<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zitadelle_Mainz</id>
	<title>Zitadelle Mainz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zitadelle_Mainz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zitadelle_Mainz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T15:13:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zitadelle_Mainz&amp;diff=264471&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Miediwo am 12. März 2026 um 23:50 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zitadelle_Mainz&amp;diff=264471&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-12T23:50:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zitadelle Mainz Kommandantenhaus.jpg|mini|Kommandantenbau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zitadelle Mainz - Der Kommandantenbau.JPG|mini|Kommandantenbau, Hofseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zitadelle Mainz Haupteingang.jpg|mini|hochkant|Haupttor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zitadelle Mainz Drususstein.jpg|mini|hochkant|[[Drususstein]] auf der Drusus-Bastion]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zitadellengraben-Mainz-geschützter Landschaftsbestandteil 2016.jpg|mini|Zitadellengraben, „Geschützter Landschafts-Bestandteil“ der Anlage]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mainzer Zitadelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; liegt auf dem Jakobsberg am Rand der heutigen [[Mainz-Altstadt|Altstadt]] und in unmittelbarer Nähe des [[Bahnhof Mainz Römisches Theater|Bahnhofs Römisches Theater]]. Das [[Festung]]swerk wurde in seiner heutigen Form um 1660 errichtet und war Bestandteil der [[Festung Mainz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Jakobsberg, auf dem die [[Zitadelle]] errichtet wurde, war seit seiner Gründung 1050 Standort des [[Benediktiner]]klosters [[Kloster St. Jakob (Mainz)|St. Jakob]]. Auf halber Höhe lag das [[Römisches Theater Mainz|Bühnentheater]] des römischen [[Mogontiacum]], das zum damaligen Zeitpunkt noch in Resten sichtbar war. Der Jakobsberg war nicht in den Ring der Stadtmauer eingeschlossen und nur sehr leicht umwallt. Diese Lage unmittelbar vor den Toren der Stadt ließ eine strategische Lücke offen, da ein Angreifer den Hügel für einen Einfall nach Mainz hinein oder für eine Beschießung hätte nutzen können. Der Bau der „Schweickhardtsburg“ unter Leitung des [[Kapitular|Domkapitulars]] Adolph von Waldenburg in den Jahren 1620–29 schloss diese Lücke vorerst ab und verband den Hügel mit der Stadtbefestigung. Den Namen bekam die fünfeckige, unregelmäßige Wehranlage vom Bauherrn, dem Mainzer Kurfürsten [[Johann Schweikhard von Cronberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1655 veranlasste Kurfürst [[Johann Philipp von Schönborn]] die Umwallung der gesamten Stadt Mainz mit [[Bastion]]en. Im Zuge dieses Festungsbaus wurde die zuvor als Erdwerk ausgeführte Schweickhardtsburg zur regelmäßigen, viereckigen Zitadelle mit steinernen Fronten, wie wir sie heute kennen, ausgebaut. Das Jakobskloster und den auf der Bastion Drusus stehenden [[Drususstein]] ließ man innerhalb der Festungsanlage unberührt stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert waren an den Bastionen der Zitadelle folgende Jahreszahlen zu sehen, die auf die jeweilige Fertigstellung hinwiesen: Die Bastionen Germanicus (Süden) und Alarm (Osten) trugen die Jahreszahlen 1659. Die Bastion Tacitus (Norden) die Zahl 1661. Das Festungstor in der Kurtine auf der Nordostseite zwischen Germanicus und Alarm trägt noch heute die Jahreszahl 1660.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl_Anton_Schaab Karl Anton Schaab: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Bundes-Festung Mainz, historisch und militärisch nach den Quellen bearbeitet.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1835.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem zur Stadt hin liegenden Tor wurde 1696 unter Kurfürst [[Lothar Franz von Schönborn]] ein Bau für den Festungskommandanten errichtet. Die schon seit 1660 bestehende Toranlage von [[Antonio Petrini]] wurde dabei geschickt in den Neubau integriert. Im Inneren der Zitadelle stand bis zur [[Belagerung von Mainz (1793)]] noch das Jakobskloster, das durch den starken Beschuss aber größtenteils zerstört wurde. Der stehen gebliebene Abts- und Fremdenbau wurde fortan nur noch militärisch genutzt. Im Südteil des Hofes war ein [[Barockgarten|barocker Garten]] angelegt, der noch auf einem Plan von 1804 zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mai bis Oktober 1813 diente sie auch als Station der [[Optische Telegrafenlinie Metz–Mainz|optischen Telegrafenstrecke nach Metz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nach den [[Befreiungskriege]]n Mainz 1816 Festung des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] wurde, zogen Preußen und Österreicher in die Zitadelle ein und nutzten sie als Kaserne. Zu diesem Zweck errichteten die Österreicher 1861 die damals bombensichere Citadellkaserne; als Kasino und Küche diente der kleine Bau neben ihr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainzer-Eisenbahntunnel1898.jpg|mini|Lage der Zitadelle auf einer Landkarte von 1898]]&lt;br /&gt;
