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	<title>Zingulum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T11:54:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zingulum&amp;diff=54749&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der wahre Jakob: /* Zingulum als Teil des liturgischen Gewands */ erg</title>
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		<updated>2026-02-26T11:21:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zingulum als Teil des liturgischen Gewands: &lt;/span&gt; erg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem Gürtel als Kleidungsstück, für weitere Bedeutungen siehe auch [[Cingulum]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Anglican priest vested in an alb, cincture and purple stole.jpg|mini|hochkant|Mit dem Zingulum befestigte [[Stola (liturgische Kleidung)|Stola]]]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zingulum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cingulum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|cingulum|de=Gürtel, Leibgurt}}, Plural &amp;#039;&amp;#039;cingula&amp;#039;&amp;#039;) ist die Bezeichnung für verschiedene Gürtel oder Leibgurte, die Teil der liturgischen oder standesgemäßen Kleidung von [[Kleriker]]n oder [[Ordensleute]]n in christlichen Kirchen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem liturgischen Zingulum wird die [[Albe]] geschürzt, welche [[römisch-katholische Kirche|katholische]] [[Kleriker]] als liturgisches Untergewand beim Gottesdienst tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leibbinde, die [[Klerus|Kleriker]] um ihre [[Soutane]] tragen, wird auch als (Soutanen-)Zingulum bezeichnet. [[Ordensgemeinschaft|Ordensleute]] tragen ein Zingulum aus Stoff oder Leder um ihren [[Habit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ist vom römischen [[Cingulum militare|Cingulum]] abgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Schwaiger (Historiker)|Georg Schwaiger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mönchtum, Orden, Klöster&amp;#039;&amp;#039;. Verlag C.H. Beck, München 2001, S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zingulum als Teil des liturgischen Gewands  ==&lt;br /&gt;
=== Beschreibung ===&lt;br /&gt;
Das Zingulum zum Gürten der [[Albe]] beim Gottesdienst besteht aus Leinen oder Hanf, früher gelegentlich auch aus Seide oder Wolle; es kann nach Art eines Stricks, als gewebtes oder zusammengenähtes Stoffband von etwa 3 cm Breite gestaltet sein und ist meist weiß, kann aber auch mit der [[Liturgische Farben|liturgischen Farbe]] der übrigen [[Parament]]e übereinstimmen. Es hat eine Länge von etwa 2,50 m, wenn es gedoppelt getragen wird von 3,50 bis 4,00 m. Manche Zingula hatten innen schmale Bänder zur Befestigung an der Albe. An den Enden befanden sich häufig [[Franse]]n oder [[Quaste|Troddeln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frühmittelalter]] gab es das Zingulum auch als Riemen, ab dem 9. Jahrhundert überall als Strick oder Band. Material und Form waren regional [[partikularrecht]]lich und nicht allgemeinrechtlich     &lt;br /&gt;
festgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Braun: &amp;#039;&amp;#039;Die Liturgischen Paramente in Gegenwart und Vergangenheit.&amp;#039;&amp;#039; 2., verbesserte Aufl. Freiburg (Breisgau) 1924, S. 81ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Symbolik ===&lt;br /&gt;
Für die Deutung des Zingulums in der [[Liturgie]] wurde auf die biblische Symbolik des Sich-Gürtens zurückgegriffen: Der Gürtel ist eine von Gott kommende Kraft, vgl. {{B|Ps|18|33|EU}}: „Gott hat mich mit Kraft umgürtet, er führte mich auf einen Weg ohne Hindernis.“ Das Umgürten drückt ferner Bereitschaft aus, siehe {{B|Ex|12|11|EU}}: „So aber sollt ihr es essen: eure Hüften gegürtet, Schuhe an den Füßen, den Stab in der Hand. Esst es hastig! Es ist die Paschafeier für den Herrn“, {{B|Eph|6|14}}: „Gürtet euch mit Wahrheit“ und {{B|Lk|12|35-36|EU}}: „Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft“. Das Zingulum kann Demut gegenüber dem sich aufblähenden Gewand bedeuten (vgl. [[Seckau]]er [[Missale]], 12. Jh.) oder, da es die [[Albe]] als Sinnbild der [[Taufe]] zusammenhält, eine Bitte um Bewahrung der [[Gnade (Theologie)|Taufgnade]] ausdrücken. Im Mittelalter trat daneben auch die Bitte um Beherrschung der Triebe, etwa im [[Sakramentar]] von Tours, 9./10. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Andreas Jungmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der Römischen Messe.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Messe im Wandel der Jahrhunderte, Messe und kirchliche Gemeinschaft, Vormesse.&amp;#039;&amp;#039; 3., verbesserte Auflage. Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 1952, S. 368 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Anlegens des Zingulums spricht der Kleriker das folgende [[Ankleidegebet]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=&amp;#039;&amp;#039;Præcínge me, Dòmine, cingulo puritátis et exstíngue in lumbis meis humórem libídinis: ut máneat in me virtus continéntiæ et castitátis.&amp;#039;&amp;#039;|Übersetzung=&lt;br /&gt;
