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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zeitinvarianz</id>
	<title>Zeitinvarianz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T18:14:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zeitinvarianz&amp;diff=990563&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Blaues-Monsterle: /* Zeitinvarianz in der Systemtheorie */ BKS-Link; WP ist kein Wörterbuch - dieser Link zielt nur darauf ab, das Fremdwort &quot;Invarianz&quot; mit &quot;Unveränderlichkeit&quot; zu übersetzen, das machen wir stattdessen direkt hier</title>
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		<updated>2024-12-04T13:29:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zeitinvarianz in der Systemtheorie: &lt;/span&gt; BKS-Link; WP ist kein Wörterbuch - dieser Link zielt nur darauf ab, das Fremdwort &amp;quot;Invarianz&amp;quot; mit &amp;quot;Unveränderlichkeit&amp;quot; zu übersetzen, das machen wir stattdessen direkt hier&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeitinvarianz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder Zeitunabhängigkeit bezeichnet die Eigenschaft eines [[mathematisches Objekt|mathematischen Objekt]]s, sich im Zeitablauf nicht zu ändern, obwohl die Modellierung der möglichen Zeitabhängigkeit Bestandteil dieses mathematischen Objektes ist. Typische Verwendungsbereiche des Konzeptes der Zeitinvarianz sind die Theorie [[stochastischer Prozess]]e und die [[Systemtheorie]]. Ein mathematisches Objekt, das die Eigenschaft der Zeitinvarianz hat, wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zeitinvariant &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitinvarianz in der Theorie stochastischer Prozesse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
Ein stochastischer Prozess &amp;lt;math&amp;gt;(X_t)_{t \in \mathbb{T}}&amp;lt;/math&amp;gt;, bei dem &amp;lt;math&amp;gt;t&amp;lt;/math&amp;gt; ein Zeitindex und &amp;lt;math&amp;gt;\mathbb{T} \subseteq \R&amp;lt;/math&amp;gt; eine Menge von Zeitpunkten ist, besitzt eine [[Wahrscheinlichkeitsverteilung]] (oder kurz Verteilung), die durch die [[endlichdimensionale Verteilung |endlichdimensionalen Verteilungen]] festliegt. Im Allgemeinen ändern sich die endlichdimensionalen Verteilungen im Zeitablauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle endlichdimensionalen Verteilungen zeitinvariant, so liegt ein stochastischer Prozess vor, der im [[stationär im engeren Sinn]] ist. Die Zeitinvarianz für die eindimensionalen Verteilungen bedeutet, dass die Zufallsvariablen &amp;lt;math&amp;gt;X_t&amp;lt;/math&amp;gt; für alle Zeitpunkte &amp;lt;math&amp;gt;t \in \mathbb{T}&amp;lt;/math&amp;gt; dieselbe Verteilung besitzen,&lt;br /&gt;
die eindimensionalen Verteilungen sind also zeitinvariant.&lt;br /&gt;
Die Zeitinvarianz für die zweidimensionalen Verteilungen bedeutet, dass die Verteilung unabhängig von der Lage in der Zeitachse ist, also nur von der Differenz der beiden Zeitpunkten abhängt. Für je zwei verschiedene Zeitpunkte &amp;lt;math&amp;gt;t, t&amp;#039; \in \mathbb{T}&amp;lt;/math&amp;gt; und jede zeitliche Verschiebung &amp;lt;math&amp;gt;s \in \R&amp;lt;/math&amp;gt; mit der Eigenschaft &amp;lt;math&amp;gt;t+s, t&amp;#039; +s \in \mathbb{T}&amp;lt;/math&amp;gt; haben die Paare von Zufallsvariablen &amp;lt;math&amp;gt;(X_t,X_{t&amp;#039;})&amp;lt;/math&amp;gt; und  &amp;lt;math&amp;gt;(X_{t + s},X_{t&amp;#039; +s})&amp;lt;/math&amp;gt; dieselbe Verteilung. Analog wird die Zeitinvarianz für alle höherdimensionalen Verteilungen definiert; siehe dazu [[stationärer stochastischer Prozess]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein stochastischer Prozess ist [[stationär im weiteren Sinn]], wenn die [[Erwartungswertfunktion]] endlich und konstant ist, und die [[Kovarianz]] von zwei Zufallsvariablen &amp;lt;math&amp;gt;t_1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;t_2&amp;lt;/math&amp;gt; nur von der Zeitdifferenz &amp;lt;math&amp;gt;t_2-t_1&amp;lt;/math&amp;gt; abhängt. Die Erwartungswertfunktion ordnet jedem Zeitpunkt &amp;lt;math&amp;gt; t \in \mathbb{T}&amp;lt;/math&amp;gt; den [[Erwartungswert]] der [[Zufallsvariable]]n &amp;lt;math&amp;gt;X_t&amp;lt;/math&amp;gt; zu, formal ist dies die Funktion&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mu(t)  = \mathrm{E}[X_t], \quad t \in \mathbb{T}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Erwartungswerte der Zufallsvariable &amp;lt;math&amp;gt;X_t&amp;lt;/math&amp;gt; eines stochastischen Prozesses variieren im Allgemeinen im Zeitablauf. Falls&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mu(t_1) =\mu(t_2) &amp;lt;/math&amp;gt; für alle  &amp;lt;math&amp;gt;t_1, t_2 \in \mathbb{T}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
gilt, sind die Erwartungswerte der Zufallsvariablen zeitinvariant. Dies ist genau dann der Fall, wenn die Erwartungswertfunktion konstant ist.&lt;br /&gt;
Die [[Kovarianzfunktion]] ordnet je zwei Zeitpunkten &amp;lt;math&amp;gt;t, t&amp;#039; \in \mathbb{T}&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Kovarianz]] der Zufallsvariablen &amp;lt;math&amp;gt;X_t&amp;lt;/math&amp;gt; und  &amp;lt;math&amp;gt;X_{t&amp;#039;}&amp;lt;/math&amp;gt; zu, d. h.&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\gamma(t,t&amp;#039;)  = \mathrm{Cov}[X_t,X_{t&amp;#039;}], \quad t, t&amp;#039; \in \mathbb{T}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Kovarianz zweier Zufallsvariablen eines stochastischen Prozesse variieren mit den beiden Zeitindizes. Falls&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\gamma(t,t&amp;#039;) = \gamma(t+s,t&amp;#039;+s)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
für alle Zeitverschiebungen &amp;lt;math&amp;gt;s \in \R&amp;lt;/math&amp;gt; mit der Eigenschaft  &amp;lt;math&amp;gt;t+ s, t&amp;#039; +s \in \mathbb{T}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
gilt, ist die Kovarianz zweier Zufallsvariablen eine zeitinvariante Eigenschaft, da sie bei Zeitverschiebungen unverändert bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitinvarianz in der Systemtheorie ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeitinvarianz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Systemtheorie (Ingenieurwissenschaften)|Systemtheorie]] die Eigenschaft eines Systems, zu jeder Zeit das gleiche Verhalten bei gleicher Eingabe zu zeigen – es ist über die Zeit invariant (unveränderlich). Die Parameter seiner mathematischen Beschreibung sind zeitlich unveränderlich, insbesondere sind bei linearen Systemen die [[Matrix (Mathematik)|Matrizen]] der [[Zustandsraumdarstellung]] konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein System ist ein Gebilde mehrerer Elemente, die eine Einheit bilden, z.&amp;amp;nbsp;B. eine elektronische Schaltung oder ein Pendel. Die Parameter eines Systems sind dann die Kenngrößen der elektronischen Bauteile oder geometrische Abmessungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit der [[Lineares System (Systemtheorie)|Linearität]] vereinfacht sich die Systembeschreibung damit zu den [[Lineares zeitinvariantes System|linearen, zeitinvarianten Systemen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:An Example for Time Invariance.svg|thumb| Beispiel zur Zeitinvarianz: Eine zeitliche Verschiebung des Inputs &amp;lt;math&amp;gt;u_1&amp;lt;/math&amp;gt; um die Zeit &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt;, also &amp;lt;math&amp;gt;u_2(t)=u_1(t-T)&amp;lt;/math&amp;gt;, führt zum gleich geformten, aber ebenfalls um die Zeit &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt; verschobenen Output &amp;lt;math&amp;gt;y_2(t)=y_1(t-T)&amp;lt;/math&amp;gt;.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Systemeigenschaften|Systemeigenschaft]] Zeitinvarianz folgt, dass die zeitliche Verschiebung des Eingangssignals des Systems zu einer gleichartigen Verschiebung des Ausgangssignals führt, ohne dessen zeitlichen Verlauf in anderer Form zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das System&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;y(t) = H\{x(t)\}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
