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	<title>Zellweger-Syndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T05:11:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zellweger-Syndrom&amp;diff=304290&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ghilt: /* Ursache */ +wl</title>
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		<updated>2026-04-20T04:54:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ursache: &lt;/span&gt; +wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
|BREITE = &lt;br /&gt;
|01-CODE = Q87.8&lt;br /&gt;
|01-BEZEICHNUNG = Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungssyndrome, andernorts nicht klassifiziert&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zellweger-Syndrom&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zellweger-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch bekannt unter dem [[Synonym]] &amp;#039;&amp;#039;[[Gehirn|Zerebral]]-[[Leber|hepatisches]]-[[Niere|renales]] Syndrom&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Cerebro-hepato-renales Syndrom&amp;#039;&amp;#039;, ist eine sehr seltene genetisch bedingte, [[Erbkrankheit|autosomal-rezessiv]] vererbbare [[peroxisomale Störung]] auf der Grundlage einer angeborenen [[Genmutation]]. Sie verläuft tödlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkrankung wurde 1964 erstmals durch den US-amerikanischen Arzt Schweizer Abstammung [[Hans Ulrich Zellweger]] an Zwillingspaaren beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
Das Zellweger-Syndrom zählt zu den seltenen [[Erbkrankheit]]en und kann bei schätzungsweise 1 von 100.000 [[Neugeborenes|Neugeborenen]] diagnostiziert werden. [[Mädchen]] und [[Junge]]n sind gleich häufig betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1964 sind über 100 Fälle dokumentiert, die sowohl sporadisch als auch in einer [[Verwandtschaftsbeziehung#Geschwister|Geschwisterschaft]] auftraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erster Linie ist das [[Syndrom]] ursächlich gekennzeichnet durch das Fehlen von [[Peroxisomen]] bzw. durch eine Störung der peroxisomalen [[Organellbiogenese|Biogenese]], die mit einem Verlust entsprechender [[Leber]]-, [[Niere]]n- und weiterer Organfunktionen einhergeht. Des Weiteren kommt es zu einem Aktivitätsverlust mehrerer peroxisomaler [[Enzym]]e, was sich auf verschiedene [[Stoffwechsel]]funktionen auswirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom &amp;#039;&amp;#039;echten&amp;#039;&amp;#039; Zellweger-Syndrom wird das [[Pseudo-Zellweger-Syndrom|&amp;#039;&amp;#039;Pseudo&amp;#039;&amp;#039;-Zellweger-Syndrom]] unterschieden. Bei diesem liegt ein Aktivitätsverlust der Acyl-CoA-Oxidase, einem peroxisomalen [[Enzym]], vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zellweger-Syndrom beruht auf Mutationen in den Genen, die für die Entstehung von Peroxisomen erforderlich sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1038/ng0492-16&amp;quot;&amp;gt;Jutta Gärtner, Hugo Moser, David Valle: &amp;#039;&amp;#039;Mutations in the 70K peroxisomal membrane protein gene in Zellweger syndrome.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature Genetics.&amp;#039;&amp;#039; 1, 1992, S.&amp;amp;nbsp;16, [[doi:10.1038/ng0492-16]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu gehören der Serin-Lysin-Leucin-Rezeptor Pex5 und noch häufiger das Gen für die ATPase Pex1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegen Mutationen in PEX1 oder PEX5 oder anderen Genen für die Peroxisomenentstehung vor, so wird das Enzym, das für die Spaltung von [[Wasserstoffperoxid]] – einem Zellgift – nötig ist, die Katalase, nicht mehr in das Peroxisom eingeschleust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Peroxisomen laufen neben der [[Katalase]]-Reaktion verschiedene andere biochemische Reaktionen ab, die mit dem Abbau und der Modifikation von Fettsäuren zu tun haben. So werden z. B. Fettsäuren, die eine Kettenlänge von über 22 Kohlenstoffatomen haben, ausschließlich in Peroxisomen abgebaut. Auch werden Gallensäuren