Auf der Zitadelle wurde noch 1914 die Doppelkompaniekaserne gebaut; dafür mussten die letzten Überreste des Klosters weichen. Allerdings wurden zahlreiche Architekturelemente des Abts- und Fremdenbaus in den Kasernenbau integriert. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] und des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] diente die Zitadelle als Kriegsgefangenenlager. 1940 bis gegen Kriegsende war dort das [[Offizierslager]] (&amp;#039;Oflag&amp;#039;) XII B.&amp;lt;ref&amp;gt;unter anderem war [[Fernand Braudel]] hier interniert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Friedensvertrag von Versailles]] von 1919 – und der damit einhergehenden Niederlegung der Festungswerke in und um Mainz – endete die militärische Geschichte der Mainzer Zitadelle, die mit ihrer Größe von etwa 340 mal 320 Metern zu den wichtigsten Großfestungsanlagen in Rheinland-Pfalz zählt. In den Vorkriegsjahren von 1933 bis einschließlich 1936 war hier die [[Rhein-Mainische Stätte für Erziehung (Zitadelle Mainz)|Rhein-Mainische Stätte für Erziehung]], eine überregionale Fortbildungsstätte zur [[Erziehung im Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Ideologisierung]] von Lehrern und Schülern, untergebracht. Während des Zweiten Weltkrieges suchten Teile der Mainzer Bevölkerung in den unterirdischen Gängen der Bastion Drusus, die zu Luftschutzräumen ausgebaut worden waren, Schutz vor den Bombenangriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Zitadelle heute ==&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmte die französische Besatzungsmacht die Anlage (bis 1955). In den 1960er Jahren befand sich in der Zitadelle die &amp;#039;&amp;#039;Kaufmännische Berufsschule&amp;#039;&amp;#039; der Stadt Mainz bis zu deren Umzug in den Neubau auf dem Hartenberg. Heute gehört die Zitadelle der Stadt Mainz und beherbergt zahlreiche städtische Ämter. Die Mainzer Zitadelle steht bereits seit 1907 unter [[Denkmalschutz]]. Der [[Mainzer Zitadellengraben|Graben im südlichen Teil der Zitadelle]] steht seit Mitte der 80er Jahre als „anthropogenes Biotop“ von „bundesweiter Bedeutung“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mainz.de/leben-und-arbeit/umwelt/zitadelle.php Landeshauptstadt Mainz: Das Grün der Zitadelle Mainz.] Abgerufen am 14. Mai 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; unter [[Landschaftsschutz]]. Im Bau D vor dem [[Drususstein]] ist heute das [[Stadthistorisches Museum Mainz|Stadthistorische Museum]] untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zitadelle und ihre Umgebung dokumentiert die Mainzer Stadtgeschichte auf kleinstem Raum: angefangen von dem römischen Ehrenmal Drususstein über die Kasernenbauten der Bundesfestungszeit im 19. Jahrhundert bis hin zu den Luftschutzräumen des Zweiten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1975 findet auf der Zitadelle alljährlich über Pfingsten das [[OpenOhr Festival]] statt, ein thematisch orientiertes Jugendkulturfestival mit Gesprächsforen und Workshops, Kabarett und Livekonzerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2015 erhielt der Mainzer Zitadelle die [[Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten|Haager Plakette]] der [[UNESCO]], welche das Bauwerk als geschützt kennzeichnet. Im Falle einer Beschädigung durch bewaffnete Kriegshandlungen würde der Internationale Gerichtshof hier die Strafverfolgung übernehmen, sollte die deutsche Regierung dazu nicht mehr in der Lage sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/mainzer-zitadelle-erhaelt-haager-plakette-der-unesco_16332820.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Mainzer Zitadelle erhält Haager Plakette der Unesco&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20151222174440}} In: [[Allgemeine Zeitung (Mainz)|Allgemeine Zeitung]]. 30. Oktober 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hartmut Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Die Zitadelle in Mainz&amp;#039;&amp;#039; (= [[Rheinische Kunststätten]], 576). [[Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz]], Köln 2021, ISBN 978-3-86526-134-2.&lt;br /&gt;
* Stefan Schmitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mainz. Die Zitadelle auf dem Jakobsberg. Ein Kulturdenkmal im Aufbruch.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 2017. Neuausgabe unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Die Zitadelle auf dem Jakobsberg. Entwicklung und Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Michael Bonnewitz, Mainz 2022, ISBN 978-3-9818438-9-7.&lt;br /&gt;
* Initiative Zitadelle Mainz e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zitadelle Mainz. 2000 Jahre Mainzer Geschichte auf engstem Raum.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 2004.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich P. Kahlenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurmainzische Verteidigungseinrichtungen und Baugeschichte der Festung Mainz im 17. und 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= [[Beiträge zur Geschichte der Stadt Mainz]], 19). Stadtbibliothek Mainz, Mainz 1963, ISBN 3-924708-06-1.&lt;br /&gt;
* [[Karl Anton Schaab]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Bundes-Festung Mainz, historisch und militärisch nach den Quellen bearbeitet.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag des Verfassers, Mainz 1835. [https://gutenberg-capture.ub.uni-mainz.de/histbuch/content/titleinfo/415233 Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zitadelle Mainz|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.festung-mainz.de/zitadelle www.festung-mainz.de/zitadelle]&lt;br /&gt;
* [http://www.zitadelle-mainz.de/ Initiative Zitadelle Mainz e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [http://www.stadtmuseum-mainz.de/index.php?id=768 Stadthistorisches Museum auf der Zitadelle]&lt;br /&gt;
* [http://www.archaeologie-mainz.de/html/Projekte-236.htm Direktion Archäologie Mainz] – Bastion Drusus&lt;br /&gt;
* [https://www.mainz.de/leben-und-arbeit/umwelt/zitadelle.php Der Zitadellengraben als „Geschützter Landschaftsbestandteil“]&lt;br /&gt;
* [http://www.klein-winternheim.de/lokale-agenda/234,0,zitadellengraben,index,0.html Fotodokumentation des Zitadellengrabens der Lokalen Agenda (2016)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Werke der Festung Mainz}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49/59/35/N |EW=8/16/27/E |type=landmark |region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1129127311|VIAF=1709149198361374940000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 17. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nach der Haager Konvention geschütztes Kulturgut in Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmalzone (Rheinland-Pfalz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miediwo</name></author>
	</entry>
</feed>