<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zimbelkraut</id>
	<title>Zimbelkraut - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zimbelkraut"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zimbelkraut&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-21T21:37:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zimbelkraut&amp;diff=610904&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Seysi am 9. Oktober 2025 um 20:05 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zimbelkraut&amp;diff=610904&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-09T20:05:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Zimbelkraut&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Cymbalaria muralis&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Gottfried Gaertner|G.Gaertn.]], [[Bernhard Meyer (Ornithologe)|B.Mey.]] &amp;amp; [[Johannes Scherbius|Scherb.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Zimbelkräuter&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Cymbalaria&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Wegerichgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Plantaginaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Lippenblütlerartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Lamiales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Euasteriden I&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Asteriden&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Cymbalaria-muralis-2036.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Zimbelkraut (&amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria muralis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zimbelkraut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria muralis&amp;#039;&amp;#039;, synonym &amp;#039;&amp;#039;Linaria cymbalaria&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zymbelkraut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mauer-Zimbelkraut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Eustett&amp;#039;&amp;#039; ([[Schweiz]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritzel1882&amp;quot; /&amp;gt; genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der Familie der [[Wegerichgewächse]] (Plantaginaceae).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cymbalaria muralis Sturm21.jpg|mini|Illustration aus [[Jacob Sturm (Kupferstecher)|Sturm]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cymballaria muralis.JPG|mini|Habitus, Laubblätter und Blüten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cymbalaria muralis close up.jpg|mini|Zygomorphe Blüten im Detail]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cymbalaria February 2008-1.jpg|mini|Gestielte Laubblätter und Blüte von der Seite mit Kelch und Sporn]]&lt;br /&gt;
[[Datei:(MHNT) Cymbalaria muralis - fruits.jpg|mini|Früchte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Das Zimbelkraut ist eine ausdauernde, [[krautige Pflanze]]. Die fadenförmigen, kletternden oder hängenden, kahlen bis behaarten [[Stängel]] sind bis zu 60 Zentimeter lang. Die kleinen, kahlen, langstieligen, wechsel- bis gegenständigen, herzförmigen, gelappten, ganzrandigen, bis 1,5–5,5 Zentimeter großen [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind unterseits manchmal violett gefärbt. Die rundlichen bis dreieckigen 5–9 Blattlappen sind oft feinstachelspitzig oder abgerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die gestielten Blüten erscheinen einzeln und achselständig. Die relativ kleinen, zwittrigen, fünfzähligen und hellvioletten bis violett, selten weißen [[Blüte]]n sind [[zygomorph]] mit doppelter [[Blütenhülle]]. Die zweilippigen Blütenkronen sind [[Sporn (Botanik)|gespornt]]. Die Blütenröhre ist mit einem gelben „Gaumen“ maskiert, von einer Wölbung der dreilappigen Unterlippe verschlossen. Dies schließt schwache Insekten von der Bestäubung aus (Kraftblume). Die Maskierung täuscht große Staubbeutel vor, ein Signal an pollensammelnde Insekten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Imhof&amp;quot; /&amp;gt; Die kurzen und eingeschlossenen vier [[Staubblatt|Staubblätter]] sind [[Staubblatt#Spezielle Formen|didynamisch]]. Der [[Fruchtknoten]] ist oberständig mit schlankem [[Griffel (Botanik)|Griffel]]. Es werden kleine, kahle und rundliche, vielsamige [[Kapselfrucht|Kapselfrüchte]] mit Griffelresten an langen Fruchstielen mit beständigem Kelch gebildet. Die grob texturierten Samen sind etwa einen Millimeter groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blütezeit reicht von der zweiten Aprilhälfte bis September,&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-8001-3342-3}}, S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Fruchtreife]] von August bis September.