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	<title>Zschernitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T14:52:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zschernitz&amp;diff=225203&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: /* Geschichte */ archivlink gemeindeverzeichnis.de</title>
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		<updated>2025-10-13T14:47:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; archivlink gemeindeverzeichnis.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Ort &amp;#039;&amp;#039;Zschernitz&amp;#039;&amp;#039;, zu ähnlich lautenden Orten siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Tschernitz (Begriffsklärung)]]&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                  = Zschernitz&lt;br /&gt;
| Gemeindeart               = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename              = Wiedemar&lt;br /&gt;
| Breitengrad               = 51/31/37/N&lt;br /&gt;
| Längengrad                = 12/13/45/E&lt;br /&gt;
| Bundesland                = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                      = 94 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                    = &lt;br /&gt;
| Einwohner                 = 538&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum     = 2000-12-31&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum       = 1994-01-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach         = [[Neukyhna]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1             = 04509&lt;br /&gt;
| Vorwahl1                  = 034602&lt;br /&gt;
| Lagekarte                 = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung    = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Zschernitz, St. Gallus 02.jpg|mini|Kirche St. Gallus, Ansicht von Norden]] &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zschernitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Wiedemar]] im [[Landkreis Nordsachsen]] in [[Sachsen]] (Deutschland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Zschernitz liegt im Nordwesten Sachsens in einer weiten Ebene der [[Leipziger Tieflandsbucht]] direkt an der Grenze zu [[Sachsen-Anhalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Altmoränenland der [[Leipziger Tieflandsbucht]], im Wesentlichen eine Ebene mit keinen nennenswerten natürlichen Erhebungen, fruchtbarer Ackerboden. Außer dem Gienickenbach (&amp;#039;&amp;#039;Die Bach&amp;#039;&amp;#039;) keine größeren natürlichen Gewässer. Der Grundwasserspiegel ist bei 6–8&amp;amp;nbsp;m erreichbar, Braunkohlevorkommen werden unter dem Ort vermutet. Siehe auch Leipziger Tieflandsbucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbarorte ===&lt;br /&gt;
[[Landsberg (Saalekreis)|Landsberg]] ([[Sachsen-Anhalt]]), Stadt [[Delitzsch]], [[Klitschmar]], [[Kyhna]], [[Pohritzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Der Name ist [[Sorbische Sprache|sorbischen]] Ursprungs und abgeleitet von altsorbisch &amp;#039;&amp;#039;čiŕn-&amp;#039;&amp;#039; („schwarz“, vgl. {{hsbS|čorny}}), wobei auch eine Ableitung von der Bezeichnung für eine bestimmte Beeren- oder Kirschensorte in Frage kommt, regional sorbisch &amp;#039;&amp;#039;čornica&amp;#039;&amp;#039; oder tschechisch &amp;#039;&amp;#039;černice&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Ernst Eichler | Titel=Die slawischen Ortsnamen zwischen Saale und Neiße | Verlag=Domowina-Verlag | Ort=Bautzen | Datum=2009 | Band=IV | ISBN=978-3-7420-1716-1 | Seiten=136}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleiche dazu auch Orte wie das polnische Czernic und das thüringische [[Zschernitzsch (Altenburg)|Zschernitzsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chronik ===&lt;br /&gt;
==== Neolithikum ====&lt;br /&gt;
Funde am Ortsrand von Zschernitz weisen auf eine großflächige [[Linearbandkeramische Kultur|bandkeramische]] ([[Neolithikum]]) Siedlung am Ort vor etwa 7000 Jahren hin. Eine bei Ausgrabungen gefundene männliche Tonfigur wird als &amp;#039;&amp;#039;[[Adonis von Zschernitz]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die Tonfigur wird im [[Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz|Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz]] ausgestellt. &lt;br /&gt;
===== Archäologische Grabungen =====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Adonis von Zschernitz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ortsrand wurde 2003 von der [[MITGAS]] eine [[Erdgasleitung]] gelegt, weshalb im Rahmen des [[Verursacherprinzip]]s bereits im Vorfeld eine umfangreiche Vereinbarung mit dem [[Landesamt für Archäologie Sachsen mit Landesmuseum für Vorgeschichte|Sächsischen Landesamt für Archäologie]] zur Finanzierung von Ausgrabungen getroffen wurde. Bei den Aushubarbeiten der Trasse stieß man auf eine Siedlung aus der [[Jungsteinzeit]]. Umfangreiche Siedlungsreste wurden gefunden und dokumentiert.&lt;br /&gt;
Am 19. August 2003 wurde im Zuge der archäologischen Ausgrabungen in einer Siedlungsgrube der jüngeren [[Linienbandkeramik]] der nach dem Fundort benannte &amp;#039;&amp;#039;[[Adonis von Zschernitz]]&amp;#039;&amp;#039; gefunden. Es handelt sich um den ca. 7000 Jahre alten [[Torso]] einer Tonfigur. Das etwa 8&amp;amp;nbsp;cm hohe Bruchstück ist etwa vom Nabel abwärts bis unterhalb des Gesäßes erhalten. Es handelt sich dabei um die älteste Kleinplastik des mitteleuropäischen [[Neolithikum]]s mit eindeutig männlichen Geschlechtsmerkmalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mittelalter ====&lt;br /&gt;
1263 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;{{HOV}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 14. und 15. Jahrhundert fordern mehrere [[Pest]]epidemien viele Menschenleben. Durch Missernten und hohe [[Feudalabgaben]] wanderten in der Folge viele Einwohner ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neuzeit, Moderne ====&lt;br /&gt;
