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	<title>Zentralnervensystem - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T10:07:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zentralnervensystem&amp;diff=20095&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Erkrankungen */</title>
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		<updated>2025-10-21T04:15:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Erkrankungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1201 Overview of Nervous System.jpg|mini|Schema des menschlichen Nervensystems mit Zentralnervensystem (gelb) und [[Peripheres Nervensystem|peripherem Nervensystem]] (orange)]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zentralnervensystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zentrale Nervensystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ZNS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Teilsystem des [[Nervensystem]]s aller [[Bilateria]], das bei [[Wirbeltiere]]n hauptsächlich aus [[Gehirn]] und [[Rückenmark]] besteht, die sich aus [[Nervengewebe]] zusammensetzen. Seine Funktion besteht darin, Informationen zu verarbeiten, was [[Sensorisch|Sensorik]] (Wahrnehmung), Verarbeitung (Interpretation und Auswertung) und [[Motorik]] (Bewegungen) einschließt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lauren Thau, Vamsi Reddy, Paramvir Singh |Titel=Anatomy, Central Nervous System |Sammelwerk=StatPearls |Verlag=StatPearls Publishing |Ort=Treasure Island (FL) |Datum=2023 |PMID=31194336 |Online=https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK542179/ |Abruf=2023-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus steuert es viele körperliche Prozesse, darunter lebenswichtige Funktionen wie die [[Spontanatmung]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Keiko Ikeda, Kiyoshi Kawakami, Hiroshi Onimaru, Yasumasa Okada, Shigefumi Yokota, Naohiro Koshiya, Yoshitaka Oku, Makito Iizuka, Hidehiko Koizumi |Titel=The respiratory control mechanisms in the brainstem and spinal cord: integrative views of the neuroanatomy and neurophysiology |Sammelwerk=The Journal of Physiological Sciences |Band=67 |Nummer=1 |Datum=2017-01 |ISSN=1880-6546 |DOI=10.1007/s12576-016-0475-y |PMID=27535569 |Seiten=45–62 |Online=https://link.springer.com/article/10.1007/s12576-016-0475-y |Abruf=2023-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Thermoregulation]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher J. Madden, Shaun F. Morrison |Titel=Central nervous system circuits that control body temperature |Sammelwerk=Neuroscience Letters |Band=696 |Datum=2019-03-23 |ISSN=0304-3940 |DOI=10.1016/j.neulet.2018.11.027 |Seiten=225–232 |Online=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0304394018308140 |Abruf=2023-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen den Nervenzellen werden die Informationen chemisch codiert und über [[Neurotransmitter]] im [[Synaptischer Spalt|synaptischen Spalt]] weitergegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pascal Wallisch |Titel=Synaptic Transmission |Sammelwerk=MATLAB for Neuroscientists |Verlag=Elsevier |Datum=2014 |ISBN=978-0-12-383836-0 |DOI=10.1016/b978-0-12-383836-0.00026-6 |Seiten=395–402}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abgrenzung zum [[Peripheres Nervensystem|peripheren Nervensystem]] wird allein nach der Lage getroffen, funktionell sind beide Anteile des Nervensystems eng miteinander verflochten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nichd.nih.gov/health/topics/neuro/conditioninfo/parts |titel=What are the parts of the nervous system? {{!}} NICHD – Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development |datum=2018-10-01 |sprache=en |abruf=2023-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen ==&lt;br /&gt;
