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	<title>Zitadelle von Bitsch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T23:54:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zitadelle_von_Bitsch&amp;diff=2363902&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dubbe928: fix Verlinkung von Nordvogesen; Verlinkung von Lützelstein (La Petite-Pierre)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zitadelle_von_Bitsch&amp;diff=2363902&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-16T00:35:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fix Verlinkung von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Nordvogesen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Nordvogesen (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Nordvogesen&lt;/a&gt;; Verlinkung von &lt;a href=&quot;/index.php/La_Petite-Pierre&quot; title=&quot;La Petite-Pierre&quot;&gt;Lützelstein&lt;/a&gt; (La Petite-Pierre)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bitche (Zitadelle).jpg|mini|hochkant=2|Zitadelle von Bitsch, Ansicht von Nordwest, 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HJB10 – Bitsch.jpg|mini|hochkant=2|Die Zitadelle von Bitsch prägt das Stadtbild nachhaltig, Ansicht von Nordwest, um 1900]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zitadelle von Bitsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das stadtbildprägende [[Festung]]swerk der Stadt [[Bitsch]] im [[Département Moselle]] der historischen Region [[Lothringen]]. Als Meisterwerk der militärischen Technik wurde die [[Zitadelle]] 1979 als [[Monument historique]] des [[Pays de Bitche]] (&amp;#039;&amp;#039;Bitscher Land&amp;#039;&amp;#039;) eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;mapframe text=&amp;quot;Interaktive Karte zur Lage der Zitadelle&amp;quot; latitude=&amp;quot;49.053058&amp;quot; longitude=&amp;quot;7.427788&amp;quot; zoom=&amp;quot;13&amp;quot; width=&amp;quot;220&amp;quot; height=&amp;quot;164&amp;quot; align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
  &amp;quot;type&amp;quot;: &amp;quot;FeatureCollection&amp;quot;,&lt;br /&gt;
  &amp;quot;features&amp;quot;: [&lt;br /&gt;
    {&lt;br /&gt;
      &amp;quot;type&amp;quot;: &amp;quot;Feature&amp;quot;,&lt;br /&gt;
      &amp;quot;properties&amp;quot;: {&amp;quot;marker-symbol&amp;quot;:&amp;quot;camera&amp;quot;,&amp;quot;marker-color&amp;quot;: &amp;quot;46ea5f&amp;quot;,&amp;quot;title&amp;quot;: &amp;quot;Zitadelle&amp;quot;},&lt;br /&gt;
      &amp;quot;geometry&amp;quot;: {&lt;br /&gt;
        &amp;quot;type&amp;quot;: &amp;quot;Point&amp;quot;,&lt;br /&gt;
        &amp;quot;coordinates&amp;quot;: [&lt;br /&gt;
          7.430869,&lt;br /&gt;
          49.052678&lt;br /&gt;
        ]&lt;br /&gt;
      }&lt;br /&gt;
    }&lt;br /&gt;
  ]&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/mapframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das etwa 300&amp;amp;nbsp;m lange und 30 bis 60&amp;amp;nbsp;m breite [[Sandstein]]plateau, auf dem die Zitadelle errichtet wurde, überragt die Umgebung von Bitsch um etwa 80&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; 1894, S. 3–4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es liegt [[Strategie (Wirtschaft)|strategisch]] günstig an der Kreuzung von mehreren bereits seit dem [[Frühmittelalter|frühen Mittelalter]] wichtigen [[Handelsweg|Fernverbindungen]] vom Rhein nach Lothringen und vom Elsass in die Pfalz. So maß um 1740 auch der für Lothringen und Bar zuständige Militärkommissar [[Louis-Charles-Auguste Fouquet de Belle-Isle|Marschall Belle-Isle]] Bitsch als [[Knotenpunkt (Verkehr)|Knotenpunkt]] von sechs Straßen, nämlich der von [[Straßburg]], von [[Phalsbourg]], von [[Saargemünd]], von [[Zweibrücken]], von [[Landau in der Pfalz|Landau]] und von [[Wissembourg]], eine derart hohe Bedeutung bei, dass eine Neubefestigung im großen Stil beschlossen wurde. Um das dazu erforderliche Geld zu erhalten, wurde eine besondere Steuer in Lothringen ausgeschrieben, da bei den verschwenderischen [[Hofstaat|Hofhaltungen]] der Herzöge [[Franz I. Stephan (HRR)|Franz III.]] und [[Stanislaus I. Leszczynski|Stanislaus Leszczyński]] andere Gelder nicht flüssig waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irle-S10&amp;quot;&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; 1894, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 19. Jahrhundert hinein war der Felsen großräumig von Teichen und [[Sumpf]] umgeben, was die [[Operationsart#Verteidigung|Verteidigung]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;fähigkeit weiter erhöhte, da der Feind kein schweres Belagerungsmaterial in Stellung bringen konnte. Eine Markierung auf dem obersten Plateau zeigt eine [[Höhe über dem Meeresspiegel]] von 365&amp;amp;nbsp;m an. Der Blick von der Höhe der Festung reicht in die weiten, kuppenreichen [[Nordvogesen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Bitche, laissée à elle-même, c’est la solitude, l’isolement, l’abandon le plus absolu.&lt;br /&gt;
 |Sprache=fr&lt;br /&gt;
 |Autor=Achille-J. Dalsème&lt;br /&gt;
 |Quelle=Le Siège de Bitche&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Bitsch, sich selbst überlassen, ist die absolute Einsamkeit, Isolation, Verlassenheit&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Achille-J. Dalsème: &amp;#039;&amp;#039;Le siège de Bitche. 6 août 1870 – 27 mars 1871.&amp;#039;&amp;#039; E. Dentu, Paris 1875, S. 16 ({{Google Buch |BuchID=TxbeTWrjo9kC |Seite=16 |Hervorhebung=laissée à elle-même |Linktext=Scan}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Die Zitadelle sitzt auf einem Sandsteinfelsen mit aufgesteilten Wänden und planierter Oberfläche. In den Felsen getriebene [[Souterrain]]s boten in der Zeit bis zum 20. Jahrhundert bombensicheren Schutz für die Besatzung der Festung in Form von separaten Räumen für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften sowie für erforderliche Infrastruktureinrichtungen. Von den auf dem obersten Plateau aufragenden Gebäuden ist das älteste die um 1750 im [[Barock|barocken Stil]] errichtete Sebastians-Kapelle. Unter der Kapelle befindet sich ein 450&amp;amp;nbsp;m³ großes [[Wasserspeicher|Wasserreservoir]]. Die übrigen Gebäude, zwei Kasernen ({{lang|fr|caserne de la garnison}}), wurden nach 1871 errichtet, das Gebäude der Festungskommandantur ({{lang|fr|état-major}}) befindet sich gegenüber der Kapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberfläche der Kuppe zerfällt, wie dies bei vielen Burgen in den Nordvogesen der Fall ist (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Burg Waldeck (Lothringen)|Waldeck]], [[Burg Falkenstein (Philippsbourg)|Falkenstein]], [[Burg Ramstein (Lothringen)|Ramstein]] und andere), in drei Teile: einen mittleren größeren und, durch Schluchten davon getrennt, einen nordöstlichen – der große Kopf ({{lang|fr|grosse tête}}) – und südwestlichen – der kleine Kopf ({{lang|fr|petite tête}}) genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; 1894, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zugang zur Feste führt über eine große [[Rampe (ortsfester Zugang)|Rampe]] mit [[Zugbrücke]] und [[Poterne]]. Im [[Giebel|Dreiecksgiebel]] des Haupttors der Zitadelle befindet sich über der Bauinschrift von 1754 das königlich-französische Wappen, das mit den drei (2:1) [[Lilie (Heraldik)|Lilien]] belegt ist. Darüber wehen die französische und die Europafahne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== 12. bis 17. