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	<title>Zinkphosphatzement - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T12:22:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zinkphosphatzement&amp;diff=569426&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:908:D20:2E60:29CE:8B6B:E07A:A992: /* Eigenschaften */</title>
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		<updated>2024-10-10T16:52:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Eigenschaften&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zinkphosphatzement&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phosphatzement&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Zahnmedizin]] eines der am häufigsten gebrauchten Materialien. Der [[Zement]] wird aus einem Pulver (Zinkoxid und 10 % Magnesiumoxid) und einer Flüssigkeit (Orthophosphorsäure H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) angerührt und ergibt nach Abbindung ein [[kristall]]ines [[Zinkphosphat]]. In der Zahnmedizin dient der Zement zur Befestigung von [[Zahnkrone|Kronen]] (Befestigungszement), als [[Unterfüllung]] als thermischer und chemischer Isolator sowie als provisorische Füllung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb der Zahnheilkunde dient Phosphatzement zudem als Isolierstoffumhüllung und Fixierung von [[Drahtwiderstand|Drahtwiderständen]].&amp;lt;!-- ref&amp;gt;http://weidinger.eu/weidinger2/shop/detailansicht.jsp?number=WB62328&amp;lt;/ref --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phosphatzement wird aus zwei Komponenten zusammengerührt: einem Zementpulver und einer Flüssigkeit.&lt;br /&gt;
* Das Zementpulver hat folgende Bestandteile&lt;br /&gt;
** ≥ 80–90 % [[Zinkoxid]] (ZnO)&lt;br /&gt;
** ≥ 10 % [[Magnesiumoxid]] (MgO)&lt;br /&gt;
** ≥ 6 % [[Calciumfluorid]] (CaF&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
** ≥ 4 % [[Siliciumdioxid]] (SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Die Flüssigkeit besteht aus einer 45–64%igen [[Phosphorsäure]] (Orthophosphorsäure), ergänzt mit [[Aluminiumhydroxid]]- und Zinkpuffern zur Verminderung der Abbindegeschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verarbeitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die zahnmedizinische Verarbeitung wird das Zementpulver mit der Flüssigkeit auf einer kühlen und trockenen Unterfläche (normalerweise eine Glasplatte – auf der rauen Seite der Glasplatte) mit einem Spatel aus korrosionsbeständigem Stahl, Achat oder Keramik angemischt. Die Verarbeitungstemperatur soll bei Raumtemperatur liegen (18–20&amp;amp;nbsp;°C).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anmischverhältnis von Pulver zu Flüssigkeit ist abhängig vom Feinheitsgrad der Mahlung ([[Korngröße]]) des Pulvers, vom Wassergehalt der [[Säure]] und vom beabsichtigten Einsatz als Befestigungszement oder Unterfüllung. Das Pulver/Flüssigkeits-Verhältnis beeinflusst nicht nur die Konsistenz, sondern auch die mechanische Festigkeit, die Löslichkeit und die Filmdicke des Zementes. Vor dem Einbringen des Zements ist der Zahn trocken zu blasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Einsatz als Befestigungszement wird eine sahnige Konsistenz gefordert, damit sich die Krone, die [[Brücke (Zahntechnik)|Brücke]] oder das Inlay vollständig auf den präparierten Zahn drücken lässt, ohne zu einer Bisserhöhung zu führen. Die Konsistenz lässt sich damit mit dem „Häkchentest“ prüfen, indem mit dem Spatel eine Spitze aus der Masse ausgezogen wird. Die korrekte Unterfüllungskonsistenz ist erreicht, wenn sich die entstandene Spitze zu einem Häkchen umlegt und nicht zurück in die Masse sinkt. Die Befestigungskonsistenz ist erreicht, wenn die ausgezogene Spitze langsam wieder in die Masse zurücksinkt. Üblicherweise wird der angerührte Zement in die zu zementierende Krone gegeben. Nach dem Einsetzen mit Zement beißt der Patient einige Minuten (4–6 Minuten) zu (auf eine Watterolle). In dieser Zeit bindet der Zement ab. Danach werden die Zementreste entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Unterfüllung sollte der Zement mit einer Konsistenz von Kitt verarbeitet werden, also mit mehr Pulver angerührt werden. Durch Stopfdruck lässt sich der Kitt in kleinste Hohlräume pressen, ohne Lufteinschlüsse zu enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zinkphosphatzement ist &amp;#039;&amp;#039;der&amp;#039;&amp;#039; klassische Zahnzement schlechthin (konventioneller Befestigungszement). In den letzten Jahren kamen neuere Klebezemente auf anderer chemischer Basis hinzu (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Glasionomerzement]]), haben aber den klassischen Phosphatzement nicht verdrängt, der sich mit seiner einfachen und sicheren Verarbeitung und seinem guten Preis-Leistungs-Verhältnis weiterhin am Dentalmarkt behauptet. Zinkphosphatzement hat nur eine geringe&amp;lt;!-- Quelle? --&amp;gt; [[Biegefestigkeit|Biegebruchfestigkeit]] und er klebt nicht auf dem Dentin (es ist ein Zement und kein Kleber).