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	<title>Zellmembran - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zellmembran&amp;diff=17028&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-41692-5: Änderung 264000342 von ~2026-79664-2 rückgängig gemacht;</title>
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		<updated>2026-02-05T11:36:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/264000342&quot; title=&quot;Spezial:Diff/264000342&quot;&gt;264000342&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-79664-2&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-79664-2&quot;&gt;~2026-79664-2&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Diagramm Organellen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox GO-Terminus&lt;br /&gt;
| Typ = C&lt;br /&gt;
| GO = 0016020&lt;br /&gt;
| Eltern = [[Zelle (Biologie)|Zelle]]&lt;br /&gt;
| Kinder = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Cell membrane detailed diagram de.svg|mini|hochkant=2|Schematische Darstellung einer Zellmembran]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zellmembran&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder [[Nomenklatur (Anatomie)|lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Membrana cellularis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zytomembran&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plasmamembran&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plasmalemma&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wird die jeder lebenden [[Zelle (Biologie)|Zelle]] eigene [[Biomembran]] genannt, die das Zellinnere umschließend und abgrenzend ihr inneres Milieu aufrechterhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zellmembran von [[eukaryoten]] Zellen und [[Bakterien]] besteht aus einer zweilagigen Schicht von Lipiden ([[Doppellipidschicht|Lipiddoppelschicht]]) und verschiedenen [[Membranprotein]]en, die peripher, integral oder transmembranal darin eingelassen sind.  Die [[Hydrophilie|hydrophilen]], wasserlöslichen Pole der Lipiddoppelschicht bilden die innere und äußere Zellmembranoberfläche, wohingegen die [[Hydrophobie|hydrophoben]], wasserabweisenden Pole der Lipiddoppelschicht zum Membranzentrum gerichtet sind. Die Zellmembran ist in Abhängigkeit von der Größe, der Fettlöslichkeit und der Ladung bestimmter Stoffe unterschiedlich gut bzw. schlecht durchlässig, sie ist also [[Semipermeabilität|semipermeabel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephan Dönitz |Hrsg=Frank Flake |Titel=Mensch Körper Krankheit für den Rettungsdienst |Auflage=1 |Verlag=Elsevier |Ort= |Datum=2015 |ISBN=978-3-437-46201-6 |Seiten=37}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit etwa sechs bis zehn [[Nanometer]] Dicke ist sie [[lichtmikroskop]]isch nur vage als Linie zu ahnen. Die Zellmembran grenzt den [[Cytoplasma]]raum einer Zelle gegen den Extrazellulärraum ab und stellt die Grenzfläche dar, über die ein [[Stoffaustausch]] mit der Umgebung stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus übernimmt die Zellmembran wesentliche Aufgaben bei [[Zell-Zell-Kontakt]]en, [[Zell-Matrix-Verbindung]]en, [[Signalübermittlung]]en, [[Zellmigration|Zellwanderungen]] und [[Zellfortsatz|Zellformänderungen]]. Bei [[Prokaryoten]] ist sie auch Ort der [[Photosynthese]] oder der [[Chemotrophie|chemotrophen]] [[Energiestoffwechsel|Bereitstellung von Energie]] und Anordnungsfläche für [[Photosystem]]e, [[Atmungskette]]nkomplexe und weitere [[Enzym]]systeme. Die auswärtige, extrazelluläre Seite der Zellmembran ist bei allen Zellen auch strukturell verschieden von der inwendigen, intrazellulären Membranseite. Die Plasmamembran kann nach außen von einer [[Zellwand]] als schützende Hülle umgeben sein. Nach innen kann sie mit den Proteinen des [[Cytoskelett|Zytoskeletts]] in Verbindung stehen oder bei manchen [[Einzeller|Einzellern]] zur [[Pellicula]] versteift sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation der Zellmembran ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammensetzung ===&lt;br /&gt;
