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	<title>Zivilehe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zivilehe&amp;diff=69536&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Karlis: /* Rechtslage */</title>
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		<updated>2026-01-25T12:41:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rechtslage&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Borgerlig vigsel, Albin och Josefin.jpg|mini|Ziviltrauung in Schweden (2011)]]&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Unter anderem fehlt der ganze amerikanische Doppelkontinent, einschließlich Kanada und USA.}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zivilehe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die in den meisten Ländern als [[Rechtsinstitut]] des [[Zivilrecht]]s ausgestaltete Form der [[Ehe]]. Sie ist Gegenstand des [[Eherecht]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zivil“ bezeichnet in diesem Zusammenhang die Abgrenzung der staatlich geregelten Ehe von der religiösen, durch Glaubensgemeinschaften vermittelten Ehe (z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Kirchliche Trauung|kirchlichen Trauung]] oder der [[Islamische Ehe|islamischen Ehe]]). Die Voraussetzungen dafür, die Zivilehe eingehen zu können, und ihre Rechtswirkungen im Einzelnen unterscheiden sich je nach Rechtsordnung. Gleichgeschlechtlichen Paaren steht seit Beginn des 21. Jahrhunderts in vielen [[Westliche Welt|westlichen]] Ländern [[Gleichgeschlechtliche Ehe|die Zivilehe offen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die Zivilehe ist die in nichtreligiöser Form (d.&amp;amp;nbsp;h. vor dem [[Standesbeamter|Standesbeamten]] oder [[Notar]]) geschlossene und nicht[[Kirchenrecht|religiösem Recht]] unterliegende Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von der einzelnen Ehe, gibt es staatlicherseits die reine Zivilehe, die rein religiöse Ehe oder Mischformen, bei denen der Staat in begrenztem Umfang (Eheschließung, ggf. auch Nichtigerklärung) die Mitwirkung der Religion zulässt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber etwa auch Frankreich und den Benelux-Staaten ist dem Grundsatz nach die reine Zivilehe obligatorisch. Zugleich kann hier eine Ehe nach religiösem, etwa kanonischem Recht vorliegen, die aber staatlicherseits ohne Bedeutung bleibt (vgl. „[[Kaiserparagraph]]“ {{§|1588|BGB|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] oder {{§§|URL|2=https://wetten.overheid.nl/BWBR0002656/2019-01-29#Boek1_Titeldeel5_Afdeling_Artikel30|3=Art. 1:30}} Abs. 2 [[Burgerlijk Wetboek (Niederlande)|BW]]). Bei der fakultativen Zivilehe existiert staatlicherseits die reine Zivilehe neben der rein religiösen Ehe oder Mischformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Erste Zivilrechtliche Trauurkunde.jpg|mini|hochkant=1.6|Urkunde über die zivilrechtliche Eheschließung von Metta Schütte und [[August Friedrich Wilhelm Haese|August Haese]] (1855)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Franzosenzeit]] wurde in von Frankreich besetzten bzw. annektierten Gebieten der [[Code civil]] eingeführt, ebenso in den sogenannten napoleonischen Satellitenstaaten des [[Rheinbund]]es (zum Beispiel 1810 im [[Großherzogtum Berg]]).&lt;br /&gt;
In den [[Linkes Rheinufer#Verwaltungsstruktur|vier rheinischen Departements]] wurde sie fakultativ 1795 eingeführt; am 1. Mai 1798 obligatorisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Becker: &amp;#039;&amp;#039;Napoleonische Elitenpolitik im Rheinland: die protestantische Geistlichkeit im Roerdepartement 1802–1814&amp;#039;&amp;#039; (= Rheinisches Archiv, Band 156). Böhlau Verlag, Köln 2011, ISBN 978-3-412-20655-0,&lt;br /&gt;
