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	<title>Zerbaghali - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T03:18:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zerbaghali&amp;diff=1212331&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Blacky75: Die 2 ersten Textänderungen von 87.186.62.126, die auf die Version 239201124 von Bertramz folgten, wurden verworfen.</title>
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		<updated>2024-12-20T07:25:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die 2 ersten Textänderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/87.186.62.126&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/87.186.62.126&quot;&gt;87.186.62.126&lt;/a&gt;, die auf die Version 239201124 von Bertramz folgten, wurden verworfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zerbaghali&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;zerbagali, zirbaghali&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|زيربغلى|d=zīr-baġalī}}, nach [[Dari-Persisch|afghanischer Aussprache]] auch &amp;#039;&amp;#039;zēr-baġalī&amp;#039;&amp;#039;, „unter der Achselhöhle [zu spielendes Instrument]“), ist eine einfellige, kelchförmige [[Handtrommel|Bechertrommel]], die in der [[Afghanische Musik|Volksmusik Afghanistans]] gespielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Form der &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039; ist persischen Ursprungs. Im Unterschied zu der in [[Iran]] gespielten &amp;#039;&amp;#039;[[Tombak (Musikinstrument)|tombak]],&amp;#039;&amp;#039; die einen hölzernen Korpus hat, wird das in ganz Afghanistan in der Volksmusik verbreitete Instrument aus Ton hergestellt. Die &amp;#039;&amp;#039;tombak&amp;#039;&amp;#039; ist eine Trommel der klassischen [[Iranische Musik|iranischen Musik]]. Beide gehören zur Gruppe der im orientalischen Raum traditionell meist aus Ton gefertigten Bechertrommeln, von der &amp;#039;&amp;#039;derbuka&amp;#039;&amp;#039; in [[Marokko]] über die &amp;#039;&amp;#039;[[Darbuka|darabukka]]&amp;#039;&amp;#039; in Ägypten bis zur &amp;#039;&amp;#039;doumbek&amp;#039;&amp;#039; in [[Aserbaidschan]]. Im [[Tadschikistan|tadschikischen]] Teil des [[Pamir (Gebirge)|Pamirgebirges]] begleitet die aus Holz oder Ton bestehende Bechertrommel &amp;#039;&amp;#039;tablak&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;tavlak&amp;#039;&amp;#039;) in [[Tadschikische Musik|tadschikischen Ensembles]] Volkslieder und Tänze. Von diesen einseitig mit Fell bespannten und am Fuß offenen Trommeln unterscheidet sich das aus [[Indien]] stammende und seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Afghanistan verbreitete [[Kesseltrommel]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;paar&amp;lt;/nowiki&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;[[tabla]],&amp;#039;&amp;#039; das einen geschlossenen [[Resonanzkörper]] hat. Der dritte Trommeltyp in Afghanistan ist die typische [[Paschtunen|paschtunische]] Doppelmembrantrommel &amp;#039;&amp;#039;[[Dholak|doholak]],&amp;#039;&amp;#039; die im Sitzen mit den Händen geschlagen wird, und die ähnliche, aber größere, ebenfalls aus der Region stammende &amp;#039;&amp;#039;[[Dhol|dohol]],&amp;#039;&amp;#039; die mit einem Band um den Hals gehängt im Stehen und mit Stöcken gespielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform und Spielweise ==&lt;br /&gt;
Der Tonkorpus kann glasiert oder unglasiert sein. Haltbarer als &amp;#039;&amp;#039;zerbaghalis&amp;#039;&amp;#039; aus Ton, aber wesentlich teurer, sind einige nur selten hergestellte Modelle aus [[Maulbeeren|Maulbeerbaumholz]]. Die Membran besteht aus aufgespannter und am Rand zusammen mit einem roten Stoffstreifen festgeklebter Ziegenhaut. Bei Bedarf wird das Instrument vor dem Spiel über ein Feuer gehalten, um die Haut zu straffen oder befeuchtet, um sie für einen tieferen Ton zu dehnen. Bei einigen Instrumenten in jüngerer Zeit zeigt die Membran einen runden schwarzen Fleck in der Mitte. Diese [[Stimmpaste]] (&amp;#039;&amp;#039;siyahi&amp;#039;&amp;#039;) wird bei persischen &amp;#039;&amp;#039;tombaks&amp;#039;&amp;#039; nicht aufgetragen und verweist auf indischen Einfluss. Bei manchen modernen Trommeln aus Holz ist die Membran um einen Ring gelegt und wird durch metallene Zuganker gespannt. Die Größe kann sehr unterschiedlich sein, üblich sind 30 Zentimeter Durchmesser und eine Länge von 45 Zentimetern. Die Tontrommeln werden im Norden lokal hergestellt. Für den Süden werden die meisten Trommeln im Töpferzentrum [[Istalif]] gebrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spieler sitzt im Schneidersitz am Boden und hält die Trommel unter der linker Achsel, alternativ legt er sie waagrecht über die Beine. Geschlagen wird vorwiegend mit der rechten Hand. Die Spieltechnik ist von der persischen &amp;#039;&amp;#039;tombak&amp;#039;&amp;#039; und der indischen &amp;#039;&amp;#039;tabla&amp;#039;&amp;#039; übernommen. Die Finger der rechten Hand schlagen mehr die tiefen Töne im Zentrum, die der linken Hand produzieren die hohen Töne am Rand und durch Eindrücken des Fells bei gleichzeitigem Schlagen mit der Rechten einen jaulenden Klang. Daumen werden nicht benutzt. Gelegentliche Gesten wie das Hochreissen der rechten Hand zeigen, dass die &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039; ein Instrument der Tanzbegleitung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Im