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Herrschaft Bitsch.png|mini|Grenzen der [[Herrschaft Bitsch]] im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bitsche-etangs.jpg|mini|Bitsch von Weihern und Sümpfen umgeben, von Nordwest, um 1670]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zitadelle von Bitsch ist eng mit dem [[Herzogtum Lothringen]] verwoben. Die strategisch günstige Lage mit Panoramablick über mehrere Täler entging den Herrschern der damaligen Zeit nicht. Der Umfang der [[Herrschaft Bitsch]], einem [[Allod]] der Herzöge von Lothringen, ergibt sich aus einem Schreiben aus dem 12. Jahrhundert, in dem Herzog [[Matthäus I. (Lothringen)|Matthäus I. von Lothringen]] den [[Grafschaft Saarwerden|Graf von Saarwerden]] auffordert, die Grenzen und Einwohner seiner Herrschaft zu respektieren. Im Jahre 1172 finden wir seinen Sohn [[Friedrich I. (Lothringen)|Friedrich von Bitsch]] auf der Burg „{{lang|la|Bytis castrum}}“. In der Brüderteilung erhielt er Herrschaftsrechte vornehmlich im Nordosten Lothringens und nannte sich in der Folge „{{lang|la|Dominus de Bites}}“ (Herr von Bitsch). Während des 12. und 13. Jahrhunderts war die Herrschaft Bitsch vom Rest des Herzogtums durch fremde Herrschaften getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der älteren Literatur verbreitet ist seit [[Augustin Calmet|Calmet]] und [[Nicolas Luton Durival|Durival]] die irrige [[Ortsbestimmung|Lokalisierung]] einer früheren Burg Bitsch oder Altbitsch auf dem Schlossberg bei dem Dorf [[Lemberg (Moselle)]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; 1894, S. 5, mit irrigen Angaben zu den Ursprüngen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Teilung der [[Grafschaft Zweibrücken]] unter den Söhnen des Grafen [[Heinrich II. (Zweibrücken)|Heinrich II.]] kam nach 1286 das [[Amt Lemberg]] mit der [[Burg Lemberg]] an den älteren Sohn [[Eberhard I. (Zweibrücken-Bitsch)|Eberhard I.]] Zu seinem Teil gehörten auch [[Marimont-lès-Bénestroff|Morsberg]], [[Lindre-Haute|Linder]] und [[Sarreguemines|Saargemünd]]. 1297 tauschte er diese drei Burgen mit Herzog [[Friedrich III. (Lothringen)|Friedrich III. von Lothringen]] und erhielt von diesem Burg und Herrschaft Bitsch als Lehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; 1894, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er nannte sich fortan „{{lang|la|Comes Gemini Pontis et Dominus in Bitsch}}“ (Graf von Zweibrücken und Herr zu Bitsch). In der Folge teilte die Burg die Geschicke des Hauses [[Zweibrücken-Bitsch]]. Zu dieser Zeit war die Herrschaft Bitsch Teil des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Bitsch bereits im 14. Jahrhundert sehr wehrhaft und, von tapferen Männern verteidigt, ein schwer zu nehmender Platz war, ist dadurch belegt, dass im Jahre 1366 Kurfürst [[Ruprecht I. (Pfalz)|Ruprecht I. von der Pfalz]] sich mit anderen Fürsten, Grafen, Herren und Städten verband, um die Grafen Simon und Hanemann „nebst deren Gemeiner in der Burg zu Bitsch“ unschädlich zu machen. Es ist nicht bekannt, wer der Klügere war und nachgegeben hat, aber es kam anscheinend nicht zu einem Kampf.