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	<title>Zofe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T21:53:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zofe&amp;diff=405576&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Über-Blick am 14. August 2025 um 22:16 Uhr</title>
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		<updated>2025-08-14T22:16:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gatine Pariser Zofe.jpg|mini|Pariser Zofe an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zofe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kammerzofe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kammerjungfer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird seit dem 17. Jahrhundert eine in den Diensten einer hochgestellten, meist adeligen Herrschaft stehende Dame bezeichnet. Sie diente der Herrin des Hauses in ihren Privatgemächern, beispielsweise beim Ankleiden. An Adelshöfen, wo der Ausdruck Kammerjungfer ([[Französische Sprache|frz.]] &amp;#039;&amp;#039;fille de chambre&amp;#039;&amp;#039;) üblich war, stand sie hierarchisch zwischen der [[Kammerfrau]] (frz. &amp;#039;&amp;#039;femme de chambre&amp;#039;&amp;#039;) und dem Kammermädchen (frz. &amp;#039;&amp;#039;chambrière&amp;#039;&amp;#039;). Bürgerliche Haushalte adaptierten das System häufig, wobei die Zofe fallweise mit der [[Kammerdiener]]in gleichauf rangierte, manchmal aber auch dieser unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt der Zofe ist eine beliebte Figur in der Literatur sowie eine populäre [[Rolle (Theater)|Rolle]] beziehungsweise Partie im [[Sprechtheater]], im [[Singspiel]] und in der [[Oper]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das erstmals im 17. Jahrhundert in Sachsen bezeugte Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Zofe&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Zoffe&amp;#039;&amp;#039;, später auch &amp;#039;&amp;#039;Zoofe&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Zohfe&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, leitet sich laut [[Deutsches Wörterbuch|DWB]] und [[Duden]]&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Drosdowski, Paul Grebe und weitere: &amp;#039;&amp;#039;Duden. Etymologie. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;, Bibliographisches Institut AG, 1963, Mannheim, ISBN 3-411-00907-1, S. 784.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;wohl&amp;#039;&amp;#039; von dem [[Mitteldeutsche Sprachen und Dialekte|mitteldeutsch]]en, seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlichen, heute [[Archaismus|untergegangenen]] Verb &amp;#039;&amp;#039;zoffen&amp;#039;&amp;#039; (zögern) ab, einer Nebenform des früheren [[mundart]]lichen Verbes &amp;#039;&amp;#039;zaufen&amp;#039;&amp;#039; (zurücktreten, zurückgehen), die auch in der [[frühneuhochdeutsch]]en, nur im 16. Jahrhundert belegten Bezeichnung Zoffmagd enthalten ist. Letztere war eine Dienerin oder Aufwärterin, die ihrer Herrin auf dem Fuß folgte. Sie wurde daher auch als Folgemagd bezeichnet und als &amp;#039;&amp;#039;Nachtreterin&amp;#039;&amp;#039; [[Glosse (Erläuterung)|glossiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Wort Zofe laut [[Johann Christoph Adelung|Adelung]]&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Christoph Adelung: [https://lexika.digitale-sammlungen.de//adelung/lemma/bsb00009134_9_0_930 Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart]&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Joachim Heinrich Campe|Campe]] auch für die Kleiderschleppe gebräuchlich war, und die Zoffmagd zuvor als Zochjungfrau, Zott(el)magd oder, in der elsässischen Mundart, Ketschmagd bezeichnet wurde, was laut DWB auf ein &amp;#039;&amp;#039;nachlässiges Hinterherschlendern&amp;#039;&amp;#039; und das &amp;#039;&amp;#039;Nachschleppen von Kleidern&amp;#039;&amp;#039; hinweist, wird auch diese Erklärung für die Herkunft nicht ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Quellen zitieren das mitteldeutsche Verb &amp;#039;&amp;#039;zofen&amp;#039;&amp;#039;, das sich von dem mhd. &amp;#039;&amp;#039;zâfen&amp;#039;&amp;#039; (schmücken, pflegen) ableitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Um die Tätigkeit und den Stand einer Zofe zu ergreifen, waren bestimmte Voraussetzungen und eine gewisse [[Bildung|Vorbildung]] nötig. Außer Schönheit, Anmut und Geschmack in Bezug auf Kleidung und Schmuck war ein gewisses Unterhaltungstalent sowie Witz, [[Verstand]] und Bildung gefragt. Auch gutes Benehmen, ein [[Würde|würdiges Auftreten]] und [[Taktgefühl]] sowie ein heiteres Wesen, geprägt von Sanftmut, Güte und Bescheidenheit, sollten zu den [[Tugend]]en einer Zofe zählen. Daran hat sich im Laufe der Jahrhunderte im Wesentlichen nichts geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Die Tätigkeiten und Aufgaben einer Zofe beziehungsweise Kammerzofe unterlagen im Laufe der Jahrhunderte gesellschaftlichen Veränderungen und Moden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Zofe hatte ihrer Herrin bei der Körperpflege ([[Poudreuse#Toilette|Morgentoilette]]) sowie beim Ankleiden zu helfen und diese beim Auswählen und Anlegen von Schmuck und Kleidern zu beraten. Hierzu zählten auch Aufgaben wie die Instandhaltung der [[Kleidung|Garderobe]], Näharbeiten und das Frisieren. Die Bedienung beim Essen sowie das Planen und Organisieren von Feierlichkeiten waren ebenso typische Zofenaufgaben. Oft fungierte die Zofe als Vermittlerin oder Überbringerin von Botschaften und teilweise war ihr auch das Verhandeln mit [[Händler]]n und [[Kaufmann|Kaufleuten]] gestattet. Sie war [[Hostess|Gesellschafterin]] und Begleitung bei Festlichkeiten und auf Reisen. Hierbei wurde Zurückhaltung, angemessene Umgangsformen sowie die Führung einer angenehmen [[Konversation (Gespräch)|Konversation]] erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialer Status ==&lt;br /&gt;
