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	<title>Zoosemiotik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T23:21:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zoosemiotik&amp;diff=565866&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gerbil am 12. April 2025 um 14:08 Uhr</title>
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		<updated>2025-04-12T14:08:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zoosemiotik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈʦo.o}}-, nicht: {{IPA|ʦoː}}-] (griechisch von &amp;#039;&amp;#039;zoon:&amp;#039;&amp;#039; „Tier“ und &amp;#039;&amp;#039;[[Semiotik]]&amp;#039;&amp;#039; als allgemeiner Lehre der Zeichen) untersucht, wie [[Tier]]e Zeichen bilden und verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung des Fachgebietes ==&lt;br /&gt;
Die Zoosemiotik erforscht [[Kommunikationssystem]]e der Tiere wie etwa [[Tiersprache]]n und [[Primatensprache]]. Im Gegensatz zur Zoosemiotik beschäftigt sich die [[Anthroposemiotik]] ausdrücklich mit menschlichen Kommunikationssystemen.&lt;br /&gt;
Die [[Humansemiotik]] untergliedert sich wiederum in zwei Teilgebiete: Der anthroposemiotische Zweig untersucht die [[Sprache]] und die zoosemiotische Fachrichtung beschäftigt sich mit [[paralinguistisch]]en, [[proxemisch]]en, [[nonverbal]]en und anderen Ausdruckssystemen. Da die Zoosemiotik von Forschungen in [[Biologie]] und [[Verhaltensbiologie|Verhaltensforschung]] abhängig ist, ist sie lediglich bedingt als Forschungsgegenstand der Linguistik anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgebiete ==&lt;br /&gt;
[[Thomas Sebeok]] prägte 1969 für analytische Zwecke drei sich überschneidende Forschungsgebiete: neben Zoosyntax und Zoosemantik, auch die Zoopragmatik, die sich mit der Art und Weise befasst, in der ein Tier eine Nachricht encodiert, wie diese in einen Kanal überführt wird und wie der Kommunikationspartner sie decodiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Horst Völz]] |Titel=Information II. Ergänzungsband zur Vielfalt und Einheit der Information: Theorie und Anwendung vor allem in der Biologie, Medizin und Semiotik |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=1984-01-14 |ISBN=978-3-11-273185-7 |Seiten=272}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedhelm Schulz |Titel=Das sprachliche Potential von Pongiden und menschlicher Primärspracherwerb |Datum=1981 |Seiten=13 |Kommentar=Inauguraldissertation Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Disziplinen ==&lt;br /&gt;
Die Zoosemiotik umfasst drei Forschungsschwerpunkte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Zoosemantik]] (griechisch: zum Zeichen gehörig) beschäftigt sich mit der Bedeutung von animalischen Zeichen und deren Objektbeziehung.&lt;br /&gt;
* Die Zoosyntax (griechisch: Zusammenordnung) wiederum erforscht die raumzeitliche Situierung von Zeichen in der Tierwelt sowie die Regeln, nach denen die Zeichen kombiniert werden.&lt;br /&gt;
* Die [[Zoopragmatik]] (griechisch: Handlung) untersucht die einzelnen Faktoren, Bedingungen und Wirkungen des [[Zeichengebrauch]]s von Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zoopragmatik untersucht verschiedene semiotische Aspekte der Beziehung zwischen dem Tier und seiner Umwelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Winfried Nöth]] |Titel=Handbook of Semiotics |Verlag=Indiana University Press |Ort=Bloomington and Indianapolis |Datum=1990 |ISBN=978-0-253-11608-6 |Seiten=157 - 162}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Elemente der zoopragmatischen Kommunikation sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Chemische Kommunikation: Geschmack- und Geruchssinn (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pheromon]]e) haben den Vorteil