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	<title>Zeitzünder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T11:14:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zeitz%C3%BCnder&amp;diff=69227&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ｔｏｍ: kk</title>
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		<updated>2025-03-04T18:32:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt Zeitzünder im Allgemeinen. Zum gleichnamigen Fernsehkrimi aus dem Jahr 1990 siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Tatort: Zeitzünder]]&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeitzünder HC 120 mm.JPG|miniatur|[[Militär|Militärischer]] [[Kopfzünder]] mit [[Zeittempierung|Zeit-Tempierung]] einer 120-mm-[[Mörser (Geschütz)|Mörser]]&amp;amp;shy;granate. Dieser soll nach voreingestellter Flugzeit den [[Granate|Granat]]&amp;amp;shy;körper im Fallen öffnen, um die darin befindlichen [[Rauchgranate|Nebeltöpfe]] bzw. [[Lampe|Leuchtkörper]] auszubringen.]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeitzünder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lassen als verzögerte [[Zünder]] eine [[Sprengladung]] nach einer bestimmten, vorher festgelegten Zeit explodieren. Man kann zwischen [[Pyrotechnik|pyrotechnischen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Beat Kneubuehl]] (Hrsg.), Robin Coupland, [[Markus Rothschild]], Michael Thali: &amp;#039;&amp;#039;Wundballistik. Grundlagen und Anwendungen.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Springer, 2008, ISBN 978-3-540-79008-2. S. 58 [https://books.google.de/books?id=wsMjBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA58]&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Mechanik|mechanischen]], [[Chemie|chemischen]] und [[Elektronik|elektronischen]] Zündern unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pyrotechnische Zeitzünder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeitzünder für einen Brandsatz, krimineller Hintergrund.jpg|mini|Amateurzeitzünder für einen [[Brandsatz]]]]&lt;br /&gt;
Die Verzögerung kann durch den Abbrand einer [[Zündschnur]] erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Handgranate]]n bringt der [[Verzögerungssatz]] das Objekt unabhängig vom Aufschlagszeitpunkt nach einem meist werksseitig eingestellten Zeitintervall (Zeitstempel) zur Detonation. Sie sind aufgrund ihrer sichereren Handhabung weiter verbreitet als [[Aufschlagzünder]]. Für die Realisierung des Zeitintervalls (Abbrands) existieren unterschiedliche, vom jeweiligen Stand der Technik abhängige Lösungen. Allgemein sind bei modernen Modellen Verzögerungszeiten zwischen 4 und 5 Sekunden üblich (manche Modelle, wie die [[Tränengasgranate]] [[US M54 CS-HGR]], brauchten zum Druckaufbau zwischen 8 und 12 Sekunden). Auslöser ist dabei meist ein Ereignis, welches eintritt, wenn die Waffe die Hand des Soldaten verlässt. Gegen Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts waren dies häufig Lederschlaufen, später meist freizugebende Sicherungsbügel, welche unter Vermittlung von Schlagfedern den eigentlichen Mechanismus aktivierten. Bei den bekannten deutschen [[Stielhandgranate]]n und anderen Modellen wurde der Zeitzünder durch Herausreißen einer Schnur, bei wieder anderen durch das Schlagen der Granate auf einen harten Untergrund aktiviert. Der eigentliche Wurfvorgang hatte bei diesen Modellen keine Auswirkung auf den Zünder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mechanische Zeitzünder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:NARA photo 111-CCV-556-CC38290.jpg|links|mini|Zeitzünder einer [[Flechette]]-Granate (&amp;#039;&amp;#039;Beehive round&amp;#039;&amp;#039;) wird im [[Vietnamkrieg]] eingestellt ([[Vietnam]], 1967)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zt. Z. S30.jpg|mini|Schnittmodell eines deutschen Uhrwerkzünders aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Typ &amp;#039;&amp;#039;[[Zt. Z. S/30|Zt.&amp;amp;nbsp;Z.&amp;amp;nbsp;S/30]]&amp;#039;&amp;#039; brachte [[Flugabwehrkanone|Flak]]&amp;amp;shy;granaten max. 30&amp;amp;nbsp;s nach dem Abfeuern zur Detonation. Zu sehen ist ein Exponat im [[Militärhistorisches Museum der Bundeswehr|Militärhistorischen Museum der Bundeswehr]] in [[Dresden]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:B-17 Schweinfurt.jpg|mini|Flakwolken deutscher Flakgranaten, welche durch Zeitzünder gezündet wurden ]]&lt;br /&gt;
Mechanische Zeitzünder arbeiten meist mit einem Feder-Mechanismus, vergleichbar einer [[Taschenuhr]]. Zu einem vorbestimmten Zeitpunkt nach Start des Mechanismus wird die Zündung des Sprengsatzes ausgelöst. Der Zeitpunkt der Zündung ist annähernd, aber nicht exakt bestimmbar, da mechanische Bauteile fertigungsbedingte Schwankungen aufweisen. Die erste mit einem mechanischen Zeitzünder bestückte Bombe wurde versehentlich [[Anschlag auf die Mosel|beim Verladen auf das Auswandererschiff Mosel 1875 in Bremerhaven gezündet]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bremerhaven.de/de/aktuelles/attentat-missglueckt-in-bremerhaven-erste-zeitbombe-der-welt-erschuettert.20530.html |titel=Attentat missglückt in Bremerhaven - erste Zeitbombe der Welt erschüttert 1875 die Stadt – Bremerhaven.de |datum=2011-12-10 |abruf=2019-08-05 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch für die deutsche Splitterbombe [[SD 2]] aus dem Zweiten Weltkrieg existierten mechanische Zeitzünder.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;110&amp;quot; caption=&amp;quot;Artilleriezünder&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
