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	<title>Zinsgroschen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T19:36:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zinsgroschen&amp;diff=2894984&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-06T14:24:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel | befasst sich mit der Münze. Zur biblischen Perikope siehe: „&amp;#039;&amp;#039;[[Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist]]&amp;#039;&amp;#039;“, zu den Gemälden dieses Sujets siehe [[Der Zinsgroschen]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Zinsgroschen 1496, Leipzig, CNG.jpg|mini|Kurfürst Friedrich III. mit [[Johann der Beständige|Johann]] und Herzog [[Albrecht der Beherzte|Albrecht]], Zinsgroschen (14)96, [[Münzmeisterzeichen|Mmz.]] sechsstrahliger Stern, [[Münzstätte Leipzig]], [[Beschneidung (Numismatik)|beschnitten]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zinsgroschen 1498, Schneeberg, CNG.jpg|mini|Kurfürst Friedrich III. mit Johann und Herzog Albrecht, Zinsgroschen 1498, Mmz. fünfstrahliger Stern, [[Münzstätte Schneeberg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zinsgroschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mutgroschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Muthgroschen&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mittelgroschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schneeberger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind die Namen der ab 1496&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Haupt: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Münzkunde&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1974, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Kahnt: &amp;#039;&amp;#039;Das große Münzlexikon von A bis Z&amp;#039;&amp;#039;, Regenstauf 2005, S. 534 &amp;lt;/ref&amp;gt; geprägten sächsischen Groschenmünzen, mit denen gewisse Abgaben (Zinsen) entrichtet wurden. Dieser neue Groschentyp mit dem auf der Vorderseite gerade oder schräg stehenden behelmten Kurschild mit der thüringischen Zier und dem auf der Rückseite ebenso ausgeführten sächsischen Rautenschild mit der sächsischen Zier und der Umschrift GROSSVS NOVVS DVCUM SAXONIE (ausgeschrieben), übersetzt: &amp;#039;&amp;#039;Neuer Groschen der Herzöge von Sachsen&amp;#039;&amp;#039;, wurde 3½&amp;amp;nbsp;Jahrzehnte&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Krug: &amp;#039;&amp;#039;Die meißnisch-sächsischen Groschen 1338–1500&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1974, S. 102&amp;lt;/ref&amp;gt; geprägt und war Vorbild für die Groschen des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Die Groschen wurden größtenteils in den Münzstätten [[Münzstätte Schneeberg|Schneeberg]] und [[Münzstätte Leipzig|Leipzig]] geschlagen. Später prägten sie auch die Münzstätten [[Münzstätte Freiberg|Freiberg]], [[Münzstätte Annaberg|Annaberg]] und [[Münzstätte Buchholz|Buchholz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen der Groschen ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich lautete die amtliche Bezeichnung der Zinsgroschen Mutgroschen, abgeleitet von muten (nachsuchen, beantragen). Wer beim [[Bergamt]] [[Mutung]] einlegte, hatte einen Groschen Mutgebühren, den &amp;#039;&amp;#039;Mutgroschen&amp;#039;&amp;#039;, zu zahlen. Aus „Mutgroschen“ wurde im späteren Sprachgebrauch „Zinsgroschen“ und „Schneeberger“ oder mundartlich „Schnieber“. Das ist darauf zurückzuführen, dass die im Jahre 1496 besonders in der Schneeberger Münze in hoher Anzahl geschlagenen Zinsgroschen aus den großen Silberfunden des [[Schneeberg (Erzgebirge)|Schneebergs]] hergestellt wurden. Auch als später die anderen sächsischen Münzstätten dieses [[Münznominal|Nominal]] prägten, bestand der volkstümliche Namen fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altertum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tiberius, Denar, Lyon, CNG.jpg|mini|[[Tiberius]]. Denar 14 bis 37 n. Chr., wahrscheinlich ein sogenannter Bibelpfennig oder Zinsgroschen, eine Kopfsteuer, die Juden als Untertanen des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]] zu entrichten hatten.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Namens Zinsgroschen ist möglicherweise auf [[Luther]]s [[Lutherbibel|Übersetzung des Neuen Testaments]] zurückzuführen (vgl. {{B|Mt|22|19|LUT}}, Gleichnis vom Zinsgroschen).