[https://books.google.de/books?id=HJ8mwsmHAkEC&amp;amp;pg=PA51 S. 51 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der allgemeinen [[Restauration (Geschichte)|Restauration]] mit Beginn der [[Preußen|preußischen]] Zeit 1815 wurde die Zivilehe allmählich wieder abgeschafft, wobei der preußische Staat – etwa im [[Erzbistum Köln]] – zunächst kompromissbereit gegenüber dem amtierenden konservativen Episkopat agierte. Aufgrund der [[Föderalismus|föderalen Struktur]] des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] gab es in der Folge bis zur [[Deutsches Kaiserreich|Reichsgründung]] regional unterschiedliche Annäherungen an die Wiedereinführung der Zivilehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorreiter waren die [[Freie Hansestadt Bremen]] und das [[Großherzogtum Oldenburg]], wo auf Initiativen des Baptisten [[Frerich Bohlken]] bereits am 31. Mai 1855 ein „Gesetz über die Zivilehe für das Land Oldenburg“ verkündet wurde. Die erste zivilrechtliche Trauung auf dieser gesetzlichen Grundlage fand am 12. Juli 1855 in der Stadt [[Varel]] statt; damals heirateten der [[Baptisten]]pastor [[August Friedrich Wilhelm Haese]] und Metta Schütte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nwzonline.de/friesland/kultur/johann-gerhard-oncken-bahnte-zivilehe-den-weg_a_1,0,1824739809.html &amp;#039;&amp;#039;Varel-Lexikon: Johann Gerhard Oncken bahnte Zivilehe den Weg.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Nordwest-Zeitung online.&amp;#039;&amp;#039; 5. Juni 2010, abgerufen am 16. Dezember 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war für Angehörige von [[Freikirche]]n und andere [[Dissident]]en wie [[Freireligiöse]] bis dahin nicht möglich, die Ehe einzugehen. Das Recht, legale Eheschließungen durchzuführen, lag bis zum Erlass des genannten Gesetzes allein bei der jeweiligen [[Staatskirche]]. Diese wiederum verweigerte solchen, die aus der Staatskirche ausgetreten waren, die Trauung. [[Preußen]] führte am 9. März 1874&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Sachs: &amp;#039;&amp;#039;‘Fürstbischof und Vagabund’. Geschichte einer Freundschaft zwischen dem Fürstbischof von Breslau Heinrich Förster (1799–1881) und dem Schriftsteller und Schauspieler Karl von Holtei (1798–1880). Nach dem Originalmanuskript Holteis textkritisch herausgegeben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 35, 2016 (2018), S. 223–291, hier: S. 278.&amp;lt;/ref&amp;gt; die obligatorische Zivilehe mit einem vom [[Preußischer Landtag|Landtag]] am 23. Januar 1874 verabschiedeten Gesetz ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archiv.rhein-zeitung.de/on/06/01/23/kalender/t/ &amp;#039;&amp;#039;Kalenderblatt 2006: 23. Januar.&amp;#039;&amp;#039;] Rhein-Zeitung, 23. Januar 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen die Zivilehe gab es teilweise erhebliche [[Hermannsburger Mission#Die_Entstehung_der_Hermannsburger_Freikirche_und_die_Folgen_für_die_Mission|Widerstände]].&lt;br /&gt;
Im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] wurde die Zivilehe im Zuge des [[Kulturkampf]]s 1875 durch das [[s:Gesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung|Gesetz über die Eheschließung]] nach preußischem Vorbild geregelt (siehe auch [[Kaiserparagraph]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtslage ===&lt;br /&gt;
Rechtswirksam ist heute die sogenannte obligatorische Zivilehe ({{§|1310|BGB|dejure}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]], {{Art.|13|EGBGB|dejure}} Abs. 3 [[Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche|EGBGB]]). Damit ist gemeint, dass staatliche Instanzen nur diejenigen als Eheleute betrachten, die entsprechend den Vorschriften des [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuches]] („standesamtlich“) geheiratet haben. Eine Ausnahme von der obligatorischen Zivilehe beinhaltet die [[Heilung (Recht)|Heilungs]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;vorschrift für nicht vor dem Standesbeamten geschlossene Ehen in {{§|1310|BGB|juris}} Abs. 3 BGB. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 377.831 Ehen geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Trauungen in Deutschland – Daten und Fakten.&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.hochzeitsfeier.at/trauungen-deutschland-daten-fakten-348/ |wayback=20140311043206}} Abgerufen am 26. