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	<title>Zelge - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Freigut: mehr</title>
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		<updated>2026-04-13T12:27:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;mehr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Zelch|Zum US-amerikanischen Politiker siehe [[John Zelch]].}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zelge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zelg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Zelch,&amp;#039;&amp;#039; [[mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;zëlge&amp;#039;&amp;#039; ‚abgeschnittener Zweig‘; von daher besteht eine Bedeutungsübertragung wohl im Sinne von Zweig (Teil)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Elmar Seebold]]. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S.&amp;amp;nbsp;1005.&amp;lt;/ref&amp;gt;) bezeichnete man im [[Oberdeutschland|oberdeutschen]] Raum zur Zeit der [[Dreifelderwirtschaft]] jedes der drei Felder, das im Turnus von drei Jahren mit [[Winterfrucht]] beziehungsweise mit [[Sommerfrucht]] bebaut wurde beziehungsweise als [[Brache]] unbebaut blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|13702|Zelgensysteme|Autor= Albert Schnyder}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;id&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band XVII. Schwabe, Basel 2024, Spalten 1271–1276.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den voralpinen und alpinen Gebieten außerhalb der Dreifelderwirtschaft konnte das Wort Zelge auch für ein Ackerfeld oder sonstiges Stück Land verwendet werden, das sich aus Parzellen mehrerer Besitzer zusammensetzte und koordiniert genutzt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;id&amp;quot; /&amp;gt; Nach der Aufgabe der Dreifelderwirtschaft im 18. und 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert werden oder wurden in regionalem Sprachgebrauch noch die landwirtschaftlich genutzten [[Flurstück]]e so genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbisches Wörterbuch]].&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Hermann Fischer (Germanist)|Hermann Fischer]], weitergeführt von Wilhelm Pfleiderer. VI. Band. Laupp, Tübingen 1924, S.&amp;amp;nbsp;1116; &amp;#039;&amp;#039;Duden. Das große Wörterbuch der deutschen Sprache in zehn Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Band 10: &amp;#039;&amp;#039;Vide – Zz.&amp;#039;&amp;#039; 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim / Leipzig / Wien / Zürich, 1999, S.&amp;amp;nbsp;4607.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;id&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Zelgenwirtschaft&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet den flurgebundenen Anbau.&lt;br /&gt;
[[Datei:Zelggasse.jpg|mini|Zelggasse in [[Zollikon]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dreifelderwirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche [[Dreifelderwirtschaft]] (Dreizelgenwirtschaft) teilte das um einen Ort liegende Wirtschaftsland in drei Zelgen (Flächen, auch Zelle, Flur oder Feld genannt)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/zelgenwirtschaft/9206 Zelgenwirtschaft.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Geographie&amp;#039;&amp;#039;, spektrum.de.&amp;lt;/ref&amp;gt;), die jeweils wechselnd mit [[Getreide#Aussaat|Sommer- und Wintergetreide]] bebaut wurden und anschließend ein Jahr lang brach lagen ([[Brache]]). Jeder Hof des Ortes (auch [[Markgenossenschaft|Markgenosse]]) besaß ursprünglich auf jeder dieser drei Zelgen einen etwa gleich großen Anteil an der Ackerfläche ([[Gewann]]e). Jeder besaß durch alle drei Zelgen hindurch seinen Anteil, wodurch ein etwa gleich hoher Ertrag von jeder Fruchtart grundsätzlich gewährleistet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der jeweiligen Zelge herrschte [[Flurzwang]]. Zum Flurzwang gehörte auch, dass jeder Parzelleninhaber im Zuge der Erschließung der Zelge, soweit für alle notwendig, Land für die Feldwege für die Allgemeinheit abtreten musste. Jeder Bewirtschafter seines Teils der Zelge musste sich an die vereinbarte [[Fruchtfolge]] und an die Erntetermine halten, damit [[Flurschaden|Flurschäden]] vermieden wurden, da innerhalb der zugeteilten Parzelle der Zelge keine Flurwege bestanden (soweit diese nicht von der und für die Allgemeinheit angelegt wurden). Vor der Aussaat und nach der Ernte wurde der Ackerboden der Zelge wieder gemeinsam genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verstöße gegen den Flurzwang waren bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert der Hauptteil der Delikte, welche die [[Dorfgericht]]e abzuhandeln hatten. Es bestanden zudem strenge Bußenregister und hohe Strafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich in einem Dorf jede Zelge aus [[Parzelle]]n zahlreicher Besitzer zusammensetzte, welche mit der gleichen [[Feldfrucht|Frucht]] bebaut wurde, mussten die Dorfbewohner in deren [[Bewirtschaftung]] zusammenarbeiten, da die Grundstücke nur teilweise durch eigene Wege erschlossen waren. Eine rationelle Bodennutzung war dabei nur bei einer gemeinschaftlichen und rücksichtsvollen Bewirtschaftung möglich. Jeder Bewirtschafter musste deshalb Einschränkungen auf sich nehmen (vgl. z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Tretrecht]], das [[Aufstreckrecht]] etc., damit die Felder bis an den Rand bewirtschaftet werden konnten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Allmende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|13702|Zelgensysteme|Autor= Albert Schnyder}}&lt;br /&gt;
* Matthias Friedli: &amp;#039;&amp;#039;Zëlg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band XVII. Schwabe, Basel 2024, Spalten 1271–1276, dazu Zusammensetzungen mit &amp;#039;&amp;#039;Zëlg&amp;#039;&amp;#039; als Grundwort ebd. Spalten 1276–1279.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/zelgenwirtschaft/9206 Zelgenwirtschaft.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Geographie.&amp;#039;&amp;#039; spektrum.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Zelge}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrargeschichte (Feldwirtschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flurform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarrechtsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
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