gegenüber den akustischen Signalen, da sie permanent sind&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Taktile (Berührung), thermische und elektrische Signale&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Akustische Kanäle werden über Wasser oder Luft genutzt, aber auch nonvokale Signale werden erzeugt (Schlaggeräusche, indem gegen etwas geklopft wird, kammartige Organe aneinander reiben oder durch die Vibration von Membranen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Visuelle Kommunikation: [[Jack Parker Hailman]] unterschied 1977  visuelle Signale in [[Extrinsisch|extrinsische]] (z. B. Laubenvögel dekorieren ihre Nester) sowie intrinsische, die in der Körperform oder dem Verhalten der Tiere liegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere zoopragmatische Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Honigbiene]]n: Das sogenannte [[Tanzsprache der Honigbienen|Schwänzeltanz-Verhalten]] der Bienen ist ein Beispiel für eine komplexe Form der tierischen Kommunikation. Die Art und Weise, wie Bienen miteinander interagieren, um Futterquellen anzuzeigen, ist ein klassisches Beispiel für zoopragmatisches Verhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Dario Martinelli]] |Titel=A Critical Companion to Zoosemiotics: People, Paths, Ideas |Verlag=Springer Science &amp;amp; Business Media |Datum=2010 |ISBN=978-90-481-9249-6 |Seiten=67, 68}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Fische, die eine &amp;quot;[[Elektroplax|Elektrokommunikation&amp;quot;]] nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Timo Maran]], [[Dario Martinelli]], [[Aleksei Turovski]] |Titel=Readings in Zoosemiotics |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2011 |ISBN=978-3-11-025343-6 |Seiten=83}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommunikationstypologie ==&lt;br /&gt;
Die animalische Kommunikation gliedert sich in mehrere Typen:&lt;br /&gt;
* Ist ein Lebewesen zugleich Sender und Empfänger einer Nachricht, so handelt es sich um [[Autokommunikation]] (auch: Propriozeptive Kommunikation). Beispielhaft ist die [[Echoortung]] bei [[Wale]]n, [[Delfine|Delphinen]] und [[Fledermäuse]]n.&lt;br /&gt;
* [[Interspezifische Kommunikation]] erfolgt zwischen Tieren verschiedener Arten, wie etwa bei [[Parasitismus]], [[Mimikry]], [[Symbiose]]n sowie bei Aggressions- und Verteidigungsritualen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kommunizieren Tiere einer Art miteinander, dann ist das [[intraspezifische Kommunikation]]. Intraspezifische Kommunikation kann nur dann gelingen, wenn alle Beteiligten denselben Code verwenden und die gleichen Regeln anwenden. Die Kenntnis von Code und Regeln kann angeborenes Vermögen von Geburt an sein, eine trainierte angeborene Disposition, welche trainiert wurde oder erlernt.&lt;br /&gt;
** Verläuft die intraspezifische Kommunikation nur in eine Richtung vom Sender zum Empfänger, dann handelt es sich um [[unidirektionale Kommunikation]]. Bienen wiederum [[Tanzsprache|tanzen]], um ihren Artgenossen die Position einer Futterquelle mitzuteilen. Auch die getanzte Nachricht verläuft unidirektional, weil der Tanz keine zeichenhafte Reaktion bei anderen Bienen auslöst, sondern eine praktische Reaktion hervorruft.