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	<title>Zinsspanne - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T01:53:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zinsspanne&amp;diff=363646&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-12T22:21:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zinsspanne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Zinsmarge&amp;#039;&amp;#039;) ist in der [[Bankbetriebslehre]] und im [[Bankwesen]] eine [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]], mit der die [[Rentabilität]] eines [[Kreditinstitut]]s gemessen werden kann.&lt;br /&gt;
In der [[Industrie]] und im [[Handel]] wird die Rentabilität mit Hilfe der [[Umsatzrentabilität]] gemessen. Da Bankumsätze in der Kreditwirtschaft nicht von Bedeutung sind und auch nicht in der [[Gewinn- und Verlustrechnung]] auszuweisen sind, muss eine andere Bezugsgröße gewählt werden. Die [[Bilanzsumme]] repräsentiert die zinstragenden Aktivitäten eines Kreditinstituts am ehesten, so dass sich die [[Bankbetriebslehre]] für diese Maßgröße entschieden hat. Sie gilt als Ausdruck der relativen Wettbewerbsstärke und der erreichten Marktposition. Darüber hinaus gibt es als noch aussagekräftigere Größe das [[Geschäftsvolumen]], das sich aus der Bilanzsumme zuzüglich der [[Eventualverbindlichkeit]]en rekrutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1934 veröffentlichte Josef Flock ein Buch über die Zinsspanne bei gewerblichen Kreditgenossenschaften,&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Flock, &amp;#039;&amp;#039;Die Zinsspanne bei den gewerblichen Kreditgenossenschaften&amp;#039;&amp;#039;, 1934, S. 4 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1936 folgte Werner Hotzel mit einem weiteren bankbetrieblichen Werk über die Zinsspanne im gesamten Bankwesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Hotzel, &amp;#039;&amp;#039;Zinsspanne und Zinsspannenrechnung im Bankbetrieb&amp;#039;&amp;#039;, 1936, S. 18 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung und Arten ==&lt;br /&gt;
Kreditinstitute erwirtschaften durch Kreditvergabe ([[Aktivgeschäft]]) und Einlagengeschäft ([[Passivgeschäft]]) Zinsüberschüsse. Kurzfristigere und niedriger verzinste [[Spareinlage|Einlagen]] stehen [[Kredit]]en mit höherer Laufzeit und Verzinsung gegenüber ([[Strukturbeitrag]]). Zudem liegt der Kreditzins der Banken höher bzw. der Einlagenzins niedriger als der vergleichbare [[Zins]] am [[Kapitalmarkt]] ([[Konditionsbeitrag]]). Die bei der Berechnung der Zinsspanne zu berücksichtigenden [[Zinsertrag|Zinserträge]] setzen sich zusammen aus den Zinseinnahmen aus Kredit- und [[Geldmarkt]]geschaften sowie festverzinslichen [[Wertpapier]]en und Schuldbuchforderungen. Stellt man diese Zinserträge der Bilanzsumme oder dem Geschäftsvolumen gegenüber, ergibt sich als [[Verhältniszahl]] die &amp;#039;&amp;#039;Bruttozinsspanne&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Bruttozinsspanne} = \frac{\text{Zinserträge}}{\text{Bilanzsumme oder Geschäftsvolumen}} \cdot 100\,\%&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zinsspanne ist damit nichts anderes als die Differenz zwischen dem volumengewichteten [[Sollzins]]satz des Aktivgeschäfts und dem volumengewichteten [[Habenzins]] für Geldanlagen und Zentralbankgeld. Werden die Zinserträge um die [[Zinsaufwand|Zinsaufwendungen]] saldiert, ergibt sich das Zinsergebnis oder der Zinsüberschuss. Stellt man dieses Zinsergebnis der Bilanzsumme oder dem Geschäftsvolumen gegenüber, ergibt sich die &amp;#039;&amp;#039;Nettozinsspanne&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Nettozinsspanne} = \frac{\text{Zinserträge-Zinsaufwendungen}}{\text{Bilanzsumme oder Geschäftsvolumen}} \cdot 100\,\%&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auch im Nenner eine [[Stromgröße]] zu erhalten, wird die durchschnittliche Bilanzsumme gewählt, die sich aus Anfangsbestand und Endbestand am [[Bilanzstichtag]] ergibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{durchschn. Bilanzsumme} = \frac{\text{Anfangsbestand + Endbestand}}{\text{2}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussagekraft ==&lt;br /&gt;
