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	<title>Zerbster Stadtmauer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ZerbstAnhalt Stadtmauer asv2023-05 img2.jpg|mini|Wehrgänge der Mauer an der Puschkin-Promenade]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ZerbstAnhalt Stadtmauer asv2023-05 img1.jpg|mini|Die Stadtmauer an der Puschkin-Promenade, Auswärtsseite]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zerbster Stadtmauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Stadtmauer|Stadtbefestigung]], die mit einer 4,2 km langen Mauer, Toren und Türmen die Altstadt von [[Zerbst/Anhalt|Zerbst]] umschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bei der Einnahme der Stadt Zerbst im Jahr 1007 durch [[Bolesław I. (Polen)|Boleslaw I. Chobry]] bestand die Befestigung der Stadt vermutlich nur aus Erdwällen und Planken, eventuell auch aus Lehm- und Mauerbauten. Im 14. Jahrhundert wurde in einer Urkunde über Erhöhung und Ausbau eine Stadtmauer mit Türmen erwähnt. Im Jahr 1420 wurde die Mauer zur Zeit der [[Hussitenkriege]] und der Plünderungen märkischer Raubritter weiter ausgebaut. Zwischen 1430 und 1434 wird schließlich die heutige Stadtmauer errichtet, wobei sie erst im Jahr 1485 vollständig geschlossen wurde. Nach dem Aufkommen der Feuerwaffen wurden 1571 die Wehrgänge mit zusätzlichem Dach und Schießscharten versehen und erhielt nach innen ein Fachwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
Die Stadtmauer wurde hauptsächlich zwischen 1430 und 1434 erbaut und damit im Vergleich zu anderen zur damaligen Zeit bedeutenden Städten der Region erst relativ spät angelegt. Die Gestaltung der Stadtmauer folgte hierbei vorhandenen natürlichen Geländegegebenheiten wie Flussläufen und Sumpfgebieten. Ursprünglich wurde die Mauer durch über 50 [[Wehrturm|Wehrtürme]] und [[Wiekhaus|Wiekhäusern]] gesäumt, von denen noch heute einige sehr gut erhalten sind. Zudem wurden die Durchbrüche der bedeutenden Ausfall- und Handelsstraßen durch die folgenden fünf großen Stadttore geschützt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dornburger tor01.jpg|mini|Das Dornburger Tor mit Wach- und Schreiberhaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Dornburger Tor&amp;#039;&amp;#039; im Ostteil der Stadt wurde im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert errichtet und zunächst als „Breite-Straßen-Tor“ bezeichnet. Nach der Übernahme der fürstlichen Herrschaft durch die Anhalt-Zerbst-Dornburger Linie erfolgte im Jahr 1753 die Umbenennung in Dornburger Tor. Neben dem massiven Wehrturm, durch den der Verkehr geführt wurde, bestand das Tor aus einem Wächter- und einem Torschreiberhaus zu seinen Seiten. Diese wurden aus verkehrstechnischen Gründen im Jahr 1875 abgetragen, so dass heute nur noch der Turm besteht. Nach der Zerstörung des Turmdachs samt [[Laterne (Architektur)]] im April 1945 wurde dieses durch ein einfaches Spitzdach ersetzt.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Heidetor&amp;#039;&amp;#039; ist das noch heute am besten erhaltene Tor. Sein Name geht auf die ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Brandsheide&amp;#039;&amp;#039;, Besitz des [[Benno Friedrich Brand von Lindau| Herren von Lindau]], auf die es zu führte. Infolge seiner exponierten Lage waren das Tor sowie der angrenzende Mauerabschnitt der am stärksten befestigte Abschnitt der Stadtmauer. So ist die Mauer hier bis zu 7&amp;amp;nbsp;m hoch und wurde einst von doppelten Wallanlagen und dem Stadtgraben abgeschirmt. Die Toranlage selbst verfügte über ein Vortor mit Zwinger von dem heute noch Reste erhalten sind.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Frauentor&amp;#039;&amp;#039; – zunächst als „Breede Tor“ bezeichnet – ist nach dem ehemaligen unmittelbar daneben liegenden [[Zisterzienserinnenkloster Zerbst|Frauenkloster]] benannt. Von der ehemals mit Vortor und Wallanlagen sehr stark befestigten Toranlage ist heute nur noch der große Wehrturm erhalten. Die [[Barock|barocken]] Aufbauten und Verzierungen fielen einem Bombenangriff zum Opfer.&lt;br /&gt;
