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	<title>Zenker-Divertikel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T13:44:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-07-14T15:53:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE =&lt;br /&gt;
| 01-CODE = K22.5&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Zenker-Divertikel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zenker-Divertikel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um ein [[Divertikel]] des Hypopharynx ([[Pharynx|Schlund]]) und nicht der [[Speiseröhre]], wie häufig falsch angegeben wird.&lt;br /&gt;
Das Zenker-Divertikel ist ein [[Pulsionsdivertikel]] und [[Pseudodivertikel]]. Es wurde 1764 von Abraham Ludlow erstbeschrieben&amp;lt;ref name=&amp;quot;ludlow&amp;quot;&amp;gt;A. Ludlow: &amp;#039;&amp;#039;A case of obstructed deglutition from a preternatural dilatation of and bag formed in the pharynx.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medical Observations and Enquiries by a Society of Physicians in London.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. 1769; 3, S. 85–101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;britishmedicaljournal&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ludlow&amp;#039;s preternatural bag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;British medical journal.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Nummer 6204, Dezember 1979, S.&amp;amp;nbsp;1531–1532, PMID 119566, {{PMC|1597444}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist benannt nach [[Friedrich Albert von Zenker]]. Am häufigsten sind Männer im fortgeschrittenen Lebensalter betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Anatomie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zenker2.jpg|miniatur|Abschnürung eines Zenker-Pouches Stadium 2 nach Brombart zwischen der peristaltischen Welle des M. constrictor pharyngis inferior (1) und der Kontraktion des oberen Ösophagussphinkters (2).]]&lt;br /&gt;
Die Ursache für die Entstehung dieses Divertikels ist das muskelschwache Dreieck (Killian-Dreieck) zwischen der &amp;#039;&amp;#039;Pars obliqua&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Pars fundiformis&amp;#039;&amp;#039; (Killian-Schleudermuskel, benannt nach [[Gustav Killian]]) der &amp;#039;&amp;#039;Pars cricopharyngea&amp;#039;&amp;#039; (Anteil des [[Musculus constrictor pharyngis inferior|M. constrictor pharyngis inferior]]). Es befindet sich [[Lage- und Richtungsbezeichnungen|dorsal]] oberhalb der Ringknorpelenge des [[Ösophagus]]. Mit ursächlich ist in der Regel eine Funktionsstörung des oberen Speiseröhren-[[Schließmuskel|Sphinkters]] (Ösophagusmund) in Form einer unzureichenden oder zeitlich nicht koordinierten Öffnung. Das Divertikel ist häufig zur linken Seite lokalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung und Symptome ==&lt;br /&gt;
Radiologen teilen die Zenker-Divertikel nach [[Marcel M. Brombart|Brombart]] in vier Stadien zunehmender Schwere ein:&lt;br /&gt;
* Stadium 1 ist eine dornenförmige, 2–3&amp;amp;nbsp;mm lange Nischenbildung, die auch nicht immer sichtbar wird.&lt;br /&gt;
* Divertikel im Stadium 2 sind 7–8&amp;amp;nbsp;mm groß und keulenförmig.&lt;br /&gt;
* Divertikel im Stadium 3 sind über 10&amp;amp;nbsp;mm groß, sackförmig und nach unten umgebogen.&lt;br /&gt;
* Im Stadium 4 komprimiert das Divertikel die Speiseröhre und behindert sichtbar dessen Kontrastmittelpassage.&amp;lt;ref&amp;gt;Divertikel des Pharynx und Oesophagus. In: Jürgen Freyschmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch diagnostische Radiologie / Gastrointestinales System.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 2006, ISBN 3-540-68472-7, S. 97ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Symptomatik variiert in Abhängigkeit vom Stadium des Divertikels. Nicht alle Divertikel sind symptomatisch. In den frühen Stadien (Brombart 1 und 2) kommt es noch nicht zu einer [[Retention (Medizin)|Retention]] von Speisen im Divertikel, da sich das Divertikel nur temporär während des Schluckaktes ausstülpt und im Intervall wieder komplett in der Pharynxhinterwand verstreicht. Im Vordergrund steht häufig eine [[Dysphagie]], meist in Form eines Fremdkörpergefühls (Globusgefühl). Man spricht von &amp;#039;&amp;#039;Pouches&amp;#039;&amp;#039; („Taschen“) im Gegensatz zu den permanent nachweisbaren Divertikeln in den höheren Stadien (Brombart 3 und 4). Hier kann bei Speiseresten im Divertikel zusätzlich ein starker Mundgeruch entstehen. Es kommt zur [[Regurgitation (Verdauungstrakt)|Regurgitation]] von ungesäuertem Essen (diagnostisch wegweisend: Das Essen war nicht im Magen; im Gegensatz zum [[Refluxösophagitis|Reflux]]). Husten kann ein Hinweis darauf sein, dass Divertikelinhalt (Nahrungsreste) in die Luftröhre übertritt, es kann zu einer [[Aspirationspneumonie]] (Lungenentzündung) kommen. Zudem führen die Schluckbeschwerden nicht selten bei älteren Menschen zu einer Gewichtsabnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zenker Divertikel Stadien.jpg|miniatur|Stadien des Zenker-Divertikels nach Brombart von 1 bis 4.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ZenkerSchraeg.gif|miniatur|Im [[Breischluck]]]]&lt;br /&gt;