Die Zinsspanne ist die wichtigste Erfolgsquelle der Kreditinstitute.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Grill/Hans Perczynski, &amp;#039;&amp;#039;Bankbuchführung&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 363&amp;lt;/ref&amp;gt; Je höher die Zinsspanne ist, umso günstiger ist die [[Rentabilität]] eines Kreditinstituts einzustufen. Die Höhe der Zinsspanne beeinflusst die Gewinnthesaurierungsmöglichkeit und damit die [[Selbstfinanzierung]]sfähigkeit einer Bank, ihr [[Eigenmittel (Kreditinstitut)|Eigenkapital]] autonom – ohne Inanspruchnahme des [[Kapitalmarkt]]s – zu erhöhen. Die Nettozinsspanne macht Aussagen über die [[Marge]] des zinstragenden [[Bankgeschäft]]s, also die [[Handelsspanne]], die zwischen den gezahlten [[Refinanzierung]]skosten der Passivseite und dem erzielten Kreditzins der Aktivseite besteht. Eine vom Kreditinstitut angestrebte autonome Erhöhung der Zinsspanne kann deshalb nur durch eine Verbesserung der Marge, also Anhebung der Sollzinsen und/oder Senkung der Habenzinsen, erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den stärksten Einfluss auf die Zinsspanne übt allerdings der vom einzelnen Kreditinstitut nicht beeinflussbare Marktzins aus. Überwiegen bei einem Kreditinstitut die aktiven Festzinspositionen (Festzinskredite), wird sich bei steigendem Marktzins die Zinsspanne reduzieren, weil die variablen Zinsaufwendungen steigen, ohne dass die Zinserträge angepasst werden können;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=mR9d6kCmVioC&amp;amp;pg=PA37&amp;amp;dq=Zinsspanne&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-4miVJWzBsSdPbGSgfAE&amp;amp;ved=0CCoQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=Zinsspanne&amp;amp;f=false Reiner Selbach, &amp;#039;&amp;#039;Risiko und Risikopolitik bei Kreditgenossenschaften&amp;#039;&amp;#039;, 1987, S. 37]&amp;lt;/ref&amp;gt; hier verwirklicht sich das &amp;#039;&amp;#039;Zinsspannenrisiko&amp;#039;&amp;#039;. Determinanten dieses Zinsspannenrisikos sind Festzinsüberhänge und Festzinslücken, da im Falle eines aktivischen Festzinsüberhangs bzw. einer passivischen Festzinslücke dieses unterschiedliche Zinsanpassungsverhalten bei steigendem Zinsniveau zwingend zu einer Senkung der Zinsspanne und umgekehrt führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=DV8eBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA505&amp;amp;dq=Zinsspanne&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=y56iVKDDGsviO7TdgPAG&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAzgU#v=onepage&amp;amp;q=Zinsspanne&amp;amp;f=false Henner Schierenbeck/Michael Lister / Stefan Kirmße, &amp;#039;&amp;#039;Ertragsorientiertes Bankmanagement&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 2014, S. 505]&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend verringert sich die Zinsspanne auch, wenn langfristige passive Festzinsgeschäfte bei sinkendem Marktzins von einer Bank nicht angepasst werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;Reiner Selbach, &amp;#039;&amp;#039;Risiko und Risikopolitik bei Kreditgenossenschaften&amp;#039;&amp;#039;, 1987, S. 69&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine hohe Zinsspanne kann einerseits auf überhöhte [[Kreditrisiko|Kreditrisiken]] und andererseits auf Geldanleger mit niedriger [[Verhandlungsmacht]] schließen lassen. Besitzt eine Bank sowohl im Kreditgeschäft als auch im Einlagengeschäft eine hohe Verhandlungsmacht, können