* Das ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Ankuhner Tor&amp;#039;&amp;#039; verband Zerbst mit der für die Lebensmittelversorgung wichtigen Vorstadt &amp;#039;&amp;#039;Ankuhn&amp;#039;&amp;#039;. Die Toranlage wurde vergleichsweise schlicht gehalten, da der Ankuhn über eigene Wallanlagen verfügte. Aus verkehrstechnischen Gründen wurde das Tor im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert abgetragen.&lt;br /&gt;
* Durch das ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Akensche Tor&amp;#039;&amp;#039; führte die wichtige Handelsstraße nach [[Aken (Elbe)|Aken]] an der Elbe. Das Tor wurde ebenfalls im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus verkehrstechnischen Gründen abgerissen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Akensches Tor Stadtmauer Zerbst.jpg|mini|links|x200px|Das ehemalige Akensche Tor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ankuhnsches Tor Stadtmauer Zerbst.jpg|mini|ohne|x200px|Das ehemalige Ankuhnsche Tor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zerbster Stadtbefestigung ist bis heute zum größten Teil erhalten bzw. wurde nach den Zerstörungen des Bombenangriffs im April 1945 wiederhergestellt. Der hölzerne Teil der Wehrgänge brannte ab, eine kurze Strecke wurde wiederaufgebaut. Die Fachwerk-Laternen mit [[Welsche Haube|Welschen Hauben]] des Frauentors und Dornburger-Tors wurden vernichtet und durch einfache Dächer ersetzt. Weitere heute noch erhaltene Teile der alten Befestigungsanlagen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Wiekhaus&amp;#039;&amp;#039; am Plan&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Marienpforte&amp;#039;&amp;#039; mit Wehrturm und Wehrgängen&lt;br /&gt;
* Der Befestigungsturm [[Kiekinpott]] wurde 1396 von den Bürgern der Stadt in unmittelbarer Nähe der damaligen fürstlichen Wasserburg errichtet, um dem Fürstenhaus das städtisch bürgerliche Selbstbewusstsein vor Augen zu führen. Dem Namen nach sollte man vom „Kiekinpott“ hinüber in die Burgküche in den Topf des Fürsten gucken können. Trotz dieser Provokation blieb der Turm bestehen, doch musste die Stadt zur Strafe 900 Silbermark zahlen.&lt;br /&gt;
* Der mächtige Rundturm &amp;#039;&amp;#039;Kuchels Warte&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Zerbst Heidetor.jpg|Heidetor&lt;br /&gt;
Datei:stadtmauer02.jpg|Marienpforte&lt;br /&gt;
Datei:stadtmauer03.jpg|Blick von Schlossgarten auf den Befestigungsturm „Kuchels Warte“ das Dornburger Tor&lt;br /&gt;
Datei:stadtmauer04.jpg|Blick von der Dr.-Martin-Luther-Promenade auf den Turm „Zuckerhut“ und das Dornburger Tor&lt;br /&gt;
Datei:Kiekinpott01.jpg|Befestigungsturm „Kiekinpott“&lt;br /&gt;
Datei:Zerbst,Wehrturm,Sternwarte.JPG|Wehrturm, heute Sternwarte des [[Francisceum Zerbst]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Münnich: &amp;#039;&amp;#039;Die Baudenkmäler der Stadt Zerbst.&amp;#039;&amp;#039; In: Zerbster Heimatkalender 1950, S. 55–60&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zerbst in Anhalt – Ein Stadtführer.&amp;#039;&amp;#039; 4. überarbeitete Auflage, Heimatverein Zerbst e.V., Zerbst/Anhalt 2009&lt;br /&gt;
* Reinhold Specht: &amp;#039;&amp;#039;Die Wehranlagen der Stadt Zerbst.&amp;#039;&amp;#039; In: Sachsen und Anhalt vol. 5 (1929), S. 38–103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.alt-zerbst.de/galerie/die-wehrmauer-in-zerbst/index.php Die Wehrmauer in Zerbst], alt-zerbst.de, abgerufen am 8. Januar 2013&lt;br /&gt;
* [http://www.stadt-zerbst.de/index.php?id=155040000494 Stadtmauer und Heidetor], Stadt Zerbst, abgerufen am 8. Januar 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.967063|EW=12.078148|type=landmark|region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Zerbst/Anhalt|Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1430er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Zerbst/Anhalt|Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbefestigung in Sachsen-Anhalt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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