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 14.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Das Zimbelkraut ist ein ausdauernder [[Hemikryptophyt]] bzw. ein krautiger [[Chamaephyt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blütenökologisch handelt es sich um homogame „[[Blume#Blumentypen|Maskenblumen]]“ mit Kronblattsporn. Die gelben [[Saftmal|Blütenmale]] außen auf der Unterlippe der Blüte wirken als [[Staubbeutel]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;attrappen&amp;lt;/nowiki&amp;gt;. Die Blüten wenden sich zum Licht (sie sind positiv phototrop). [[Bestäuber]] sind [[Bienen]] und [[Schwebfliegen]]. Auch Selbstbestäubung in den Blütenknospen kurzer, sich in die Erde einbohrender Seitenzweige mit geschlossen bleibenden Blüten ([[Kleistogamie]]) kommt vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fruchtstiel wächst nach der [[Befruchtung]] aus. Die kleinen, dreiklappigen Porenkapseln springen auf und setzen die [[Same (Pflanze)|Samen]] frei. Der letzte Samen bleibt mit der [[Frucht]] fest verbunden, deren Fruchtstiel schließlich weg vom Licht (negativ phototrop) und damit beispielsweise in Mauerspalten hinein wächst. So erhalten die Samen mit großer Sicherheit ein günstiges Keimbett. Zimbelkraut ist damit das klassische Lehrbuchbeispiel für [[Phototropismus]]. Das Zimbelkraut ist ein [[Autochorie|Selbstaussäer]], ein [[Dunkelkeimer]] und ein [[Gartenflüchter]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Vorkommen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zimbelkraut stammt ursprünglich aus dem [[Mittelmeerraum]]. Ursprüngliche Standorte waren Felsen der Gebirge Nord[[italien]]s und der nördlichen [[Adria]]. Das Zimbelkraut wurde etwa im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in Mitteleuropa als Zier- und Heilpflanze eingebürgert ([[Ansalbung|angesalbt]]) und ist heute weltweit an Felsen, aber vor allem in Mauerritzen zu finden (etablierter [[Neophyt]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;NiSH&amp;quot; /&amp;gt; Es bevorzugt warme, aber halbschattige bis sonnige, etwas feuchte Mauern und Mauerritzen.&lt;br /&gt;
Nach [[Zeigerwerte nach Ellenberg|Ellenberg]] ist es eine Halblichtpflanze, ein Wärmezeiger, subozeanisch verbreitet und mäßig stickstoffreiche Standorte bevorzugend. Es ist eine Klassen[[charakterart]] wärmeliebender Mauer-Kraut-Gesellschaften (Parietarietea, Parietarietalia judaicae).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ellenberg&amp;quot; /&amp;gt; Nach Oberdorfer ist die Art in Mitteleuropa häufig Charakterart des Cymbalarietum muralis aus dem Verband Centrantho-Parietarion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+w (feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Denkmäler als natürlicher Lebensraum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burgen, Mauern und Ruinen bilden oft den natürlichen Lebensraum von Zimbelkraut, wo es das unverfugte, nicht zu sehr beschattete Mauerwerk besiedelt. Da keine mechanische Beanspruchung des Mauerwerks durch Wurzeldruck erfolgt und keine Penetration des Wurzelwerks in intaktes Gestein möglich ist, kann der Bewuchs nicht als schädigend für das Gestein eingestuft werden. Die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL) betrachtet in ihrem Arbeitsheft zur Vorsorge, Pflege, Wartung und Instandhaltung von Baudenkmälern den Schutz des Denkmals und der Natur als gleichrangige Ziele und empfiehlt für Baudenkmäler eine naturverträgliche Instandsetzung und den Erhalt des Lebensraums.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Vereinigung der Landesdenkmalpfleger |url=https://www.vdl-denkmalpflege.de/fileadmin/dateien/Ver%C3%B6ffentlichungen/Arbeitsheft_10_Vorsorge_Pflege_Wartung_WEB.pdf |titel=Vorsorge, Pflege, Wartung: Empfehlungen zur Instandhaltung von Baudenkmälern und ihrer Ausstattung |werk=www.vdl-denkmalpflege.de |hrsg=Vereinigung der Landesdenkmalpfleger |datum=2016 |format=PDF |sprache=de |abruf=2022-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss Trøjborg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ruine des [[Wasserschloss (Architektur)|Wasserschlosses]] [[Trøjborg]] ist von Zimbelkraut überwachsen. Dazu heißt es auf der Informationstafel (übersetzt aus dem Dänischen): „Die Ruine wird so weit wie möglich von Pflanzenbewuchs freigehalten, der die Mauern zerstört und verdeckt. Einige Pflanzen dürfen jedoch an den Wänden wachsen, weil sie hier ihren natürlichen Lebensraum haben und gleichzeitig zu selten sind. Dies gilt für das Zimbelkraut mit kleinen rotvioletten Blüten und herabhängenden Ästen sowie für die [[Mauerraute]].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Geschichte und Systematik ==&lt;br /&gt;