sich ihre Zinsspannen erhöhen. Wächst die Bilanzsumme stärker als der Zinsüberschuss, sinken die Zinsspannen. Steigende Zinsspannen können auch auf Eigenkapitalerhöhungen zurückzuführen sein, da eine geringere zinstragende Refinanzierung erforderlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein intensiver regionaler Wettbewerb unter Banken lässt deren Zinsspanne hingegen sinken. Die Zinsspanne ist umso höher, je zinsunelastischer die Passivseite und je zinselastischer die Aktivseite auf Zinsänderungen reagiert. Die Zinsspanne verändert sich nur dann nicht, wenn Elastizitätsgleichgewicht herrscht, bei welchem der durchschnittliche Aktivzins auf [[Referenzzinssatz|Referenzzinsänderungen]] gleich reagiert wie der durchschnittliche Passivzins; Änderungen des Zinsniveaus – gleich in welche Richtung – haben dann keinen Einfluss auf die Zinsspanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zinsspannen im Bankenwettbewerb ==&lt;br /&gt;
Die Zinsspanne dient dem [[Vorstand]] eines Kreditinstituts als Entscheidungsgrundlage bei der Margenpolitik und Ermittlung der Profitabilität und Wettbewerbsintensität. Im Bankenwettbewerb zeigen sich unter den Bankengruppen sehr unterschiedliche Zinsspannen. Sie illustrieren, dass die [[Genossenschaftsbank|genossenschaftlichen Zentralbanken]] und die [[Landesbank]]en eine strukturell niedrige Zinsspanne aufweisen, was insbesondere in dem von diesen Bankengruppen betriebenen margenarmen [[Interbankenhandel|Interbanken]]- und Großkundengeschäft begründet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=7SARBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=Zinsspanne&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-4miVJWzBsSdPbGSgfAE&amp;amp;ved=0CE4Q6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=Zinsspanne&amp;amp;f=false Andreas Mugler, &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Bankensystem im internationalen Vergleich&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 79]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den im [[Retail Banking]] gut positionierten [[Sparkasse]]n und [[Kreditgenossenschaft]]en ist die Zinsspanne hingegen tendenziell größer. Die [[Deutsche Bundesbank]] hat für kleine und mittelgroße Banken ermittelt, dass die Erhöhung des 10-Jahreszinses um einen [[Prozentpunkt]] eine Erhöhung der Zinserträge um 0,57 Prozentpunkte bewirkt, während die Zinsaufwendungen lediglich um 0,25 Prozentpunkte steigen; dadurch erhöht sich die Zinsspanne um 0,32 Prozentpunkte. Daraus kann gefolgert werden, dass die Zinsspanne bei einer Erhöhung des Zinsniveaus steigt&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank, &amp;#039;&amp;#039;Finanzstabilitätsbericht 2010&amp;#039;&amp;#039;, S. 95&amp;lt;/ref&amp;gt; und umgekehrt. Das ist ein Indiz für den Vorwurf der Medien, dass bei Erhöhungen des Marktzinses die Kreditinstitute zunächst die Kreditzinsen erhöhen und erst später (oder gar nicht) die Passivzinsen und umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man die einzelnen Institutsgruppen, so ergab sich folgendes Bild (Zinsspanne in %):&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Monatsbericht&amp;#039;&amp;#039;, September 2021, S. 115&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes e.V  (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Zinsmarge nach Bankengruppen&amp;#039;&amp;#039;, 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! align=left |&amp;#039;&amp;#039;Institutsgruppe&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
!2010&lt;br /&gt;
!2011&lt;br /&gt;
!2012&lt;br /&gt;
!2013&lt;br /&gt;
!2014&lt;br /&gt;
!2015 &lt;br /&gt;
!2016&lt;br /&gt;
!2017&lt;br /&gt;
!2018&lt;br /&gt;
!2019&lt;br /&gt;
!2020&lt;br /&gt;
!2021&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sparkasse]]n&lt;br /&gt;