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Ende 2008 durfte eine kirchliche Trauung erst nach der Eheschließung stattfinden ([[Verbot der religiösen Voraustrauung]]). Mit dem seit 1. Januar 2009 gültigen [[Personenstandsrechtsreformgesetz]] ist dieses Verbot aufgehoben, die kirchliche Trauung hat nun überhaupt keine zivilrechtliche Relevanz mehr und ist darum auch nicht mehr staatlichen Beschränkungen unterworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,563582,00.html &amp;#039;&amp;#039;Heiraten bald ohne Standesamt erlaubt.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;spiegel.de&amp;#039;&amp;#039;, 3. Juli 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die evangelische Kirche hat die kirchliche Eheschließung ohne vorherige standesamtliche Eheschließung untersagt; in der katholischen Kirche ist sie in Ausnahmefällen möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anmeldung ====&lt;br /&gt;
Die beabsichtigte Eheschließung ist nach {{§|2|pstg|juris}}, {{§|3|pstg|juris}} und {{§|12|pstg|juris}} des [[Personenstandsgesetz (Deutschland)|Personenstandsgesetzes]]&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Inkrafttreten des  [[Personenstandsrechtsreformgesetz]]es  von 2007 am 1. Januar 2009 werden die Familien- und Heiratsbücher etc. durch elektronische [[Personenstandsregister]] ersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; beim [[Standesamt]] anzumelden. Dabei sind zumindest [[Geburtsurkunde]]n (bzw. eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister) und eine Familienstandsbescheinigung vorzulegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Für [[Adoption|Adoptierte]] vgl. [[Personenstandsurkunde#Urkundenarten|Personenstandsurkunde]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Einzelfall, etwa bei Ausländern oder schon einmal Verheirateten, sind weitere Urkunden erforderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. beispielsweise die [https://www.bad-homburg.de/vv/produkte/Fachbereich_31/eheschliessung_8966480.php Vorgaben des Standesamtes Bad Homburg.] Website der Stadt Bad Homburg, abgerufen am 16.&amp;amp;nbsp;Dezember 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Urkunden sind im Regelfall schriftlich bei den zuständigen Standesämtern zu beantragen. Einen Aushang des standesamtlichen [[Aufgebot (Eherecht)|Aufgebotes]] gibt es seit der Aufhebung des Ehegesetzes am 1. Juli 1998 nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Staatlicher Schutz der Ehe ====&lt;br /&gt;
Artikel 6 des [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetzes]] setzt in seinem Satz &amp;#039;&amp;#039;Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung&amp;#039;&amp;#039; die Zivilehe voraus und schützt grundsätzlich nur diese. (&amp;#039;&amp;#039;siehe auch&amp;#039;&amp;#039; [[Schutz von Ehe und Familie#Schutz der Ehe|Schutz von Ehe und Familie]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
Die Zivilehe wurde mit den [[Maigesetze (Österreich-Ungarn)|Maigesetzen 1868]] als „Notzivilehe“ eingeführt, wenn ein konfessionelles, aber kein staatliches Ehehindernis bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich, Jahrgang 1868, 19. Stück: [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&amp;amp;datum=1868&amp;amp;page=121&amp;amp;size=45 RGBl. 47/1868], S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde dann erweitert. Nach dem [[Anschluss Österreichs|Anschluss Österreichs 1938]] wurde die obligatorische Zivilehe eingeführt  ({{§|15|EheG|RIS-B|DokNr=NOR12024723}} [[Ehegesetz (Österreich)|EheG]]). Diese wurde nach Kriegsende beibehalten. Das [[Verbot der religiösen Voraustrauung]] bestand von 1938 bis 1955.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
1874 im Zuge des [[Kulturkampf in der Schweiz|Kulturkampfes in der Schweiz]] vorgeschrieben, dass man erst zivil heiraten muss, bevor man kirchlich heiraten kann (Voraustrauungsverbot, heute {{Art.|97|ZGB|ch}} Abs. 3 [[Zivilgesetzbuch (Schweiz)|ZGB]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Staaten mit obligatorischer Zivilehe ==&lt;br /&gt;