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; 1894, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erste ausführlichere Nachrichten über die Burg der Grafen von Zweibrücken-Bitsch liefert [[Bernhard Hertzog]], der den geglückten Überfall auf die Burg Bitsch durch die Grafen von [[La Petite-Pierre|Lützelstein]] in der Nacht zum 20. März 1447 und die anschließende Belagerung, Beschießung und Übergabe am 12. Mai 1447 schildert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; 1894, S. 6–7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Jakob von Zweibrücken-Bitsch|Jakobs von Zweibrücken-Bitsch]], der wie sein schon 1540 verstorbener Bruder Simon V. Wecker nur jeweils eine Tochter hinterlassen hatte, entwickelte sich 1570 ein Streit zwischen den Ehemännern der beiden Cousinen, Graf Philipp I. von [[Leininger#Leiningen-Westerburg|Leiningen-Westerburg]] und Graf [[Philipp V. von Hanau-Lichtenberg]]. Im weiteren Verlauf besetzte Lothringen 1572 Burg und Amt Bitsch im Handstreich. Nach längerer juristischer Auseinandersetzung fielen Burg und Amt 1604 gegen eine Ausgleichszahlung an das Herzogtum Lothringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; 1894, S. 7–8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge des französischen Eingreifens in den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] besetzte Frankreich auf Geheiß [[Armand-Jean du Plessis, duc de Richelieu|Richelieus]] im September 1633 das Herzogtum Lothringen erstmals. Bitsch wurde 1634 genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau durch Vauban ===&lt;br /&gt;
Als [[Ludwig XIV.]] Bitsch im Zuge der [[Reunionspolitik]] nach dem [[Friede von Nimwegen|Frieden von Nimwegen]] 1679 vereinnahmte, lag die Burg in Ruinen. Dem Ratschlag [[Henri de La Tour d’Auvergne, vicomte de Turenne|Turennes]] folgend, der während des [[Holländischer Krieg|Französisch-Niederländischen Krieges]] im Winter 1673–1674 sein Quartier in der Pfalz genommen hatte, beauftragte der König seinen Festungsbaumeister [[Sébastien Le Prestre de Vauban|Vauban]] im Zuge des Ausbaus der französischen Festungslinie, den Felsen von Bitsch uneinnehmbar zu machen. Der Festungsbau dauerte von 1683 bis 1697, und die Kosten für Frankreich beliefen sich auf 2.500.000 [[Livre|Livres d’or]], eine riesige Summe für die damalige Zeit. Durch geschickte Geländeausnutzung gelang ihm die Anordnung von mehrstufigen Geschützetagen. Das gestufte Feuer wurde durch eine Aufteilung des Felsens in einen Hauptteil und zwei [[Detachiertes Werk|detachierte Werke]], eine [[Lünette (Festungsbau)|Lünette]] im Westen (Kleiner Kopf) und ein [[Hornwerk]] im Osten (Großer Kopf) gewährleistet. Die [[Flanke (Militär)|Flanke]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;sicherung wurde durch vier aus dem Hauptteil hervorspringende [[Bastei (Festung)|Basteien]] gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zitadelle wurde schon im Jahre 1698 als Ergebnis der Bedingungen des [[Frieden von Rijswijk|Friedens von Rijswijk]] geschleift, die Herzogtümer Lothringen und [[Herzogtum Bar|Bar]] wiederhergestellt und an Herzog [[Leopold (Lothringen)|Leopold von Lothringen]] übertragen, der in der Folge neutral blieb. Die Vauban’schen Befestigungen sollten abgerissen werden. Von Herbst 1697 bis Sommer 1698 sollte ein Regiment aus Flandern diese Aufgabe erledigen. Im Jahre 1701 brach der [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanische Erbfolgekrieg]] aus, wieder erhielt Bitsch eine französische Besatzung. Die Soldaten begannen sofort mit dem provisorischen Wiederaufbau der Befestigungsanlagen von Vauban, die kurz zuvor dem Erdboden gleichgemacht worden waren. 1714, im [[Friede von Rastatt|Frieden von Rastatt]], musste die französische Besatzung die Festung, nach erneuter [[Abriss (Bauwesen)|Demolierung]], wieder räumen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Irle-S10&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau durch Cormontaigne ===&lt;br /&gt;
[[Datei:LASB K Hellwig 0858.jpg|mini|Plan der Zitadelle, von Nordwest, 1775]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zitadelle Bitsch - 1803.jpg|mini|Übersichtsplan der Zitadelle und ihrer Umgebung, von Südost, 1803]]&lt;br /&gt;
