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	<title>Zentralbibliothek Solothurn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gestumblindi: Aktualisierung nach Jahresbericht 2024</title>
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		<updated>2026-02-02T23:46:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aktualisierung nach Jahresbericht 2024&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Bibliothek&lt;br /&gt;
|Name            = Zentralbibliothek Solothurn&lt;br /&gt;
|Bild            = [[Datei:Zbsolothurn.jpg|300px|center]]&lt;br /&gt;
|Bild-Titel      = Zentralbibliothek Solothurn&lt;br /&gt;
|Bibliothekstyp  = Öffentliche Bibliothek&lt;br /&gt;
|Ort             = [[Solothurn]]&lt;br /&gt;
|Gründung        = 1930&lt;br /&gt;
|Bestand         = ca. 1&amp;#039;000&amp;#039;000 Medien&lt;br /&gt;
|ISIL            = CH-000045-X&lt;br /&gt;
|Leitung         = Direktor: Amir Bernstein&lt;br /&gt;
|Website         = [https://zbsolothurn.ch/ zbsolothurn.ch/] &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zentralbibliothek Solothurn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[öffentliche Bibliothek]] in der Stadt [[Solothurn]] ([[Schweiz]]). Sie erfüllt die Aufgaben einer [[Stadtbibliothek|Stadt-]], [[Regionalbibliothek|Regional-]] und [[Kantonsbibliothek]]. Ihre Bedeutung reicht besonders wegen ihres umfangreichen [[Altbestand]]es, zu dem zahlreiche [[Manuskript|Handschriften]], [[Inkunabel]]n und alte Drucke gehören, weit über die Region hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Vorgänger ==&lt;br /&gt;
Die Zentralbibliothek Solothurn (ZBS) entstand 1930 aus der Fusion der damaligen Stadtbibliothek Solothurn mit der Kantonsbibliothek Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtbibliothek ===&lt;br /&gt;
Die Stadtbibliothek Solothurn wurde 1763 unter dem Einfluss der [[Aufklärung]] von [[Franz Jakob Hermann]] als &amp;#039;&amp;#039;Obrigkeitliche Bibliothek&amp;#039;&amp;#039; gegründet und anfänglich hauptsächlich aus Schenkungen solothurnischer Patrizierfamilien aufgebaut. Dem Zeitgeist entsprechend, war diese Bibliothek jedoch noch stark museal ausgerichtet, nur einige Stunden wöchentlich geöffnet, und eine Ausleihe fand nur für die Spenderfamilien statt. Bis 1798 war sie in einem Büchersaal im [[Rathaus]] untergebracht, der aufgegeben werden musste, als die Behörden der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] den Raum benötigten. Die Bücher wurden eingelagert und erst 1807 wieder der Benutzung zugeführt, im Parterre des 1798 aufgehobenen [[Franziskanische Orden|Franziskaner]]klosters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Reaktion (Politik)|reaktionäre]] Geist der [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]]kommission erschwerte jedoch während der [[Restauration (Schweiz)|Restauration]] des Patriziats den Bestandesaufbau und die Benutzung weiterhin und in zunehmendem Masse. Freier, allgemeiner Zugang zur Lektüre galt als gefährlich. Unter anderem wurde den Schülern der höheren Lehranstalt mit Ausnahme der obersten Klassen verboten, die Bibliothek zu besuchen. Später wurde eine Zensur aller Neuerwerbungen gefordert und 1817 schliesslich einem ständigen «geistlichen Inspektor» unterstellt, dessen Anweisungen der [[Bibliothekar]] in seiner Anschaffungspolitik zu folgen hatte. [[Leo Altermatt]] schreibt in seinem Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Bibliothekswesen&amp;#039;&amp;#039; im Heimatbuch &amp;#039;&amp;#039;Der Kanton Solothurn&amp;#039;&amp;#039; (1949) von einem «Sturm der Entrüstung», den diese Entwicklung heraufbeschworen habe; der damalige Bibliothekar [[Robert Glutz von Blotzheim|Robert Glutz]] «reichte […] die Demission ein und verschrieb sich ganz der Geschichtsforschung».&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Leo Altermatt |Titel=Bibliothekswesen |Sammelwerk=Der Kanton Solothurn. Ein Heimatbuch |Verlag=Gassmann |Ort=Solothurn |Datum=1949 |Seiten=130}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1838, nach dem liberalen Umsturz, änderte sich die Situation der Bibliothek grundlegend: Nicht nur zog sie in grössere, geeignetere Räumlichkeiten im neuen Gemeindehaus der Stadt Solothurn um, in denen sie bis zur Fusion mit der Kantonsbibliothek verbleiben sollte, sondern vor allem wurde sie durch die Bibliotheksordnung der neuen, liberalen Stadtverwaltung von der Bürger- zu einer öffentlichen und frei benutzbaren Stadtbibliothek. «Auf diesen Grundlagen entwickelte sich die städtische Bibliothek weiter, ohne je den Charakter einer Bildungsbibliothek zu verlieren, bis sie 1930 aus praktisch-organisatorischen und finanziellen Erwägungen in der grösseren Einheit der Zentralbibliothek aufging.»&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Leo Altermatt |Titel=Bibliothekswesen |Sammelwerk=Der Kanton Solothurn. Ein Heimatbuch |Verlag=Gassmann |Ort=Solothurn |Datum=1949 |Seiten=132}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonsbibliothek ===&lt;br /&gt;