Die Diagnostik erfolgt bei entsprechenden Symptomen mit der [[Endoskopie]] und Röntgenaufnahmen mit [[Kontrastmittel]].&lt;br /&gt;
Sobald ein Patient Schluckstörungen bemerkt, sollte er sich in fachärztliche Betreuung begeben, denn diverse Erkrankungen der Speiseröhre können diese Beschwerden hervorrufen. Danach sollte eine genaue Inspektion von Mund und Rachen des Patienten erfolgen und der Hals nach vergrößerten Lymphknoten oder Weichteilveränderungen abgetastet werden. Je nach Verdachtsdiagnose wird eine Spiegelung der [[Speiseröhre]] durchgeführt und gleichzeitig im Bereich auffälliger Schleimhautbereiche eine Gewebeprobe entnommen. Ergänzend, vor allem bei Divertikeln, wird eine Röntgenuntersuchung der Speiseröhre mit flüssigem Kontrastmittel durchgeführt, die auch Bewegungsstörungen der Speiseröhrenwand zeigen kann. Handelt es sich bei der Erkrankung um einen [[Tumor]], ist es unter Umständen notwendig, eine zusätzliche [[Computertomographie|CT]]- oder [[Magnetresonanztomographie|MRI]]-Untersuchung durchzuführen, um seine Ausdehnung und Lage im Brustkorb zu sehen. Unter Umständen ist auch eine Voruntersuchung durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt notwendig, der die Funktionsfähigkeit eines wichtigen Nervs im Bereich des Kehlkopfes überprüfen muss. Je nach Vorerkrankungen und Alter des Patienten werden auch Ultraschalluntersuchungen am Herzen sowie eine Lungenfunktionsprüfung durchgeführt. Bei einem Zenker-Divertikel ist die Indikation zur Operation gegeben, völlig unabhängig davon, wie stark die Beschwerden des Patienten sind, denn die Komplikationsrate ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Zunächst sollte versucht werden, eine zugrundeliegende Funktionsstörung des oberen Ösophagussphinkters zu therapieren, da es sonst zu [[Rezidiv]]en kommen kann. In den frühen Stadien ist dies der einzige Ansatzpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den fortgeschritteneren Stadien werden derzeit drei Verfahren angewandt:&lt;br /&gt;
Der offene chirurgische Eingriff (Zervikotomie) erlaubt es, das Divertikel vollständig zu [[Resektion|resezieren]], ist jedoch mit dem höchsten Aufwand verbunden.&lt;br /&gt;
Eine zweite Methode ist die HNO-ärztliche Spaltung mit einem starren [[Endoskop]] in [[Intubation|Intubationsnarkose]].&lt;br /&gt;
Die Methode mit dem geringsten Aufwand nutzt die flexible Endoskopie. In die Speiseröhre wird eine [[Magensonde]] eingelegt, anschließend wird durch ein [[Gastroskop]] ein elektrisches Nadelmesser oder eine Argon-Beamer-Sonde eingeführt und der Muskelsteg (&amp;#039;&amp;#039;Pars fundiformis&amp;#039;&amp;#039;) zwischen Divertikel und Speiseröhre zumindest teilweise durchtrennt. Hier wird nur die für Magenspiegelungen notwendige [[Sedierung]] erforderlich. Der Gefahr eines Rezidivs steht die leichte Wiederholbarkeit gegenüber.&lt;br /&gt;
Bei der Operation erfolgt der Hautschnitt in Längsrichtung seitlich und links des Kehlkopfes auf einer Länge von sechs Zentimetern. Danach wird vorsichtig [[Präparierkurs|präpariert]], bis der linke [[Schilddrüse|Schilddrüsenlappen]] mobilisiert und hochgeklappt werden kann und man einen sehr wichtigen Nerv ([[Nervus laryngeus recurrens]]), der hier verläuft, eindeutig sieht. Jetzt wird das Divertikel präpariert, dargestellt und abgetragen und die Speiseröhre an dieser Stelle wieder verschlossen. Zum Schluss wird im Bereich des oberen Schließmuskels der Speiseröhre, in welchen die Druckspitzen beim [[Schluckakt]] entstehen, eine spezielle Muskeldurchtrennung durchgeführt, damit der Widerstand in diesem Bereich beim Schlucken sinkt und einem erneuten Auftreten eines Divertikels vorgebeugt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Vogelsang, A. et al.|Titel=Behandlung des Zenkerschen Divertikels|Jahr=2008|Sammelwerk=Dtsch Arztebl|Nummer=105(7)|Seiten=120–126|Online=[https://www.aerzteblatt.de/archiv/58994 Abstract]}}&lt;br /&gt;
* M. Brombart: &amp;#039;&amp;#039;Le diverticule pharyngo-oesophagien de Zenker. Considerations pathogenetiques.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Belg Radiol.&amp;#039;&amp;#039; 76, 1953, S. 128.&lt;br /&gt;
* M. Brombart: &amp;#039;&amp;#039;Radiologie des Verdauungstraktes.&amp;#039;&amp;#039; Thieme Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-13-586301-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zenker&amp;#039;s diverticulum|Zenker-Divertikel}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zenkerpouch Brombart 2 Case 001|Scrollbare Bildsequenz einer Schluckuntersuchung mit Zenkerpouch (Brombart 2)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.baermed.ch/de/publikationen_content---1--1235.html Prof. Dr. med Hans U. Baer Publikationen]&lt;br /&gt;
* [https://www.baermed.ch/de/speiseroehre_content---1--1061.html Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Speiseröhre]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Gastroenterologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Viszeralchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speiseröhre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Christinagremm</name></author>
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