Die Zellmembran besteht zunächst aus einer Vielzahl an unterschiedlichen [[Strukturlipid|membranogenen]] [[Lipid]]en in zwei einander zugewandten Lagen, die zusammen eine Lipiddoppelschicht bilden, lediglich bei einigen [[Archaeen]] ist sie als [[Lipidmonoschicht]] ausgebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Charakterisierung von chiralen Langmuir-Filmen mit Hilfe von IR-spektroskopischen, thermodynamischen und abbildenden Methoden sowie biomimetische Ansätze zur Aufklärung der Wirkweise des antibiotischen Peptids Surfactin.&amp;#039;&amp;#039; Diss. Univ. Hamburg 2002, S. 6 ([http://d-nb.info/96911320x/34 d-nb.info] PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Hauptbestandteile sind [[Phospholipid]]e, zumeist verschiedene [[Phosphoglyceride]] – hierzu zählen etwa &amp;#039;&amp;#039;Lecithine&amp;#039;&amp;#039; als [[Phosphatidylcholin]]e (PC) und &amp;#039;&amp;#039;Kephaline&amp;#039;&amp;#039; als [[Phosphatidylethanolamine]] (PE) oder als [[Phosphatidylserin]]e (PS) sowie auch [[Phosphatidylinositol]]e (PI). Weitere wesentliche Membranbestandteile sind neben [[Sphingomyelin]] noch andere [[Sphingolipide]] und außerdem [[Sterine]] wie [[Cholesterin]]. Die nicht-[[Steroide|steroidalen]] Lipidkomponenten unterscheiden sich außer in ihrer [[sn-Nomenklatur|Kopfgruppe]] beispielsweise in dem [[Ungesättigte Verbindungen|Sättigungsgrad]] und der [[Kohlenstoffkette|Kettenlänge]] von [[Fettsäureester|gebundenen]] [[Fettsäure]]resten. Zusätzlich können sie mit [[Kohlenhydrate|Kohlenhydratresten]] zu [[Glycolipide|Glykolipiden]] modifiziert worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer Lipiden enthält die Zellmembran zudem eine Vielfalt spezifischer [[Membranprotein]]e. Auf der Außenseite oder der Innenseite liegend dienen sie jeweils unterschiedlichen Aufgaben. Einige reichen als [[Transmembranprotein]] beide Seiten verbindend durch die Membran, so etwa [[Zelladhäsionsmolekül]]e, [[Ionenkanal|Ionenkanäle]] oder [[Rezeptor (Biochemie)|Rezeptoren]] für die [[Signaltransduktion]] durch die Membran. Ihre jeweilige Ausstattung mit Membranproteinen kennzeichnet eine Zelle somit nach bestimmten Funktionen. Doch schon die Zusammensetzung ihrer Lipide unterscheidet die Zellmembran von anderen Membranen der Zelle, die Zell[[organell]]en einfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als äußerste Schicht der menschlichen Zelloberfläche bilden antennenförmige Zuckerketten von Glykoproteinen und Glykolipiden der Zellmembran – sowie eventuell solche der extrazellulären Matrix – eine kohlenhydratreiche Hülle, die sogenannte [[Glykokalyx]]. Diese schützt als erste Barriere die Zelle vor mechanischen und chemischen Einwirkungen, vermittelt Zell-Zell-Interaktionen und verhindert unerwünschte Protein-Protein-Kontakte zu anderen Zellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Agamemnon Despopoulos |Titel=Taschenatlas Physiologie |Auflage=8., überarb. u. erw. |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2012 |ISBN=978-3-13-567708-8 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polarität ===&lt;br /&gt;