Die Kantonsbibliothek entstand im letzten Viertel des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, um die Büchersammlungen der nach dem solothurnischen [[Kulturkampf in der Schweiz|Kulturkampf]] 1874 aufgehobenen [[Kloster|Klöster]] und [[Stift (Kirche)|Stifte]] aufzunehmen. Obwohl der [[Kantonsrat (Solothurn)|Kantonsrat]] die Einrichtung einer Kantonsbibliothek schon 1875 beschlossen hatte, konnte sie erst 1883 eröffnet werden. Die Bestände wurden im Thronsaal des ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;Ambassadorenhofs&amp;#039;&amp;#039; aufgestellt, der zu dieser Zeit als Kantonsschulgebäude diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den früher selbständigen Bibliotheken, die als Grundstock der Sammlung dienten, gehören:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kapitelbibliothek des St. Ursenstiftes&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jesuiten- oder Professorenbibliothek&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Franziskanerbibliothek&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek des [[Kloster Mariastein|Klosters Mariastein]]&amp;#039;&amp;#039; (von der Zentralbibliothek ab 1998 an das 1971 wiederhergestellte Kloster zurückgegeben)&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrzehnten wurde die Bibliothek durch Schenkungen und Käufe um weitere wertvolle Bestände bereichert, darunter die grossen Bibliotheken des Franziskaners Franz Louis Studer und des Bischofs [[Friedrich Fiala]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zentralbibliothek ===&lt;br /&gt;
Nach der 1930 erfolgten Fusion von Stadt- und Kantonsbibliothek waren zunächst 1941 und 1942 zwei Bauwettbewerbe für ein Gebäude auf dem Schänzli-Areal an der Rötibrücke ausgetragen worden. Der Siegerentwurf von [[Hans Zaugg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Engerer Bauwettbewerb für einen Neubau der Zentralbibliothek Solothurn |werk=[[TEC21|Schweizerische Bauzeitung]] |hrsg=121 Jg., Nr. 13 |datum=1942 |seiten=152–155 |url=https://www.e-periodica.ch/digbib/view?rid=sbz-002:1943:121::1364 |abruf=2023-07-23 |kommentar=archiviert in [[E-Periodica]] der [[ETH Zürich]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde aber heftig angefeindet. Eine neue Situation entstand, als 1944 Emil R. Zetter der Stadt eine Liegenschaft an der Bielstrasse abtrat, mit der testamentarischen Verfügung, dort eine Bibliothek einzurichten. 1945 wurden daraufhin die [[Gebrüder Pfister]] mit einem Erweiterungsbau beauftragt, der 1956 begonnen und 1958 fertiggestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Marti (Architekt)|Hans Marti]]: [[doi:10.5169/seals-64887|&amp;#039;&amp;#039;Die Zentralbibliothek in Solothurn: Architekten Gebr. Pfister, Zürich.&amp;#039;&amp;#039;]] In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizerische Bauzeitung.&amp;#039;&amp;#039; 78. Jg., Nr. 19, 1960, S. 317&amp;amp;nbsp;ff. (archiviert in E-Periodica der ETH Zürich).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1958 bezog die ZBS ihre heutigen Räumlichkeiten im Westen der Stadt. Der Gebäudekomplex besteht aus einem Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erbauten [[Patrizier]]haus und einem für die Bibliothek errichteten Neubau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Neubau befinden sich Freihandabteilung, Lesesaal, die Kinder- und Jugendbibliothek und Verwaltungsräume. Das patrizische Sommerhaus &amp;#039;&amp;#039;(Gibelin-Zetter-Haus)&amp;#039;&amp;#039; beherbergte von 1973 bis 2020 die Musikbibliothek und weitere Büros; nach der Aufhebung der breiten aktiven Sammeltätigkeit der Musikbibliothek ist ein Teilbestand an Musikalien im [[Régence]]-Salon des 1. Stockwerks freihand aufgestellt. Ein Seitenflügel des Sommerhauses, der &amp;#039;&amp;#039;Querbau&amp;#039;&amp;#039;, beherbergte von 1958 bis 2012 ein Buchmuseum. Seither wird er als Schulungs- und Veranstaltungssaal