Neben den von Frankreich beeinflussten Rechtsordnungen ist die obligatorische Zivilehe auch in den Ländern des [[Rechtskreis#Ehemals sozialistisch regierte Staaten|ehemaligen sozialistischen Rechtskreises]] (einschließlich China&amp;lt;ref&amp;gt;Art. 8 EheG ([http://www.npc.gov.cn/englishnpc/Law/2007-12/13/content_1384064.htm 婚姻法])&amp;lt;/ref&amp;gt;) und in [[Lateinamerika]] üblich; ebenso in Japan&amp;lt;ref&amp;gt;Art. 739 ZGB ([https://www.japaneselawtranslation.go.jp/law/detail/?vm=04&amp;amp;id=2252&amp;amp;re=02 民法])&amp;lt;/ref&amp;gt; und Korea.&amp;lt;ref&amp;gt;Art. 812 ZGB ([https://elaw.klri.re.kr/kor_service/lawViewMultiContent.do?hseq=29453#JO0812000 민법])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| West- und Mitteleuropa:&lt;br /&gt;
* {{NLD|2=NL}}: Art. 1:63 BGB ([https://wetten.overheid.nl/BWBR0002656/2019-01-29#Boek1_Titeldeel5_Afdeling4_Artikel63 BW])&lt;br /&gt;
* {{FRA|2=FR}}: Art. 165 [[Code civil|ZGB]] ([https://www.legifrance.gouv.fr/affichCode.do?idSectionTA=LEGISCTA000006136118&amp;amp;cidTexte=LEGITEXT000006070721&amp;amp;dateTexte=20190311 CC])&lt;br /&gt;
* {{BEL|2=BE}}: Art. 166 ZGB ([http://www.ejustice.just.fgov.be/cgi_loi/loi_a1.pl?language=fr&amp;amp;la=F&amp;amp;cn=1804032130&amp;amp;table_name=loi&amp;amp;&amp;amp;caller=list&amp;amp;fromtab=loi&amp;amp;tri=dd+AS+RANK#Art.166 CC]); Art. 21 Abs. 2 [https://www.senate.be/deutsch/const_de.html#art21 Verf]&lt;br /&gt;
* {{LUX|2=LU}}: Art. 165 ZGB ([https://legilux.public.lu/eli/etat/leg/code/civil/20181101 CC]); Art. 21 [https://www.verfassungen.eu/lu/luxemb68.htm#Art.%2021. Verf]&lt;br /&gt;
* {{MCO|2=MC}}: Art. 141 ZGB ([https://www.legimonaco.mc/305//legismclois.nsf/ViewCode/A392CD9AD8DDB463C125773F00297088!OpenDocument CC])&lt;br /&gt;
* {{LIE|2=LI}}: Art. 26 [https://www.gesetze.li/konso/1974020000 EheG]&lt;br /&gt;
* {{HUN|2=HU}}: § 4:5 ZGB ([http://www.ilo.org/dyn/natlex/docs/ELECTRONIC/96512/114273/F720272867/Civil_Code.pdf#page=146 Ptk])&lt;br /&gt;
* {{SVN|2=SI}}: Art. 16, 28 EheFamG ([http://www.mddsz.gov.si/fileadmin/mddsz.gov.si/pageuploads/dokumenti__pdf/zakonodaja/law_on_marriage_and_family_relations.pdf#page=3 ZZZDR])&lt;br /&gt;
| Südosteuropa:&lt;br /&gt;
* {{ROU|2=RO}}: Art. 287 ZGB ([https://www.dreptonline.ro/legislatie/codul_civil_republicat_2011_noul_cod_civil.php#cartea2 CC]); Art. 48 [https://www.cdep.ro/pls/dic/site2015.page?den=act2_2&amp;amp;par1=2#t2c2s0sba48 Verf]&lt;br /&gt;
* {{BGR|2=BG}}: Art. 4 FamGB ([https://www.lex.bg/laws/ldoc/2135637484 СК]); Art. 46 [https://www.verfassungen.eu/bg/verf91.htm#2 Verf]&lt;br /&gt;
* {{MKD|2=MK}}: Art. 15, 27, 30 FamG ([http://jafbase.fr/docEstEurope/Macedonia/LoiFamille.pdf#page=5 ЗС])&lt;br /&gt;
* {{SRB|2=RS}}: Art. 15 FamG ([https://www.pravno-informacioni-sistem.rs/SlGlasnikPortal/eli/rep/sgrs/skupstina/zakon/2005/18/7/reg ПЗ])&lt;br /&gt;
* {{KOS|2=XK}}: Art. 28 FamG ([https://www.kuvendikosoves.org/common/docs/ligjet/2004_32_en.pdf#page=6 LF])&lt;br /&gt;
* {{MNE|2=ME}}: Art. 16, 31 FamG ([https://sudovi.me/podaci/osul/informacije/info_doc/836.pdf#page=3 PZ])&lt;br /&gt;
* {{BIH|#}} [[Föderation Bosnien und Herzegowina|BA-BIH]]: Art. 7 FamG ([https://www.fbihvlada.gov.ba/bosanski/zakoni/2005/zakoni/25bos.pdf#page=3 PZ])&lt;br /&gt;
* {{BA-SRP|2=BA-SRP}}: Art. 14 FamG ([https://advokat-prnjavorac.com/zakoni/porodicni_zakon_RS.pdf#page=5 ПЗ])&lt;br /&gt;
* {{BIH|#}} [[Brčko-Distrikt|BA-BRC]]: Art. 6 FamG ([https://advokat-prnjavorac.com/zakoni/porodicni_zakon_brcko_distrikta.pdf PZ])&lt;br /&gt;
* {{ALB|2=AL}}: Art. 28 FamGB ([http://www.qbz.gov.al/botime/Kodi%20i%20Familjes%202014.pdf#page=11 KF])&lt;br /&gt;
| Osteuropa/Nachfolgestaaten der UdSSR:&lt;br /&gt;
* {{RUS|2=RU}}: Art. 1 Abs. 2 [[Familiengesetzbuch (Russland)|FamGB]] ([https://www.consultant.ru/document/cons_doc_LAW_8982/ СК РФ])&lt;br /&gt;
* {{BLR|2=BY}}: Art. 15 EheFamGB ([https://kodeksy.by/kodeks-o-brake-i-semie/statya-15 КоБС])&lt;br /&gt;
* {{UKR|2=UA}}: Art. 21 FamGB ([https://zakon.rada.gov.ua/laws/show/2947-14#n123 СК])&lt;br /&gt;
* {{MDA|2=MD}}: Art. 9 FamGB ([http://lex.justice.md/md/286119/ CF])&lt;br /&gt;
* {{GEO|2=GE}}: Art. 1106 ZGB ([https://matsne.gov.ge/ru/document/download/31702/75/en/pdf#page=155 სკ])&lt;br /&gt;
* {{ARM|2=AM}}: Art. 9 FamGB ([http://parliament.am/legislation.php?sel=show&amp;amp;ID=2124&amp;amp;lang=arm&amp;amp;enc=utf8 ԸՕ])&lt;br /&gt;
* {{AZE|2=AZ}}: Art. 2 FamGB ([http://www.e-qanun.az/code/10 AM])&lt;br /&gt;