in Peroxisomen fertiggestellt. Was allerdings die essentielle Rolle von Peroxisomen ist, deren Ausfall die Symptome bei Zellweger-Syndrom hervorruft, ist bis heute nicht geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Kinder mit Zellweger-Syndrom kommen häufig vor dem errechneten Geburtstermin als [[Frühgeburt]] zur Welt. Neugeborene weisen eine Kombination von Besonderheiten auf, wobei nicht alle Merkmale bei allen Kindern bzw. bei allen Kindern in gleich starker Ausprägung vorliegen. Zu den häufigsten [[Symptom]]en zählen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Besonderheiten des [[Kopf]]es und des [[Gesicht]]s:&lt;br /&gt;
** senkrechte Überentwicklung des Kopfes ([[Skaphocephalus]]/[[Schädel|Langschädel]])&lt;br /&gt;
** wenig ausgeprägte (hypoplastische) [[Nasenwurzel]]&lt;br /&gt;
** vergleichsweise kurzes [[Philtrum]] (Kuhle zwischen [[Nase]] und [[Lippe|Oberlippe]])&lt;br /&gt;
** vergleichsweise flach und rechteckig wirkendes Gesicht&lt;br /&gt;
** hohe, vorgewölbte [[Stirn]]&lt;br /&gt;
** vergleichsweise tief am Kopf sitzende [[Ohr]]en&lt;br /&gt;
** bei neugeborenen Kindern vergleichsweise großer noch nicht verknöcherter Bereich auf der Schädeldecke ([[Fontanelle]])&lt;br /&gt;
** Rücklage des [[Unterkiefer]]s und der [[Zahn]]reihe aufgrund einer Wachstumsstörung ([[mandibuläre Retrognathie]])&lt;br /&gt;
** [[Gaumensegelspalte]]&lt;br /&gt;
** auffallend wenig sichtbare Bewegungen der Gesichtsoberfläche (reduzierte [[Mimik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Besonderheiten der [[Auge]]n:&lt;br /&gt;
** vergleichsweise großer Augenabstand ([[Hypertelorismus]])&lt;br /&gt;
** flache Ränder der knöchernen Augenhöhle ([[Orbita]])&lt;br /&gt;
** [[Hornhaut]]trübung&lt;br /&gt;
** [[Linsentrübung]]&lt;br /&gt;
** Rückbildung des [[Sehnerv]]s, was zu [[Visusverlust|Sehschärfeverlust]], [[Gesichtsfeld (Wahrnehmung)|Gesichtsfeldausfällen]] und weitgehender [[Blindheit]] führt ([[Optikusatrophie]])&lt;br /&gt;
** [[Brushfield-Spots]] (Sprenkelung der [[Regenbogenhaut]])&lt;br /&gt;
** [[Epikanthus medialis]] (kleine Hautfalte an den inneren Augenwinkeln)&lt;br /&gt;
** geschrägte [[Augenlid|Lidachsen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Besonderheiten des [[Gehirn]]s&lt;br /&gt;
** cerebrale [[Zyste (Medizin)|Zysten]] (Zysten im [[Gehirn]], subependymale Pseudozysten)&lt;br /&gt;
** verminderte Ausprägung von Hirnwindungen ([[Mikrogyrie]]) oder Windungslosigkeit ([[Agyrie]])&lt;br /&gt;
** Vergrößerung der [[Hirnventrikel|Seitenventrikel]] im Gehirn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Besonderheiten der inneren Organe&lt;br /&gt;
** Unterentwicklung der [[Lunge]] ([[Lungenhypoplasie]])&lt;br /&gt;
** Besonderheiten der [[Galle]]nwege&lt;br /&gt;
** Besonderheiten der [[Niere]]n ([[Multizystische Nierendysplasie]])&lt;br /&gt;
** Besonderheiten der [[Leber]] ([[Leberinsuffizienz]], starke Lebervergrößerung/[[Hepatomegalie]], [[Siderose]]/Eisenspeicherstörung)&lt;br /&gt;
** Besonderheiten der [[Milz]] ([[Siderose]]/Eisenspeicherstörung)&lt;br /&gt;
** [[Herzfehler]], insbesondere [[Ventrikelseptumdefekt]]e&lt;br /&gt;
** [[Thymus]]dysplasie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* sonstige Besonderheiten&lt;br /&gt;
** schwere [[kognitive Behinderung]]&lt;br /&gt;
** starke [[Psychomotorik|psychomotorische]] Entwicklungsverzögerung&lt;br /&gt;
** Fehlentwicklung der äußeren [[Geschlechtsorgan]]e bei [[Mädchen]]&lt;br /&gt;
** Störung der Bildung von Knochengewebe ([[Ossifikation]])&lt;br /&gt;
** schrill klingendes [[Weinen]]&lt;br /&gt;
** ausgeprägte Verringerung der Muskelspannung ([[Muskelhypotonie]]) mit Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit&lt;br /&gt;
** Reflexminderung ([[Hyporeflexie]]) oder Fehlen von Reflexen ([[Areflexie]])&lt;br /&gt;
** [[Epilepsie]]&lt;br /&gt;
** Schwierigkeiten bei der [[Atmung]] ([[Atemnot]] bis hin zum lebensbedrohlichen [[Atemstillstand]])&lt;br /&gt;
** [[Kleinwuchs]] (unterdurchschnittliches Längenwachstum)&lt;br /&gt;
** [[Vierfingerfurche]]&lt;br /&gt;
