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	<title>Zelluloid - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T12:13:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zelluloid&amp;diff=34585&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Helium4: /* Literatur */.</title>
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		<updated>2025-12-26T12:40:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Kunststoff-Verbindungen. Zum gleichnamigen Album von Unheilig siehe [[Zelluloid (Album)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schildkroett Puppe Inge 1950.jpg|mini|[[Schildkröt]]-Puppe &amp;#039;&amp;#039;Inge&amp;#039;&amp;#039; aus Zelluloid (1950)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zelluloid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Celluloid&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsches-kunststoff-museum.de/kunststoff/lexikon/vorlaeufer/celluloid/ |titel=1870: Celluloid {{!}} Deutsches Kunststoff Museum |abruf=2023-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder eingedeutscht &amp;#039;&amp;#039;Zellhorn&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nee|04|00|1880|575|ALTSEITE=558|Einiges uber das Celluloid|AUTOR=Fr. Böckmann|anno-plus=ja}} (Wortbildung ist ein Vorschlag von [[Franz Reuleaux]].)&amp;lt;/ref&amp;gt;) bezeichnet man eine Gruppe von Kunststoff-Verbindungen, die aus [[Cellulosenitrat]] und [[Campher]] hergestellt werden. Zelluloid wird als der erste [[Thermoplaste|Thermoplast]] angesehen. Man kann es leicht schmelzen und formen. Mit Zelluloid war man erstmals in der Lage, Imitate von Luxusartikeln aus [[Naturprodukt]]en wie [[Elfenbein]], [[Bernstein]], [[Korallen]], [[Lapislazuli]], [[Ebenholz]], [[Hornsubstanz]], [[Schildpatt]] oder [[Perlmutt]] („[[Perloid]]“) in Massenfertigung (Druckgusstechnik) herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Zelluloid wird durch Mischen von [[Cellulosenitrat]] mit [[Campher]] hergestellt. Campher dient hier als Plastifizierer für das Cellulosenitrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein typisches Zelluloid enthält etwa 70 bis 80 Teile Cellulosenitrat, auf 11 % Stickstoff nitriert, 30 Teile [[Campher]], 0 bis 14 Teile Farbstoff, 1 bis 5 Teile [[Ethanol]] sowie weitere Stabilisatoren und Zusätze, die den Kunststoff haltbarer und flammresistenter machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:US-NJ(1891) p568 NEWARK, THE CELLULOID COMPANY.jpg|mini|Der erste industrielle Produktionskomplex der Celluloid Company in Newark, New Jersey, um 1890]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Zelluloid wurde 1856 von [[Alexander Parkes]] hergestellt, dem es aber nicht gelang, seine Erfindung Parkesine zu verwerten. Der Name Zelluloid entstand aus der 1870 registrierten Handelsmarke „Celluloïd“ der &amp;#039;&amp;#039;Celluloid Manufacturing Company&amp;#039;&amp;#039;, die die Zelluloide herstellte, die durch die Patente von [[John Wesley Hyatt]] geschützt waren. Hyatt hatte nach einem preiswerten Ersatzmaterial für das [[Elfenbein]] von [[Billardkugel]]n gesucht und dabei einen Prozess entwickelt, bei dem Hitze und Druck die Herstellung vereinfachten. 1878 hatte er Parkes das Patent für &amp;#039;&amp;#039;Parkesine&amp;#039;&amp;#039; abgekauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde 1887 mit der [[Eilenburger Chemiewerk|Deutschen Celluloid-Fabrik]] in [[Eilenburg]] eine Produktionsstätte für Zelluloid errichtet. Vor dem Ersten Weltkrieg betrug der jährliche Produktionsausstoß etwa 12.700 [[Tonne (Einheit)|Tonnen]] Zelluloid.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Clément L., Rivière C., Bratring K. |Titel=Die Zellulose Die Zelluloseverbindungen und ihre technische Anwendung |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=1923 |ISBN=978-3-662-28859-7 |Seiten=104 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zelluloid-Film ===&lt;br /&gt;
