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	<title>Zinne - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zinne&amp;diff=163359&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Julian schoe: korr</title>
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		<updated>2026-04-16T18:40:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;korr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel| erläutert den schildförmigen Aufbau auf einer Mauer. Zur Geländeform siehe [[Felsnadel]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bellinzona Stadtmauer.JPG|mini|hochkant=1.2|Die mit Schwalbenschwanzzinnen gekrönte [[Murata (Bellinzona)|Stadtmauer]] von [[Bellinzona]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zinne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von gleichbedeutend {{gohS|zinna}})&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Kluge, Elmar Seebold |Titel=Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache |Auflage=25., durchgesehene und erw. Aufl |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin ; Boston |Datum=2011 |ISBN=978-3-11-022364-4 |Seiten=1012 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein gemauerter Aufsatz auf einer [[Brustwehr]]. In ihrer ursprünglichen Funktion diente die ungefähr mannshohe Zinne dazu, einem dahinter auf einem [[Wehrgang]] oder einer [[Wehrplatte|Wehrplattform]] stehenden Verteidiger Deckung gegen feindliche [[Fernwaffe]]n zu geben. Die zwischen den Zinnen liegenden Lücken (auch als &amp;#039;&amp;#039;Zinnenfenster&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Schießscharte|-scharten]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) reichen innenseitig bis auf die Höhe einer [[Brüstung]] hinab und erlauben den Verteidigern Zugriff auf das Schussfeld. Sie wurden manchmal mit hölzernen Klappladen, den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Schartenladen&amp;#039;&amp;#039;, geschlossen. &amp;#039;&amp;#039;Zinnenfenster&amp;#039;&amp;#039; waren immer mindestens so breit, dass sich ein Bogen- oder Armbrustschütze unbeengt darüber hinauslehnen konnte, während die Breite einer einzelnen Zinne zwischen 0,76 und 2,35&amp;amp;nbsp;Meter schwankte und ihre Höhe zwischen einem und zwei Metern betrug.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben gemäß O. Piper: &amp;#039;&amp;#039;Burgenkunde&amp;#039;&amp;#039;, S. 329. Herbert de Caboga gibt die durchschnittliche Breite einer Zinne mit 0,70 bis 2 Meter und deren durchschnittliche Höhe mit einem bis 1,40 Meter an.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn eine Mauer auf ihrer gesamten Länge mit Zinnen besetzt ist, spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;Zinnenkranz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zinnen wurden in [[Antike]] und [[Mittelalter]] oft an [[Befestigung]]sanlagen wie [[Stadtmauer]]n oder [[Burg]]en eingesetzt. Im [[Mittelhochdeutsch]]en wurden sie auch mit &amp;#039;&amp;#039;[[Wimperg|Wintberge]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Sie waren aber nicht nur wehrhafte Bauteile, sondern auch Bedeutungsträger und herrschaftliche Symbole. Der Zinnenkranz einer Wehranlage galt lange Zeit als weithin sichtbares Zeichen der hohen gesellschaftlichen Stellung der Burgbesitzer, weil diese ihren Sitz bewehren durften. Daher sind [[Zinne (Heraldik)|Zinnen in der Heraldik]], also als Elemente in Wappen, anzutreffen (als [[Balken (Heraldik) #Zinnenbalken|Zinnenbalken]] oder in einer [[Mauerkrone]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Almeria Zinnen der Alcazaba (fcm).jpg|mini|Zinnen der [[Alcazaba (Almería)|Alcazaba]] in [[Almería]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Form der Zinnen bestand aus quaderförmigem Mauerwerk mit nahezu ebenso breiten Zwischenräumen. Die