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	<title>Zhou Dunyi - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T18:07:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zhou_Dunyi&amp;diff=761234&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ ISBN-Format</title>
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		<updated>2024-08-27T21:08:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; ISBN-Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Shou Toni.jpg|hochkant|rechts|mini|Zhou Dunyi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zhou Dunyi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|t=周敦頤|v=周敦颐|p=Zhōu Dūnyí|w=Chou Tun-yi}}; * [[1017]]; † [[1073]]) war ein chinesischer Philosoph aus der Schule des [[Neokonfuzianismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Zhou stammt aus [[Daozhou]] in der heutigen Provinz [[Hunan]]. Er bekleidete eine Reihe subalterner öffentlicher Posten. Seine Karriere litt jedoch unter seiner Weigerung, an den offiziellen [[Chinesische Beamtenprüfung|Beamtenprüfungen]] teilzunehmen. Kurzzeitig diente er den Brüdern [[Cheng Hao (Philosoph)|Cheng Hao]] und [[Cheng Yi (Philosoph)|Cheng Yi]], die zu Führern der beiden wichtigsten Schulen des Neokonfuzianismus aufsteigen sollten. Abgesehen hiervon blieb Zhou lange unbekannt, ehe ihn postum [[Zhu Xi]] (1130–1200) zu einem der Gründerväter des Neokonfuzianismus erhob. Seine letzten Jahre verbrachte er auf dem Berg [[Lu Shan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophisches Werk ==&lt;br /&gt;
Zhou Dunyis zentrale Bedeutung für den Neokonfuzianismus beruht insbesondere auf seinen Beiträgen zur Kosmologie und Metaphysik dieser Denkschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Taiji ===&lt;br /&gt;
[[Datei:庐山白鹿洞书院周敦颐铜像.JPG|mini|Bronzestatue von Zhou Dunyi in der [[Akademie zur Weißen-Hirsch-Grotte]] im [[Lu Shan]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Hauptwerken gehört das Diagramm „Taiji Tu“ ({{zh|kurz=1|t=太極圖|v=太极图|p=Tàijí Tú|b=Abbildung des Taiji}}) sowie dessen Interpretation „Taiji Tu Shuo“ ({{zh|kurz=1|t=太極圖說|v=太极图说|p=Tàijí Tú Shuō|b=Erklärung der Abbildung des Taiji}}). Sie sollten später die Basis der Kosmologie von [[Zhu Xi]] bilden: Zhous Konzept des [[Taiji (chinesische Philosophie)| Taiji]] erscheint dort als himmlisches Prinzip tianli ({{zh|kurz=1|c=天理|p=tiānlǐ}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Zentrum von Zhous Philosophie stehende Diagramm [[Taiji (chinesische Philosophie)|Taiji]] (übersetzt mit: Das Ur-Endliche, das Höchste Sein) ist für ihn die Quelle aller Dinge im Universum, das sowohl in als auch jenseits der Dinge liegt. In seiner ruhigen Ausprägung bildet es das [[Yin und Yang|Yin]], das Symbol für das mysteriöse und weibliche im chinesischen Denken. In seiner aktiven Ausprägung bringt es indes das [[Yin und Yang|Yang]] hervor, das für das rationale und männliche steht. Es ist die Quelle der Grundstrukturen und Wandlungsphasen, wie sie in der [[Fünf-Elemente-Lehre]] zum Ausdruck kommen, und zeugt die beiden Grundprinzipien des [[I Ging]], des Buches der Wandlungen: Das Himmelsprinzip &amp;#039;&amp;#039;Qian&amp;#039;&amp;#039; und das Erdprinzip &amp;#039;&amp;#039;Kun&amp;#039;&amp;#039;, die ihrerseits wieder das männliche und weibliche verkörpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Wuji ===&lt;br /&gt;
Den Gegenbegriff zum Taiji bildet bei Zhou der Begriff des [[Wuji]] (übersetzt mit: Das Un-Endliche, das Höchste Nicht-Sein). Bereits im ersten Satz seines Hauptwerks setzt er diese beiden auf den ersten Blick diametral entgegengesetzten Begriffe einander gleich. Gerade hierdurch bekräftigt Zhou aber die allumfassende Natur des Taiji als Quelle aller Dinge: Sie kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass sie sogar ihr eigenes Gegenteil mitumfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rolle der Menschheit ===&lt;br /&gt;
Die Menschheit schließlich absorbiert in Zhous System die fünf Elemente in ihrer höchsten und reinsten Form, was sie dazu befähigt, im Leben und im Universum eine kritische Rolle einzunehmen. Hier erhält Zhou Dunyis Philosophie ihre spezifisch konfuzianische Ausprägung, liegt hiernach doch in der Menschheit der Schlüssel zum Verständnis des gesamten Universums. Insbesondere in seiner idealen Form als Gelehrter gilt der Mensch als zentrale Figur im Universum. Auf diese Weise wird ein metaphysischer Rahmen geschaffen, der die konfuzianische Betonung der einzigartigen Beziehung zwischen Mensch und Himmel betont, die dem Universum seine moralische Struktur gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Daoistische Einflüsse ===&lt;br /&gt;