Die Lipidzusammensetzung ist in Bezug auf die intrazelluläre/[[Cytosol|zytosolische]] Seite und die extrazelluläre Seite der Zytomembran unterschiedlich. Diese orientierte Organisation wird bewerkstelligt durch selektive [[Phospholipidtranslokatoren]], &amp;#039;&amp;#039;Flippasen&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Floppasen&amp;#039;&amp;#039; genannt. Im Verlauf einer [[Apoptose]] wird diese Orientierung umgedreht und dient als Signal für die umgebenden Zellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lipid rafts ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lipid Raft}}&lt;br /&gt;
Sphingolipide und Cholesterin können innerhalb der Zellmembran Domänen formen, die sogenannten [[Lipid Raft]]s. Lipid rafts sind selektiv angereichert an bestimmten Membranproteinen entsprechend deren Transmembrandomänen und spielen eine Rolle im Clustern von Membranproteinen etwa im Verlauf einer [[Signalkaskade]]. Über die typische Größe und Lebensdauer von Lipid rafts gibt es gegenwärtig (2015) noch keinen Konsens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Mit der Zellmembran grenzt die Zelle einen ihr eigenen Raum ab, in dem andere Milieubedingungen möglich sind als in der Umgebung. In der Membran liegen oder „schwimmen“ nach dem [[Fluid-Mosaik-Modell]] unterschiedliche [[Membranprotein]]e, die für Kontakte nach außen wichtig sind. Als [[Rezeptor (Biochemie)|Rezeptor]]-Proteine auf der Außenseite nehmen sie Reize auf oder empfangen Signale, als membrandurchspannende Proteine erlauben sie den Transport durch die Membran oder verankern die Zelle in der Umgebung oder verbinden sie mit anderen Zellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der nach außen gerichteten [[Peripherie#Physiologie|peripheren]] [[Protein]]e und manche der [[Membranlipide]] tragen oft kurzkettige, teilweise bäumchenartig verzweigte [[Kohlenhydrate|Kohlenhydrat]][[Chemische Verbindung|verbindungen]] und werden daher auch als [[Glykoproteine]] beziehungsweise als [[Glykolipide]] bezeichnet. Insgesamt bilden diese Oberflächenstrukturen die [[Glykokalyx]], die bei Zellen ohne [[Zellwand]] neben dem [[Zytoskelett]] für Stabilität sorgt. An charakteristischen Strukturen, auch [[Oberflächenantigen]]e genannt, kann eine Zelle beispielsweise von [[Immunzelle]]n erkannt werden – oder umgekehrt sich so ausweisen und identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch kann die Zellmembran in besonderer Weise Moleküle, Molekülkomplexe oder größere Partikel aus der Umgebung binden. Weiterhin können darüber Verformungen der Zellmembran herbeigeführt werden, etwa Einbuchtungen. Kommt es über besondere [[Protein-Lipid-Interaktion]]en zur Einstülpung und Abschnürung von Zellmembranabschnitten, so werden damit Bereiche des umgebenden Mediums eingefasst und aufgenommen, was [[Endozytose]] genannt wird. Unterschieden wird hierbei nach eingeschlossenem Inhalt zwischen der [[Phagozytose]] fester Stoffe oder anderer Organismen und der [[Pinozytose]] von Flüssigkeitsmengen, beziehungsweise nach dem Volumen zwischen [[Nahrungsvakuole]]n und den kleineren [[Vesikel (Biologie)|Vesikeln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exozytose]] heißen Prozesse in umgekehrter Richtung, bei denen die Membran von Vesikeln mit der Zytomembran fusioniert und der Bläscheninhalt damit ausgeschleust wird in den umgebenden extrazellulären Raum. Bei eukaryoten Zellen ist die Bildung von Vesikeln auch durch Abschnürung innerer Membranen möglich, aus Hohlräumen des [[Endoplasmatisches Retikulum|Endoplasmatischen Retikulums]] und des [[Golgi-Apparat]]s. In der &amp;#039;&amp;#039;konstitutiven Exozytose&amp;#039;&amp;#039; dienen derartige Vesikel nicht der [[Sekretion]] eines besonderen Bläscheninhalts, sondern der Erweiterung oder dem Umbau der Zellmembran sowie dem Einbau von Membranproteinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Formänderungen der