Die Jahre 1735 und 1736 sind gekennzeichnet durch Vereinbarungen, wonach der Herzog [[Franz I. Stephan (HRR)|Franz Stephan von Lothringen]] auf seine Herzogtümer Bar und Lothringen zugunsten des im Exil lebenden Königs von Polen [[Stanislaus I. Leszczyński]], dessen Tochter den König von Frankreich [[Ludwig XV.]] heiratete, verzichtete. Der abgesetzte König nahm den Titel eines Herzogs von Lothringen an und ließ sich in [[Lunéville]] nieder. Im Jahre 1738 erlaubte Ludwig XV. es, die Festung von Bitsch in das Verteidigungssystem der französischen Grenzen neu zu integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Felsen von Bitsch nichts von seiner strategischen Bedeutung eingebüßt hatte, wurden ein fahrbarer Zugangsweg geschaffen, auf dem oberen Felsplateau der Schutt der früheren Bauten weggeräumt und Vaubans Ideen als Grundlage für eine neue Zitadelle genutzt. Planer der neuen Festung war der Ingenieur [[Louis de Cormontaigne]]. Die Pläne wurden 1741 genehmigt. In den folgenden 13 Jahren entstanden die Befestigungen. Der gesamte steile Sandsteinfelsen ist dabei durchzogen von einem [[Labyrinth]] in den Fels getriebener unterirdischer Gänge, [[Kasematte]]n und großer Hallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Grundriss]] von Vauban wurde respektiert und durch andere [[Werk (Festungsbau)|Werke]] verstärkt. Die Arbeiten Cormontaignes umfassen die Kasernengebäude, Gebäude für die technischen Offiziere und den Festungsgouverneur, [[Magazin (militärisches Vorratslager)|Magazine]] und [[Schießpulver|Pulverspeicher]] für die [[Artillerie]], das Wachhaus und die Anschüttung des [[Glacis (Festungsbau)|Glacis]]. Die Befestigungsarbeiten erstreckten sich bis 1754, wie die Bauinschrift im Dreiecksgiebel des Haupttors der Zitadelle zeigt:&lt;br /&gt;
{{Inschrift&amp;lt;!-- NB: enthält Abkürzungen! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Text=[[:Datei:Citadelle de Bitche (31).jpg|&amp;lt;br /&amp;gt;LUDOVICUS • XV • FRANC • REX • AUGUST • VICTOR • PACIF •&amp;lt;br /&amp;gt;REFECTA • A • FUNDAMENTIS • HAC • ARCE •&amp;lt;br /&amp;gt;VOGESUM • ET • LOTHARINGIAM • HOSTIBUS • CLAUDI •&amp;lt;br /&amp;gt;ALSATIAM • FINITIMO • PRÆSIDIO • DEFENDI •&amp;lt;br /&amp;gt;TUTAQ • AD • MUROS • CASTRA • GALLICS • LEGIONIB • OBTENDI •&amp;lt;br /&amp;gt;VOLUIT • ANN • M • DCC • LIV •]]&lt;br /&gt;
 |Umschrift=„Ludwig XV., König von Frankreich etc., hat diese Festung von Grund aus wieder aufgebaut zum Walle gegen feindliche Einfälle in die Vogesen und Lothringen, als Grenzburg für Elsass und als festen Schutz für das französische Heer, 1754.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1894, S. 13; &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1902, S. 12 ({{archive.org| diefestungbitsc00irlegoog | Scan |Blatt=n18 |Hervorhebung=lateinischer Sprache}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Zentriert=1&lt;br /&gt;
 |Kapitälchen=1&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |style=font-family:serif}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festung wurde in der Folge nie mehr militärisch überwunden. Im [[Erster Koalitionskrieg|Ersten Koalitionskrieg]] versuchten die [[Preußen]] in der Nacht zum 17. Februar 1793 die Festung im Handstreich zu nehmen; die Erstürmung scheiterte unter hohen Verlusten der Angreifer.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; 1894, S. 15–21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zitadelle im deutsch-französischen Krieg 1870–1871 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:P3 bitche.jpg|mini|Bildpostkarte, die den Blick auf die Zitadelle während der [[Deutsch-Französischer Krieg|Belagerung von 1870–1871]] darstellen soll]]&lt;br /&gt;
