter weitgehender Verwendung der auf dem Gelände des früheren Kommerstädtschen Guts vorhandenen älteren Gebäudeanlagen wurden Kassen und Wäscheausgabe, Vorreinigungsräume mit Vorwärmbecken, Umkleideräume, Erfrischungsraum, Unterstandhallen usw. geschaffen. Die Wiesen des insgesamt 1 ½ ha großen Geländes standen für Sonnenbäder zur Verfügung und enthielten außerdem einen Turm- und Spielplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 wurde das Bad wegen baulicher Mängel geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtarchiv Dresden, 9.1.22 VEB Sportanlagen und Bäderverwaltung Dresden, Nr.: 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang der 1990er Jahre planten private Investoren, auf dem Gelände drei Tennishallen und sechs Tennisplätze oder eine Reihenhaussiedlung zu errichten. Nach einer Unterschriftenaktion konnte die Stadt Dresden bewegt werden, das Bad zum Wiederaufbau der IG Briesnitz zu übergeben. Außerdem wurde die Anlage unter [[Denkmalschutz]] gestellt. Seit 1996 wurde das Gelände vom Verein NaturKulturBad Zschonergrund e.&amp;amp;nbsp;V. spendenfinanziert und mit ehrenamtlicher Arbeit zu einem [[Naturbad]] umgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Sächsische Zeitung vom 14. März 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wiedereröffnung erfolgte im Mai 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zschonergrundbad.com/ zschonergrundbad.com] Website des NaturKulturBad Zschonergrund e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis dahin wurden etwa 500.000 Euro investiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Zschonergrundbad öffnet im Mai 2015 |Sammelwerk=Sächsische Zeitung |Datum=2014-08-21 |Online=[http://www.sz-online.de/nachrichten/zschonergrundbadoeffnet-im-mai-2015-2910038.html kostenpflichtig online] |Abruf=2014-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf einem 32.000 Quadratmeter großen Areal befinden sich neben dem [[Schwimmteich|Naturschwimmteich]] ein Biergarten, ein Volleyballfeld und mehrere Terrassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Verein richtet Naturbadebecken ein – im kommenden Jahr soll das Wasser wieder fließen und pflanzlich gereinigt werden |Sammelwerk=[[Dresdner Neueste Nachrichten]] |Datum=2009-08-26 |Online=[https://sbdresden.genios.de:443/document/LVZ__AD44F91CDDE0D408055C2A1DF867A6DF genois.de] |Abruf=2014-09-01 |Kommentar=nicht öffentlicher Zugang, kostenfrei für Nutzer der Städtischen Bibliotheken Dresden}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund seines Charakters als Naturbad dürfen dort nur 500 Gäste gleichzeitig anwesend sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Auswertung von etwa 60.000 Besucherbewertungen von Freibädern in Deutschland auf dem Portal testberichte.de erhielt das Zschonergrundbad 2018&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.testberichte.de/testsieger/level3_freizeiteinrichtungen_schwimmbaeder_spassbaeder_420.html#blog-posts |titel=Deutschlands beliebteste Sommerbäder |hrsg=www.testberichte.de |abruf=2018-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2021&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Johann-Christoph Landgraf | Titel=Dieses Dresdner Bad ist eines der schönsten in Deutschland | Sammelwerk=Sächsische Zeitung | Datum=2021-08-13 | Online=[https://www.saechsische.de/dresden/lokales/eines-der-schoensten-baeder-deutschland-ist-in-dresden-5504555-plus.html kostenpflichtig online] | Abruf=2021-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Höchstbewertung mit 4,7 von 5 Sternen. Im August 2018 wurde das Bad im Rahmen der [[UN-Dekade der Biodiversität]] als offizielles Projekt gewürdigt und als Projekt der Woche ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/aktuelle-projekte-beitraege/detail/projekt-details/show/Wettbewerb/2373/ |titel=NATURERLEBNISPROJEKTE MIT NACHHALTIGER NUTZUNG IM ZSCHONERGRUNDBAD |hrsg=UN-Dekade Biologische Vielfalt Geschäftsstelle nova-Institut GmbH |abruf=2018-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Huettendorf gegen A17 1999-03.jpg|mini|hochkant|Das Hüttendorf gegen den Bau der Autobahn A17 im Zschonergrund]]&lt;br /&gt;
Durch das gesamte Tal führt ein als [[Lehrpfad]] angelegter Wanderweg. Auch die ausgedehnten [[Streuobstwiese]]n an den Talhängen und die Weinberge zur Ortschaft Merbitz zu lockten bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts Spaziergänger an. In den 1920er Jahren wurde sogar der Bau einer Straßenbahn durch den Grund erwogen. Diese Pläne wurden, vermutlich aus Gründen des Naturschutzes, nicht ausgeführt. Viele der Streuobstwiesen werden seit 2008 wieder verjüngt, gepflegt und nachgepflanzt. Schüler der umliegenden Grundschulen gestalteten 2009 einen Entdeckungspfad durch die Streuobstwiesen zwischen Zschonermühle und Merbitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zschonergrund bestand von April 1997 bis