Das ZNS erfüllt in einem komplexeren [[Lebewesen]] verschiedene Aufgaben:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Integration&amp;#039;&amp;#039; aller [[Reiz]]e, die ihm von innerhalb oder außerhalb des Organismus zugeleitet werden,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koordination]]&amp;#039;&amp;#039; sämtlicher [[Motorik|motorischer]] Eigenleistungen des Gesamtorganismus,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Regelung (Natur und Technik)|Regulation]]&amp;#039;&amp;#039; dabei ablaufender Abstimmungsvorgänge zwischen den organismischen Subsystemen oder [[Organ (Biologie)|Organen]], einschließlich solcher humoraler und insbesondere [[hormon]]eller Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1905 begann [[Walter Spielmeyer]] seine bahnbrechenden Arbeiten zur pathologischen [[Histologie]] (Gewebelehre) des Zentralnervensystems.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Färbemethoden von [[Camillo Golgi]] hatten bereits seit 1885 neue Wege bei der Erforschung des zentralen Nervensystems eröffnet. Ebenfalls bahnbrechende Studien über das Zentralnervensystem führte [[Santiago Ramón y Cajal]] (1852–1934) durch, woraufhin [[Wilhelm von Waldeyer-Hartz|Waldeyer]] 1891 die [[Wilhelm von Waldeyer-Hartz#Wissenschaftliche Leistungen|Neuronentheorie]] formulierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 46 und 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}Alle komplexeren, sich als Ganzes bewegenden Lebewesen benötigen ein System mit den obengenannten Funktionen. Es als Steuerungssystem anzusehen, liegt nahe, ist aber nicht korrekt. Im eigentlichen Sinn steuert das ZNS nicht. Es trägt infolge seiner zentralen Stellung neben der innerorganismischen [[Selbstregulation]] automatisch auch zur Aufrechterhaltung der Funktionalität des Gesamtorganismus in [[Relation (Philosophie)|Relation]] zu organismisch relevanten Bedingungen in seiner Umgebung oder [[Umwelt]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ZNS „vermittelt“ dabei stets nach zwei Seiten: Als zentrales Integrations-, Koordinations- und Regulationsorgan dient es nicht nur zur Verarbeitung von Reizen, die über die vom jeweiligen Organismus ausgebildeten [[Sinnesorgan]]e von außerhalb des Organismus ins ZNS gelangen, sondern auch von jenen, die im Organismus selbst produziert werden. Tiere werden daher nicht nur von Umweltbedingungen zu Reaktionen angeregt. Sie werden auch von sich aus aktiv. Dies kann sogar während des Ruhens oder Schlafens vorkommen und zwar dann, wenn eigenproduzierte Reize größere Intensität erreichen; beim Menschen ist dies etwa bei intensiveren [[Traum|Träumen]] der Fall. Diese gehen teilweise mit starker Beeinflussung der auch im Schlaf unablässig regulierten [[Autonomie|autonom]]-[[Vegetatives Nervensystem|vegetativen]] Bereiche des Organismus einher wie etwa Herzschlag oder Schweißbildung, Harndrang oder Darmaktivität, so dass stärkere (Mit)Reaktionen dieser Art ihrerseits als Weckreize wirken und einen Schlafenden „aufgeregt“ erwachen lassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ZNS der Wirbeltiere ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Central nervous system.svg|miniatur|150px|Übersicht über das menschliche ZNS (2), das aus Gehirn (1) und Rückenmark (3) besteht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Mensch]]en und den übrigen [[Wirbeltiere]]n fasst man [[Gehirn]] und [[Rückenmark]] zusammen unter dem Begriff Zentralnervensystem und grenzt es so gegen das [[Peripheres Nervensystem|periphere Nervensystem]] ab, das zum Teil aus den [[Zellfortsatz|Zellfortsätzen]] von Nervenzellen besteht, deren [[Perikaryon|Zellkörper]] im ZNS liegt. Als Grenzen des ZNS können die [[Hirnhaut|Hirnhäute]] angesehen werden. Nach einer anderen Definition liegt die Grenze des ZNS dort, wo die [[Nervenfaser]]umhüllung von der für das ZNS typischen, von [[Oligodendrozyt]]en gebildeten Form in eine für das periphere Nervensystem typische Umhüllung durch [[Schwann-Zellen]] übergeht. Hinsichtlich der Richtung des Informationsflusses im Nervensystem wird zwischen den (zentripetal) zuleitenden Nervenfasern als [[Afferenz]]en (Signaleingang) und den (zentrifugal) wegleitenden Nervenfasern als [[Efferenz]]en (Signalausgang) unterschieden. Dabei unterscheidet man nach funktionellen Gesichtspunkten zwischen den sensiblen und den motorischen Anteilen einerseits des [[Somatisches Nervensystem|somatischen Nervensystems]] und andererseits des [[Vegetatives Nervensystem|vegetativen Nervensystems]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ZNS werden [[graue Substanz]] (&amp;#039;&amp;#039;Substantia