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Reinhard Breymayer]]: Zur Pragmatik des Bildes. Semiotische Beobachtungen zum Streitgespräch Mk 12, 13-17 (&amp;quot;Der Zinsgroschen&amp;quot;) unter Berücksichtigung der Spieltheorie. In: &amp;#039;&amp;#039;Linguistica Biblica. Interdisziplinäre Zeitschrift für Theologie und Linguistik&amp;#039;&amp;#039;, Heft 13/14 (1972), S. 19–51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Medaille der [[Medailleur]]e DÖLL und LOOS um 1800 zeigt Christus im Gespräch mit den Pharisäern über den Zinsgroschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mcsearch.info/record.html?id=734412 mcsearch.info:] Silbermedaille o. J. (um 1800) (Döll/Loos), [[Münz- und Medaillensignatur|signiert]] mit LOOS. „Zinsgroschen“ im [[Altertum]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 30&amp;amp;nbsp;Silberlinge (auch als Zinsgroschen bezeichnet), für die [[Judas Iskariot]] Christus verriet, könnten in Wirklichkeit römische [[Denarius|Denare]] gewesen sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[…] &amp;#039;&amp;#039;Eine Fälschung&amp;#039;&amp;#039; (des Silberlings für deren 30 Judas Christus verriet) &amp;#039;&amp;#039;trägt in Buchstaben des 15.&amp;amp;nbsp;Jh. die Aufschrift imago Caesaris, also Zinsgroschen. Ein dem [[Lucas van Leyden]] zugeschriebenes Bild aber zeigt unter dem Passionsgerät als Silberling sog. Görlitzer Schekel. In Wirklichkeit könnten die 30&amp;amp;nbsp;S. etwa röm. Denare oder Tetradrachmen von Tyros oder Antiochaia (Syr.) gewesen sein.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich von Schrötter, N. Bauer, K. Regling, A. Suhle, R. Vasmer, J. Wilcke: &amp;#039;&amp;#039;[[Wörterbuch der Münzkunde]]&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1970 (Nachdruck der Originalausgabe von 1930) S. 636&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Görlitzer Schekel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mcsearch.info/record.html?id=834146 mcsearch.info:] Görlitzer Schekel&amp;lt;/ref&amp;gt; sind Nachahmungen [[Schekel|jüdischer Schekel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bartgroschen und Zinsgroschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bartgroschen 1492, Zwickau, EA.jpg|mini|links|Kurfürst Friedrich III., Johann und Herzog Georg, [[Bartgroschen]] 1492, Mmz. Kleeblatt, [[Münzstätte Zwickau]] und [[Münzstätte Schneeberg]] (Krug 1878)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zinsgroschen, 1507 bis 1511 Freiberg, CNG.jpg|mini|Kurfürst Friedrich III. mit Johann und Herzog [[Georg der Bärtige|Georg]], Zinsgroschen o. J. (1507 bis 1511), Mmz. Lilie, [[Münzstätte Freiberg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die von 1492 bis 1493&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Haupt: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Münzkunde&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1974, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt; in den „Bergmünzstätten“ Schneeberg und [[Münzstätte Zwickau|Zwickau]] geschlagenen [[Bartgroschen]] zu 21&amp;amp;nbsp;Groschen auf den [[Rheinischer Gulden|rheinischen Gulden]], gleich den ab 1496 geprägten neuen Schneeberger Groschen, sind Zinsgroschen. Sie wurden zu 90&amp;amp;nbsp;Stück aus der 8-lötigen (= 0,500 f.) [[Mark (Gewicht)#Verschiedene Markgewichte|Erfurter Münzmark]] geschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Krug: &amp;#039;&amp;#039;Die meißnisch-sächsischen Groschen 1338–1500&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1974, S. 101&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bartgroschen mit dem &amp;#039;&amp;#039;bärtigen&amp;#039;&amp;#039; Brustbild des Kurfürsten [[Friedrich III. (Sachsen)|Friedrich III.]] (1486–1542) sind die ersten sächsischen Münzen mit dem Bildnis des Regenten. Gleichzeitig erscheint zum ersten Mal der Titel Elector in abgekürzter Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mcsearch.info/record.html?id=735214 mcsearch.info:] Friedrich III., Johann und Georg, dem Stellvertreter Albrechts (1492–1493), Bartgroschen 1492. Brustbild im Kurornat und mit geschultertem Kurschwert nach rechts. Die Bartgroschen von 1492 sind die ersten sächsischen Gepräge mit dem Bildnis des Regenten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die seit 1496 in Leipzig und danach besonders in Schneeberg in großen Mengen zu 21&amp;amp;nbsp;Stück auf den Goldgulden geprägten Zinsgroschen sowie die ab 1498 in der Münzstätte Annaberg gemünzten [[Schreckenberger]] im Wert von drei Zinsgroschen dienten der Vorbereitung der ab 1500 eingeführten silbernen Guldenwährung. Der Handel musste vorher mit der entsprechenden Menge an Kleinmünzen versorgt werden. Über das erste Ausbringen der Zinsgroschen gibt es keine verlässlichen Angaben. Erst die Münzordnung vom 9.