zum 21. April 1999 aus Protest gegen den geplanten und später verwirklichten Bau der [[Bundesautobahn 17]] ein [[Hüttendorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zschonergrundbach zahme Zschone (01-1).JPG|mini|hochkant|Der Zschonerbach („zahme Zschone“) zwischen der Zschonermühle und dem „Gabe Gottes Erbstolln“]]&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet des Zschonerbachs gehört zu den [[Liste der Landschaftsschutzgebiete in Sachsen|Landschaftsschutzgebieten]] &amp;#039;&amp;#039;[[Elbwiesen (Dresden)|Dresdner Elbwiesen]] und [[Dresdner Elbaltarme]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Elbtal zwischen Dresden und Meißen mit linkselbischen Tälern und Spaargebirge]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zschonergrund&amp;#039;&amp;#039;, die teilweise auch den Schutzstatus eines [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Flora-Fauna-Habitat-Gebietes]] (FFH) genießen. Zu den im Einzugsgebiet geschützten Biotopen zählen unter anderem [[Auwald|Auwälder]], naturnahe Bachabschnitte, [[Schluchtwald|Schluchtwälder]] sowie [[Streuobstwiese]]n. Als gewässertypische Vogelart lebt dort die [[Gebirgsstelze]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Landeshauptstadt Dresden, Die Oberbürgermeisterin, Umweltamt |Titel=Gewässersteckbrief Zschonerbach |Datum=2011-09-30 |Seiten=11 |Online=http://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/Gewaessersteckbrief-Zschonerbach.pdf |Format=PDF |KBytes=2200 |Abruf=2014-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Vögel, die am Bach leben, sind [[Wasseramsel]], [[Bachstelze]], [[Blaukehlchen|Blau-]] und [[Braunkehlchen]], [[Uferschwalbe]] und der stark gefährdete [[Eisvogel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ05&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Henry Lehmann |Titel=Vögel am Zschonerbach |Sammelwerk=Sächsische Zeitung |Datum=2005-01-27 |Online=[http://www.sz-online.de/nachrichten/voegel-am-zschonerbach-1119695.html kostenpflichtig online] |Abruf=2014-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus lebt im Bach wahrscheinlich die [[Groppe]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Brieger |Titel=Baustart für Umgehung ist 2008 geplant |Sammelwerk=Sächsische Zeitung |Datum=2007-10-23 |Online=[http://www.sz-online.de/nachrichten/baustart-fuer-umgehung-ist-2008-geplant-1794502.html kostenpflichtig online] |Abruf=2014-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, und im Mündungsbereich sind die [[Wasserfledermaus]] und das [[Großes Mausohr|Große Mausohr]] heimisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Fledermäuse unter B6 werden für Bauzeit umgesiedelt |Sammelwerk=Sächsische Zeitung |Datum=2009-08-18 |Online=[http://www.sz-online.de/nachrichten/fledermaeuse-unter-b6-werden-fuer-bauzeit-umgesiedelt-2206729.html kostenpflichtig online] |Abruf=2014-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Bachlauf wachsen verschiedenen Gehölze, vornehmlich [[Weiden (Botanik)|Weiden]] und [[Erlen (Botanik)|Erlen]]. Außerdem Wiesen- und Waldblumen wie der [[Gewöhnliche Pestwurz]], [[Bach-Nelkenwurz]], die [[Sumpfdotterblume]] und der Gemeine [[Gilbweiderich]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ05&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alwin Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Zschoner Grundes bis zur Ablösung aller Fronen.&amp;#039;&amp;#039; Dresden 1902. ([http://digital.slub-dresden.de/id314592024 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Landschaftsschutzgebiet Zschonergrund}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.dresdner-stadtteile.de/West/Kemnitz/Zschonergrund/zschonergrund.html|text=Zschonergrund auf Dresdner Stadtteile.de|wayback=20221209140453}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zschoner-muehle.de/ Zschoner Mühle]&lt;br /&gt;
* [http://www.zschonergrundbad.com/ NaturKulturBad Zschonergrund e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [http://www.grueneliga-dresden.de/index.php/unsere-lehrpfade/zschonergrund Lehrpfad „Streuobst am Zschonergrund“.] Von Kindern gezeichnete Lehrtafeln&lt;br /&gt;
* [http://zschone.jimdo.com/ Naturschutzarbeit im Zschonergrund]&lt;br /&gt;
* [https://www.briesnitzerameisen.de/zschone-im-bild/ Bilder aus dem Zschonergrund]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/3/31/N |EW=13/38/28/E |type=landmark |region=DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1117496481|VIAF=53147869468474980915}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftsschutzgebiet in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gompitz (Ortschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mobschatz (Ortschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Sachsen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alabasterstein</name></author>
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