** großer, breiter [[Daumen]]&lt;br /&gt;
** leichte Biegung der kleinen [[Finger]] und/oder der Ringfinger in Richtung des jeweils rechtsseitig nebenliegenden Fingers ([[Kamptodaktylie]])&lt;br /&gt;
** Besonderheiten der [[Epiphysis ossis|Epiphysen]] (der Schaftenden von langen Röhrenknochen), insbesondere punktuelle Verkalkungen an entsprechenden Bereichen der [[Kniegelenk|Knie-]] und [[Hüftgelenk]]en&lt;br /&gt;
** aufgrund eines Mangels an [[Propanoyl-CoA-Acyltransferase]] verringerte Gallensalze und Ansammlungen von [[Pristansäure]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Auf ein Zellweger-Syndrom bei einem Baby können insbesondere die Besonderheiten des Gesichts, die [[Muskelhypotonie]] und die Zysten im Gehirn und den Nieren hinweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Diagnose]] kann über den Nachweis von Veränderungen der [[Fettsäure]]n im Serum (Konzentration von &amp;quot;Überlangkettigen&amp;quot; Fettsäuren) und [[Plasmalogenen]] erfolgen. Erhöhte [[Pipecolinsäure]] und [[Phytansäure]] gibt einen weiteren Hinweis. In einer [[Fibroblast]]en- und [[Hepatozyt]]enkultur kann das Fehlen von [[Peroxisomen]] nachgewiesen werden. Die Diagnose sollte durch die Identifikation der genetischen Veränderung (Mutation) abgesichert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Pränataldiagnostik]], also der vorgeburtlichen Diagnostik, kann das Zellweger-Syndrom in der sich einer [[Chorionzottenbiopsie]] oder [[Amniozentese]] anschließenden Untersuchung der Zellen des ungeborenen Kindes anhand eines überdurchschnittlich hohen Gehaltes langkettiger [[Fettsäure]]n, verminderter [[Plasmalogen]]konzentration und geringer Aktivität der [[Acyl-CoA:DHAP-Transferase]] diagnostiziert werden. Bei entsprechenden [[mikroskop]]ischen Untersuchungen sind keine Peroxisomen erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Differentialdiagnose]]n [[Pseudo-Zellweger-Syndrom]], [[3-Oxoacyl-CoA-Thiolase-Mangel]], [[Hyperpipecolazidämie]], [[Chondrodysplasia punctata]], [[Refsum-Syndrom]], [[Smith-Lemli-Opitz-Syndrom]] und anderen [[Peroxisomopathie]]n sowie eventuell die extrem seltene [[Adrenomyodystrophie]] sollten in Betracht gezogen werden, bevor das Zellweger-Syndrom endgültig diagnostiziert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neonatale Refsum-Syndrom (IRD) wird mit der Neonatalen Adrenoleukodystrophie (NALD) und dem Zellweger-Syndrom als [[Peroxisomenbiogenesedefekt]] (Peroxisomenbiogenesedefekt-Zellweger-Syndrom-Spektrum) zusammengefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet|ID=79189 |Name=Peroxisomenbiogenesedefekt |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist prinzipiell möglich, dass das Syndrom nicht als solches erkannt, sondern einer der möglichen Differentialdiagnosen, insbesondere dem Pseudo-Zellweger-Syndrom oder der Hyperpipecolazidämie, zugeordnet wird, da eine eindeutige Trennung nicht immer gelingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Bislang sind keine ursächlich heilende Behandlungs- und [[Therapie]]möglichkeiten bekannt. Das Zellweger-Syndrom verläuft [[letal]], d. h., dass Kinder mit dieser Besonderheit langfristig nicht lebensfähig sind. Sie sterben in der Regel im Verlauf der ersten Monate nach ihrer Geburt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* R. Witkowski, O. Prokop, E. Ullrich, G. Thiel: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Syndrome und Fehlbildungen&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Springer, Berlin 2003, ISBN 3-540-44305-3, S. 225–226.&lt;br /&gt;
* P. Bowen, C. S. N. Lee, H. U. Zellweger, R. Lindenburg: &amp;#039;&amp;#039;A familial syndrome of multiple congenital defects.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the Johns Hopkins Hospital.&amp;#039;&amp;#039; 1964, 114, S. 402–414.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechselkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zellweger (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ghilt</name></author>
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