&lt;br /&gt;
** Im Gegensatz zur unidirektionalen Kommunikation steht die symmetrische Kommunikation, welche potenzielle Möglichkeiten der Dialogfähigkeit aufzeigt. Beispielhaft ist das Verhalten von Hunden während des Rituals zur Kontaktaufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Inhalt des tierischen Signals ist oft mehrdeutig und abhängig vom jeweiligen [[Kontext (Sprachwissenschaft)|Kontext]]. Der Stand der Sonne spielt eine wichtige Rolle für die von Bienen übermittelten Angaben von Entfernung und Richtung der Futterquelle. [[Bedeutung|Signifikanz]] haben kann auch die relative Position der interagierenden Tiere untereinander oder die relative Position im [[Feldtheorie (Psychologie)#Wahrnehmungsfeld, Erlebnisfeld, Handlungsfeld|Wahrnehmungsfeld]]. So kann die Distanz zu anderen Artgenossen, zur Nahrungsquelle, zum Bau oder zum Nest den Inhalt der Nachricht beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschied zur menschlichen Kommunikation ==&lt;br /&gt;
Tierische und menschliche Kommunikation unterscheiden sich wesentlich voneinander. Der tierischen Kommunikation fehlt die Möglichkeit der [[Zweifache Gliederung|doppelten Gliederung]]. Zudem sind Tiere nicht in der Lage zu [[metasprachliche Kommunikation|metasprachlicher]] oder [[reflexive Kommunikation|reflexiver Kommunikation]], da ihre Kommunikation [[situationsgebundene Kommunikation|situationsgebunden]] ist. Überdies ist die animalische Dialogfähigkeit nur rudimentär ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Charles Hockett]] hat 1963 insgesamt 16 Merkmale ([[design feature]]s) zur Bestimmung der Eigenheiten menschlicher und tierischer Kommunikation herausgearbeitet. Das Modell von Hockett hat [[William Thorpe]] 1972, abgesehen von leichten Abweichungen, bestätigt. Thorpe untersuchte dabei neun Tierarten und drei humane Kommunikationssysteme, nämlich die [[Gebärdensprache]] amerikanischer Gehörloser, die Form der geschriebenen Sprache und [[paralinguistisch]]e Merkmale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Biosemiotik]]&lt;br /&gt;
* [[Semiose]]&lt;br /&gt;
* [[Biolinguistik]]&lt;br /&gt;
* [[Warntracht]], [[Tarntracht]], [[Balztracht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Fleischer]]: &amp;#039;&amp;#039;*Hund und Mensch: eine semiotische Analyse ihrer Kommunikation.&amp;#039;&amp;#039; Stauffenburg, Tübingen 1987&lt;br /&gt;
* [[Helmut Glück]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler-Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Verlag J. B. Metzler, Stuttgart und Weimar 2010, ISBN 3-476-02335-4&lt;br /&gt;
* [[Heini Hediger]]: &amp;#039;&amp;#039;Tiere verstehen. Erkenntnisse eines Tierpsychologen.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Taschenbuchverlag, München 1984&lt;br /&gt;
* Charles F. Hockett: &amp;#039;&amp;#039;The View from Language.&amp;#039;&amp;#039; 1977&lt;br /&gt;
* Kalevi Kull: &amp;#039;&amp;#039;Zoosemiotics is the study of animal forms of knowing.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Semiotica.&amp;#039;&amp;#039; Band 198, 2014, S. 47–60&lt;br /&gt;
* Timo Maran, Dario Martinelli, Aleksei Turovski (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Readings in Zoosemiotics.&amp;#039;&amp;#039; (Semiotics, Communication and Cognition 8.) De Gruyter Mouton, Berlin 2011, E-Book ISBN 978-3-11-025343-6&lt;br /&gt;
* Paul Schauenberg: &amp;#039;&amp;#039;Geheimnisvolle Sprachen der Tiere.&amp;#039;&amp;#039; 1982&lt;br /&gt;
* [[Thomas Sebeok]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;How Animals Communicate.&amp;#039;&amp;#039;  1977&lt;br /&gt;
* Thomas Sebeok: &amp;#039;&amp;#039;Perspectives in Zoosemiotics.&amp;#039;&amp;#039; 1972&lt;br /&gt;
* [[William Thorpe]]: &amp;#039;&amp;#039;The Comparison of Vocal Communication in Animals and Man.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Robert Hinde]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Non-Verbal Communication.&amp;#039;&amp;#039; 1972, S. 27–47&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semiotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikation (Biologie)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ar:لغة الاتصال بين الحيوانات]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gerbil</name></author>
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