ländlichen Bereich Afghanistans wird für das Zerbaghali-Spiel keine besondere Qualifikation vorausgesetzt, weshalb sich keine spezielle Schlagtechnik herausgebildet hat. Es fehlen (bis auf eine Ausnahme) die Namen bekannter Virtuosen auf der &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039;. Sie kann anstelle der [[Rahmentrommel]] &amp;#039;&amp;#039;[[Daira (Trommel)|dāireh]]&amp;#039;&amp;#039; als Soloinstrument bei Tanzvorführungen gespielt werden. Die &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039; wird von allen Volksgruppen des Landes gespielt, ist aber in den nördlich angrenzenden Regionen nicht bekannt. Auch in den Städten blieb die Trommel überwiegend der Amateurmusik vorbehalten, bei der höfischen [[Afghanische Musik|afghanischen Musik]] wurden der Gesang und das afghanische Nationalinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[Rubab|rubāb]]&amp;#039;&amp;#039; von der Doholak oder der Tabla begleitet. Ländliche Amateurmusik bestand aus &amp;#039;&amp;#039;rubab&amp;#039;&amp;#039;, der Langhalslaute &amp;#039;&amp;#039;tanbur,&amp;#039;&amp;#039; verschiedenen Flöten und der &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts war die &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039; in [[Herat]] nicht gebräuchlich. Wichtiger war damals die &amp;#039;&amp;#039;dohol&amp;#039;&amp;#039;. Ab den 1950er Jahren wurde die &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039; in den Teehäusern Herats als Begleitung der aus Persien stammenden Langhalslaute &amp;#039;&amp;#039;[[Dotar|dutār]]&amp;#039;&amp;#039; eingeführt. In den 1970er Jahren waren Dutār-Bands beliebt, die eine 14-saitige &amp;#039;&amp;#039;dutār&amp;#039;&amp;#039;, ein indisches [[Harmonium]] oder ein &amp;#039;&amp;#039;rubāb&amp;#039;&amp;#039; und eine &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039; verwendeten. Bei der 1978 und 1979 teilweise in Afghanistan aufgenommenen Doppel-LP &amp;#039;&amp;#039;Embryo’s Reise&amp;#039;&amp;#039; der deutschen Gruppe [[Embryo (Band)|Embryo]] spielt der Musiker Malang Negrabi auf zwei Stücken &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenbands bevorzugen die &amp;#039;&amp;#039;dāireh,&amp;#039;&amp;#039; die sie in Amateurbands auf Hochzeiten zur Gesangsbegleitung zusammen mit dem Harmonium einsetzen. Es gab einige Frauen in den 1970er Jahren, die auch &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039; spielten. Zur Begleitung der weiblichen Hochzeitsgäste spielen die Musikerinnen &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039; und die Bambusflöte &amp;#039;&amp;#039;tula.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Ende der 1970er Jahre gab es in afghanischen Städten eine ausgeprägte Musikkultur. Die Bandbreite reichte von der Musik in Teehäusern, die bei freiem Eintritt einen &amp;#039;&amp;#039;dutār&amp;#039;&amp;#039;- und einen &amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039;-Spieler zusammen mit Amateuren auf anderen Instrumenten aus dem Publikum boten, bis zu professionellen Sazandeh-Gruppen. Diese wurden von bekannten Sängern wie [[Amir Mohammad]] um sich gebildet. In größerer Besetzung kamen neben den genannten afghanischen Instrumenten gelegentlich &amp;#039;&amp;#039;[[dilruba]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[tanpura]]&amp;#039;&amp;#039; hinzu, um den Klang, dem indischen Einfluss entsprechend zu erweitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie ==&lt;br /&gt;
* Abdul Majid (Tanbur), Golam Nabi (&amp;#039;&amp;#039;dilruba&amp;#039;&amp;#039;), Malang (&amp;#039;&amp;#039;zerbaghali&amp;#039;&amp;#039;), Gholam Hassan (&amp;#039;&amp;#039;[[sarinda]]&amp;#039;&amp;#039;) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Afghanistan – Music from Kabul.&amp;#039;&amp;#039; Aufgenommen 1973. Als CD bei Lyrichord Archive Series&lt;br /&gt;
* Bangicha (Zerbaghali) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Afghanistan. A Journey to an Unknown Musical World.&amp;#039;&amp;#039; Aufgenommen 1974 vom WDR. Als CD bei Network 1994. (4 Stücke mit Zerbaghali) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[John Baily]]: &amp;#039;&amp;#039;Zirbaghali.&amp;#039;&amp;#039; In: Laurence Libin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Grove Dictionary of Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 382&lt;br /&gt;
* John Baily: &amp;#039;&amp;#039;Music of Afghanistan: Professional Musicians in the City of Herat.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 1988, S. 19f, 32, 36, 132, 167&lt;br /&gt;
* Hiromi Lorraine Sakata: &amp;#039;&amp;#039;Afghan musical instruments: drums.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Afghanistan Journal,&amp;#039;&amp;#039; Band 7, Nr. 1, 1980, S. 30–32&lt;br /&gt;
* Mark Slobin: &amp;#039;&amp;#039;Music in the Culture of Northern Afghanistan.&amp;#039;&amp;#039; University of Arizona Press, Tucson 1976, S. 261–264&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://musicaparaver.org/instruments/type/goblet-drum/origin/asia/4955 &amp;#039;&amp;#039;Zerbaghali.&amp;#039;&amp;#039;] Musica Para Ver (Foto)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlagtrommel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Afghanistan)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Blacky75</name></author>
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