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	<title>Zensusgesetz 2011 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Geoguesserplayer am 28. März 2026 um 18:11 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-28T18:11:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gesetz&lt;br /&gt;
| Titel=Gesetz über den registergestützten Zensus im Jahre 2011&lt;br /&gt;
| Kurztitel=Zensusgesetz 2011&lt;br /&gt;
| Abkürzung=ZensG 2011&lt;br /&gt;
| Art=[[Bundesgesetz (Deutschland)|Bundesgesetz]]&lt;br /&gt;
| Geltungsbereich=[[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Rechtsmaterie=[[Verwaltungsrecht (Deutschland)|Verwaltungsrecht]]&lt;br /&gt;
| FNA=29-37&lt;br /&gt;
| DatumGesetz=8. Juli 2009 ({{BGBl|2009n I S. 1781}})&lt;br /&gt;
| Inkrafttreten=16. Juli 2009&lt;br /&gt;
| Neubekanntmachung=&lt;br /&gt;
| Neufassung=&lt;br /&gt;
| InkrafttretenNeufassung=&lt;br /&gt;
| LetzteÄnderung=&lt;br /&gt;
| InkrafttretenLetzteÄnderung=&lt;br /&gt;
| Außerkrafttreten=&lt;br /&gt;
| GESTA=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[bundesdeutsch]]e &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zensusgesetz 2011&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; regelt die Durchführung der [[Volkszählung in der Europäischen Union 2011|EU-weiten Volkszählung im Jahre 2011]]. Das Gesetz ist als Artikel 1 des Gesetzes zur Anordnung des Zensus 2011 sowie zur Änderung von Statistikgesetzen am 16. Juli 2009 in Kraft getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Zensusgesetz wird die EG-Verordnung 763/2008&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Verordnung|2008|763|format=PDF}} des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Juli 2008 über Volks- und Wohnungszählungen&amp;lt;/ref&amp;gt;, die eine Datenerhebung alle zehn Jahre vorsieht, in deutsches Recht umgesetzt. Es regelt die Erhebungsmerkmale (z.&amp;amp;nbsp;B. Alter, Geschlecht, Schulabschluss oder Wohnfläche), definiert die Auskunftspflichtigen und trifft Aussagen zu Zusammenführungen der Erhebungsteile sowie Löschungsfristen für Hilfsmerkmale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die politische Auseinandersetzung um dieses Gesetz war geprägt von der Frage der Verteilung finanzieller Lasten zwischen Bund und Ländern&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.welt.de/politik/article2727115/Schoenbohm-droht-mit-Scheitern-der-Volkszaehlung.html Schönbohm droht mit Scheitern der Volkszählung]&amp;#039;&amp;#039; Welt Online vom 14. November 2008, 19:07 Uhr&amp;lt;/ref&amp;gt;, die auch Thema der 187. Sitzung der [[Innenministerkonferenz]] war und in dem Beschluss mündete, BMI und IMK mögen „möglichst rasch eine unabhängige Kostenkalkulation durch die Rechnungshöfe von Bund und Ländern veranlassen, damit eine angemessene Kostenbeteiligung des Bundes erreicht werden kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesrat: &amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv | url=http://www.bundesrat.de/cln_090/nn_8780/DE/gremien-konf/fachministerkonf/imk/Sitzungen/2008-11-21.html | wayback=20090224044005 | text=Beschlüsse der 187. Sitzung der Innenministerkonferenz}}&amp;#039;&amp;#039; Potsdam, 21. November 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bundeskabinett beschloss am 3. Dezember 2008 einen Gesetzentwurf „zur Anordnung des [[Zensus 2011]] sowie zur Änderung von Statistikgesetzen“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/122/1612219.pdf Entwurf eines Gesetzes zur Anordnung des Zensus 2011 sowie zur Änderung von Statistikgesetzen]&amp;#039;&amp;#039; vom 3. Dezember 2008, in BT-Drucksache 16/12219 vom 4. März 2009 ([[PDF]], 620 kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium des Innern: &amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv | url=http://www.bmi.bund.de/cln_145/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2008/12/zensus_2011_beschlossen.html?nn=109632 | wayback=20160225162640 | text=Kabinett beschließt Zensusgesetz 2011}}&amp;#039;&amp;#039; Pressemitteilung vom 3. Dezember 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser sah eine Eins-zu-eins-Umsetzung der von der EU geforderten Pflichtmerkmale vor. Im Rahmen des [[Gesetzgebungsverfahren (Deutschland)|Gesetzgebungsverfahrens]] wurde der Gesetzentwurf umgehend dem Bundesrat zugeleitet, der sich damit am 13. Februar 2009 befasste.