grisea&amp;#039;&amp;#039;) und [[weiße Substanz]] (&amp;#039;&amp;#039;Substantia alba&amp;#039;&amp;#039;) unterschieden. Die graue Substanz liegt im Rückenmark innen, umgeben von der weißen Substanz außen. Im Gehirn sind die Verhältnisse dagegen komplexer, in der [[Hirnrinde]] (&amp;#039;&amp;#039;Cortex&amp;#039;&amp;#039;) findet sich graue Substanz auch außen, sowohl im [[Großhirn]] (&amp;#039;&amp;#039;Cortex cerebri&amp;#039;&amp;#039;) wie auch im [[Kleinhirn]] (&amp;#039;&amp;#039;Cortex cerebelli&amp;#039;&amp;#039;). Beide Anteile lassen sich an einem Schnitt bereits mit bloßem Auge anhand der namensgebenden Farbe erkennen. Die graue Substanz besteht vorwiegend aus [[Perikaryon|Nervenzellkörpern]], die weiße aus deren Fortsätzen ([[Axon]]e), also den Leitungsbahnen. Allerdings sind in die weiße Substanz ebenfalls Ansammlungen von Nervenzellkörpern eingestreut, die [[Nucleus (ZNS)|Nuclei]] („Kerne“ oder „Kerngebiete“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ZNS anderer Tiere ==&lt;br /&gt;
Die [[Lage- und Richtungsbezeichnungen|dorsalen]], zentralnervösen Strukturen der [[Wirbeltiere]] könnten den [[ventral]]en Strukturen der [[Strickleiternervensystem]]e von [[Insekten]] [[Homologie (Biologie)|homolog]] sein. Eine derartige Hypothese wurde schon 1875 von [[Felix Anton Dohrn]] formuliert, der vermutete, dass beide sich auf das Nervengeflecht eines [[Ringelwürmer|ringelwurmartigen]] Vorfahren zurückführen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkrankungen ==&lt;br /&gt;
Erkrankungen des Zentralnervensystems wie etwa Infektionen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Meningitis]], [[Empyem]], [[Abszess]], [[Enzephalitis]], [[Poliomyelitis]], [[Tollwut]], [[Botulismus]], [[Tetanus]] und [[Listeriose]])&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Wurm, A. M. Walter: &amp;#039;&amp;#039;Infektionskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 9–223, hier: S. 177–204 (&amp;#039;&amp;#039;Infektionskrankheiten des Zentralnervensystems&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; zählen zu den [[Neurologie#Die neurologischen Erkrankungen|neurologischen Erkrankungen]]. Zudem existieren im Zusammenhang mit dem Blutkreislauf stehende Erkrankungen wie Schädigungen durch Arteriosklerose, Schlaganfall, Blutungen ([[Gehirnblutung]], Epiduralblutung, Subduralblutung, [[Subarachnoidalblutung]]), Aneurysmen der Gehirnarterien, [[Sinusthrombose]]n und Venenthrombosen. Traumatisch bedingte ZNS-Verletzungen sind neben Blutungen und Hirnwunden&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Werner Usbeck (Mediziner)|Werner Usbeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Über die primär infizierten Hirnwunden und über die verschiedenen Hirnabscesse, insbesondere auch über den Verlauf dieser Erkrankungen unter der Einwirkung von Antibiotica.&amp;#039;&amp;#039; Habilitationsschrift 1956.&amp;lt;/ref&amp;gt; (bis aufs Gehirn dringende Kopfwunden) die [[Schädel-Hirn-Trauma|Gehirnerschütterung]] (Commotio cerebri) bzw. [[Schädel-Hirn-Trauma|Gehirnprellung]] (Contusio cerebri) sowie im Bereich des Rückenmarks die Commotio und Contusio spinalis. Weitere Schädigungen des Zentralnervensystems sind Missbildungen des Gehirns (wie [[Anenzephalie]], [[Arrhinenzephalie]], [[Mikrozephalie]] und [[Enzephalozele]]) und des Rückenmarks (wie [[Meningozele]] und [[Spina-bifida-Hüfte|Myelozele]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Immo von Hattingberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Erkrankungen des Nervensystems.&amp;#039;&amp;#039; In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 1298–1326, hier: S. 1315–1326 und 1350–1355.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Peripheres Nervensystem]]&lt;br /&gt;
* [[Neurologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Central nervous system|Zentralnervensystem}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4067637-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralnervensystem| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gehirn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurobiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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