genutzt, gelegentlich auch weiterhin als Ausstellungsraum: 2014 für eine den Fotografen [[Roland Schneider (Fotograf)|Roland Schneider]] und [[Franz Gloor]] gewidmete Ausstellung oder 2019 für eine Retrospektive des Handbuchbinders und Objektkünstlers [[Edwin Heim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freihandabteilung erfüllt zusammen mit der Kinder- und Jugendbibliothek die Aufgaben einer öffentlichen Bibliothek für Stadt und Region Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lesesaal werden Veranstaltungen wie Buchvernissagen, allgemeinbildende Referate und Lesungen angeboten. Von 1992 bis 2008 genoss die [[Töpfergesellschaft Solothurn]] darin Gastrecht für ihre Vorträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 hat sich die Zentralbibliothek zusammen mit anderen Partnerbibliotheken der [[Kooperative Speicherbibliothek Schweiz|Kooperativen Speicherbibliothek Schweiz]] angeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.ch/de/pm/100000205/100754166 &amp;#039;&amp;#039;Speicherbibliothek in Büron: Trägerverein gegründet.&amp;#039;&amp;#039;] Presseportal des Kantons Luzern, 7. April 2014, abgerufen am 29. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2019 wurden die Katalogdaten der ZBS in den [[Informationsverbund Deutschschweiz|IDS Basel-Bern]] migriert, seit Dezember 2020 ist sie als erste und für einige Jahre einzige nichtuniversitäre Bibliothek mit kantonalem Sammelauftrag Mitglied der [[SLSP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Direktion ====&lt;br /&gt;
Direktoren und Direktorinnen seit Gründung der ZBS waren:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://zbsolothurn.ch/ueber-uns/portrait/archiv-jahresberichte |titel=Archiv der Jahresberichte |hrsg=Zentralbibliothek Solothurn |abruf=2025-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1930–1935 Josef Walker&lt;br /&gt;
*1936–1962 [[Leo Altermatt]]&lt;br /&gt;
*1962–1983 [[Hans Sigrist (Historiker)|Hans Sigrist]]&lt;br /&gt;
*1984–1998 Rolf Max Kully&lt;br /&gt;
*1998–2002 Christine Holliger&lt;br /&gt;
*2002–2016 Verena Bider und Peter Probst als Co-Direktion&lt;br /&gt;
*2016–2019 Verena Bider&lt;br /&gt;
*2019–2024 Yvonne Leimgruber&lt;br /&gt;
*seit 2025 (2024 ad interim) Amir Bernstein&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Judith Frei |url=https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/stadt-solothurn/nachfolger-gefunden-amir-bernstein-wird-neuer-direktor-der-zentralbibliothek-solothurn-ld.2714634 |titel=Amir Bernstein wird neuer Direktor der Zentralbibliothek Solothurn |werk=Solothurner Zeitung |datum=2024-12-23 |abruf=2025-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestand ==&lt;br /&gt;
Der Gesamtbestand der ZBS umfasst rund eine Million Medieneinheiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |date=2024 |title=Rückblick 2024|url=https://zbs-website.s3.eu-central-1.amazonaws.com/jahresberichte/zbsolothurn_jahresbericht_2024.pdf |website=Zentralbibliothek Solothurn |language=de |location=Solothurn |publisher=Zentralbibliothek Solothurn |access-date=2026-01-30 |pages=6 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Hauptauftrag ist die Bewahrung des solothurnischen Kulturerbes, der &amp;#039;&amp;#039;Solodorensia&amp;#039;&amp;#039; – dazu gehören Publikationen mit inhaltlichem Bezug auf Stadt oder Kanton Solothurn, Werke solothurnischer Autoren, Illustratoren, Künstler und Musiker, Biographien solothurnischer Persönlichkeiten sowie Publikationen aus solothurnischen Verlagen. Gedruckte oder elektronisch publizierte Solodorensia der Themen Regionalgeschichte, Heimat- und Landeskunde werden in der &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie der Solothurner Geschichtsliteratur&amp;#039;&amp;#039; erfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder- und Jugendbibliothek stellt in ihrem Freihandbestand von etwa 30&amp;#039;000 Medieneinheiten aktuelle Kinder- und Jugendliteratur bereit. Ältere Werke finden sich im Magazin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kantons- und Stadt-, aber auch als Forschungsbibliothek folgt die Zentralbibliothek Solothurn einer Sammlungspolitik, nach der wichtige, aber nicht mehr aktuelle Werke der Sammelgebiete Geschichte, Germanistik, Musikwissenschaft aus den Freihandabteilungen magaziniert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der von Leo Altermatt begründeten Hauptreihe &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Zentralbibliothek Solothurn&amp;#039;&amp;#039;, der von Christine Holliger eingeführten Reihe &amp;#039;&amp;#039;Musik aus der Sammlung der Zentralbibliothek Solothurn&amp;#039;&amp;#039; und der von Verena Bider 2011 begründeten &amp;#039;&amp;#039;Kleinen Reihe&amp;#039;&amp;#039; erscheinen in loser Folge Arbeiten, die sich mit den Sammlungen und dem solothurnischen Kulturerbe im weiteren Sinne befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Bestände ===&lt;br /&gt;