Oberseite der Zinnen sowie die Sohle der Scharten waren anfangs grundsätzlich waagerecht. Ursprünglich war der Zwischenraum weitaus größer, da man nicht nur mit der Armbrust und dem Bogen durch sie hindurchschoss, sondern hier auch Wurfmaterial auf die Angreifer hinabwarf. Die Erfindung der [[Maschikuli]]s am Fuß der Brüstung ließ es zu, engere Schießscharten zu bauen, die sich nicht selten auch zusätzlich in den Zinnen selber befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 13. Jahrhunderts ([[Hochmittelalter]]) begann man, die Zinnen sowie die Sohle der Scharten abgewässert zu bauen. Das heißt, sie wiesen schräg nach unten oder waren nach innen und außen abgedacht. Jedoch schon seit dem 12. Jahrhundert wurden die Wehrgänge und somit auch die Zinnen mit einem hölzernen Schutzdach bedeckt oder als [[Galerie (Architektur)|Galerie]] ausgeführt, um den Verteidigern Schutz von oben zu geben. Die Zinnen verloren somit im Laufe der darauffolgenden Jahrhunderte an Bedeutung. Die Gestaltung der Schießscharten und Maschikulis nahmen parallel an Vielfalt zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zinnen und Maschikulis wurden später, als sie kaum mehr militärische Bedeutung hatten, in der Architektur der frühen Neuzeit bis hin zur [[Neugotik]] des 19. Jahrhunderts zu beliebter Dekoration. Häufig waren diese Zierzinnen weit weniger groß als die mittelalterlichen Originale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zinnenformen ==&lt;br /&gt;
Die rechteckige Breitzinne wurde üblicherweise in der [[Römische Architektur|römischen Architektur]] verwendet, während [[Stufenzinne]]n schon auf [[Assyrien|altassyrischen]] Darstellungen zu finden und somit eine ältere Form sind. Die Rundbogenzinne (auch kurz Bogenzinne genannt) gehört ebenso zu den in der Neuzeit in Mode gekommenen Zierzinnen wie die [[Bogen (Architektur)#Karniesbogen|Karniesbogenzinne]]. Hingegen gehören klassische Rechteckzinnen, [[Schwalbenschwanzzinne]]n und die vor allem im arabischen Raum verbreitete Kielbogenzinne zu den im Mittelalter üblichen Bauteilen mit tatsächlicher Wehrfunktion. Die Zinnen in Form eines Sägezahns sind wiederum eine Bauform, die rein dekorativen Zwecken diente. Wenn eine Zinne durch ein [[Satteldach|Sattel-]], [[Pultdach|Pult-]] oder [[Zeltdach]] abgeschlossen wurde, wird sie mit Dachzinne bezeichnet. Solche dachförmigen Abschlüsse werden &amp;#039;&amp;#039;Zinnendeckel&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme, die Form der Zinnen habe einst etwas über den Besitzer der Anlage aussagen können, ist jedoch falsch. Angeblich bevorzugten die kaisertreuen [[Ghibellinen]] im mittelalterlichen Italien schwalbenschwanzförmige Zinnen, während die Anhänger des Papstes – die [[Guelfen]] – mehr den Rechteckzinnen zugetan gewesen sein sollen. Allerdings ist die Form der Schwalbenschwanzzinne viel älter als der guelfisch-ghibellinische Streit, und es gibt Bauten, an denen sowohl Welfen- als auch Ghibellinenzinnen vorkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Piper: &amp;#039;&amp;#039;Burgenkunde&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;329.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in ihrer Frühzeit zum Teil von [[Byzantinische Kunst|Byzanz]] beeinflusste Architektur des westlichen [[Islam]] zeigt häufig abgestufte oder abgetreppte Zinnen, während die für Wehrbauten im persisch-indischen Raum typischen Zinnen schildförmig und sehr eng nebeneinander gestellt sowie oft [[ornament]]iert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;110&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenzburg stadtmauer.jpg|Rechteckzinnen auf der Stadtmauer von [[Lenzburg]]&lt;br /&gt;
Datei:Ghibellijnen.jpg|Schwalbenschwanz&amp;amp;shy;zinnen auf der [[Ponte Scaligero]]&lt;br /&gt;