Die erste Erwähnung findet diese Pflanzenart in den Kräuterbüchern von [[Adam Lonitzer|Lonicer]] (1582)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lonitzer&amp;quot; /&amp;gt; und [[Matthiolus]] (1586),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mattioli&amp;quot; /&amp;gt; wo sie auch als Heilpflanze beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 wurde sie erstmals in Mitteleuropa (Niederlande) nachgewiesen. Es heißt, sie sei mit Skulpturen aus Italien nach Norden gereist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Imhof&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;Zymbalkraut&amp;#039; wird erstmals von [[Theodor Zwinger der Ältere|Zwinger]] (1696)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zwinger&amp;quot; /&amp;gt; verwendet. Die therapeutischen Anwendungsgebiete für diese Pflanzenart waren sehr unterschiedlich, doch scheinen die Hauptindikationen Wunden, Entzündungen verschiedener Art und Frauenleiden gewesen zu sein. Hauptinhaltsstoffe sind [[Iridoide]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Heinrich Seidel]] beschreibt in der Skizze „Linaria cymbalaria“, wie er ab 1890 diese Pflanzenart in Berlin „[[Ansalbung|ansalbte]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seidel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie und Systematik ==&lt;br /&gt;
Die gültige Erstveröffentlichung von &amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria muralis&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1800 durch [[Gottfried Gaertner]], [[Bernhard Meyer (Ornithologe)|Bernhard Meyer]] und [[Johannes Scherbius]] in &amp;#039;&amp;#039;Oekonomisch-Technische Flora der Wetterau&amp;#039;&amp;#039; Band 2 Seite 397. [[Synonym (Taxonomie)|Synonyme]] für &amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria muralis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|P.Gaertn., B.Mey. &amp;amp; Scherb.}} sind: &amp;#039;&amp;#039;Linaria cymbalaria&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Mill.}}, &amp;#039;&amp;#039;Linaria cymbalaria&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Mill.}} subsp. &amp;#039;&amp;#039;cymbalaria&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Linaria cymbalaria&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Mill.}} var. &amp;#039;&amp;#039;cymbalaria&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt etwa drei Unterarten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria muralis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|P.Gaertn., B.Mey. &amp;amp; Scherb.}} subsp. &amp;#039;&amp;#039;muralis&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria muralis&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;pubescens&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(J.Presl) D.A.Webb}} (Syn: &amp;#039;&amp;#039;Linaria pubescens&amp;#039;&amp;#039; {{Person|J.Presl}}, &amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria pubescens&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(J.Presl) Cufod.}}, &amp;#039;&amp;#039;Linaria pilosa&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;pubescens&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(J.Presl) Bég.}}): Dieser [[Endemit]] kommt nur auf [[Sizilien]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria muralis&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;visianii&amp;#039;&amp;#039; {{Person|D.A.Webb}}: Sie kommt in [[Italien]] und in [[Kroatien]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Gestalt der Blüten wurde das Zimbelkraut lange zu den [[Braunwurzgewächse]]n (Rachenblütler, Scrophulariaceae) gezählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt; Nach molekulargenetischen Untersuchungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Latta&amp;quot; /&amp;gt; und den Regeln des ICN ([[Internationaler Code der Nomenklatur für Algen, Pilze und Pflanzen]]) wurde es zusammen mit vielen anderen Scrophulariaceae in die Wegerichgewächse gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Imhof&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Das Zimbelkraut findet als [[Zierpflanze]] in Parks und Gärten an Mauern und in Steingärten Verwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimbelkraut (Herba cymbalaria) soll Bestandteil des berüchtigten, schon in Gaben von wenigen Tropfen tödlichen Gifttranks [[Aqua Tofana]] gewesen sein. Dies berichtet Ganelli, der erste Leibarzt von [[Karl VI. (HRR)|Kaiser Karl VI.]] in einem Brief an den berühmten Arzt [[Friedrich Hoffmann]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.peterhug.ch/lexikon/aquatofana |titel=Aqua Tofana {{!