In den späten 80er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden Zelluloide als durchsichtiger Träger für [[Fotografischer Film|fotografische Filme]] entwickelt. Sowohl [[Hannibal Goodwin]] (1887)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=610861| Code=A| Titel=Photographic Pellicle and Process of producing the same| A-Datum=1887-05-02| V-Datum=1898-09-13| Erfinder=Hannibal Goodwin}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als auch die [[Kodak|Eastman Company]] (1889)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=417202| Code=A| Titel=Manufacture of flexible photographic films| A-Datum=1889-04-09| V-Datum=1889-12-10| Anmelder=Eastman Dry Plate and Film Company| Erfinder=Henry M. Reichenbach}}&amp;lt;/ref&amp;gt; erhielten [[Patent]]e für einen [[Zelluloidfilm]]. Goodwin und die Investoren, denen er später seine Patente verkaufte, gewannen 1898 ein Patentverletzungsverfahren gegen die &amp;#039;&amp;#039;Eastman Kodak Company&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1951 stellten Filmfabriken weltweit offiziell die Herstellung von Zelluloid-Rohfilm ein. Bis die Lagerbestände ausverkauft waren, dauerte es allerdings noch bis Mitte der 1950er Jahre, und erst mit dem Verbot des Materials als leicht entzündlicher Gefahrstoff in mehr und mehr einzelnen Ländern verschwand es auch aus den Lichtspieltheatern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spritzgussteile ===&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1869 bezeichnete Daniel Spill, ein Partner von Alexander Parkes, den Kunststoff &amp;#039;&amp;#039;Xylonite&amp;#039;&amp;#039; (eine Weiterentwicklung von &amp;#039;&amp;#039;Parkesine&amp;#039;&amp;#039;) als geeignet, um daraus „Gears and Friction Wheels“ ([[Zahnrad|Zahnräder]] und [[Reibrad|Reibräder]]) sowie „Bearings for Machinery“ ([[Gleitlager]]) herzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen Fenichell: „Plastic – The Making of a Synthetic Century“, ISBN 0-88730-732-9, zitiert nach Ullrich Höltkemeier: &amp;#039;&amp;#039;Fit, auch für&amp;#039;s Extreme&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Konstruktionspraxis]] spezial Antriebstechnik, April 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Thermoplast]]e fanden die Zelluloide eine breite Anwendung im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aus diesem Material stellte man unter anderem Kämme, Messergriffe, Kugelschreibergehäuse, Brillengestelle und Spielzeug her.&amp;lt;ref&amp;gt;Silvia Glaser: &amp;#039;&amp;#039;Celluloid&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historische Kunststoffe im Germanischen Nationalmuseum&amp;#039;&amp;#039;. Verlag des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg 2008, ISBN 978-3-936688-37-5, S. 12–14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings war es leicht [[brennbar]] und verwitterte, weshalb es durch [[Celluloseacetat]]-Kunststoffe und seit 1950 mehr und mehr durch [[Polyethylenterephthalat|PET]] ersetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sehr hochwertige Schreibstifte und [[Füllhalter]] wird Zelluloid nach wie vor als Schaftmaterial genutzt, da die [[Haptik|haptischen]] Eigenschaften von Zelluloid bisher mit anderen Kunststoffen nicht erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Musikinstrumentenindustrie spielt Zelluloid als Material für [[Plektrum|Plektren]], Einfassungen von Musikinstrumenten (Bindings) und für Folien im Trommelbau auch heute eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filmmaterial ===&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung des Zelluloidfilms wurde der Grundstein für den fotografischen Film im heutigen Verständnis des verbreiteten [[Rollfilm]]s und [[Kleinbildfilm]]s gelegt, der nun in Konkurrenz zur [[Fotografische Platte|fotografischen Platte]] trat und schließlich zur Entwicklung von [[Kino]]filmen führte.&lt;br /&gt;
In trockener Umgebung sinkt allmählich der Wassergehalt von Celluloidfilm. Der Stoff nimmt dabei mit der Zeit Sprengstoffcharakter an und kann sich spontan entzünden.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv | text= Universität Bayreuth, Didaktik der Chemie; Version vom 22. August 2011 | url= http://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/sprengstoffe/sprengstoffe.htm | wayback= 20121128111155}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deswegen dürfen Nitrozellulosefilme, zum Beispiel im [[Filmarchiv des Bundesarchivs|Bundesfilmarchiv]], nur unter besonderen Sicherungsvorkehrungen gelagert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv | text= Bundesarchiv, Informationen über Nitrozellulosefilm | url= http://www.bundesarchiv.de/fachinformationen/01009/index.html.de | wayback= 20140219013030}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tischtennisball ===&lt;br /&gt;
