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	<title>Zillertaler Inklinanten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T13:37:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;BurghardRichter: /* Weblinks */ einen der unbegründet entfernten Weblinks als Archivlink wieder eingesetzt</title>
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		<updated>2025-12-07T18:09:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; einen der unbegründet entfernten Weblinks als Archivlink wieder eingesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
[[Datei:Zillertaler Inklinanten - Mathias Schmid.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Die vertriebenen Zillertaler Protestanten werfen den letzten Blick auf ihre Heimat&amp;#039;&amp;#039;; nach einem Gemälde von [[Mathias Schmid (Maler)|Mathias Schmid]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zillertaler Inklinanten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Zillertaler [[Emigrant]]en&amp;#039;&amp;#039;; von {{laS|&amp;#039;&amp;#039;inclinare&amp;#039;&amp;#039;}}, ‚neigen‘, ‚sich zuneigen‘: &amp;#039;&amp;#039;einer Meinung oder Ansicht Zugetane&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Anhänger einer Glaubenspartei&amp;#039;&amp;#039;) waren eine Gruppe [[lutherisch]]er [[Protestanten]] ([[Augsburger Bekenntnis]]), die 1837 aus konfessionellen Gründen aus dem [[Zillertal]] vertrieben wurden und sich im [[Riesengebirge]] neu ansiedelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit der [[Reformation]]szeit erhalten gebliebenen Reste des [[Geheimprotestantismus]] im Zillertal entgingen 1731 durch die territoriale und kirchliche Lage des Zillertals zwischen dem [[Fürsterzbistum Salzburg|Erzstift Salzburg]] und der [[Grafschaft Tirol]] bzw. der [[Diözese Brixen]] der Vertreibung der [[Salzburger Exulanten]]. Als das Tal 1816 an das [[Kaisertum Österreich]] kam, wurde beim Kaiser die Genehmigung einer evangelischen Gemeindegründung beantragt; die Entscheidung verzögerte sich aber. 1829 baten sechs Inklinanten um Religionsunterricht, damit sie aus der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] rechtskräftig austreten konnten, was ihnen rechtswidrig verweigert wurde. Kaiser [[Franz II. (HRR)|Franz&amp;amp;nbsp;I.]] lehnte am 2.&amp;amp;nbsp;April 1834 die Gemeindegründung endgültig ab und bot eine Umsiedlung in andere österreichische Provinzen mit nichtkatholischen Gemeinden an. Diese Entschließung wurde am 12.&amp;amp;nbsp;Jänner 1837 mit einer weiteren kaiserlichen Entschließung seines Sohnes und Nachfolgers [[Ferdinand I. (Österreich)|Ferdinand&amp;amp;nbsp;I.]] bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferdinand befahl am 21. Jänner 1837 für alle am [[Augsburger Bekenntnis]] festhaltenden Zillertaler die Emigration. Am 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1837 erhielten sie die verbriefte Zusicherung, sich in [[Preußen]] niederlassen zu dürfen.&lt;br /&gt;
Zwischen dem 31.&amp;amp;nbsp;August und dem 4.&amp;amp;nbsp;September 1837 verließen 427 Zillertaler in vier Auswanderungszügen ihre Heimat. Elf von ihnen wanderten nach Kärnten und in die Steiermark in bestehende [[Toleranzgemeinde]]n, 416 nach [[Niederschlesien]] aus. Zum Auswandern trafen sich die Zillertaler an den drei Linden beim Ortseingang von [[Hippach]], die heute noch vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dom tyrolski przy Daszyńskiego 7.JPG|mini|Tirolerhaus in Zillerthal-Erdmannsdorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über [[Linz]] und [[Budweis]] gelangten die Zillertaler nach [[Schlesien]], wo ihnen durch die Fürsorge der [[Friederike von Reden|Gräfin von Reden]] nach Genehmigung durch König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;III.]] Ackerland zur Verfügung gestellt wurde. Der König ließ ihnen &amp;#039;&amp;#039;Zillertaler Höfe&amp;#039;&amp;#039; nach einem vorab erstellten Musterhaus erbauen. Die Häuser besaßen unter anderem einen Gaulofen – ein gemauerter Ofen mit Ofenbank und Ofenbrücke, wie man ihn heute noch im Zillertal antrifft. So entstanden Nieder-, Mittel- und Hochzillerthal am Fuß des Riesengebirges im [[Hirschberger Tal]], die 1937 zur Gemeinde [[Mysłakowice|Zillerthal-Erdmannsdorf]] zusammengefasst wurden. Die Zillertaler Protestanten wurden am 12.&amp;amp;nbsp;November 1837 in [[Kowary|Schmiedeberg]] in die evangelische Landeskirche aufgenommen. 1945/46 wurden die Nachkommen infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] aus Schlesien [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1856 und 1860 wanderten 54 Zillertaler Inklinanten nach [[Chile]] aus. Sie siedelten sich am [[Lago Llanquihue|Llanquihue-See]] an. Heute leben noch etwa 600 ihrer Nachkommen rund um den See. Im Jahr 2009 reisten 26 von ihnen, von einem Fernsehteam begleitet, ins Zillertal, um Spuren ihrer Vorfahren zu suchen. Vom Zillertal aus folgten sie dem Weg ihrer Vorfahren, über Salzburg, Linz, durch Tschechien nach Zillerthal-Erdmannsdorf, dem heutigen [[Mysłakowice]].&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Hörhager: {{Webarchiv |url=http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Chronik/ChronikSchwaz/594821-6/vom-zillertal-nach-schlesien-von-schlesien-nach-chile.csp |wayback=20100420121305 |text=&amp;#039;&amp;#039;Vom Zillertal nach Schlesien, von Schlesien nach Chile&amp;#039;&amp;#039;}}. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tiroler Tageszeitung|tt.com]]&amp;#039;&amp;#039;, 18. April 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tiroler Schriftsteller [[Felix Mitterer]] verarbeitete die Geschichte der Zillertaler Inklinanten 1987 im Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Verlorene Heimat&amp;#039;&amp;#039;. Im Rahmen der 150-Jahr-Feier der Auswanderung der Zillertaler Protestanten im Jahr 1987 wurde das Stück am Dorfplatz von [[Stumm (Tirol)]] vom Verband Zillertaler Volksschauspiele aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Exulanten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Friedrich Heinrich Rheinwald]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Evangelischgesinnten im Zillerthal.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich August Herbig, Berlin 1837 ([https://books.google.de/books?id=NF9BAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Rheinwald&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=dTYdUaGnBcqxtAbhrYHABg&amp;amp;redir_esc=y Digitalisat bei Google Books]).&lt;br /&gt;
** Vierte Auflage unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Die Evangelischen Zillerthaler in Schlesien.&amp;#039;&amp;#039; Vierte Auflage, Berlin 1838 ([https://books.google.de/books?id=AnZAAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PP7#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat bei Google Books]).&lt;br /&gt;
* Helga und Horst Bast: &amp;#039;&amp;#039;Die Familien der 1837 ausgewanderten Protestanten aus dem Zillertal – Ihre Vor- und Nachfahren, die Auswanderung, der Weg, die Ansiedlung, ihre Häuser und ihr Leben im Hirschberger Tal&amp;#039;&amp;#039;. Cardamina Verlag, 2012, ISBN 978-3-86424-044-7.&lt;br /&gt;
* [[Erich Beyreuther]]: &amp;#039;&amp;#039;Zillertaler Emigranten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Religion in Geschichte und Gegenwart|RGG&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;]]&amp;#039;&amp;#039; Band 6, S. 1910.&lt;br /&gt;
* Franz Loidl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur 150-Jahr-Feier der Emigration der Zillertaler „Inklinanten“.&amp;#039;&amp;#039; Wiener Katholische Akademie / Arbeitskreis für Kirchliche Zeit- und Wiener Diözesangeschichte, Wien 1987.&amp;lt;!-- ohne ISBN --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Grete Mecenseffy]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Protestantismus in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Graz/Köln 1956.&lt;br /&gt;
* [[Ekkart Sauser]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zillertaler Inklinanten und ihre Ausweisung im Jahre 1837.&amp;#039;&amp;#039; Wagner, Innsbruck 1959.&lt;br /&gt;
* Peter Stöger: &amp;#039;&amp;#039;Eingegrenzt und ausgegrenzt. Tirol und das Fremde. Ein pädagogisch-historisches Lesebuch zum Thema Fremde, Entfremdung und Fremdbestimmung unter besonderer Berücksichtigung der Auswanderung nach Lateinamerika und der Geschichte der jüdischen Mitbürger.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2002, ISBN 3-631-39554-X (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Europäische Hochschulschriften.&amp;#039;&amp;#039; 11; &amp;#039;&amp;#039;Pädagogik.&amp;#039;&amp;#039; 744).&lt;br /&gt;
* „Ein rheinischer Rechtsgelehrter“: &amp;#039;&amp;#039;Für die Glaubenseinheit Tirols: Ein offenes deutsches Wort an das Tiroler Volk.&amp;#039;&amp;#039; Vereins-Buchdruckerei, 1861 ([https://books.google.at/books?id=1ZoAAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de Digitalisat bei Google Books]; Streitschrift gegen konfessionell gemischte Länder mit verschiedenen Herleitungen, warum das Toleranzpatent in Tirol nicht gelte).&lt;br /&gt;
* Annegret Waldner, Sonja Fankhauser: &amp;#039;&amp;#039;Von Zillerthal nach Zillerthal – Der Weg der Zillerthaler Protestanten von Tyrol nach Preussisch-Schlesien im Jahr 1837.&amp;#039;&amp;#039; Morawa, Wien 2017, ISBN 978-3-99057-729-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Zillertaler_Inklinanten}}&lt;br /&gt;
* Peter Stöger: {{Webarchiv |url=http://www.kult-co-tirol.at/text/anal_f01_08.htm |wayback=20100608175830 |text=Eingegrenzt und ausgegrenzt. Tirol und das Fremde. Zum historischen Umgang mit dem Anderen am Beispiel von Weltanschauungen und Religionen}} (vor allem Abschnitt&amp;amp;nbsp;V)&lt;br /&gt;
* Wilfried Beimrohr: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/kunst-kultur/landesarchiv/downloads/Zillertaler-Inklinanten-ProtestantenAB.PDF Die Zillertaler Protestanten oder Inklinanten und ihre Austreibung 1837.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;tirol.gv.at&amp;#039;&amp;#039;, [[Tiroler Landesarchiv]], 2007 (PDF; 115&amp;amp;nbsp;KB)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.1837-auswanderer.de/geschichte/historie |titel=Der geschichtliche Ablauf der Auswanderung aus dem Zillertal |werk=1837-auswanderer.de |datum=2003 |abruf=2022-06-27 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210922020845/https://www.1837-auswanderer.de/geschichte/historie |archiv-datum=2021-09-22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exulantenbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Protestantismus in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaisertum Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte Tirols]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1837]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Schwaz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Schlesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Riesengebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigration (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migration (Chile)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum (19. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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