}} eLexikon {{!}} Pharmacie - Präparate etc |abruf=2022-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heilpflanze hat Zimbelkraut heute praktisch keine Bedeutung mehr, wird jedoch in der Volksheilkunde vereinzelt bei Wunden und Entzündungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://medlexi.de/Zimbelkraut |titel=Zimbelkraut - Anwendung &amp;amp; Behandlung für Gesundheit {{!}} MedLexi.de |abruf=2022-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria&amp;#039;&amp;#039; kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Gefäß“ und ist eine Anspielung auf die in der Mitte beckenförmig vertieften Blätter der Pflanze. Der Zusatz &amp;#039;&amp;#039;muralis&amp;#039;&amp;#039; steht für „Mauer“, „Wand“, den bevorzugten Standort des Mauerblümchens.&amp;lt;ref&amp;gt;Verena Schmidt: [https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/zimbelkraut/zimbelkraut-mauerbluemchen Zimbelkraut, Mauerblümchen (Cymbalaria muralis).] mein-schoener-garten.de, 28. September 2018, abgerufen am 30. März 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zimbel]]n sind auch im Deutschen Musikinstrumente in Form kleiner Gefäß-Becken-Paare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zimbelkraut in Literatur und Kunst ==&lt;br /&gt;
=== Literaturzitat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedichtzyklus &amp;#039;&amp;#039;Die Blumen und das Leben&amp;#039;&amp;#039; schreibt [[Ludwig Bechstein]] (1801–1860) über das Zimbelkraut:&lt;br /&gt;
{{&amp;quot; |Niedliche Pflanze, du kleidest der alten Ruine Gemäuer, rankend hinab und hinauf blühest du einsam für dich. Sey der Erinnerung Bild, die, der Einsamkeit traute Genossin, oft des vergangenen Glücks sinkendes Luftschloss, umgrünt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunst ===&lt;br /&gt;
Auf dem Frauenporträt „&amp;#039;&amp;#039;La Colombine&amp;#039;&amp;#039;“ von [[Francesco Melzi]], das sich heute in der [[Eremitage (Sankt Petersburg)|Eremitage]] von [[Sankt Petersburg]] befindet, ist eine verführerische schöne Frau mit entblößter Brust zu sehen, die in ihrer Hand eine [[Akelei]] hält. Im Bildhintergrund rankt sich Zimbelkraut an der Wand entlang, das auch im [[Codex Rinio]] als &amp;#039;&amp;#039;umbilicus veneris&amp;#039;&amp;#039;, also als Nabel der Venus (bzw. Venusnabel)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 140 (&amp;#039;&amp;#039;Cymbalium&amp;#039;&amp;#039;) und 158 (&amp;#039;&amp;#039;Umbilicus Veneris&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet wird. Von der Kunstwissenschaft wird das Bild daher als Darstellung einer geheimen Liebe („&amp;#039;&amp;#039;amor nascosto&amp;#039;&amp;#039;“) gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Axel R. Bretthauer: &amp;#039;&amp;#039;Isolierung und Identifizierung von Inhaltsstoffen aus Linaria cymbalaria L.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Univ. Basel, 1991.&lt;br /&gt;
* Margot Spohn, [[Marianne Golte-Bechtle]]: &amp;#039;&amp;#039;Was blüht denn da? Die Enzyklopädie: über 1000 Blütenpflanzen Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; Kosmos, Stuttgart 2005, ISBN 3-440-10326-9.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-494-01368-3}}&lt;br /&gt;
* [[Thomas Gaskell Tutin|T. G. Tutin]], [[Vernon Heywood|V. H. Heywood]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Flora Europaea.&amp;#039;&amp;#039; Volume 3, Cambridge Univ. Press, 1972, ISBN 0-521-08489-X, S. 236 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot;&amp;gt;{{GRIN|ID=3264|Rang=genus|WissName=Cymbalaria|Abruf=2014-05-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lonitzer&amp;quot;&amp;gt;[[Adam Lonitzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Kräuterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt 1582, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mattioli&amp;quot;&amp;gt;[[Pietro Andrea Mattioli|Pietro Andrea Matthiolus]]: &amp;#039;&amp;#039;Kräuterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 1586, S. 395.