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	<title>Zenú - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T18:51:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zen%C3%BA&amp;diff=306041&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Präkolumbianische Zeit */ Tippfehler entfernt, Links optimiert</title>
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		<updated>2025-12-30T11:01:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Präkolumbianische Zeit: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Links optimiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zenú&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind ein [[Indianer|indigenes]] Volk in [[Kolumbien]]. Sie leben in [[San Andrés de Sotavento]] und [[Tuchín]] im Departamento [[Departamento de Córdoba|Córdoba]] sowie in der Subregion [[Urabá Antioqueño]] im [[Departamento de Antioquia]]. Kleinere Ansiedlungen finden sich in [[Departamento del Chocó|Chocó]], [[Departamento de Sucre|Sucre]] und im Süden von [[Departamento de Bolívar|Bolívar]]. Die Bevölkerung umfasste im Jahr 2018 laut einer Volkszählung 307.091 Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://iwgia.org/en/colombia/3618-iw-2020-colombia.html |titel=Indigenous World 2020: Colombia - IWGIA - International Work Group for Indigenous Affairs |abruf=2025-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre eigene Sprache ist durch die starke [[Akkulturation]] in der Kolonialzeit ausgestorben. Stattdessen verwenden die Zenú die in Lateinamerika weitverbreitete [[spanische Sprache]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zenú werden nach der Verfassung von 1991 vom indigenen Gouverneur [[Israel Aguilar]] vertreten (Stand September 2011).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Neue Zürcher Zeitung AG, Switzerland |Titel=Im Griff der neuen bewaffneten Banden in Kolumbien (Politik, International,  NZZ Online) |Sammelwerk=NZZ Online |Online=https://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/im_griff_der_neuen_bewaffneten_banden_in_kolumbien_1.12714804.html |Abruf=2025-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren traditionellen Handwerken gehören Goldschmiedekunst, Töpferei und Keramik.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://minorityrights.org/communities/zenu/ |titel=Zenú in Colombia |werk=Minority Rights Group |sprache=en-US |abruf=2025-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präkolumbianische Zeit ==&lt;br /&gt;
Archäologische Befunde und die von spanischen Chronisten überlieferte Tradition zeigen, dass es in einem großen Gebiet eine hohe, sesshafte Bevölkerung gab, die kulturell, wirtschaftlich und politisch miteinander verbunden war: die Provinzen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finzenú&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Panzenú&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zenufana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die die Becken der Flüsse [[Río Sinú|Sinú]], [[Río San Jorge|San Jorge]], Bajo Cauca und [[Río Nechí|Nechí]] umfassten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Clemencia Plazas, Ana María Falchetti |Titel=La cultura del oro y el agua. Un proyecto de reconstrucción |Datum=1986 |Sprache=es |Seiten=72 |Online=https://www.cervantesvirtual.com/obra/la-cultura-del-oro-y-el-agua-un-proyecto-de-reconstruccion-897547/ |Abruf=2025-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Chroniken zufolge wurden diese Gebiete von drei miteinander verwandten und hierarchisch geordneten Kaziken (Häuptlingen) regiert und erfüllten sich gegenseitig ergänzende wirtschaftliche Funktionen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carlos Crismatt Mouthon |url=http://www.cordoba.gov.co/cordoba_historia.html |titel=Gobernación de Córdoba - Montería - Colombia - Sur América |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111121235354/http://www.cordoba.gov.co/cordoba_historia.html |archiv-datum=2011-11-21 |abruf=2025-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finzenú&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, welches das Tal des Flusses Sinú und die Gebiete Tolú, San Benito Abad und Ayapel umfasste und das religiöse Zentrum des Reiches war.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Panzenú&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die überschwemmungsanfällige Senke des unteren San-Jorge-Gebietes zwischen dem Tal des Flusses San Jorge und dem Unterlauf des Flusses Cauca, wo Nahrungsmittel und Rohstoffe produziert wurden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zenúfana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der Hauptsitz der Regierung, der bis ins Zentrum des heutigen Departements Antioquia reichte und aus dem der größte Teil des Goldreichtums stammte.&lt;br /&gt;
Die politische und wirtschaftliche Kontrolle lag in den Händen der [[Kazike]]n, die zusammen mit den Mohanen oder Priestern eine herrschende Elite mit großen Privilegien bildeten. Diese Elite war dafür verantwortlich, den sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Stabilität des Territoriums der Gran Zenú aufrechtzuerhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwässerungskanäle ==&lt;br /&gt;
Die Zenú legten ab ca. 800 v. Chr. bis ca. 1200 n. Chr. ein weitläufiges System künstlicher Kanäle an, das sich über eine Fläche von mehr als 500.000 Hektar erstreckte und zwischen den Flüssen San Jorge, Sinú, Cauca und Magdalena verlief. Dieses Kanalsystem diente der Regulierung von Überschwemmungen in den Ebenen der kolumbianischen Karibik.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://sembrandocapacidades.fao.org.co/wp-content/uploads/2021/11/V-FINAL-DOCUMENTO-TRADICIONAL-ZENU-V-WEB.pdf |titel=Sistema agroecológico tradicional. Sistema‌‌ hidráulico‌‌ de‌‌ agricultura‌‌ anfibia‌‌ zenú |hrsg=Organización de las Naciones Unidas para la Alimentación y Agricultura&lt;br /&gt;