Zelle können zudem Regionen der Zellmembran vorgewölbt oder, weiter fortgesetzt, als [[Zellfortsatz]] vorgestülpt werden, gestützt durch ein Gerüst von [[Mikrotubuli]] des Zytoskeletts beispielsweise als [[Zilie]]. Anders als diese sind die [[Mikrovilli]] Sonderbildungen &amp;#039;&amp;#039;tierischer&amp;#039;&amp;#039; Zellmembranen&amp;amp;nbsp;– in Form [[Scheinfüßchen|pseudopodien]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;artiger Ausstülpungen nach außen&amp;amp;nbsp;–, die von [[Aktinfilament]]en getragen die Oberfläche der Membran vergrößern und zusammen den sogenannten [[Bürstensaum]] einer Zelle bilden. Bei Einzellern wie [[Amöben]] sind deren [[Scheinfüßchen]] ähnlich gebaute ausgestülpte Zellfortsätze, mit denen sie sich fortbewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Zellmembranen sind [[Semipermeabilität|semipermeabel]], sie sind für manche Stoffe durchlässig und für andere weniger oder gar nicht. Während für [[lipophil]]e Moleküle die Lipidschicht keine Barriere darstellt, können kleine [[hydrophil]]e diese nur durch Öffnungen wie [[Aquaporine|Poren]] oder Kanäle passieren&amp;amp;nbsp;– wenn sie hindurchpassen und als geladenes Ion nicht abgestoßen werden&amp;amp;nbsp;– und für größere wie etwa [[Glucose]] ist zur Membranpassage ein unterstützter Transport durch besondere [[Transporter (Membranprotein)|Carrier]] nötig. Die Proteine im Zytoplasma können, außer in exozytotischen Vesikeln, die Zellmembran nicht überwinden.&lt;br /&gt;
Deshalb kommt es innerhalb der Zelle zu anderen [[Chemischer Stoff|Stoff]]- und [[Ladungsverteilung]]en als außerhalb. Damit entstehen über die Membran [[Elektrochemischer Gradient|elektrochemische Gradienten]], die zu einer Potentialdifferenz zwischen innen und außen führen. Alle Zellen haben daher ein [[Membranpotential]], das vorwiegend durch [[Ionenkanal|Ionenkanäle]] und [[Ionenpumpe]]n auf eine bestimmte Höhe eingestellt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elektrophysiologisch]] kann die Zellmembran vereinfacht als [[Plattenkondensator]] angesehen werden, dessen spezifische [[Elektrische Kapazität|Kapazität]] bei Membranen verschiedener Zelltypen im Bereich von etwa 1&amp;amp;nbsp;µ[[Farad|F]]·cm&amp;lt;sup&amp;gt;−2&amp;lt;/sup&amp;gt; liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerold Adam, Peter Läuger, Günther Stark |Titel=Physikalische Chemie und Biophysik |Auflage=5 |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2009 |ISBN=978-3-642-00424-7 |Seiten=359 |Online={{Google Buch|BuchID=iVAoBAAAQBAJ|Seite=359}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kanäle, Transporter, Pumpen und Rezeptoren ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Membrantransport}}&lt;br /&gt;
Die Zellmembran hat an der äußeren und inneren Oberfläche eine [[hydrophil]]e, wasseranziehende, polare Kopfgruppe. Das Zentrum der Zellmembran kann als [[hydrophob]] verstanden werden. Diese [[Doppellipidschicht|doppellagige]] Lipidschicht ist für kleine Moleküle wie Wasser gut permeabel und für gelöste Gase ([[O2-|O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]], [[Kohlenstoffdioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]], [[Stickstoff|N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]) besitzt sie eine sehr gute Durchlässigkeit. Da die Membran für die meisten Stoffe auf Grund der Molekülgröße oder der Ladung (Ionen) weitgehend undurchlässig ist&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günther Jung |Titel=Organische Chemie. Grundlagen, Verbindungsklassen, Reaktionen, Konzepte, Molekülstruktur, Naturstoffe |Auflage=6., überarb. |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2009 |ISBN=978-3-13-541506-2 |Seiten=936 |Kommentar=mit 133 Tabellen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;, kann innerhalb der Zelle ein besonderes Milieu eingerichtet werden, das sich von der wässrigen, äußeren Umgebung des [[Extrazellularraum]]s unterscheidet. Den im Wasser gelösten Stoffen ist die Membranpassage durch besondere Poren, Kanäle oder Transporter möglich, deren Art und Anzahl von der Zelle bestimmt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Renate Lüllmann-Rauch]] unter Mitarbeit von Esther Asan |Titel=Taschenlehrbuch Histologie |Auflage=5. |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2015 |ISBN=978-3-13-129245-2 |Seiten=11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kanäle ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ionenkanal}}&lt;br /&gt;
Bei Ionenkanälen handelt es sich um Proteine, die durch die Zellmembran reichen und einen [[Hydrophilie|hydrophilen]] Kanal bilden, den vorwiegend Ionen passieren können. Dabei ist der Transport passiv, die Ionen fließen den [[Elektrochemischer Gradient|elektrochemischen Gradienten]] folgend entweder in die Zelle hinein oder aus ihr hinaus. Dieser Vorgang geschieht spontan (mit Abnahme [[Gibbs-Energie|freier Enthalpie]], er ist [[Exergone und endergone Reaktion|exergon]]). Die Öffnung und Schließung eines Kanals kann in der Regel kontrolliert werden und wird z.&amp;amp;nbsp;B. durch elektrische Spannung oder über Signalstoffe gesteuert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rauch12&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Renate Lüllmann-Rauch unter Mitarbeit von Esther Asan |Titel=Taschenlehrbuch Histologie |Auflage=5. |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2015 |ISBN=978-3-13-129245-2 |Seiten=12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Zellen haben auch für Wasser spezifische Kanäle, sogenannte [[Aquaporine]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rauch12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transporter ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Transporter (Membranprotein)}}&lt;br /&gt;
Transporter oder Carrier ermöglichen Ionen oder kleinen hydrophilen Molekülen wie etwa [[Glukose]] oder [[Aminosäure]]n den Durchtritt. Sie werden durch die Membran gebracht, indem die jeweiligen Transportproteine eine [[Konformationsänderung]] durchmachen im Wechsel zwischen Konformationen, deren Bindungsstellen auf der einen oder der anderen Seite der Membran liegen. Nur wenn ein Konzentrationsgradient für den jeweiligen Stoff besteht, kommt es bilanziert zu dessen Transport (&amp;#039;&amp;#039;Uniport&amp;#039;&amp;#039;), weshalb hier auch von einer &amp;#039;&amp;#039;erleichterten [[Diffusion]]&amp;#039;&amp;#039; gesprochen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rauch12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Cotransporter&amp;#039;&amp;#039; kann dem Transporter zugeordnet oder als eigenständig angesehen werden. Im Prinzip handelt es sich um einen Carrier, der zwei Stoffe gleichzeitig durch die Membran transportiert, entweder in gleiche Richtung (&amp;#039;&amp;#039;Symport&amp;#039;&amp;#039;) oder in Gegenrichtung (&amp;#039;&amp;#039;Antiport&amp;#039;&amp;#039;). Dabei folgt der eine Stoff meist passiv einem Gradienten, dessen treibende Kraft daneben genutzt werden kann, den anderen Stoff einem Gradienten entgegen zu transportieren. Man spricht in diesem Fall auch von &amp;#039;&amp;#039;sekundär aktivem Transport&amp;#039;&amp;#039;. Beispiele dafür sind der [[Natrium/Glucose-Cotransporter 1|Natrium-Glukose-Symport]] im [[Darmepithel]] oder der Natrium-Wasserstoff-Antiport im [[Proximale Tubuluszelle|proximalen Tubulus]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Renate Lüllmann-Rauch unter Mitarbeit von Esther Asan |Titel=Taschenlehrbuch Histologie |Auflage=5. |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2015 |ISBN=978-3-13-129245-2 |Seiten=12 und 13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pumpen ===&lt;br /&gt;