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesrat: &amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv | url=http://www.bundesrat.de/cln_090/SharedDocs/Drucksachen/2009/0001-0100/3-1-09,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/3-1-09.pdf | wayback=20130620134022 | text=Empfehlungen der Ausschüsse In - AS - FS - Fz - U - Wo zu Punkt 23 der 854. Sitzung des Bundesrates am 13. Februar 2009}}&amp;#039;&amp;#039; (pdf, 158&amp;amp;nbsp;KB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Länder kritisierten am Regierungsentwurf die Einrichtung eines Referenzdatenbestandes auf Bundesebene und zweifeln die Realisierbarkeit eines ihrer Meinung nach „bislang noch nie angewandten Datenbanksystems“ an. Darüber hinaus fordert der Bundesrat im Rahmen der ergänzenden Haushaltestichprobe die Religionszugehörigkeit als Erhebungsmerkmal aufzunehmen. Schließlich forderten die Länder, „dass sich der Bund zur Hälfte an den Kosten der rund 528 Millionen teuren Erhebung beteiligt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesrat: &amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv | url=http://www.bundesrat.de/cln_090/nn_6898/DE/presse/pm/2009/016-2009.html | wayback=20100603220132 | text=Zahlreiche Korrekturen am Zensus 2011}}&amp;#039;&amp;#039;, Pressemitteilung 16/2009 vom 13. Februar 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Entgegen den Empfehlungen seiner Ausschüsse verwarf der Bundesrat die Forderungen nach Fragen zu Miete, Energie und Leerstand im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung. D.&amp;amp;nbsp;h. mit Ausnahme des Merkmals Religionszugehörigkeit sieht auch der Beschluss des Bundesrates die Eins-zu-eins-Umsetzung der EU-Vorgaben vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesrat: &amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv | url=http://www.bundesrat.de/cln_090/SharedDocs/Drucksachen/2009/0001-0100/3-09_28B_29,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/3-09(B).pdf | wayback=20130620134324 | text=Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Anordnung des Zensus 2011 sowie zur Änderung von Statistikgesetzen}}&amp;#039;&amp;#039; (PDF, 134&amp;amp;nbsp;kB), Drucksache 3/09 (Beschluss) vom 13. Februar 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungsentwurf des Zensusgesetzes 2011 wurde am 19. März 2009 in erster Lesung im Bundestag beraten und dabei an insgesamt sieben Ausschüsse verwiesen, wobei der Innenausschuss die Federführung hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutscher Bundestag: &amp;#039;&amp;#039;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/16/16211.pdf#page=197 Stenografischer Bericht der 211. Sitzung]&amp;#039;&amp;#039; (PDF, 3,1&amp;amp;nbsp;MB), Berlin, 19. März 2009, S. 22895(B) - 22899(C).&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Themen wurden Religionszugehörigkeit und Migrationshintergrund genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;heise online: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/Ausweitung-der-Volkszaehlung-Wunschkonzert-oder-notwendige-Statistik-208271.html Ausweitung der Volkszählung: &amp;quot;Wunschkonzert&amp;quot; oder notwendige Statistik?]&amp;#039;&amp;#039;, Meldung vom 20. März 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regelungen ==&lt;br /&gt;
Das Zensusgesetz 2011 legte den Stichtag der Erhebung auf den 9. Mai 2011 fest (§ 1), definiert die Erhebungseinheiten (§ 2, z.&amp;amp;nbsp;B. Personen und Haushalte, Gebäude mit Wohnraum) und bestimmt die Begrifflichkeiten (z.&amp;amp;nbsp;B. amtliche Einwohnerzahl, Wohnung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die einzelnen Erhebungsteile (z.&amp;amp;nbsp;B. § 3 Auswertung der Melderegister, § 6 Gebäude- und Wohnungszählung, § 7 Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis) werden die Merkmale festgeschrieben und es wird geregelt, wie diese zusammengeführt werden dürfen (§ 9).