* {{KAZ|2=KZ}}: Art. 2 Abs. 3 EheFamGB ([https://online.zakon.kz/Document/?doc_id=31102748&amp;amp;doc_id2=31102277 НжОТК])&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Tunesien]] findet die Eheschließung obligatorisch zivil vor einem Standesbeamten oder Notar statt;&amp;lt;ref&amp;gt;Art. 31 PStG ([https://www.refworld.org/docid/3ae6b57cc.html Loi n° 57-3 réglementant l&amp;#039;état civil])&amp;lt;/ref&amp;gt; auch das materielle Eherecht&amp;lt;ref&amp;gt;Gesetzbuch über das Personalstatut ({{Webarchiv|url=http://www.e-justice.tn/fileadmin/fichiers_site_francais/codes_juridiques/Statut_personel_Fr.pdf |wayback=20180516215147 |text=Code du statut personnel |archiv-bot=2024-06-21 04:18:56 InternetArchiveBot }})&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zivilen Grundsätzen angenähert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fakultative Zivilehe ==&lt;br /&gt;
Bei der fakultativen Zivilehe gibt es zwei Varianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zivilehe neben religiöser Eheschließung ===&lt;br /&gt;
Die meisten Staaten mit fakultativer Zivilehe lassen nur die Wahl zwischen zivilem (nichtreligiösem) und religiösem Akt der [[Hochzeit|Trauung]]. Hierzu zählen die Länder des [[Common Law|anglo-amerikanischen]] und des [[Rechtskreis#Nordischer Rechtskreis|nordischen Rechtskreises]] sowie einige katholisch geprägte Länder. Voraussetzung ist die staatliche Anerkennung der Religionsgemeinschaft, des Geistlichen und/oder der Örtlichkeit. Zumeist erfolgt eine Meldung der Eheschließung durch die Religionsgemeinschaft an die staatlichen Behörden zwecks personenstandsrechtlicher Registrierung (in Italien&amp;lt;ref&amp;gt;allgemein: [https://www.gazzettaufficiale.it/atto/serie_generale/caricaDettaglioAtto/originario?atto.dataPubblicazioneGazzetta=1929-07-16&amp;amp;atto.codiceRedazionale=029U1159 Legge 24 giugno 1929, n. 1159], Art. 10; katholisch: [https://www.gazzettaufficiale.it/atto/serie_generale/caricaDettaglioAtto/originario?atto.dataPubblicazioneGazzetta=1929-06-08&amp;amp;atto.codiceRedazionale=029U0847 Legge 27 maggio 1929, n. 847], Art. 9; siehe auch [[Diözese Bozen-Brixen]]: [https://www.bz-bx.net/fileadmin/Eheformulare/Zweiter_Teil/FMXVI.rtf Ansuchen um Überschreibung der Ehe in die Zivilstandsregister]&amp;lt;/ref&amp;gt; beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Transkription&amp;#039;&amp;#039; genannt). Folgende europäische Rechtsordnungen gestatten eine religiöse Eheschließung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Überwiegend katholisch:&lt;br /&gt;
* {{ITA|2=IT}}: Art. 82, 83 [[Codice civile|ZGB]] ([https://www.codice-civile-online.it/codice-civile/articolo-82-del-codice-civile CC])&lt;br /&gt;
* {{SMR|2=SM}}: Art. 3 FamG ([https://www.consigliograndeegenerale.sm/contents/instance18/files/document/20415leggi_3948.pdf LRDF])&lt;br /&gt;
* {{MLT|2=MT}}: Art. 11 EheG ([http://www.justiceservices.gov.mt/DownloadDocument.aspx?app=lom&amp;amp;itemid=8749&amp;amp;l=1 Kap. 255])&lt;br /&gt;
* {{ESP|2=ES}}: Art. 49 [[Código Civil (Spanien)|ZGB]] ([http://derechocivil-ugr.es/attachments/article/45/spanish-civil-code.pdf#page=17 CC])&lt;br /&gt;
* {{AND|2=AN}}: Art. 14 EheG ([https://www.bopa.ad/bopa/007042/Pagines/C9DE.aspx LQM]; nur katholisch)&lt;br /&gt;
* {{PRT|2=PT}}: Art. 1587 [[Código Civil (Portugal)|ZGB]] ([http://www.codigocivil.pt/teste4.php CC]; nur katholisch)&lt;br /&gt;
* {{IRL|2=IE}}: [https://revisedacts.lawreform.ie/eli/2004/act/3/revised/en/html#PARTVI Civil Registration Act 2004, part 6]&lt;br /&gt;
* {{POL|2=PL}}: Art. 1 § 2 [[Familienrecht (Polen)|FVGB]] ([https://aktyprawne.poznajpodatki.pl/inne-ustawy/kodeks-rodzinny-i-opiekunczy-2013/ KRiO]; seit 1998)&lt;br /&gt;
* {{LTU|2=LT}}: Art. 3.24 [[Zivilgesetzbuch (Litauen)|ZGB]] ([https://bibliotecanonica.net/docsac/btcacj.htm#_Toc231739362 CK]; seit 1994&amp;lt;ref&amp;gt;[[Verfassungsgericht der Republik Litauen]], [https://www.lrkt.lt/en/court-acts/search/170/ta974/content Case No. 6/94]&amp;lt;/ref&amp;gt;/2000)&lt;br /&gt;
* {{CZE|2=CZ}}: § 3 FamG ([https://www.zakonyprolidi.cz/cs/1963-94#p3 ZoR]; seit 1992)&lt;br /&gt;