Bereits die Idee des &amp;#039;&amp;#039;Taiji&amp;#039;&amp;#039; dürfte Zhou Dunyi von [[Daoismus|daoistischen]] Mönchen übernommen haben. Deutlicher zeigen sich die Einflüsse dieser Lehre jedoch in einem zweiten Begriff von Zhous Lehrgebäude, dem bereits im [[Daodejing]] auftauchenden &amp;#039;&amp;#039;Wuji&amp;#039;&amp;#039;, und insbesondere im Gedanken, dass das Taiji gerade wegen seiner Allumfassendheit auch sein eigenes Gegenteil mitbeinhalten muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Denkansatz führt letztlich auch zur Integration [[Buddhismus|buddhistischer]] und [[Daoismus|daoistischer]] Lehren und Symbole in Zhous eigenes neokonfuzianisches Lehrgebäude: So geht etwa auch der beiden Religionen vertraute Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Leere&amp;#039;&amp;#039; in Zhous Ur-Endlichen auf. Dies darf keineswegs als eine Form von [[Synkretismus]] verstanden werden, sondern vielmehr als eine Bekräftigung des konfuzianischen Anspruchs auf die ontologische Priorität des Ur-Endlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus lassen sich in Zhous Denken weitere daoistische Einflüsse nachweisen: Im Zentrum seiner Lehre stehen die Ideen der Ruhe (jing) und der Begierdelosigkeit (wuyu); den Weisen definiert Zhou als Person, die in der Lage ist, beide Ideale zu erreichen. [[Zhu Xi]] war durchaus bewusst, dass derartige Ansätze, werden sie konsequent zu Ende gedacht, gefährlich nahe in den Dunstkreis des [[Buddhismus]] und Daoismus führen – weswegen er stets auch mehr die metaphysische Struktur von Zhous Denken betont hat, und weniger die von Zhou postulierte Notwendigkeit einer Kultivierung von Ruhe und Begierdelosigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MS-SchnitzlacktellerChouTunIamLotusteich14Jh02.JPG|links|mini|Zhou Dunyi am Lotusteich&amp;lt;br /&amp;gt;Schnitzlackteller, 14. Jh.]]&lt;br /&gt;
== Literarisches Werk ==&lt;br /&gt;
In geringerem Umfang hat sich Zhou Dunyi auch als Dichter und Essayist betätigt. Seiner Verehrung für den [[Lotus]] hat er in seiner bekannten Schrift „Rechtfertigung meiner Vorliebe für Lotusblumen“ Ausdruck gegeben: In strahlender Reinheit wachse sie aus schlammigem Grund und beschmutze sich nicht; gleichwohl  kenne sie weder Dünkel noch Eitelkeit. Auch verästele und verstricke sie sich nicht. Während die Chrysantheme der Eremit unter den Blumen sei, stehe die Päonie für den ehrenwerten Günstling. Den wahren Edelmann verkörpere indes allein der Lotus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Feng Youlan|Fung, Yu-lan]]: &amp;#039;&amp;#039;A Short History of Chinese Philosophy&amp;#039;&amp;#039;. The Free Press, New York et al. 1948, ISBN 0-684-83634-3.&lt;br /&gt;
* Zhou Dunyi: &amp;#039;&amp;#039;Erläuterung des Taiji-Diagramms – Das Buch der Wandlungen verstehen&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Dr. Martin Bödicker. CreateSpace Independent Publishing Platform 2015, ISBN 978-1-5085-8730-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119232073}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Autor|Philosophie/M/Zhou+Dunyi}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Chinesischer Name|Zhou|Dunyi}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119232073|LCCN=n/83/311059|NDL=00317248|VIAF=95171875}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konfuzianischer Philosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1017]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1073]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zhou Dunyi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=周敦頤 (traditionelles Chinesisch); 周敦颐 (vereinfachtes Chinesisch); Zhōu Dūnyí; Chou Tun-yi&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=chinesischer Philosoph, Schule des Neokonfuzianismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1017&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1073&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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