No56FuzeMkIVC.jpg&lt;br /&gt;
No63FuzeMkIC.jpg&lt;br /&gt;
No65AMkILFuze.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Chemische Zeitzünder ==&lt;br /&gt;
Chemische Zeitzünder funktionieren auf der Basis zweier chemischer Substanzen, die langsam miteinander reagieren und eine [[Initialzündung]] auslösen. Im Gegensatz zu anderen Zündern ist bei einem chemischen Zeitzünder kein Stopp oder Widerruf möglich; zudem ist der Zeitpunkt der Zündung nicht genau bestimmbar. Letztes liegt in der Funktionsweise begründet. Im Unterschied zu den meisten Zündern, die höchstens durch [[Vereisung]] von der Umgebungstemperatur beeinflusst werden, ist bei chemischen Zündern die Temperatur ein wesentlicher Faktor. Bei niedrigen Temperaturen verläuft die chemische Reaktion langsamer, bei hoher entsprechend schneller ab. Das wohl bekannteste Beispiel für die Anwendung eines chemischen Zeitzünders war das [[Attentat vom 20. Juli 1944|Attentat vom 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1944]] auf [[Adolf Hitler]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Michel: &amp;#039;&amp;#039;Britische Spezialwaffen 1939-1945: Ausrüstung für Eliteeinheiten, Geheimdienst und Widerstand&amp;#039;&amp;#039;. BOD, 2011. ISBN 9783842339446.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo ein [[Bleistiftzünder]] (Pencil detonator, offizielle Bezeichnung: Switch No.&amp;amp;nbsp;10) britischer Herkunft verwendet wurde. In einem dünnwandigen Messingrohr befand sich eine [[Kupfer(II)-chlorid]]-Lösung in einer mit Baumwollstoff umwickelten Glas[[Ampulle (Behälter)|ampulle]]. Nach Zerdrücken der Ampulle durch Knicken des Rohrs zerfrisst die Chloridlösung den in der Stoffumhüllung liegenden Haltedraht des gespannten [[Schlagbolzen]]s, der dann auf ein [[Anzündhütchen|Zündhütchen]] mit der [[Initialsprengstoff|Initialladung]] schlägt und so die eigentliche Sprengladung auslöst. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden diese Zünder, die nach Aktivierung nicht mehr zu entschärfen sind, z.&amp;amp;nbsp;B. auch in der französischen [[Résistance]] bei Sabotageaktionen benutzt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Time pencil de.svg|mini|Die beim Attentat vom 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1944 verwendeten britischen Bleistiftzünder (Switch No.&amp;amp;nbsp;10)|links]]&lt;br /&gt;
Nach ähnlichem Prinzip funktionieren die [[Chemisch-mechanischer Langzeitzünder|chemisch-mechanischen Langzeitzünder]] britischer und US-amerikanischer Fliegerbomben, die durch ihre verzögerte Explosion Lösch- und Bergungsarbeiten behindern sollten. Hier wurde der Schlagbolzen durch eine Packung von [[Zelluloid]]plättchen gehalten. Die während des Falls der Bombe vom Windrad angetriebene Auslösespindel zerstörte die im Zünder verschraubte Glasampulle mit [[Aceton]]. Dieses zersetzte die Plättchen und der Schlagbolzen löste aus. Durch eine unterschiedliche Zahl von verschieden dicken Plättchen konnten die Verzögerungszeiten zwischen einigen Dutzend Minuten und mehreren Tagen variieren. Die Zünder werden umgangssprachlich falsch verbreitet als [[Chemisch-mechanischer Langzeitzünder|Säurezünder]] bezeichnet, obwohl das verwendete Lösungsmittel Aceton zu den [[Ketone]]n gehört und chemisch daher keine [[Säuren|Säure]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bomben, die mit solchen Zündern ausgerüstet sind, stellen als [[Blindgänger]] auch heute noch eine besonders große Gefahr dar, weil sie auch ohne äußere Einwirkung durch die alterungsbedingte Festigkeitsabnahme des Zelluloids jederzeit explodieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektronische Zeitzünder ==&lt;br /&gt;
Elektronische Zeitzünder sind die moderne Version der mechanischen Zünder. Sie funktionieren auf der Basis eines elektronischen [[Elektrische Schaltung|Schaltkreises]], der nach einer vorbestimmten Zeit einen [[Elektrischer Strom|elektrischen Strom]] durchschaltet („[[Trigger (Elektronik)|triggert]]“), wodurch wiederum der Sprengsatz gezündet wird. Der Zeitpunkt der Explosion ist damit genau bestimmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Thomas Enke: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik.&amp;#039;&amp;#039; Walhalla Fachverlag, 4., aktualisierte Auflage, Regensburg, 2023, ISBN 978-3-8029-6198-4, S. 392 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsches-spionagemuseum.de/sammlung/soe-verzoegerungszuender-fuer-sprengfallen SEO-Verzögerungszünder für Sprengfallen im 2. Weltkrieg] im [[Deutsches Spionagemuseum|Deutschen Spionagemuseum Berlin]]{{SORTIERUNG:Zeitzunder}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil (Munition)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Sprengtechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ｔｏｍ</name></author>
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