* {{SVK|2=SK}}: § 2 FamG ([https://www.zakonypreludi.sk/zz/2005-36#p2 ZoR]; seit 1992)&lt;br /&gt;
* {{HRV|2=HR}}: Art. 13 FamG ([https://www.zakon.hr/z/88/Obiteljski-zakon OZ]; seit 1999)&lt;br /&gt;
| Überwiegend protestantisch:&lt;br /&gt;
* {{ENG|#}}{{WLS|#}} GB-[[England|E]]A[[Wales|W]]: [https://www.legislation.gov.uk/ukpga/Geo6/12-13-14/76/contents Marriage Act 1949]&lt;br /&gt;
* {{SCO|2=GB-SCT}}: [https://www.legislation.gov.uk/ukpga/1977/15/contents Marriage (Scotland) Act 1977]&lt;br /&gt;
* {{NIR|2=GB-NIR}}: [https://www.legislation.gov.uk/nisi/2003/413/contents The Marriage (Northern Ireland) Order 2003]&lt;br /&gt;
* {{DNK|2=DK}}: § 15 EheG ([https://www.retsinformation.dk/Forms/R0710.aspx?id=206338 ÆL])&lt;br /&gt;
* {{NOR|2=NO}}: § 12 EheG ([https://www.regjeringen.no/en/dokumenter/the-marriage-act/id448401/ EL])&lt;br /&gt;
* {{ISL|2=IS}}: Art. 16 EheG ([https://www.humanrights.is/en/moya/page/law-in-respect-of-marriage-no-31-of-april-14th-1993 HjL])&lt;br /&gt;
* {{SWE|2=SV}}: Kap. 4 § 3 EheG ([https://www.riksdagen.se/sv/dokument-lagar/dokument/svensk-forfattningssamling/aktenskapsbalk-1987230_sfs-1987-230#K4P3 ÄktB])&lt;br /&gt;
* {{FIN|2=FI}}: § 14 EheG ([https://www.finlex.fi/fi/laki/ajantasa/1929/19290234#O1L4P14 AL])&lt;br /&gt;
* {{EST|2=EE}}: Art. 17 FamStHG ([https://www.riigiteataja.ee/en/eli/512022019002/consolide#para17 PKTS]; seit 2001)&lt;br /&gt;
* {{LVA|2=LV}}: Art. 53 [[Zivilgesetzbuch (Lettland)|ZGB]] ([https://likumi.lv/ta/en/id/225418-the-civil-law CL]; seit 1993)&lt;br /&gt;
| Überwiegend orthodox:&lt;br /&gt;
* {{GRC|2=GR}}: Art. 1367 ZGB ([https://www.ministryofjustice.gr/wp-content/uploads/2019/10/%CE%91%CF%83%CF%84%CE%B9%CE%BA%CF%8C%CF%82-%CE%9A%CF%8E%CE%B4%CE%B9%CE%BA%CE%B1%CF%82.pdf#page=407 ΑΚ]; seit 1982)&lt;br /&gt;
* {{CYP|2=CY}}: Art. 3 EheG ([https://www.legirel.cnrs.fr/IMG/pdf/marriage_law__in_english_-3.pdf#page=5 Κεφ. 279])&lt;br /&gt;
Überwiegend muslimisch:&lt;br /&gt;
* {{TUR|2=TR}}: Art. 22 PStG ([https://www.mevzuat.gov.tr/MevzuatMetin/1.5.5490.pdf#page=8 NHK]; seit 2017)&amp;lt;ref&amp;gt;Hintergrund: [[Bergmann (Familienrecht)|Bergmann]] [https://www.bergmann-aktuell.de/news/vornahme-eheschliessungen-muftis-ermoeglicht aktuell] (26. Oktober 2017)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während beim „nördlichen“ Typus allein die staatliche Trauungsperson durch eine religiöse Trauungsperson ersetzt wird, richten sich beim „südlichen“ Typus auch die Ehevoraussetzungen nach kirchlichem Recht;&amp;lt;ref&amp;gt;Alexandra Maschwitz: &amp;#039;&amp;#039;Die Form der Eheschließung&amp;#039;&amp;#039; (2014), [https://books.google.de/books?id=sQeUAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA41 S. 41]&amp;lt;/ref&amp;gt; Italien, Spanien, Portugal und Malta lassen zudem die [[Ehenichtigkeit (Kirchenrecht)|Nichtigerklärung]] durch ein [[Kirchengericht#Römisch-katholische Kirche|katholisches Kirchengericht]] zu.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Art. 63 der [https://data.europa.eu/eli/reg/2003/2201/2005-03-01 Verordnung (EG) Nr. 2201/2003] ([[Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 (Brüssel IIa)|Brüssel IIa]]); Thomas Rauscher: &amp;#039;&amp;#039;Europäisches Zivilprozess- und Kollisionsrecht&amp;#039;&amp;#039;, [https://books.google.de/books?id=Tjw-wyMOfjgC&amp;amp;pg=PA376 Art 63 Brüssel IIa-VO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zivilehe neben religiöser Ehe ===&lt;br /&gt;
Einige Staaten kennen die Zivilehe neben der religiösen Ehe. Ein typisches Beispiel ist die Sonderehe (Special marriage) in [[Indien]], [[Pakistan]] und [[Bangladesch]],&amp;lt;ref&amp;gt;Indien: [https://indiankanoon.org/doc/4234/ The Special Marriage Act, 1954]; Pakistan: [https://nasirlawsite.com/laws/sma.htm The Special Marriage Act, 1872]; Bangladesch: [http://bdlaws.minlaw.gov.bd/print_sections_all.php?id=25 The Special Marriage Act, 1872]&amp;lt;/ref&amp;gt; die hier neben der rein religiösen [[Islamische Ehe|islamischen Ehe]] und zumindest religiös geschlossenen weiteren Eheformen besteht. Weitere Beispiele sind das Partnerschaftsbündnis von Konfessionslosen in [[Israel]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.knesset.gov.il/review/data/eng/law/kns18_CivilUnion_eng.pdf Civil Union Law for Citizens with no Religious Affiliation, 2010]&amp;lt;/ref&amp;gt; (was allerdings Konfessionslosigkeit beider Teile voraussetzt und somit keine echte Wahlmöglichkeit darstellt) sowie die Wahlmöglichkeit von Muslimen in [[Griechenland]].