Pumpen transportieren Stoffe entgegen einem Gradienten durch die Zellmembran und bauen so Verteilungsunterschiede auf. Dieser &amp;#039;&amp;#039;primär aktive Transport&amp;#039;&amp;#039; kostet die [[Hydrolyse]] von [[Adenosintriphosphat|ATP]]. Daher sind diese Pumpen zugleich [[Enzym]]e, die ATP spalten und die freiwerdende [[Gibbs-Energie]] für den Transport verwenden; sie werden deshalb auch als &amp;#039;&amp;#039;Transport-ATPase&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Beispiele dafür sind [[Ionenpumpe]]n, wie die [[Natrium-Kalium-Pumpe]], oder die [[SERCA|Calcium-Pumpe des Endoplasmatischen Retikulums]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Renate Lüllmann-Rauch unter Mitarbeit von Esther Asan |Titel=Taschenlehrbuch Histologie |Auflage=5. |Verlag=Thime |Ort=Stuttgart |Datum=2015 |ISBN=978-3-13-129245-2 |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zellmembran von Archaeen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Archaea membrane.svg|mini| Die Zellmembran von [[Archaeen]] enthält oft [[Isoprenoide]] (1) als [[Ether]] (2) an [[Glycerin]]-[[Phosphat]] (3–4) gebunden, im Unterschied zu [[Fettsäuren]] (5) in [[Ester]]bindung (6). Abweichend vom zweilagigen Aufbau (9) können bei extrem [[Thermophilie|Thermophilen]] so Tetraether kovalent Innen- und Außenseite der Membran verbinden (10).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Archaeen]] zeigt die Zellmembran oft einen besonderen Aufbau. So finden sich öfters als Lipidkomponente nicht [[Fettsäuren]], sondern [[Isoprenoide|Isoprenoid]]-Alkohole, die mit [[Glycerin]] nicht über eine [[Ester]]-, sondern [[Ether]]bildung verknüpft sind. Es kommen dabei auch Isoprenoide vor, welche zu beiden Seiten Bindungen eingehen und (als [[Bolaamphiphile|Bola-Lipide]]) somit beide Lagen der Lipidschicht verbindend die Membran durchziehen und verspannen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Pearson, Y. Pi, W. Zhao, W. Li, Y. Li, W. Inskeep, A. Perevalova, C. Romanek, S. Li, C. Zhang |Titel=Factors Controlling the Distribution of Archaeal Tetraethers in Terrestrial Hot Springs |Sammelwerk=[[Applied and Environmental Microbiology]] |Band=74 |Nummer=11 |Datum=2008-06 |ISSN=0099-2240 |Seiten=3523–3532 |Online=[http://aem.asm.org/content/74/11/3523.full.pdf asm.org] |Format=PDF |KBytes= |DOI=10.1128/AEM.02450-07 |PMID=18390673}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Zellmembran dieser Organismen wird mit solchen Di- und Tetraethern einlagig arrangiert und wesentlich temperatur- und säurestabiler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. Boyd, T. Hamilton, J. Wang, L. He, C. Zhang |Titel=The Role of Tetraether Lipid Composition in the Adaptation of Thermophilic Archaea to Acidity |Sammelwerk=Frontiers in Microbiology |Band=4 |Nummer=62 |Datum=2013-04 |ISSN=1664-302X |DOI=10.3389/fmicb.2013.00062 |PMC=3615187 |PMID=23565112}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ermöglicht es Archaeen, auch [[Archaeen#Habitate|Habitate]] mit extremen Umgebungsbedingungen zu besiedeln, beispielsweise heiße [[Thermalquelle]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolutionäre Ursprünge ==&lt;br /&gt;