&amp;amp;nbsp;Juli&amp;amp;nbsp;1498 nennt ihren [[Münzfuß]] mit 88&amp;amp;nbsp;Stück aus der Erfurter Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sächsischen Münzordnung von 1500 war das [[Fein- und Raugewicht|Raugewicht]] des Zinsgroschens mit 2,66&amp;amp;nbsp;g und der [[Feingehalt]] mit 7&amp;amp;nbsp;[[Lot (Feingehalt)|Lot]], 13&amp;amp;nbsp;[[Gran (Einheit)|Grän]] = 482,24&amp;amp;nbsp;‰ festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arnold_Talerwährung_58&amp;quot;&amp;gt;Paul Arnold: &amp;#039;&amp;#039;Die sächsische Talerwährung von 1500 bis 1763&amp;#039;&amp;#039;, Schweizerische numismatische Rundschau, Band 59, 1980, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt; Im sächsischen Münzsystem der neuen Guldenwährung galt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1&amp;amp;nbsp;Zinsgroschen = {{Bruch|21}}&amp;amp;nbsp;[[Gulden]] = ⅓&amp;amp;nbsp;Schreckenberger = 2&amp;amp;nbsp;[[Schwertgroschen]] = 12&amp;amp;nbsp;Pfennige = 24&amp;amp;nbsp;[[Heller (Münze)|Heller]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arnold_Talerwährung_58&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sächsische Münzgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Breiter Groschen]]&lt;br /&gt;
* [[Fürstengroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Schildgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Schwertgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Helmgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Judenkopfgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Kronichter Groschen]]&lt;br /&gt;
* [[Horngroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Margarethengroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Bauerngroschen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walther Haupt: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Münzkunde.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1974, S. 90.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Gerhard Krug (Numismatiker)|Gerhard Krug]] | Titel=Die meißnisch-sächsischen Groschen |HrsgReihe=Werner Coblenz | Reihe=Veröffentlichungen des Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden |BandReihe=13  |Verlag= Deutscher Verlag der Wissenschaften | Ort=Berlin | Datum=1974 | URN=nbn:de:bsz:14-db-id18786688892}}&lt;br /&gt;
* Heinz Fengler, Gerd Gierow, Willy Unger: &amp;#039;&amp;#039;transpress Lexikon Numismatik.&amp;#039;&amp;#039; Umschau, Berlin 1976, ISBN 978-3-524-00598-0.&lt;br /&gt;
* Friedrich von Schrötter (Hrsg.), mit N. Bauer, K. Regling, A. Suhle, [[Richard Vasmer|R. Vasmer]], J. Wilcke: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Münzkunde.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 1970 (Nachdruck der Originalausgabe von 1930), ISBN 978-3-11-001227-9.&lt;br /&gt;
* Paul Arnold: &amp;#039;&amp;#039;Die sächsische Talerwährung von 1500 bis 1763.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizerische numismatische Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; Band 59, 1980, S. 50–94.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Münze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silbermünze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Währungseinheit (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Währungsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbaugeschichte (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau (Sächsisches Erzgebirge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Erzgebirge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Münze (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau im Mittelalter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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