&amp;lt;ref&amp;gt;Art. 5 Abs. 4 des [https://www.kodiko.gr/nomologia/document_navigation/233440/nomos-1920-1991 Gesetzes 1920/1991] in der Fassung von 2018; [[Bergmann (Familienrecht)|Bergmann]] [https://www.bergmann-aktuell.de/news/zustaendigkeit-muftis-familienrechtliche-angelegenheiten aktuell] (29. Januar 2018)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religiöse Ehe ==&lt;br /&gt;
Der einzige Staat Europas mit obligatorischer Klerikalehe ist der [[Vatikanstadt|Vatikanstaat]], der nur die [[Eherecht der katholischen Kirche|kanonische Ehe]] zulässt&amp;lt;ref&amp;gt;Art. 4 Buchst. c [https://www.vatican.va/roman_curia/labour_office/docs/documents/ulsa_b16_1_it.html Rechtsquellengesetz]&amp;lt;/ref&amp;gt; (bis 1993 ebenso Andorra). In vielen [[Scharia#Islamisch geprägte Staaten|islamisch geprägten Staaten]] von Marokko im Westen bis Indonesien im Osten (Ausnahmen: Tunesien, Türkei, Nachfolgestaaten der Sowjetunion) und auch in Israel ist die rein religiöse Ehe üblich, wobei in der Regel mehrere Religionen anerkannt, aber konfessionsverschiedene Ehen kaum möglich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Recht Israels#Eherecht|Recht Israels]] gibt es keine Zivilehe. Für [[Juden]], [[Muslim]]e, [[Drusen]] und einige christliche Konfessionen (jedenfalls die [[Lateinische Kirche|lateinische]], die [[Syrisch-Maronitische Kirche von Antiochien|maronitische]] und die [[Griechisch-Orthodoxes Patriarchat von Antiochien|griechisch-orthodoxe]]) gilt für die Eheschließung und -scheidung religiöses Recht und eine eigene Gerichtsbarkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. The Palestine Order in Council, 1922–1947, ss. 51–67; Angelika Günzel: [https://books.google.de/books?id=V_UM_D7tFy4C &amp;#039;&amp;#039;Religionsgemeinschaften in Israel&amp;#039;&amp;#039;] (2006)&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier kann etwa eine nach der [[Halacha|Halakha]] geschlossene Ehe nur vom [[Beth Din|Rabbinatsgericht]] geschieden werden,&amp;lt;ref&amp;gt;Gil Yaron: [https://www.welt.de/politik/ausland/article154204735/Warum-im-modernen-Israel-Frauen-angekettet-werden.html &amp;#039;&amp;#039;Scheidungsrecht: Warum im modernen Israel Frauen „angekettet“ werden&amp;#039;&amp;#039;] [[Die Welt]], 11. April 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; das den [[Scheidebrief]] &amp;#039;&amp;#039;(Get)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hanno Hauenstein: [https://www.zeit.de/kultur/film/2015-01/get-der-prozess-der-viviane-amsalem-ronit-shlomi-elkabetz &amp;#039;&amp;#039;„Get – Der Prozess der Viviane Amsalem“: Kein Freibrief für die Frau&amp;#039;&amp;#039;] [[Die Zeit]], 17. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; archiviert. Für Muslime gilt die [[Scharia]]. Im [[Libanon]] bestehen sogar 18 anerkannte Glaubensgemeinschaften&amp;lt;ref&amp;gt;Nach der Entscheidung Nr. 60 des französischen [[Hochkommissar der Levante|Hochkommissars]] vom 13. März 1936 mit Änderung von 1996 ([http://www.legallaw.ul.edu.lb/Law.aspx?lawId=183853 arabisch]) sind das&lt;br /&gt;
* 5 islamische, darunter die [[Sunniten|sunnitische]], 3 schiitische ([[Zwölfer-Schia|dschaʿfaritische]], [[Alawiten|alawitische]], [[Ismailiten|ismailitische]]) und die [[Drusen|drusische]];&lt;br /&gt;
* 12 christliche, darunter 6 katholische ([[Syrisch-Maronitische Kirche von Antiochien|maronitische]], [[Melkitische Griechisch-katholische Kirche|melkitische griechisch-katholische]], [[Armenisch-katholische Kirche|armenisch-katholische]], [[Syrisch-katholische Kirche|syrisch-katholische]], [[Chaldäisch-katholische Kirche|chaldäische]], [[Lateinische Kirche|lateinische]]), eine byzantinisch-orthodoxe ([[Griechisch-Orthodoxes Patriarchat von Antiochien|griechisch-orthodoxe]]), 4 orientalisch-orthodoxe ([[Armenische Apostolische Kirche|armenisch-orthodoxe-gregorianische]], [[Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien|syrisch-orthodoxe]], [[Assyrische Kirche des Ostens|assyrisch-chaldäisch-nestorianische]], [[Koptisch-orthodoxe Kirche|koptisch-orthodoxe]]) und die protestantische ([[Protestantismus|evangelische]]);&lt;br /&gt;