[[Datei:40mm table tennis ball Celluloid.jpg|mini|400px|Tischtennisbälle aus Zelluloid (Durchmesser: 40&amp;amp;nbsp;mm)]]&lt;br /&gt;
[[Tischtennisball|Tischtennisbälle]] wurden traditionell aus Zelluloid hergestellt. Um zu einem Material zu kommen, das nicht als gefährlich eingestuft wird, und dessen Rohstoffe in ausreichend Mengen dauerhaft weltweit verfügbar sind, einigten sich die Ballhersteller mit der [[International Table Tennis Federation|ITTF]] im Jahr 2014 auf den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Plastikball&amp;#039;&amp;#039;. Dies war das Ergebnis einiger Jahre Forschung und Entwicklung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während bei Wettbewerben auf Bundesebene schnell ausschließlich Plastikbälle zum Einsatz kamen, wurden auf regionaler Ebene noch längere Zeit Zelluloid-Bälle aufgrund ihrer höheren Beständigkeit eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langzeitzünder ===&lt;br /&gt;
Ein Zelluloidring hielt in [[Chemisch-mechanischer Langzeitzünder|chemisch-mechanischen Langzeitzündern]] (umgangssprachlich „Säurezünder“, obwohl eigentlich keine Säure enthalten ist), die im Zweiten Weltkrieg in großem Umfang eingesetzt wurden, die Schlagbolzenfeder. Beim Abwurf der Bombe wurde durch ein vorher entsichertes Windrad eine Spindel in den Zünder geschraubt, welche dort eine Glasampulle mit [[Aceton]] zerstörte. Das Aceton löste in der Folge das Zelluloid auf und die Auslösekugeln wurden durch die Federkraft in das weiche Zelluloid gedrückt, womit die Schlagbolzenfedersperre beseitigt wurde. Die Detonationsverzögerung bei Langzeitzündern konnte über unterschiedliche Acetonkonzentrationen und verschiedene Anzahl an Lagen von Zelluloidringen zwischen 2 und 144 Stunden variiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.bdfwt.de/files/13_lzzdr_kw.pdf | wayback=20140116094350 | text=Hans Fremken (BDFWT): &amp;#039;&amp;#039;Langzeitzünder&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 529&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Vielzahl der heute noch gefährlichen Bombenblindgänger ist mit derartigen Zündern ausgestattet, die aus verschiedenen Gründen die Detonation auch nach der gewünschten zeitlichen Verzögerung nicht ausgelöst haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rauchbombe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird Zelluloid bei niedriger Temperatur ohne offene Flamme zur Reaktion gebracht, entwickelt sich ähnlich zu militärischen [[Rauchgranate]]n starker Qualm. Im Internet kursieren eine Vielzahl von Bauanleitungen, die meist auf zerkleinerten [[Tischtennisball|Tischtennisbällen]] basieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube|id=zIg0QSSHovA|title=Video: 100 Ping Pong Ball Smoke Bomb }}, vom 23. Juli 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans-Josef Endres, Andrea Siebert-Raths: &amp;#039;&amp;#039;Technische Biopolymere.&amp;#039;&amp;#039; Hanser-Verlag, München 2009. ISBN 978-3-446-41683-3.&lt;br /&gt;
* F. M. Feldhaus: &amp;#039;&amp;#039;Zelluloid. Mit acht Illustrationen nach photographischen Originalaufnahmen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Universum&amp;#039;&amp;#039; 26.2 (1910), S. 939–943.&lt;br /&gt;
* Silvia Glaser: &amp;#039;&amp;#039;Historische Kunststoffe im Germanischen Nationalmuseum&amp;#039;&amp;#039;. Verlag des [[Germanisches Nationalmuseum|Germanischen Nationalmuseums]], [[Nürnberg]] 2008, ISBN 978-3-936688-37-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Celluloids|Zelluloid}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Zelluloid}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Bekanntmachung, betreffend eine Abänderung des Verzeichnisses der gewerblichen Anlagen, welche einer besonderen Genehmigung bedürfen. Vom 12. Juli 1882|Bekanntmachung, bezüglich der Gewerbeanlagen zur Herstellung von Celluloid (Deutschland, 1882)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.klauskramer.de/Richt/ric_top.html Nitratfilme und Handhabung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmtyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotolabortechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biokunststoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thermoplast]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cellulose]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Helium4</name></author>
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