Umgürte mich, Herr, mit dem Gürtel der Reinheit und lösche in meinen Lenden die (Feuchtigkeit der) Begierde, damit in mir bleibe die Tugend der Beherrschtheit und Keuschheit.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ostkirchen ===&lt;br /&gt;
In den [[Östliches Christentum#Ostkirchen|östlichen Kirchen]] wird das Band, mit dem das [[Sticharion]], das Untergewand des Priesters, gegürtet wird, auf [[Neugriechische Sprache|Neugriechisch]] ζώνη ‚Zoni‘ genannt. Es ist ein Stoffgürtel, dessen Vorderseite einen Paramentenstreifen bildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LThK|[[Michael Kunzler]]|Liturgische Gewänder. III. Liturgie des Ostens|3|6|999}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;60&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Cingolo-lusso-bianco-1.jpg|Zingulum in Weiß und Gold&lt;br /&gt;
Datei:Zingulum 1.jpg|Standardknoten für das einfache Zingulum zur Albe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leibbinde zur Soutane von Klerikern (Soutanenzingulum, Zona, Fascia) ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Soutanenbinde}}&lt;br /&gt;
Zur [[Soutane]] der Kleriker, der früheren Alltagsbekleidung, wird das Soutanenzingulum getragen, ein breites Band aus edlem Stoff in den Würdefarben entsprechend der Hierarchiestufe des Geistlichen. Es wird auch als „Zona“&amp;lt;ref&amp;gt;Instruktion &amp;#039;&amp;#039;Ut sive sollicite&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Dokumente zur Erneuerung der Liturgie&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, Heinrich Rennings und Martin Klöckener (Hrsg.),  Butzon &amp;amp; Bercker,  1335, S. 639 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „Fascia“ bezeichnet, im Englischen als „sash“. Ein [[Priester (Christentum)|Priester]] trägt ein schwarzes Soutanenzingulum, ein [[Bischof]] ein violettes aus Seide, ein [[Kardinal]] ein scharlachrotes aus [[Moiré]]seide und der [[Papst]] ein weißes, ebenfalls aus Moiréseide. (Siehe auch: &amp;#039;&amp;#039;[[Papst#Kleidung|Kleidung des Papstes]]&amp;#039;&amp;#039;.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;100&amp;quot; heights=&amp;quot;100&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Cassock (Catholic Bishop).svg|[[Bischof]] in Soutane mit violettem Soutanenzingulum&lt;br /&gt;
Datei:Frantiskan (bearb Sp).jpg|[[Franziskaner (OFM)|Franziskaner]] im Habit mit weißer Kordel (Zingulum) &lt;br /&gt;
Datei:Isabella Clara Eugenia as a nun.jpg|Habit der [[Klarissen|Armen Klarissen]] mit dem [[Franziskanerknoten]] in der Kordel&lt;br /&gt;
Datei:Trappist praying 2007-08-20 dti.jpg|[[Trappisten|Trappist]] beim Gebet, das Zingulum des Habits ist ein Stoffband in der Farbe des Habits.&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zingulum der Ordensleute ==&lt;br /&gt;
Das Zingulum der Ordensleute, das sie zum Gürten des [[Habit]]s tragen, kann ein einfacher Strick (häufig „Kordel“ genannt), ein Ledergürtel oder ein Stoffband sein. Bei manchen Orden ist es mit dem [[Skapulier]] verbunden. Bei den [[Franziskanische Orden|franziskanischen Orden]] hat die weiße Kordel mehrere dreifache [[Franziskanerknoten|Überhandknoten]], die die [[Gelübde]] der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams symbolisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joseph Braun (Theologe, 1857)|Joseph Braun]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Liturgische Gewandung: Im Occident Und Orient Nach Ursprung Und Entwicklung, Verwendung Und Symbolik.&amp;#039;&amp;#039; 1907. (Reprint:  Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1964, ISBN 978-116982824-7), S. 101–117.&lt;br /&gt;
*Joseph Braun: &amp;#039;&amp;#039;Die Liturgischen Paramente in Gegenwart und Vergangenheit. Ein Handbuch der Paramentik.&amp;#039;&amp;#039; 2., verbesserte Auflage. Herder, Freiburg (Breisgau) 1924. (Reprographischer Nachdruck: Verlag Nova und Vetera, Bonn 2005, ISBN 3-936741-07-7), S. 81–85.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ordenstracht (christliche Ordensgemeinschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liturgische Bekleidung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gürtel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der wahre Jakob</name></author>
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