Seit der Fertigstellung der strategischen [[Bahnstrecke Haguenau–Falck-Hargarten]] Ende 1869 sicherte die Festung neben den Straßenverbindungen auch die neue Bahnlinie. Während der Belagerung im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] in den Jahren 1870–1871 wurde die Zitadelle teilweise zerstört. Die Anlage wurde 230 Tage lang belagert. In dieser Zeit widerstand die Zitadelle unter dem Kommando von [[Louis-Casimir Teyssier]] den Angriffen einer [[Bayerische Armee|bayerischen Armee]] mit einer Stärke von bis zu 7000 Mann und einer zehntägigen Bombardierung vom 11. bis zum 21. September 1870, die alle oberirdischen Gebäude auf dem Plateau bis auf die Kapelle und zahlreiche Häuser in der Stadt ruinierte. Die Besatzung der Festung bestand aus einem 800 Mann starken [[Bataillon]] des [[86e régiment d’infanterie|86&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; régiment d’infanterie de ligne]], 200 Zöllnern ({{lang|fr|Douaniers}}), 250 Reserveartilleristen, 250 [[Garde nationale|Nationalgardisten]], 30 [[Gendarmerie nationale|Gendarmen]], dazu kamen weitere 1200 versprengte Soldaten aus 70 verschiedenen Einheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Bombardierung wurde die nun nutzlos gewordene Belagerungsartillerie abgezogen und Stadt und Festung nur noch von verminderten Kräften beobachtet. Vom 10. Oktober 1870 ab wurden die Feindseligkeiten beiderseits fast gänzlich eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; 1894, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach dem Waffenstillstand, der Teyssier am 1. Februar 1871 mitgeteilt wurde, und dem anschließenden [[Vorfrieden von Versailles]] am 26. Februar 1871 gab Teyssier die Festung nicht auf, da er keinen offiziellen [[Evakuierung]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;befehl erhielt. Am 23. März 1871 vereinbarten Oberst Kohlermann und Kommandant Teyssier schließlich den ehrenvollen Abzug der Garnison, der am 25. März 1871 mit allen Kriegsehren, Waffen und Fahnen stattfand. Die Belagerung kostete die bayerischen Truppen 19 Tote und 62 Verwundete, die Preußen bei einem Aufklärungsritt vier Tote und französischerseits 93 Tote in den Spitälern der Stadt und eine unbestimmte Anzahl auf der Festung.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch.&amp;#039;&amp;#039; 1894, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Militärverwaltung des [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichslands Elsass-Lothringen]] ließ die Festung von 1871 bis 1900 als [[Fort|Sperrfort]] der Eisenbahnlinie Saargemünd-Hagenau modernisieren und mit einer preußischen Garnison besetzen. Die Zitadelle, die auch heute noch das Stadtbild von Bitsch prägt, war die letzte große Festung, die zur Verstärkung der [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichslande]] ausgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] hatte sie nicht unter den Kämpfen zu leiden. 1944–1945 wurde die Zitadelle durch amerikanische Artillerie beschädigt. Die Zitadelle befindet sich laut Inventar der historischen Denkmäler ({{lang|fr|monument historique}}) seit 1979 unter [[Denkmalschutz]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--== Tourisme ==&lt;br /&gt;
La Citadelle de Bitche fait partie du réseau des [[Grands Sites de Moselle]].&lt;br /&gt;