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme der Frage zum Bekenntnis zu einer Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung im Rahmen der Haushaltestichprobe gilt ansonsten durchgängig die Auskunftspflicht (§ 18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hilfsmerkmale (z.&amp;amp;nbsp;B. Name, Anschrift) müssen spätestens vier Jahre nach dem Berichtszeitpunkt gelöscht werden (§ 19).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bund gewährte den Ländern zum Ausgleich der Kosten der Vorbereitung und der Durchführung des registergestützten Zensus am 1. Juli 2011 eine Finanzzuweisung in Höhe von 250 Millionen Euro (§ 25).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Details zu Art, Umfang und Verteilung der Erhebungen sind in der &amp;#039;&amp;#039;Stichprobenverordnung Zensusgesetz 2011&amp;#039;&amp;#039; vom 25. Juni 2010 ({{BGBl|2010n I S. 830}})&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|StichprobenV|buzer|text=Stichprobenverordnung Zensusgesetz 2011}}&amp;lt;/ref&amp;gt; geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht ==&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 2010 reichte der [[Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (Deutschland)|Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung]] eine [[Verfassungsbeschwerde (Deutschland)|Verfassungsbeschwerde]] mit mehr als 10.000 Unterstützer-Unterschriften ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Kuri: [https://www.heise.de/newsticker/meldung/Mehr-als-10-000-Unterstuetzer-fuer-Verfassungsbeschwerde-gegen-Volkszaehlung-1034225.html &amp;#039;&amp;#039;Mehr als 10.000 Unterstützer für Verfassungsbeschwerde gegen Volkszählung&amp;#039;&amp;#039;] heise.de, 7. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wurde jedoch vom Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 21. September 2010 nicht zur Entscheidung angenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20100921_1bvr186510.html BVerfG, Beschluss vom 21. September 2010 - 1 BvR 1865/10]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Begründung wird angeführt, dass die Verfassungsbeschwerde nicht den Anforderungen, welche das Bundesverfassungsgerichtsgesetz an die Begründung einer Verfassungsbeschwerde stellt, genüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Urteil vom 19. September 2018 hält das Bundesverfassungsgericht die vom [[Senat von Berlin]] und dem [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg]] im Wege der [[Normenkontrolle]] gerügten Vorschriften des Zensusgesetzes 2011, des Zensusvorbereitungsgesetzes 2011 sowie der Stichprobenverordnung Zensusgesetz 2011,&amp;lt;ref&amp;gt;{{BGBl|2010n I S. 830}}&amp;lt;/ref&amp;gt; insbesondere die Feststellung der amtlichen Einwohnerzahlen anhand einer maßgeblich auf vorhandene Registerdaten gestützten Erhebung statt einer traditionellen Volkszählung für mit dem Grundgesetz vereinbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2018/09/fs20180919_2bvf000115.html BVerfG, Urteil vom 19. September 2018 - 2 BvF 1/15, 2BvF 2/15]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/276114/zensus-2011 &amp;#039;&amp;#039;Urteil: Zensus 2011 war laut Bundesverfassungsgericht verfassungsgemäß&amp;#039;&amp;#039;] [[Bundeszentrale für politische Bildung|bpb]], 19. September 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Volkszählung in der Europäischen Union 2011]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/SharedContent/Oeffentlich/A2/Rechtsgrundlagen/Statistikbereiche/Bevoelkerung/051a__ZensG__2011,property=file.pdf destatis.de – Text des Zensusgesetzes 2011 einschl. Begründung] ([[PDF]]-Datei; 289&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://zensus11.de/ zensus11.de – Informationen zur Volkszählung 2011 von einer Initiative gegen die Volkszählung 2011]&lt;br /&gt;
* [http://www.zensus2011.de/ zensus2011.de – Informationen zur Volkszählung 2011 von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder]&lt;br /&gt;
* [https://ergebnisse.zensus2011.de/ Zensusdatenbank für den Abruf der Ergebnisse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundesgesetz (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Datenschutzrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Geoguesserplayer</name></author>
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