Die Position einer Zofe war bei den jungen Frauen in allen Epochen sehr gefragt, verband sich doch damit ein gewisser [[Prestige|sozialer Status]] und ein sozialer Aufstieg über die räumliche Nähe zu höheren Klassen. So wurden beispielsweise in der [[Mittelalter|mittelalterlichen]] [[Feudalismus|Feudalgesellschaft]] junge adlige Mädchen zur Ausbildung an die königlichen Höfe gegeben. Dort sollten sie zu [[Dame (Ritterwürde)|Edeldame]]n geformt werden und wenn möglich einen zukünftigen Gemahl finden. In späteren Epochen waren diese Grundideen auch in bürgerlichen Klassen in ihrer jeweils zeitgemäßen Form analog verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zofen unterlagen einer strengen Aufsicht, dazu gehörte mitunter, sie vor dem Drängen der Männer zu schützen und sie vor Unüberlegtheiten und Regelbrüchen zu bewahren. Die Arbeitszeit war nahezu unbegrenzt, und die eigenen Rechte den Regeln der jeweiligen Klassengesellschaft entsprechend gering. Demgegenüber wies die Herrschaft ihre Zofe weiter in die geltenden Umgangsformen ein, die jungen Frauen lernten [[Hauswirtschaft|Haushaltsführung]] und Wirtschaften. Ebenso erhielten sie freie Kost und Logis, eine Vergütung sowie die Chance, sich in einen höheren Stand zu verheiraten beziehungsweise verheiratet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In Literatur, bildender und darstellender Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Meggendorfer Zofeninstruktion.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Zofeninstruktion&amp;#039;&amp;#039; aus [[Lothar Meggendorfer]]&amp;#039;s lustiger Bildermappe, 2.1890]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die falsche Zofe|Die falsche Zofe oder der bestrafte Betrüger]]&amp;#039;&amp;#039; (frz. &amp;#039;&amp;#039;La fausse suivante ou le fourbe puni&amp;#039;&amp;#039;) ist eine französische [[Rokoko]][[komödie]] in drei Akten von [[Pierre Carlet de Marivaux]] aus dem Jahr 1724.&lt;br /&gt;
* Erwähnenswert sind die Zofenrollen der Dorine in [[Molière]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Tartuffe]]&amp;#039;&amp;#039; (1664) und der Franziska in [[Gotthold Ephraim Lessing|Lessing]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Minna von Barnhelm]]&amp;#039;&amp;#039; (1767 uraufgeführt). Auch [[Johann Gottlob Benjamin Pfeil]] verlieh in &amp;#039;&amp;#039;Lucie Woodvil&amp;#039;&amp;#039; (1756) der Zofe eine bedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die rauchende Zofe&amp;#039;&amp;#039; ist der Titel eines Gemäldes von [[Wilhelm Amberg]] aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tagebuch einer Kammerzofe (Roman)|Tagebuch einer Kammerzofe]]&amp;#039;&amp;#039; (frz. &amp;#039;&amp;#039;Le journal d&amp;#039;une femme de chambre&amp;#039;&amp;#039;) ist der Titel eines im Jahr 1900 erschienenen Romans von [[Octave Mirbeau]] und seiner beiden sehr freien Verfilmungen, die [[Jean Renoir]] mit [[Paulette Goddard]] im Jahr 1946 und [[Luis Buñuel]] mit [[Jeanne Moreau]] im [[Tagebuch einer Kammerzofe (1964)|Jahr 1964]] verwirklichten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zofen]]&amp;#039;&amp;#039; (frz. &amp;#039;&amp;#039;Les Bonnes&amp;#039;&amp;#039;) ist ein französisches [[Theater]]stück von [[Jean Genet]] aus dem Jahr 1947, das im selben Jahr in Paris uraufgeführt und 1974 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;The Maids&amp;#039;&amp;#039; von Christopher Miles verfilmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* [[Charles Edward Stuart]] floh im Jahr 1746 unter der Hilfe von [[Flora MacDonald]] als Zofe Betty Burke verkleidet in einer abenteuerlichen [[Rudern|Ruderfahrt]] über das Meer zu der Insel [[Skye]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kammerjunker]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstbote]]&lt;br /&gt;
* [[Hofdame]]&lt;br /&gt;
* [[Soubrette]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joachim Bumke – &amp;#039;&amp;#039;Höfische Kultur. Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; 11. Auflage, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2005, ISBN 3-423-30170-8.&lt;br /&gt;
* Alwin Schultz – &amp;#039;&amp;#039;Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger.&amp;#039;&amp;#039; 2. Bände, Magnus-Verlag, Essen 1991, ISBN 3-88851-149-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1203638248|LCCN=sh98000555}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliche Berufsbezeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Über-Blick</name></author>
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