Datei:SevillaTorreDelOro07.JPG|Dachzinnen mit Zeltdach am Torre del Oro in [[Sevilla]]&lt;br /&gt;
Datei:Jindrichuv Hradec-castle2.jpg|Sägezahnzinnen am [[Schloss Jindřichův Hradec]]&lt;br /&gt;
Datei:Chojnik Zamek1.JPG|Rundbogenzinnen an der [[Burg Chojnik|Burgruine Chojnik]]&lt;br /&gt;
Datei:Detalle Mezquita (1403562793).jpg|Abgestufte Zinnen an der [[Mezquita-Catedral de Córdoba|Mezquíta de Córdoba]]&lt;br /&gt;
Datei:Jaipur 03-2016 08 Amber Fort.jpg|Schildförmige Zinnen am [[Amber-Fort]], [[Jaipur]], Indien&lt;br /&gt;
Datei:Zinne (Göttingen, Weender Landstr.14, 2024).jpg|Neugotischer Zinnenkranz (Göttingen, Weender Landstraße 14, erbaut 1852&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland]]: [[Baudenkmale in Niedersachsen]] (Band 5,1): Landkreis Göttingen, Stadt Göttingen&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Friedr. Vieweg &amp;amp; Sohn, Braunschweig / Wiesbaden 1982, ISBN 3-528-06203-7, S.&amp;amp;nbsp;63. ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/dtbrd_nds_bd5_1/0067/image,info Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Losse]], Reinhard Friedrich: &amp;#039;&amp;#039;Zinnen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Horst Wolfgang Böhme]], Reinhard Friedrich, [[Barbara Schock-Werner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen&amp;#039;&amp;#039;. Philipp Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-010547-1, S.&amp;amp;nbsp;271, [[doi:10.11588/arthistoricum.535]].&lt;br /&gt;
* Herbert de Caboga: &amp;#039;&amp;#039;Die Burg im Mittelalter. Geschichte und Formen&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Frankfurt/Main [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1982, ISBN 3-548-36068-8, S.&amp;amp;nbsp;47–51.&lt;br /&gt;
* Johann Nepomuk Cori: &amp;#039;&amp;#039;Bau und Einrichtung der Deutschen Burgen im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Städtebilder-Verlag, Darmstadt 1899, S.&amp;amp;nbsp;35–36 ([http://www.archive.org/stream/bauundeinrichtu00czergoog#page/n53/mode/1up/search/zinne Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Christofer Herrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zinne. Über die Karriere eines Architekturelements. Dargestellt an Beispielen aus dem Ordensland Preußen.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Eimer, Ernst Gierlich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Echte Wehrhaftigkeit oder martialische Wirkung. Zur praktischen Funktion und zum Symbolcharakter von Wehrelementen profaner und sakraler Bauten im Deutschordensland Preußen und im Ostseeraum&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kunsthistorische Arbeiten der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;3). Wissenschaft und Politik, Köln 2000, ISBN 3-8046-8868-3, S.&amp;amp;nbsp;77–90 ([https://www.academia.edu/35125114/Christofer_Herrmann_Die_Zinne._%C3%9Cber_die_Karriere_eines_Architekturelements._Dargestellt_an_Beispielen_aus_dem_Ordensland_Preu%C3%9Fen_2000_ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Otto Piper (Burgenforscher)|Otto Piper]]: &amp;#039;&amp;#039;Burgenkunde&amp;#039;&amp;#039;. Weltbild, Augsburg 1994, ISBN 3-89350-554-7, S.&amp;amp;nbsp;321, 329–331.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Zinne}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Merlons|Zinnen}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Dictionnaire raisonné de l’architecture française du XIe au XVIe siècle/Créneau|Dictionnaire raisonné de l’architecture française du XIe au XVIe siècle: Créneau|lang=fr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4592125-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teil einer Befestigungsanlage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Julian schoe</name></author>
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