Die entwicklungsgeschichtlichen Ursprünge von Zellmembranen und damit von [[Zelle (Biologie)|Zellen]] und [[zelluläre Organismen|zellulären Organismen]] überhaupt werden bei alkalischen Hydrothermalquellen ([[Weiße Raucher]], heutiges Beispiel: [[Lost City (Hydrothermalfeld)|Lost City]]) vermutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NLane_Funke&amp;quot;/&amp;gt; Im Januar 2024 von Purvis &amp;#039;&amp;#039;et&amp;amp;nbsp;al.&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte Ergebnisse unterstützen diese Annahme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Purvis2024&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.zytologie-online.net/plasmamembran_glykokalix.php Plasmamembran als Fluid Mosaikmodell dargestellt mit Aufbau und Funktion im Zusammenhang der Zellbiologie] – Graphik&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-mainz.de/FB/Medizin/Anatomie/workshop/EM/EMZellmembran.html Miniaturbildübersicht Zellmembran (Membrana cellularis)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;NLane_Funke&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nick Lane: [https://books.google.de/books?id=T5Z0vgAACAAJ&amp;amp;dq=Nick+lane+der+funke+des+lebens&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y Der Funke des Lebens – Energie und Evolution], Konrad Theiss Verlag, (C) 2017 by WBG, ISBN 978-3-8062-3484-8, Kapitel 3: Energie und Ursprung des Lebens. Englischer Originaltitel: Nick Lane: [https://books.google.de/books?id=IfJYBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PT77&amp;amp;lpg=PT77&amp;amp;dq=nick+lane+the+vital+question&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=wZ1vmiXh7z&amp;amp;sig=DAn9E_5fw8XGQ8nmsGOm1_R4VlI&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjKnLWhtuPVAhWLPxQKHXK3B1sQ6AEIIDAA#v=onepage&amp;amp;q=alkaline%20hydrothermal%20vents The Vital Question –  Why Is Life The Way It Is? Energy, Evolution, and the Origins of Complex Life], 2015-07-20, ISBN 978-0-393-08881-6, {{Webarchiv |url=http://armscoop.com/wp-content/uploads/2016/08/Lane_Nick-The_vital_question_why_is_life_the_way_it_is_-Profile_Books_2015.pdf |text=PDF |wayback=20170910173549}}. In der deutschen Ausgabe heißt es &amp;#039;alkaline hydrothermale Schlote&amp;#039; statt korrekt &amp;#039;alkalische&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Purvis2024&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Graham Purvis, Lidija Šiller, Archie Crosskey, Jupiter Vincent, Corinne Wills, Jake Sheriff, Cijo Xavier, Jon Telling: &amp;#039;&amp;#039;Generation of long-chain fatty acids by hydrogen-driven bicarbonate reduction in ancient alkaline hydrothermal vents.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Communications Earth &amp;amp; Environment]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, Nr.&amp;amp;nbsp;30, 10. Januar 2024; [[doi:10.1038/s43247-023-01196-4]] ({{enS}}). Dazu:&lt;br /&gt;
*Claudia Krapp: [https://www.scinexx.de/news/biowissen/wie-die-ersten-ur-membranen-entstanden/ Biochemie: Wie die ersten Ur-Membranen entstanden – Ursprünge des irdischen Lebens könnten in warmen Quellen liegen]. Auf: [[scinexx.de]] vom 23. Januar 2024.&lt;br /&gt;
*Russell McLendon: [https://www.sciencealert.com/the-very-first-cells-could-have-bubbled-out-of-hot-springs-on-the-ocean-floor The Very First Cells Could Have Bubbled Out of Hot Springs on The Ocean Floor]. Auf: science&amp;lt;sup&amp;gt;alert&amp;lt;/sup&amp;gt; vom 24. Januar 2024.&amp;lt;small&amp;gt;Anm.: Das zweite Bild zeigt einen heißen [[Schwarzer Raucher|Schwarzen Raucher]] – hier sind aber die alkalischen Weißen Raucher gemeint, wie das im ersten Bild gezeigte Champagne-Feld am [[Eifuku]].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4067550-6}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-41692-5</name></author>
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