liefert auf ein  Eingangssignal &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;, das um die Zeit &amp;lt;math&amp;gt;t_0&amp;lt;/math&amp;gt; verzögert wurde, ein gleiches, entsprechend verzögertes Ausgangssignal &amp;lt;math&amp;gt;y&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;y(t - t_0) = H\{x(t - t_0)\}.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein System, das die oben beschriebene Eigenschaft &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; besitzt, wird als zeit&amp;#039;&amp;#039;variant&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Energieerhaltung ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Noether-Theorem]] gehört in der [[Physik]] zu jeder kontinuierlichen [[Symmetrie (Physik)|Symmetrie]] auch eine [[Erhaltungsgröße]]. Zur Zeitinvarianz ([[Homogenität]] der Zeit) gehört die [[Energieerhaltungssatz|Energieerhaltung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für zeitlich invariante Systeme sind [[abgeschlossenes System|abgeschlossene Systeme]], z.&amp;amp;nbsp;B. ein [[Idealisierung (Physik)|ideales]] [[Pendel]] ohne Berücksichtigung der [[Reibung]]. Bei diesem ändern sich zwar zusammen mit der Geschwindigkeit des Pendels (also des Systems) seine [[kinetische Energie]] und mit dessen Lage im Raum seine [[potentielle Energie]] zeitlich, jedoch bleibt deren Summe, die Gesamtenergie, konstant. Es ist egal, zu welchem Zeitpunkt das Pendel betrachtet wird; seine Energie&amp;amp;nbsp;E ist immer gleich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \frac{\mathrm dE}{\mathrm dt} = 0 \quad \Leftrightarrow \quad E = \text{const.} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Beispiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Ein [[elektrischer Widerstand]]&amp;amp;nbsp;R ist zeitinvariant. Fließt durch ihn ein konstanter Strom&amp;amp;nbsp;I, dann fällt an ihm eine Spannung&amp;amp;nbsp;U von &amp;lt;math&amp;gt;U = R\cdot I&amp;lt;/math&amp;gt; ab. Auch mehrere Minuten später liegt an ihm die gleiche Spannung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei genauerer Betrachtung ist die Spannung geringfügig höher, weil sich der Widerstand durch den Stromfluss erwärmt hat. Diese Erwärmung ist aber nicht direkt von der Zeit abhängig, sondern von dem Eingangssignal Strom, der Wärmeabgabe und der Ausgangstemperatur. Unter gleichen Ausgangsbedingungen wird er zu jeder Zeit die gleiche Spannung liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2. Beispiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Man stelle sich folgende zwei Systeme vor:&lt;br /&gt;
* System A: &amp;lt;math&amp;gt;y(t) = t\cdot x(t)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* System B: &amp;lt;math&amp;gt;y(t) = 10\cdot x(t)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da System&amp;amp;nbsp;A eindeutig von&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039; abhängt, ist dieses zeitvariant. Das System&amp;amp;nbsp;B ist nicht direkt von&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039; abhängig und ist deswegen zeit&amp;#039;&amp;#039;in&amp;#039;&amp;#039;variant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Dieter Lüke: &amp;#039;&amp;#039;Signalübertragung: Grundlagen der digitalen und analogen Nachrichtenübertragungssysteme.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin Heidelberg 1999, ISBN 3-540-65197-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stochastischer Prozess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Systemtheorie (Kybernetik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie dynamischer Systeme]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Blaues-Monsterle</name></author>
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