* sowie die jüdische ([[Judentum|israelitische]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; mit jeweils eigenem Eherecht und Gerichtsbarkeit. Manche heiratswillige Paare aus Israel oder dem Libanon weichen nach [[Zypern]] aus, um eine Ehe in ziviler Form zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Beispiele: Jordanien,&amp;lt;ref&amp;gt;Verfassung ([https://www.constituteproject.org/constitution/Jordan_2011.pdf englisch]), Art. 105–106 (Islam), Art. 108–109 (andere); darunter (Gesetz Nr. 2/1938 über die Räte der nichtmuslimischen Religionsgemeinschaften; [https://www.dls.gov.jo/ar/dlsDocuments/chapter7-Transition-Inheritance-ReligiousCommunities/low7_8.doc arabisch]) die griechisch-orthodoxe, die griechisch-katholische, die armenische, die lateinische und die [[anglikanische Gemeinschaft]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Syrien,&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dekret-Gesetz Nr. 59 über das Personalstatut vom 17. September 1953 ([http://parliament.gov.sy/arabic/index.php?node=201&amp;amp;nid=11333&amp;amp;RID=-1&amp;amp;Last=9680&amp;amp;First=15&amp;amp;CurrentPage=15&amp;amp;Vld=-1&amp;amp;Mode=&amp;amp;Service=-1&amp;amp;Loc1=&amp;amp;Key1=&amp;amp;SDate=&amp;amp;EDate=&amp;amp;Year=&amp;amp;Country=&amp;amp;Num=&amp;amp;Dep=-1&amp;amp; arabisch]), Art. 307 (Drusen), Art. 308 (Christen und Juden)&amp;lt;/ref&amp;gt; Iran,&amp;lt;ref&amp;gt;Verfassung ([https://www.servat.unibe.ch/icl/ir00000_.html#A012_ englisch]), Art. 12 (Islam), Art. 13 ([[Zoroastrismus]], Judentum, Christentum)&amp;lt;/ref&amp;gt; Indonesien.&amp;lt;ref&amp;gt;Ehegesetz ({{Webarchiv|url=http://hukum.unsrat.ac.id/uu/uu_1_74.htm |wayback=20160727230245 |text=UU No. 1 Thn 1974 - Perkawinan }}), Art. 2. Neben dem Islam ({{Webarchiv|url=http://hukum.unsrat.ac.id/ma/kompilasi.pdf |wayback=20180826162113 |text=Kompilasi Hukum Islam |archiv-bot=2024-06-21 04:18:56 InternetArchiveBot }}) sind Buddhismus, Hinduismus, Katholizismus, Protestantismus und seit 2006 [[Konfuzianismus]] anerkannt ([[Bergmann (Familienrecht)|Bergmann]], Indonesien S. 29).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alexandra Maschwitz: [https://books.google.de/books?id=sQeUAwAAQBAJ &amp;#039;&amp;#039;Die Form der Eheschließung&amp;#039;&amp;#039;]. Göttingen 2014.&lt;br /&gt;
* Inken Fuhrmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Diskussion über die Einführung der fakultativen Zivilehe in Deutschland und Österreich seit Mitte des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; (= Rechtshistorische Reihe. Band 177.) Frankfurt am Main 1998.&lt;br /&gt;
* Joseph Overath: &amp;#039;&amp;#039;Zur Einführung der Zivilehe im „Kulturkampf“.&amp;#039;&amp;#039; In: Joseph Overath: &amp;#039;&amp;#039;Kirchengeschichte. Orientierungshilfen, Standpunkte, Impulse für heute.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1987, S. 165–182.&lt;br /&gt;
* Werner Schubert: &amp;#039;&amp;#039;Preußen und die Zivilehe in der Nachmärzzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Germanistische Abteilung. 117, 1987, S. 216–246.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Civil marriage|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Gesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung|Gesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung (1875, Deutsches Reich)}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4190987-2}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gesetze-im-internet.de/pstg/BJNR012210007.html#BJNR012210007BJNG000300000 Personenstandsgesetz zur Eheschließung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4190987-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eheform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Karlis</name></author>
	</entry>
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