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zinkphosphatzement hat eine hohe Druckfestigkeit, eine geringe Filmdicke, eine minimale Abbindeschrumpfung und ist bioverträglich. Im Vergleich zu anderen Befestigungsmaterialien wie Glasionomerzement oder Kompositen ist Zinkphosphatzement weniger feuchtigkeitsempfindlich. Die beim Einzementieren von dentalen Restaurationen entstehenden Überschüsse lassen sich einfach entfernen.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Raab: &amp;#039;&amp;#039;Fixation of all ceramic restorations – the advantages of cementation.&amp;#039;&amp;#039; DENTAL INC 2008: March / April, S. 50–53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;D. Raab: &amp;#039;&amp;#039;Fixation of all ceramic restorations – the advantages of cementation.&amp;#039;&amp;#039; 全瓷修复的粘接 — 水门汀的优势. DENTAL INC Chinese Edition 2008: Sonderdruck.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;D. Raab: &amp;#039;&amp;#039;Konventionelle Befestigung von Vollkeramikrestaurationen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zahn Prax.&amp;#039;&amp;#039; 12, 2009, S. 84–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zinkphosphatzement hat eine hohe Klebefähigkeit am Zahn, am Metall, oder auch an [[Zirconium(IV)-oxid|Zirconiumoxid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der starken Säure schädigt der Zinkphosphatzement das [[Zahnpulpa|Zahnmark]] (bzw. den Zahnnerv) während der Abbindephase nicht. Er wird darum zum Schutz der Pulpa unter Kompositfüllungen als Unterfüllung verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Dentalmarken in Deutschland für Zinkphosphatzement sind &amp;#039;&amp;#039;Harvard-Zement&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hoffmann’s Cement&amp;#039;&amp;#039;. Otto Hoffmann hat diesen Zement 1892 erfunden und sich patentieren lassen. Bis zum Anfang des Ersten Weltkrieges hatte er mit seinem Zement eine weltweite Monopolstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Das rote&amp;lt;!-- Quelle?--&amp;gt; Zinkoxid wird mit [[Flussmittel (Keramik)|Flussmittel]] zu einem festen [[Klinker]] gebrannt, dann zu Pulver gerieben und an der Luft [[oxid]]iert (geröstet). Dem dann weißen Pulver werden Metalloxide (Eisen- und Manganoxid) beigemischt, um eine Zahnfarbe zu erreichen. Die Phosphorsäure wird aus Kalziumphosphat-haltigen Mineralien mittels Schwefelsäure gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Zunächst als Füllungsmaterial gedacht, entwickelten die Dresdner [[Sylvestre Augustin Rostaing de Rostagni]] (1794–1866) und sein Sohn [[Charles Augustin Rostaing]] (*&amp;amp;nbsp;1831) den Zinkphosphatzement, den sie 1858 auf den Markt brachten und der schließlich zur Befestigung von Kronen, Brücken und Inlays verwendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernd Reitemeier |Titel=Einführung in die Zahnmedizin |Sammelwerk=Zahn-Mund-Kiefer-Heilkunde |Verlag=Georg Thieme Verlag |Ort=Stuttgart, New York |Datum=2006 |ISBN=3-13-139191-X |Seiten=5 |Online={{Google Buch | BuchID=LfKceJs9blUC | Seite=5}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Sylvestre Augustin Rostaing seine Rezeptur nicht weitergegeben hatte, machte sich der Chemiker, Erfinder und Unternehmer [[Otto Hoffmann (Chemiker)|Carl Franz Otto Hoffmann]] daran, das &amp;#039;&amp;#039;Dentinagene&amp;#039;&amp;#039; nachzubilden. Die Mischung &amp;#039;&amp;#039;Dentinagene&amp;#039;&amp;#039; wurde ab 1892 durch die Berliner Firma Richter &amp;amp; Hoffmann Harvard Dental Manuf. Co. als &amp;#039;&amp;#039;Harvard Cement&amp;#039;&amp;#039; vermarktet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Ullmann, Wolfgang Gerhartz, Y. Stephen Yamamoto, F. Thomas Campbell, Rudolf Pfefferkorn, James F. Rounsaville |Titel=Ullmann’s encyclopedia of industrial chemistry |Verlag=VCH |Datum=1987 |ISBN=0-89573-158-4 |Online={{Google Buch | BuchID=9M1tAAAAIAAJ}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit einer Trennung der beiden Eigentümerfamilien und [[Markenrecht (Deutschland)|markenrech]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;tlichen Auseinandersetzungen (2004 – ca. 2009) gibt es zwei Folgeprodukte. Den &amp;#039;&amp;#039;Harvard Cement&amp;#039;&amp;#039; gibt es als Original Marke&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.harvard-dental-international.eu/geschaeftsbereich/das-unternehmen.html?L=0 |text=Das Unternehmen Harvard |wayback=20160227225010}}. Abgerufen am 26. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die originale Rezeptur des Erfinders wird seit 2005 als &amp;#039;&amp;#039;Hoffmann’s Phosphatzement&amp;#039;&amp;#039; vermarktet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hoffmann-dental.com/?page_id=21 Der Pionier der Dentalindustrie], Hoffmann’s. Abgerufen am 26. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://d-nb.info/961858494/34 Grundlegende Untersuchungen zur Abbindereaktion von Zinkphosphatzement (Dissertation Oliver Pawlig)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahnärztlicher Werkstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2A02:908:D20:2E60:29CE:8B6B:E07A:A992</name></author>
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