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	<title>Zniut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T01:08:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zniut&amp;diff=334900&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Kleinschreibung eines Adjektivs</title>
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		<updated>2025-10-21T09:38:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinschreibung eines Adjektivs&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Batei Mahase street, Old Jerusalem (2014).jpg|mini|[[Ultraorthodoxes Judentum|Ultra-orthodoxes]] Ehepaar in Jerusalem, Frau mit &amp;#039;&amp;#039;Sheitel&amp;#039;&amp;#039; und Rock, Mann mit europäischem Hut und Anzug]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zniʿut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{he|צְנִיעוּת&amp;amp;lrm;|Znīʿūt}}) ist [[Hebräische Sprache|hebräisch]] und bedeutet auf Deutsch &amp;#039;&amp;#039;Sittsamkeit&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bescheidenheit&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man bezeichnet damit die [[Grenze]]n, wie sich religiöse [[Juden|jüdische Frauen]] in der [[Öffentlichkeit]] anziehen und verhalten sollen, also eine Art Verhaltenskodex.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Noemi Berger |url=http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/19939 |titel=Zniut |werk=Jüdische Allgemeine |hrsg= |datum=2014-08-14 |zugriff=2017-12-21 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So soll zum Beispiel eine [[Frau]] in der Öffentlichkeit keinen [[Minirock]] oder ärmellose Shirts tragen, da dies unter Umständen eine störende [[Erotik|erotische]] Ausstrahlung haben kann. Auch die [[Umgangsformen]] einer [[Person]] spielen eine sehr wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
[[Datei:Panneau mea shearim.jpg|mini|Kleiderregeln für Besucher des [[Ultraorthodoxes Judentum|charedischen]] Jerusalemer Viertels [[Me&amp;#039;a Sche&amp;#039;arim|Meʾa Scheʿarim]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zniut in Bezug auf Kleidung ==&lt;br /&gt;
Für [[Orthodoxes Judentum|orthodoxe Juden]] wird Zniʾut im Alltag dadurch konkret, dass Frauen den Körper weitgehend bedecken, d.&amp;amp;nbsp;h., auch bei sommerlich warmem Wetter werden Hemden und Blusen mit langen Ärmeln getragen. Röcke bedecken grundsätzlich die Knie. Die Körperformen sollen nicht betont werden; für orthodoxe Jüdinnen gibt es daher Alternativen zur üblichen Bademode, vergleichbar dem [[Burkini]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://religion.orf.at/stories/2788058/ |titel=Wenn Bademode koscher sein muss |werk= |hrsg= |datum=2016-07-28 |zugriff=2017-12-21 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kopfbedeckung ===&lt;br /&gt;
Verheiratete orthodoxe jüdische Frauen bedecken nach diesem Konzept ihr Haar. &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Rav [[Moshe Feinstein]] (1895–1986) ist nach intensiver Recherche zu der Schlussfolgerung gelangt, dass es Frauen erlaubt ist, ihr Haar an der Stirn zwei Daumen breit zu zeigen. Der [[Zohar|Sohar]] jedoch, das Hauptwerk der [[Kabbala]], besteht darauf, dass die Frau ihr ganzes Haar ohne Ausnahme bedecken muss.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michal Harari |url=http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15118 |titel=Scheitel |werk=Jüdische Allgemeine |hrsg= |datum=2013-02-07 |zugriff=2017-12-21 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das kann auf unterschiedliche Weise geschehen: z.&amp;amp;nbsp;B. durch eine Haube, eine Mütze, einen Hut, einen Schal, einen Schleier oder ein Kopftuch (genannt „[[Tichel]]“ oder „Mitpachat“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Perücken in Europa erstmals Mode wurden, griffen einige liberalere jüdische Frauen diese Mode begeistert auf. Es entstand eine rabbinische Diskussion zum Thema. Rav Joschua Boʿaz ben Simon Baruch erlaubte die Perücken, und seine Entscheidung wurde in den [[Schulchan Aruch]] aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Viele orthodoxe Juden lehnen die moderne Perücken-Mode allerdings ab. Eine aus religiösen Gründen getragene Perücke wird mit dem [[Jiddisch|jiddischen]] Begriff &amp;#039;&amp;#039;Sheitel&amp;#039;&amp;#039; ({{yi|שייטל&amp;amp;lrm;}}) bezeichnet. Da eine moderne hochwertige Perücke vom natürlichen Haar kaum zu unterscheiden ist, sehen viele orthodoxe Rabbiner den Gedanken der Zni&amp;#039;ut hier nicht verwirklicht. Dagegen schreibt die [[Chabad]]-Bewegung vor, im Alltag durchgängig Perücken zu tragen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lubavitcher Rebbe |url=http://www.chabad.org/therebbe/article_cdo/aid/72875/jewish/Wearing-A-Sheitel.htm |titel=Wearing a Sheitel |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2017-12-21 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; was hohe Anforderungen an die Qualität und den Preis der Perücken stellt. Da eine Perücke nur begrenzt neu frisiert werden kann, haben sich einige Hersteller speziell auf diese modernen Bedürfnisse eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orthodoxe jüdische Männer tragen als Kopfbedeckung die [[Kippa]], ultra-orthodoxe Männer über der Kippa noch einen Hut (in verschiedener Ausführung). Dies leitet sich jedoch nicht aus den Regeln von Zni&amp;#039;ut ab, einem Begriff, der für Frauenbekleidung verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trennung von Männer- und Frauenbereichen ==&lt;br /&gt;
Orthodoxe Männer und Frauen bleiben, falls sie keine Familienangehörigen sind, weitgehend unter sich und vermeiden, wenn möglich, Situationen, die eine Person in näheren Kontakt mit Personen des je anderen Geschlechts bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In orthodoxen Synagogen sitzen Frauen und Männer nicht beieinander (auch nicht als Familien). Die Westmauer des Jerusalemer Tempels (so genannte „[[Klagemauer]]“) gilt ebenfalls als Synagoge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin wird unter dem Begriff „Stimme der Frau“ ({{he|קול אישה&amp;amp;lrm;|qōl īschah}}) diskutiert: die Regel, dass die Stimme einer Frau in der Öffentlichkeit nicht laut zu hören sein soll – insbesondere nicht in einer Synagoge. Das setzt der aktiven Teilnahme von Frauen am Gottesdienst in orthodoxen Gemeinden traditionell Grenzen. Die [[Women of the Wall]] setzen sich über diese Konventionen bewusst hinweg bzw. interpretieren die zugrunde liegenden halachischen Texte auf ihre Weise.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Women of the Wall |url=http://www.womenofthewall.org.il/kol-isha/ |titel=Kol Isha |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2017-12-21 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch können sich Personen, Männer wie Frauen, die das Konzept der Zniʿut für sich als bindend erachten, provoziert fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Judentum]]&lt;br /&gt;
* [[Kleidung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Yona Ginsberg: Regulating Public Space: The „Religious“ Beach of Tel-Aviv, [https://www.tel-aviv.gov.il/About/DocLib4/Regulating%20Public%20Space%20-%20The%20Religious%20Beach%20of%20Tel-Aviv.pdf PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eric Silverman: &amp;#039;&amp;#039;A Cultural History of Jewish Dress&amp;#039;&amp;#039;. Bloomsbury, London / New York 2013, ISBN 978-1-84520-513-3.&lt;br /&gt;
* Julie Grimmeisen: &amp;#039;&amp;#039;Pionierinnen und Schönheitsköniginnen. Frauenvorbilder in Israel 1948–1967&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein Verlag, Göttingen 2017, ISBN 978-3-8353-3135-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halacha]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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