Die zu einem grossen Teil von den Vorgängerbibliotheken übernommenen historischen Bestände umfassen eine umfangreiche Handschriftensammlung mit einer Sammlung von lateinischen, deutschen und hebräischen Fragmenten aus Handschriften verschiedener Herkunft, einen historischen Bestand an Drucken von ca. 80&amp;#039;000 Einheiten, darunter knapp 1000 [[Inkunabel]]n und 4000 Drucke des 16. Jahrhunderts, sowie eine Kartensammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachlasssammlung ===&lt;br /&gt;
Die ZBS sammelt, erschliesst und bewahrt Privatarchive kulturell oder wissenschaftlich tätiger Personen mit Bezug zum Kanton Solothurn und kantonaler oder überregionaler Bedeutung, subsidiär zu gesamtschweizerischen Institutionen wie dem [[Schweizerisches Literaturarchiv|Schweizerischen Literaturarchiv]] oder der [[Paul Sacher Stiftung|Paul-Sacher-Stiftung]] Basel. In der Sammlung finden sich Nachlässe oder Teilnachlässe von solothurnischen Komponistinnen und Komponisten wie [[Theodor Diener (Musiker)|Theodor Diener]], [[Peter Escher (Komponist)|Peter Escher]], [[Ernst Kunz (Komponist)|Ernst Kunz]] oder [[Elisabeth Spöndlin]], solothurnischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern wie [[Olga Brand]] oder [[Alfred Hartmann (Schriftsteller)|Alfred Hartmann]] sowie die wissenschaftlichen Nachlässe des Historikers und ersten Solothurner Zentralbibliothekars [[Leo Altermatt]], des Solothurner Augenarztes [[Arthur Gloor]] oder des Basler Philosophen [[Hans Kunz]]. Hier finden sich auch von Dritten angelegte Sammlungen, die in einem weiteren Zusammenhang mit dem Kanton Solothurn stehen: die [[Charles Sealsfield|Charles-Sealsfield]]-Sammlung mit der von Albert Kresse (1886–1961) angelegten «Sammlung Kresse» oder die [[Hermann Hesse|Hesse]]-Sammlung Rosa Muggli-Isler, Kilchberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musiksammlung ===&lt;br /&gt;
Die historische Musiksammlung beherbergt die Musikalien aus Vorgängersammlungen, darunter eine grosse Zahl von Notenhandschriften und seltenen alten Musikdrucken.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Rudolf Binz: [https://zbsolothurn.ch/sites/default/files/HistMusSlgZBSO.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die historische Musiksammlung der Zentralbibliothek Solothurn. Ein Überblick&amp;#039;&amp;#039;] (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Zentralbibliothek Solothurn.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 27&amp;amp;nbsp;A). Zentralbibliothek Solothurn, Solothurn 2005 (PDF; 4,4&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1973 eröffnete Musikbibliothek hat bis 2020 einen der grössten öffentlich zugänglichen Tonträgerbestände der Schweiz aufgebaut. Er umfasst rund 43&amp;#039;000 [[Tonträger]], hauptsächlich [[Compact Disc|CDs]], [[Schallplatte]]n und [[Compact Cassette|Tonbandkassetten]], und zahlreiche Abonnements von Musikzeitschriften. 2018 wurde ein Streamingdienst eingerichtet. Im Mai 2020 wurde der Bestandesausbau an nichtsolothurnischen Medien aus finanziellen Gründen eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/stadt-solothurn/einst-war-die-abteilung-musikbibliothek-hoch-innovativ-jetzt-wird-sie-aufgehoben-ld.1418480 &amp;#039;&amp;#039;Einst war die Abteilung Musikbibliothek hoch innovativ – jetzt wird sie aufgehoben.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Solothurner Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 30. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Katalogdaten der Musiknoten und Tonträger sind seit Frühjahr 2021 nicht nur im Bibliothekskatalog, sondern auch auf der Plattform [[Swisscollections]] zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://swisscollections.ch/ |titel=swisscollections |kommentar=Suche Bibliothek, Dokumentation, Archiv |abruf=2021-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildersammlung ===&lt;br /&gt;