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;NiSH&amp;quot;&amp;gt;Neophyten in Schleswig-Holstein:Problem oder Bereicherung? Dokumentation der Tagung im LANU am 31. März 2004, Herausgeber: Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein, Hamburger Chaussee 25, 24220 Flintbek&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zwinger&amp;quot;&amp;gt;[[Theodor Zwinger der Ältere]]: &amp;#039;&amp;#039;Theatrum botanicum, Neu vollkommenes Kräuterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Basel 1696, Caput LXXIII.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seidel&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Seidel: &amp;#039;&amp;#039;Vorstadtgeschichten 1890 bzw. 1900.&amp;#039;&amp;#039; Gesammelte Werke. Band 2, Stuttgart/Berlin 1925, S. 344 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ellenberg&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3-8252-8104-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2005&amp;quot;&amp;gt; {{BibISBN|3-494-01397-7|Seite=156–157}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibISBN|3-8001-3131-5|Seite=830}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot;&amp;gt;Karol Marhold, 2011: &amp;#039;&amp;#039;Scrophulariaceae.&amp;#039;&amp;#039; [http://ww2.bgbm.org/EuroPlusMed/PTaxonDetail.asp?NameId=33224&amp;amp;PTRefFk=7200000 Datenblatt &amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria muralis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritzel1882&amp;quot;&amp;gt;[[Georg August Pritzel]], [[Carl Jessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 34, [http://archive.org/stream/diedeutschenvol00pritgoog#page/n24/mode/2up online.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Latta&amp;quot;&amp;gt;Latta, Janette &amp;#039;&amp;#039;APG II Generic changes adopted at RBG Edinburgh.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sibbaldia, the Journal of Botanic Garden Horticulture.&amp;#039;&amp;#039; Volume 6, 2008, S. 133–153. [http://plantnetwork.org/wordpress/wp-content/uploads/2746/APG_II_Generic_changes_at_RBGE.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Imhof&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stephan Imhof |url=https://www.uni-marburg.de/fb17/fachgebiete/botanik_mykologie/spezbot/linaria_cymbalaria |titel=Linaria cymbalaria - Zymbelkraut - Philipps-Universität Marburg - Fb. 17 - Biologie |abruf=2017-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;{{InfoFlora|ID=1014220|WissName=Cymbalaria muralis G. Gaertn. &amp;amp; al.| Abruf=2025-10-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks und weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Cymbalaria muralis|Zimbelkraut (&amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria muralis&amp;#039;&amp;#039;)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://climbers.lsa.umich.edu/?p=2560 &amp;#039;&amp;#039;Cymbalaria muralis&amp;#039;&amp;#039;] bei Climbers, University of Michigan.&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|1795|Cymbalaria muralis G. Gaertn., B. Mey. &amp;amp; Scherb., Mauer-Zimbelkraut}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|1795}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|922}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [https://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Rachenbluetler/cymbalaria.htm#Mauer- Zimbelkraut Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)].&lt;br /&gt;
* Thomas Junghans: &amp;#039;&amp;#039;Zur Diasporenausbreitung von Cymbalaria muralis (Scrophulariaceae).&amp;#039;&amp;#039; TU Braunschweig, 2004, [[doi:10.24355/dbbs.084-200511080100-469]].&lt;br /&gt;
* Thomas Junghans: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Besiedlung von Mauern durch Cymbalaria muralis.&amp;#039;&amp;#039; TU Braunschweig, 2004, [http://www.ruderal-vegetation.de/epub/cymbalar.pdf (PDF)]&lt;br /&gt;
* [https://flora.nhm-wien.ac.at/Seiten-Arten/Cymbalaria-muralis.htm Datenblatt mit Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Botanik im Bild / Flora von Österreich&amp;#039;&amp;#039;, 2006].&lt;br /&gt;
* Günther Blaich: [https://www.guenther-blaich.de/pflseite.php?par=Cymbalaria+muralis Datenblatt mit Fotos].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wegerichgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kletterpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zierpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Seysi</name></author>
	</entry>
</feed>