| 2,20&lt;br /&gt;
| 2,21&lt;br /&gt;
| 2,12&lt;br /&gt;
| 2,11&lt;br /&gt;
| 2,09&lt;br /&gt;
| 2,06&lt;br /&gt;
| 1,98&lt;br /&gt;
| 1,87&lt;br /&gt;
| 1,73&lt;br /&gt;
| 1,81&lt;br /&gt;
| 1,47&lt;br /&gt;
|1,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreditgenossenschaft]]en&lt;br /&gt;
| 2,33&lt;br /&gt;
| 2,30&lt;br /&gt;
| 2,21 &lt;br /&gt;
| 2,25&lt;br /&gt;
| 2,21&lt;br /&gt;
| 2,14&lt;br /&gt;
| 1,99&lt;br /&gt;
| 1,90&lt;br /&gt;
| 1,80&lt;br /&gt;
| 1,70&lt;br /&gt;
| 1,56&lt;br /&gt;
|1,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Landesbank]]en&lt;br /&gt;
| 0,68&lt;br /&gt;
| 0,70&lt;br /&gt;
| 0,63&lt;br /&gt;
| 0,68&lt;br /&gt;
| 0,72&lt;br /&gt;
| 0,76&lt;br /&gt;
| 0,77&lt;br /&gt;
| 0,73&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| 0,62&lt;br /&gt;
| 0,62&lt;br /&gt;
| 0,65&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Großbank]]en&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| 0,64&lt;br /&gt;
| 0,68&lt;br /&gt;
| 0,69&lt;br /&gt;
| 0,77&lt;br /&gt;
| 0,81&lt;br /&gt;
| 0,78&lt;br /&gt;
| 0,68&lt;br /&gt;
| 0,84&lt;br /&gt;
| 0,65&lt;br /&gt;
| 0,55&lt;br /&gt;
| 0,63&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jahre hinweg zeichnet sich ein deutlicher [[Trend (Statistik)|Trend]] sinkender Zinsspannen ab. Die Zinsspanne der [[Großbank]]en sank auf etwa ein Drittel der Zinsspannen der Sparkassen und Kreditgenossenschaften und bewegt sich auf dem Niveau der Landesbanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte == &lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Nettozinsspanne&amp;#039;&amp;#039; gibt Auskunft über den im [[Zinsgeschäft]] erzielten Überschuss der vereinnahmten Zinserträge über die zu tragenden Zinsaufwendungen. Sinkt die Nettozinsspanne, kann dies verschiedene Ursachen haben. Einerseits könnte sich die [[Kreditwürdigkeit]] der [[Kreditnehmer]] verbessert haben, was sich in einer niedrigeren [[Kreditmarge]] niederschlägt; andererseits könnte die [[Verhandlungsmacht]] der [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]] im [[Passivgeschäft]] gestiegen oder das [[Rating (Finanzwesen)|Rating]] des betreffenden Instituts gesunken sein, was höhere [[Habenzinsen]] zur Folge hat. Wesentliche Einflussgrößen auf die Zinsspanne sind ferner das [[Zinsniveau]], die [[Zinskurve]] und das Risiko aus der [[Fristentransformation]], das mit der [[Marktzinsmethode]] kalkuliert wird. So berichtet die Deutsche Bundesbank während der [[Niedrigzinspolitik]] mit [[Negativzins]]en, dass die Einlagenzinssätze deutscher Banken größtenteils an der Nulllinie verharrten. Dies galt insbesondere für die Zinssätze für Einlagen von [[Privathaushalt]]en. Gleichzeitig gingen die Kreditzinssätze im Einklang mit der allgemeinen Zinsentwicklung weiter zurück. Als Folge verringerten sich die Zinsmargen der deutschen Banken im Kredit- und Einlagengeschäft mit dem nicht-finanziellen Privatsektor.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungen im deutschen Bankensystem in der Negativzinsphase&amp;#039;&amp;#039;, Monatsbericht, Oktober 2020, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zinsmarge fiel im Jahre 2020 im deutschen Bankwesen auf einen neuen Tiefstand von 0,88 %, was jedoch zu mehr als 75 % auf das starke Wachstum der Bilanzsumme zurückzuführen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Monatsbericht&amp;#039;&amp;#039;, September 2021, S. 115&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesbank.de bundesbank.de] – Offizielle Website der Bundesbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4190931-8}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftliche Kennzahl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zinsgeschäft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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