Zschernitz und das zum Ort gehörige Nösselwitz gehörten bis 1815 zum [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsischen]] [[Amt Delitzsch]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Blaschke]], [[Uwe Ulrich Jäschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Ämteratlas.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S.&amp;amp;nbsp;56&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hov.isgv.de/N%C3%B6sselwitz Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Beschlüsse des [[Wiener Kongress]]es kamen die Orte zu Preußen und wurden 1816 dem [[Landkreis Delitzsch (Provinz Sachsen)|Kreis Delitzsch]] im [[Regierungsbezirk Merseburg]] der [[Provinz Sachsen]] zugeteilt, zu dem sie bis 1952 gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/delitzsch.htm |titel=Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline=2025-08-16 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20240907211952if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/delitzsch.htm | archiv-datum=2024-09-07 | abruf=2025-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge der Kreisreform in der DDR von 1952 wurde Zschernitz dem neu zugeschnittenen [[Kreis Delitzsch]] im [[Bezirk Leipzig]] zugeteilt, welcher 1994 im [[Landkreis Delitzsch]] aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 19. Jahrhundert erfolgt in Zschernitz der organisierte Anbau von [[Zuckerrübe]]n, [[Weizen]], [[Gerste]], Kartoffeln und Futterpflanzen. Der fruchtbare Boden der Gegend und Fortschritt in den Anbaumethoden brachte in der Folge hohe Erträge. Im Dorf erfolgt der Bau eines Ritterguts, welches das Dorf in der Folge prägte. Im 20. Jahrhundert beginnt in den benachbarten Städten die wachsende Industrialisierung und die ansässigen chemischen Großbetriebe schaffen für ihre Angestellten auch Wohnungen in Zschernitz. Im Ort leben schließlich vorrangig Arbeiter und Angestellte aus Wolfen, [[Bitterfeld]], [[Halle (Saale)]], [[Delitzsch]] und [[Leipzig]]. Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Doberstau eingegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;2VO-LSA-1950&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1970 werden die bäuerlichen Betriebe in einer Produktionsgenossenschaft ([[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]]) aufgenommen. In Zschernitz entstanden große Viezuchtbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1980 begann der großflächige Braunkohleabbau im [[Tagebau]] [[Delitzsch-Südwest]]. Durch die Grundwasserspiegelsenkung entstanden massive ökologische Schäden im Ort. Am 1. Januar 1994 wird Zschernitz durch Zusammenschluss zum Ortsteil der Gemeinde [[Neukyhna]]. Mit Auflösung der Gemeinde Neukyhna kam der Ort am 1. Januar 2013 nach Wiedemar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
* Die [[Bundesautobahn 9]] führt im Westen am Ort vorbei&lt;br /&gt;
**Anschluss (13) [[Halle (Saale)|Halle]]/[[Bitterfeld]]/[[Delitzsch]]/[[Bundesstraße 100|B&amp;amp;nbsp;100]] über [[Bundesstraße 100|B&amp;amp;nbsp;100]], [[Pohritzsch]], [[Brehna]]&lt;br /&gt;
**Anschluss (14) [[Wiedemar]]/[[Delitzsch]] über [[Kölsa]], [[Klitschmar]]&lt;br /&gt;
* Der [[Flughafen Leipzig/Halle]] ist ca. 15&amp;amp;nbsp;km entfernt&lt;br /&gt;
* Über gute Straßenverbindungen sind [[Leipzig]] und [[Halle (Saale)|Halle]] schnell erreichbar (je ca. 20&amp;amp;nbsp;km)&lt;br /&gt;
* Busverbindungen in Nachbarorte, zu den Bahnhaltestellen und nach [[Delitzsch]]&lt;br /&gt;
* Haltepunkte der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]] in&lt;br /&gt;
**[[Kyhna]] (Regionalverkehr Halle-Delitzsch-[[Eilenburg]])&lt;br /&gt;
**[[Klitschmar]] (Regionalverkehr Halle-Delitzsch-Eilenburg)&lt;br /&gt;
* Bahnhof der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]] in&lt;br /&gt;
**[[Delitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Das ehemalige Pfarrkirchdorf mit einem Rittergut (Reste vorhanden)&lt;br /&gt;
* Im Kern spätromanische Kirche, auf dem Kirchhof noch einige alte Grabsteine der Rittergutsbesitzer&lt;br /&gt;
* Zschernitzer Sternwarte (privat)&lt;br /&gt;
* Ehemaliges Bäckerhaus als eines der wenigen erhaltenen ortstypischen Lehmhäuser mit Krüppelwalmdach, typisch für die regionale Bauweise ab dem 18. Jahrhundert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
*Umfangreiche Vieh- und Feldwirtschaft (Getreide, Zuckerrüben, Futter, Hülsenfrüchte)&lt;br /&gt;
*Anzucht und Verarbeitung von Weihnachtsbäumen (Blaufichten, Nordmanntannen)&lt;br /&gt;
*Keine Industriebetriebe am Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
* Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“&lt;br /&gt;
* Die Mittelschule wurde 2003 geschlossen. Im Gebäude war vorübergehend der Kindergarten untergebracht. Eine Nutzung für Vereine ist geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
*[http://www.archaeologie.sachsen.de/lmv/print/26_39_DEU_Print.html Adonis von Zschernitz – Der erste Mann aus Ton], Text zur Sonderausstellung des [[Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden|Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;2VO-LSA-1950&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Landesregierung Sachsen-Anhalt |Titel=Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161) |Sammelwerk=Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt |Ort=Halle (Saale) |Datum=1950-08-05 |Seiten=275 |Fundstelle=Abs. 8 |Online=[[commons:file:Gesetz- und Amtsblatt Land Sachsen-Anhalt-1950-Nr.18.pdf|PDF]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1133516130|VIAF=5469149719114711130007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Wiedemar}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zschernitz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Nordsachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Wiedemar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nordsachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1263]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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