Colombia 2021 |datum=2021 |sprache=es |abruf=2025-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen Zeitraum von rund dreizehn Jahrhunderten bewohnte das Volk die Momposina-Senke, ein tiefliegendes Becken etwa 20 bis 25 Meter unter dem Meeresspiegel, das neben den genannten Flüssen von zahlreichen Bächen und kleineren Zuflüssen durchzogen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kanaltypen ===&lt;br /&gt;
Die Zenú verfügten über verschiedene Kanaltypen, je nach ihrer Funktion. Das System diente dazu, überschüssiges Wasser einfach und schnell ableiten oder in andere Gebiete leiten und es für Trockenzeiten zu speichern. So konnten sie die Bevölkerung das ganze Jahr über versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel dienten die senkrecht zum Fluss verlaufenden Kanäle dazu, möglichst viel Wasser aus dem Fluss abzuleiten; auch wenn es zu Überschwemmungen kam, lag der höher gelegene Bereich oberhalb des Wassers, was Landwirtschaft und eine natürliche Vegetation in diesem Teil ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere, schachbrettartig angeordneten Kanäle dienten dazu, das Wasser während der dreimonatigen Dürre zu speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.catorce6.com/350-publicaciones/https%3A%2F%2Fwww.catorce6.com%2F350-publicaciones%2F14166-zen%25C3%25BAes-los-diestros-del-agua |titel=ZENÚES Los diestros del agua |datum=2012-03-21 |sprache=es-es |abruf=2025-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System wurde noch bis vor etwa 800 Jahren genutzt. Seine Aufgabe wird einer großen Dürre zugeschrieben, welche die Menschen wahrscheinlich dazu zwang, ihr Land zu verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=PAISAJEO.ORG |url=https://www.paisajeo.com/post/2018/03/06/el-sofisticado-sistema-de-canales-de-la-cultura-zen%C3%BA-intervenci%C3%B3n-en-el-paisaje |titel=EL SISTEMA DE CANALES ZENÚ - Patrimonio desconocido {{!}} Colombia |datum=2018-03-07 |sprache=es |abruf=2025-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewalt durch paramilitärische Gruppen ==&lt;br /&gt;
Die Zenú werden seit Jahrzehnten immer wieder von paramilitärischen Gruppen wie [[Águilas Negras]] oder Los Paisas bedroht, die mit Guerillas und Drogenkartellen Geschäfte machen. Zahlreiche Privatpersonen oder Behördenmitglieder wurden bisher entführt oder ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://reliefweb.int/report/colombia/colombia-promueven-acciones-para-prevenir-desplazamiento-masivo-de-ind%C3%ADgenas-zen%C3%BA |titel=Colombia: Promueven acciones para prevenir desplazamiento masivo de indígenas Zenú - Colombia {{!}} ReliefWeb |datum=2009-05-27 |sprache=en |abruf=2025-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Immigration and Refugee Board of Canada |url=https://www.ecoi.net/en/document/1201081.html |titel=Whether the Black Eagles (Águilas Negras) have links to former paramilitary groups, such as the United Self-Defence Forces of Colombia (Autodefensas Unidas de Colombia, AUC); criminal activities of the Black Eagles, including extortion and drug trafficking; state response to the Black Eagles (2008 - February 2011) &amp;amp;#91;COL103710.E &amp;amp;#93; |datum=2011-04-04 |sprache=en |abruf=2025-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Leonardo González Perafán |url=https://indepaz.org.co/y-las-aguilas-negras-mas-que-un-grupo-armado-una-red-difusa/ |titel=¿Y las águilas negras? más que un grupo armado, una red difusa – Indepaz |datum=2022-11-28 |sprache=es |abruf=2025-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakt mit Polynesiern ==&lt;br /&gt;
Eine genetische Studie aus dem Jahr 2022 fand Hinweise auf Kontakte zwischen [[Polynesien|Polynesiern]] und einer indigenen Gruppe, die am nächsten mit den heutigen Zenú verwandt ist. Der Kontakt wurde auf etwa 1200 n. Chr. datiert, also vor der Besiedlung der [[Osterinsel]]. Die Autoren schlagen zwei Erklärungen für diesen Kontakt vor: entweder die Besiedlung einer Insel im östlichen Pazifik durch amerikanische Ureinwohner, gefolgt vom Kontakt mit Polynesiern, oder die Ankunft der Polynesier im heutigen Kolumbien, gefolgt von einer Rückkehr zu einer Insel im östlichen Pazifik. In beiden Fällen erklärt ein Kontakt zwischen amerikanischen Ureinwohnern und Polynesiern die durch Menschen verursachte Verbreitung der [[Süßkartoffel]] in ganz Polynesien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander G. Ioannidis, Javier Blanco-Portillo, Karla Sandoval et al |Titel=Native American gene flow into Polynesia predating Easter Island settlement |Sammelwerk=Nature |Band=583 |Nummer=7817 |Datum=2020-07 |ISSN=1476-4687 |DOI=10.1038/s41586-020-2487-2 |Seiten=572–577 |Online=https://www.nature.com/articles/s41586-020-2487-2 |Abruf=2025-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Museo del Oro Zenú]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://iaiweb1.iai.spk-berlin.de/DB=1/SET=81/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1016&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=zen%FA Literatur über die Zenú] im Katalog des [[Ibero-Amerikanisches Institut|Ibero-Amerikanischen Instituts]] in [[Berlin]]&lt;br /&gt;
* [https://www.fao.org/family-farming/detail/es/c/1480834/ Funktionsweise des Kanalsystems zur Regulierung von Überschwemmungen und Dürre]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=CBQgMAz1kf4 Luftaufnahmen der Überreste der Kanalsysteme] bei [[San Marcos (Kolumbien)|San Marcos]], Sucre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zenu}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Kolumbien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Südamerika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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