Un [[plan-relief]] de la ville de Bitche, datant de [[1794]] et classé monument historique depuis [[1983]], est exposé dans le [[musée]]. Au travers de son complexe souterrain, un parcours muséographique audio-visuel plonge les visiteurs à la découverte de l&amp;#039;histoire de la forteresse&amp;lt;ref name=&amp;quot;Citadelle de Bitche - Moselle Tourisme&amp;quot;&amp;gt;[http://www.moselle-tourisme.com/decouverte-de-la-moselle/histoire-rayonnante/resultats-detail.asp?clause=2000131000023&amp;amp;idOffre=853140105 Tourisme en Moselle - Citadelle de Bitche]&amp;lt;/ref&amp;gt;.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Achille-J. Dalsème: &amp;#039;&amp;#039;Le siège de Bitche. 6 août 1870 – 27 mars 1871.&amp;#039;&amp;#039; E. Dentu, Paris 1874 ({{Google Buch |BuchID=TxbeTWrjo9kC |SeitenID=PR3 |Linktext=Scan}}).&amp;lt;!-- viele Auflagen; die von 1885 in eingeschränkter GB-Vorschau; keine Scans bei archive.org – 2023-03-22 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hermann Irle: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Bitsch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Landes- und Volkeskunde von Elsass-Lothringen.&amp;#039;&amp;#039; Heft 20). 1. Auflage. Verlag J. H. Ed. Heitz (Heitz &amp;amp; Mündel), Straßburg 1888.&amp;lt;!-- keine Scans bei archive.org – 2023-03-22 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Zweite vermehrte Auflage. Mit zwei Ansichten und Plan von Bitsch. Verlag J. H. Ed. Heitz (Heitz &amp;amp; Mündel), Straßburg 1894 ({{Google Buch |BuchID=R0JTDauqnm8C |Seite=frontcover |Linktext=Scan}}).&amp;lt;!-- keine Scans bei archive.org – 2023-03-22 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Dritte vermehrte Auflage. Mit zwei Ansichten und Plan von Bitsch nebst Karte der Umgebung. Verlag J. H. Ed. Heitz (Heitz &amp;amp; Mündel), Straßburg 1902 ({{archive.org| diefestungbitsc00irlegoog | Scan |Blatt=n7}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Citadelle de Bitche}}&lt;br /&gt;
* [https://www.citadelle-bitche.com/de/ Offizielle Website] der Zitadelle von Bitsch (französisch, englisch, deutsch)&lt;br /&gt;
* [http://www.bitscherland.fr/Canton-de-Bitche/Bitche/citadelle-bitche.html &amp;#039;&amp;#039;Citadelle de Bitche&amp;#039;&amp;#039;] auf der Website &amp;#039;&amp;#039;Bitcherland.fr&amp;#039;&amp;#039; (französisch)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.gaerten-ohne-grenzen.de/Gaerten-ohne-Grenzen/Unsere-Gaerten/Gaerten-in-Frankreich/Garten-fuer-den-Frieden-Bitche-F |titel=Garten für den Frieden |titelerg= |werk=gaerten-ohne-grenzen.de |hrsg=Saarschleifenland Tourismus GmbH und Moselle Tourisme |datum=2020 |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210407000323/https://www.gaerten-ohne-grenzen.de/Unsere-Gaerten/Gaerten-in-Frankreich/Garten-fuer-den-Frieden |archiv-datum=2021-04-07 |abruf=2023-03-21 |abruf-verborgen=1 |kommentar=im Zitadellenumfeld&amp;lt;!-- jetzt nur auf Facebook --&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Kévin Goeuriot |url=https://www.blelorraine.fr/2021/04/imprenable-citadelle-de-bitche-en-lorraine/ |titel=De l’imprenable Citadelle de Bitche |werk=blelorraine.fr |hrsg=Le Groupe BLE Lorraine |datum=2021-04-04 |sprache=fr |abruf=2022-07-28 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=49/3/10/N|EW=7/25/52/E|type=landmark|dim=400|region=FR-57}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bitche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Lothringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärmuseum in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige militärische Einrichtung (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique in Bitsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Bitche|Zitadelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Grand Est]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 17. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique (Zitadelle)|Bitsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk von Sébastien Le Prestre de Vauban]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dubbe928</name></author>
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