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	<title>Zerre - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T14:19:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zerre&amp;diff=1409468&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der blaue Reiter kehrt zurück: Beleg</title>
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		<updated>2024-08-02T11:49:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Beleg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Alternativname        = {{lang|hsb|Drětwja}}&lt;br /&gt;
| Gemeindename          = Spreetal&lt;br /&gt;
| Breitengrad           = 51/31/45/N&lt;br /&gt;
| Längengrad            = 14/23/05/E&lt;br /&gt;
| Bundesland            = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                  = 102&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug            = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                = 15.37 &amp;lt;!-- Quelle: HOV --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner             = 239&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = 2022&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle      = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hoyte24.de/nachrichten/%7B%20%7Benv::url%20%7D%20%7D/%7B%20%7Benv::request%20%7D%20%7D |titel=Gemeinde verliert weiterhin Einwohner - hoyte24 - Nachrichtenportal für Hoyerswerda |datum=2023-01-31 |sprache=de |abruf=2024-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum   = 1938-04-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach     = [[Spreewitz]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1         = 02979&lt;br /&gt;
| Vorwahl1              = 03563&lt;br /&gt;
| Poskarte              = Deutschland Sachsen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zerre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{OrtsnSorb|hsb|Drětwja}}, ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Spreetal]] in der [[Oberlausitz]] ([[Sachsen]]). Zugleich ist Zerre die nördlichste Ortschaft im [[Landkreis Bautzen]]. Von 1936 bis 1947 trug der Ort den Namen &amp;#039;&amp;#039;Spreetal&amp;#039;&amp;#039;. Zerre zählt zum offiziellen [[Sorbisches Siedlungsgebiet|sorbischen Siedlungsgebiet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-d 0970058 Spreetal-Zerre. Topographische Karte vom Preußischen Staate, Blatt 234 Muskau, a.jpg|mini|Topographische Karte vom Preußischen Staate, Blatt 234 Muskau, mit Zerre]]&lt;br /&gt;
Zerre liegt fünf Kilometer südlich von [[Spremberg]] in Form eines [[Straßenangerdorf]]es an der alten Straße zwischen Spremberg und [[Hoyerswerda]]. Nördlich von Zerre verläuft die sächsisch-brandenburgische Grenze, hinter der der Spremberger Vorort [[Trattendorf]] liegt. In südlicher Richtung liegt das Kirchdorf [[Spreewitz]], im Westen liegt der [[Industriepark Schwarze Pumpe]] und nördlich davon die Ortschaft [[Schwarze Pumpe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich des Ortes fließt die [[Spree]]. Dahinter schließt sich ein weitläufiges Waldgebiet an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|Spreetal Zerre Aerial Pan.jpg|600|Luftbildpanorama von Osten, Zerre im Vordergrund links; im Hintergrund das [[Kraftwerk Schwarze Pumpe]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-d 0450064 Spreetal-Zerre. Ehem. Mühle an der Spree.jpg|mini|Spreemühle Zerre]]&lt;br /&gt;
Die Ersterwähnung im Jahr 1577 sowie der deutschstämmige Ortsname lassen vermuten, dass es sich um eine Siedlungsneugründung handelt, nachdem das ehemals nördlich gelegene Dorf Schilda im Jahr 1520 niedergebrannt wurde und nur noch die Mühle stehen blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zerrer Mühle wurde in der Folgezeit u.&amp;amp;nbsp;a. im Jahr 1635 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1652, der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] ist seit vier Jahren vorüber und die gesamte Lausitz gehört zu Sachsen, ist ein [[Standesherrschaft Hoyerswerda|standesherrschaftlich hoyerswerdsches]] [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]] belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das [[Königreich Sachsen]] in den [[Befreiungskriege|napoleonischen Kriegen]] an Frankreichs Seite kämpfte, mussten nach dem [[Wiener Kongress]] 1815 unter anderem der nordöstliche Teil der Oberlausitz und die gesamte Niederlausitz an Preußen abgetreten werden. Anfangs gehörte Zerre zum brandenburgischen [[Landkreis Spremberg (Lausitz)]], kam jedoch 1825 mit der Herauslösung des [[Landkreis Hoyerswerda|Landkreises Hoyerswerda]] in schlesische Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wurde eine [[Pflichtfeuerwehr]] gegründet. Jeder männliche Einwohner ab dem 18. Lebensjahr hatte die Pflicht, bei Feuer zu erscheinen und bei der Brandbekämpfung zu helfen. Aus dieser Pflichtfeuerwehr ging 1929 die Freiwillige Feuerwehr Zerre hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in Ortsnähe Kohle gefunden. Bereits 1908 erfolgte die erste Kohleförderung. Zwischen Zerre und Spreewitz wurde 1929 mit dem Bau einer Kolonie begonnen. Diese gehörte ursprünglich zu Spreewitz, die Einwohner setzten sich jedoch dafür ein, dass sie zur Gemeinde Zerre gehören sollten. Diesem Wunsch wurde 1936 entsprochen und der Ortsteil Zerre-Kolonie genannt. Zwei Jahre später wurde Zerre nach Spreewitz eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] hatte die Sowjetarmee einen Garagenkomplex in Besitz genommen. Durch die östlichen Wälder wurden breite Wege zum Tanklager nördlich von [[Schleife (Sachsen)|Schleife]] angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der [[DDR]] wirkten sich vor allem die umliegenden Tagebaue sowie das nahe gelegene [[Gaskombinat Schwarze Pumpe]] und das [[Kraftwerk Trattendorf]] auf die weitere Ortsentwicklung aus. Während bis zu 80 % der Bevölkerung im Energiesektor arbeiteten, war gleichzeitig eine erhöhte Umweltbelastung zu beklagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1993 wurde der Feuerwehr durch den sächsischen Innenminister [[Heinz Eggert]] ein Tanklöschfahrzeug im Wert von rund 250.000 DM übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden des Verwaltungsverbandes Burgneudorf ([[Burghammer]], [[Neustadt (Spree)|Neustadt]] und [[Spreewitz]]) schlossen sich am 1. Januar 1996 zur Gemeinde [[Spreetal]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1825&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot; /&amp;gt; || align=right| 113&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 || align=right| 243&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 || align=right| 276&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 || align=right| 333&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&amp;lt;ref name=&amp;quot;MA Spreetal&amp;quot; /&amp;gt; || align=right| 263&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || align=right| 244&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1777 wirtschafteten in Zerre elf [[Hufner|besessene Mann]] und drei [[Häusler]]. Bis um das Jahr 1850 hat sich die Anzahl der Wirtschaften nicht verändert. Die elf Bauern waren neun Ganz- und zwei [[Halbbauer]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Volkszählung mit gleichwertiger Berücksichtigung jedes Einzelnen ergab 1825 eine Bevölkerung von 113 Einwohnern. Diese Zahl erhöhte sich bis zur [[Deutsches Reich|Reichsgründung]] im Jahr 1871 auf 243. Noch zu dieser Zeit stellten [[Sorben]] die Mehrheit der Einwohner. [[Arnošt Muka]] ermittelte Anfang der 1880er 243 Sorben unter 263 Einwohnern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot; /&amp;gt; Bis zur Zeit der [[Weimarer Republik]] erhöhte sich die Einwohnerzahl nochmals auf 333 und erreichte damit erstmals nahezu den gleichen Stand wie die Gemeinde Spreewitz, die 1925 352 Einwohner hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Ortsnamens ist nicht eindeutig geklärt. Überlieferte Formen sind unter anderem &amp;#039;&amp;#039;Zehre&amp;#039;&amp;#039; (1577), &amp;#039;&amp;#039;Zerra(w)&amp;#039;&amp;#039; (1635, 1652) und &amp;#039;&amp;#039;Zerre&amp;#039;&amp;#039; (1791). Er könnte sich vom mittelhochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;zerren&amp;#039;&amp;#039; „reißen, ziehen“ oder &amp;#039;&amp;#039;zern&amp;#039;&amp;#039;, hochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;zehren&amp;#039;&amp;#039; „verbrauchen“ ableiten. Damit wäre Zerre ein Ort, wo etwas gezogen, gezerrt oder verzehrt wurde. Auch eine Ableitung von einem Personennamen ist nicht gänzlich auszuschließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eichler/Walther&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sorbische Name &amp;#039;&amp;#039;{{lang|hsb|Drětwja}}&amp;#039;&amp;#039; ist eine direkte Übersetzung des deutschen Namens. Er entwickelte sich aus &amp;#039;&amp;#039;{{lang|hsb|Drětwa}}&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;{{lang|hsb|Drětwej}}&amp;#039;&amp;#039;, wobei das „[[ě]]“ teilweise auch nur als „e“ oder „je“ wiedergegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge deutscher Germanisierungspolitik wurde der Ortsname 1936 in &amp;#039;&amp;#039;Spreetal&amp;#039;&amp;#039; geändert. Aber noch im Dezember 1936 wurde im Spreewitzer Sterberegister der alte Ortsname verwendet. Wie die meisten umbenannten Orte bekam auch Zerre 1947 seinen alten Namen offiziell zurück. Lokal ist die Rückkehr zum alten Namen bereits eher geschehen, so fand im Sterberegister der Name Zerre bereits wieder im Mai 1945 Verwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zerre Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uwe Jordan: &amp;#039;&amp;#039;Am Grenzstein des sächsischen Fürsten. Hoch im Norden im neuen Landkreis Bautzen: Spreetal-Zerre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lausitzer Rundschau]].&amp;#039;&amp;#039; Rundschau für Hoyerswerda. 4.&amp;amp;nbsp;August 2008. ([http://www.lr-online.de/regionen/seenland/Hoyerswerda-Spreetal-Zerre-Serie-Grosskreis-Bautzen;art1060,2125176 Online-Artikel])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HOV}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;MA Spreetal&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einwohnermeldeamt Spreetal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Ernst Tschernik |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Landbevölkerung |Sammelwerk=Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin – Veröffentlichungen des Instituts für Slawistik |Band=4 |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1954 |Seiten=94}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eichler/Walther&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]], [[Hans Walther (Onomastiker)|Hans Walther]] |Titel=Ortsnamenbuch der Oberlausitz – Studien zur Toponymie der Kreise Bautzen, Bischofswerda, Görlitz, Hoyerswerda, Kamenz, Löbau, Niesky, Senftenberg, Weißwasser und Zittau. I Namenbuch |Reihe=Deutsch-slawische Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte |BandReihe=28 |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1975 |Seiten=346}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zerre Geschichte&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.spreetal.de/verzeichnis/objekt.php?mandat=77016 |titel=Die Geschichte des Ortsteils Zerre |zugriff=2008-08-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zerre/Drětwja}}&lt;br /&gt;
* [http://www.spreetal.de/verzeichnis/objekt.php?mandat=77016 Zerre] auf der Website der Gemeinde Spreetal&lt;br /&gt;
* [https://www.lausitzkarte.com/spreetal/DZerre.htm Lagekarte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Spreetal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Bautzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Spree]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spreetal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bautzen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßenangerdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1577]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1938]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der blaue Reiter kehrt zurück</name></author>
	</entry>
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