Zentralbibliothekar [[Leo Altermatt]] legte in den 50er Jahren eine umfangreiche Bildersammlung an: die &amp;#039;&amp;#039;Solothurnische Ikonographie&amp;#039;&amp;#039; mit Grafiken der Ortschaften des Kantons und einer Sammlung von Fotoporträts wichtiger Solothurnerinnen und Solothurner. Später kamen nichtsolothurnische Grafiken dazu, eine Ex-Libris-Sammlung, ausserdem Foto- und Diasammlungen zur Geschichte des Kantons und der Stadt Solothurn sowie Nachlässe von Solothurner Fotografen. 1991 wurde eine Postkartensammlung erworben. Sie wurde 2007 digitalisiert und über die Website der Zentralbibliothek zugänglich gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Postkartensammlung ab sofort im Internet: Zentralbibliothek Solothurn: Solothurnische Geschichte in Momentaufnahmen: Von Aedermannsdorf bis Zullwil.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Oltner Tagblatt]] / MLZ.&amp;#039;&amp;#039; 20. Oktober 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hist.net/archives/654 &amp;#039;&amp;#039;Hist.net.&amp;#039;&amp;#039;] Plattform für Geschichte und digitale Medien. 11. November 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Solothurn ===&lt;br /&gt;
Seit 1969 war ein Teil der alten Bestände des [[Stadtarchiv Solothurn|Stadtarchivs Solothurn]] der Einwohnergemeinde [[Solothurn]] in der Zentralbibliothek deponiert. Diese Altbestände wurden im Auftrag der Einwohnergemeinde der Stadt Solothurn seit Herbst 2011 von einer Archiverschliessungsfirma geordnet und verzeichnet. Sie sind seit 2012 in den Räumlichkeiten des Stadtarchivs Solothurn untergebracht. Ein Verzeichnis ist über die Website der Zentralbibliothek verfügbar; die Zentralbibliothek ist mit der Aufgabe der Vermittlung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Solothurn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Leo Altermatt: &amp;#039;&amp;#039;Bibliothekswesen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Kanton Solothurn. Ein Heimatbuch.&amp;#039;&amp;#039; Gassmann, Solothurn 1949, S. 127–135.&lt;br /&gt;
* Hans-Rudolf Binz: [https://zbsolothurn.ch/sites/default/files/HistMusSlgZBSO.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die historische Musiksammlung der Zentralbibliothek Solothurn. Ein Überblick&amp;#039;&amp;#039;] (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Zentralbibliothek Solothurn.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 27&amp;amp;nbsp;A). Kantonsbibliothek Solothurn, Solothurn 2005 (PDF; 4,4&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* Hans Sigrist: &amp;#039;&amp;#039;Das Gibelin-Zetter-Palais auf dem Hermesbühl in Solothurn.&amp;#039;&amp;#039; Habegger, Derendingen 1979. Separatdruck aus: &amp;#039;&amp;#039;Jurablätter.&amp;#039;&amp;#039; 41, 1979.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht der Zentralbibliothek Solothurn über das Jahr […]&amp;#039;&amp;#039; Solothurn 1930&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Central Library Solothurn|Zentralbibliothek Solothurn|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zbsolothurn.ch/ Offizielle Website] der Zentralbibliothek Solothurn&lt;br /&gt;
* Andreas Kaufmann: [https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/stadt-solothurn/das-stadtgedachtnis-ist-nun-unter-einem-dach-in-solothurn-ld.1946035 &amp;#039;&amp;#039;Das Stadtgedächtnis ist nun unter einem Dach.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Solothurner Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 31. Oktober 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47/12/35/N |EW=7/31/47/E |type=landmark |region=CH-SO}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=38429-X|LCCN=n83010807|VIAF=124170805}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothek in der Schweiz|Solothurn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionalbibliothek|Solothurn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunale Bibliothek|Solothurn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung in Solothurn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Solothurn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgut von nationaler Bedeutung im Kanton Solothurn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliotheksbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Solothurn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Solothurn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1930]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gestumblindi</name></author>
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