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	<title>Zeiss Ikon - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Junghansstraße 1-3 Dresden 2.JPG|mini|hochkant|Zeiss Ikon Werke Dresden – Gebäudeaufschrift: „Photo Kino – Unsere Arbeit dient dem Frieden“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeiss Ikon AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war bis zum Zweiten Weltkrieg einer der bedeutendsten Kamera- und Kinoprojektorenhersteller sowie Weltmarktführer bei [[Schmalfilm]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;kameras. Zeiss Ikon stellte neben optischen Geräten auch Filme, Messtechnik, Autoteile, [[Türschloss|Türschlösser]], Spiegelleuchten sowie [[Buchungsmaschine]]n her und war Inhaber des ersten Patentes auf den heute allgemein verbreiteten [[Profilzylinder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 in [[Dresden]] gegründet, gehört das 1989 in Ikon AG um[[Firma|firmierte]] Unternehmen heute zur [[Assa Abloy Sicherheitstechnik|Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH]] und fertigt unter der Marke „IKON“ nur noch Erzeugnisse der Schließ- und Sicherheitstechnik. Die [[Marke (Recht)|Marke]] „Zeiss Ikon“ wird auch für Produkte genutzt, die nicht mit dem Dresdner Unternehmen und seinen Rechtsnachfolgern in Verbindung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmens- und Produktgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1945 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stammbaum der Zeiss Ikon AG Dresden.jpg|mini|links|Stammbaum der Zeiss Ikon AG Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo Zeiss Ikon.svg|mini|Ein stilisierter Teil des Zeiss-[[Tessar]]-Objektives bildet das Logo von Zeiss Ikon]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeiss Ikon 1926.JPG|mini|Aktie über 100 Reichsmark der Zeiss Ikon AG vom 29. September 1926]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zicompur.JPG|mini|hochkant|Detailansicht einer Zeiss Ikon Ikonta mit Compur-Verschluss und Carl Zeiss [[Tessar]]-Objektiv]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeiss Ikon Telma.jpg|mini|hochkant|Zeiss Ikon Telma]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeiss Ikon Nettar 510 Nettar-Anastigmat 105mm per Balgenauszug 1-6,3 - Foto 2019 Wolfgang Pehlemann DSC04840.jpg|mini|hochkant|Zeiss Ikon Nettar 510]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeiss Ikon Contaflex TLR Ans 00651.tif|mini|hochkant|Zeiss Ikon Contaflex, zweiäugige Spiegelreflexkamera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründung der Zeiss Ikon AG stellte eine der größten Industriefusionen in der Zeit der Weimarer Republik dar. Treibende Kraft des Zusammenschlusses und Mehrheitsaktionär der Zeiss Ikon AG war das Unternehmen [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Carl Zeiss]] in Jena. Die Fusion vollzog sich in mehreren Etappen und begann 1909 mit der von Carl Zeiss initiierten Gründung der Internationalen Camera Actiengesellschaft in Dresden. Am 14. und 15. September 1926 genehmigten die Hauptversammlungen von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Internationale Camera Actiengesellschaft]] (ICA), [[Dresden]],&lt;br /&gt;
* [[Optische Anstalt C. P. Goerz|Optische Anstalt C. P. Goerz AG]], [[Berlin]],&lt;br /&gt;
* [[August Nagel (Erfinder)|Contessa-Nettel AG]], [[Stuttgart]], und&lt;br /&gt;
* [[Ernemann|Ernemann-Werke AG]], Dresden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die schon zuvor geschlossenen Fusionsverträge. Diese hatten eine auf den 1. Oktober 1925 zurückdatierte Gültigkeit, sodass 1925/26 das erste Geschäftsjahr war. Die Gründung erfolgte durch Vermögensübertragung auf die Goerz AG, die ihren Namen in &amp;#039;&amp;#039;Zeiss Ikon AG&amp;#039;&amp;#039; änderte und ihren Sitz nach Dresden verlegte. Um die Ausrichtung auf Fotografie zu betonen, wurde das griechische Wort εἰκών ([[Ikone|eikón]] bzw. deutsch „ikon“ = Bild) Bestandteil von Marke und Warenzeichen des Unternehmens. Der Namenszusatz &amp;#039;&amp;#039;Zeiss&amp;#039;&amp;#039; dokumentierte die Zugehörigkeit und den Führungsanspruch der Konzernmutter in Jena. Der erste Gesamtkatalog erschien 1927 und enthielt noch zahlreiche Produkte der Vorgängergesellschaften. Zum Abschluss kam die Fusion Ende 1928 durch die Beitritte der ehemaligen Goerz Tochterunternehmen:&lt;br /&gt;
* [[Aktiengesellschaft Hahn für Optik und Mechanik]], [[Ihringshausen]]/Kassel (1927), und&lt;br /&gt;
* [[Goerz Photochemische Werke]] AG, Berlin (1928).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stahn60&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sebastian Stahn |Hrsg=ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH |Titel=Von Goerz zur Ikon. Ein herausragendes Kapitel deutscher Industriegeschichte 1886–2016 |Verlag=Druckhaus Kay GmbH |Ort=Berlin / Kreuztal |Datum=2016 |ISBN=978-3-00-053723-3 |Seiten=60–84}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Zusammenschluss unter erheblichen Kapitalabschreibungen und sehr vorsichtiger Bewertung der Aktiva erfolgte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Jehmlich |Hrsg=Andre Beyermann, Technische Sammlungen der Stadt Dresden |Titel=Der Aufbau der Zeiss Ikon AG |Sammelwerk=Zeiss Ikon AG Dresden. Aspekte der Entwicklung des 1926 gegründeten Industrieunternehmens |Reihe=Thesaurus |BandReihe=3 |Ort=Dresden |Datum=2001 |ISBNformalFalsch=3-9806403-3-0 |Seiten=13–14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war die Zeiss Ikon AG bereits 1929 mit 50 Mio. Reichsmark mehr wert als der Hauptaktionär Carl Zeiss (21,3 Mio.).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rolf Walter |Hrsg=[[Wolfgang Mühlfriedel]], [[Rolf Walter (Historiker)|Rolf Walter]] |Titel=Zeiss 1905–1945 |Sammelwerk=Carl Zeiss. Die Geschichte eines Unternehmens |Band=2 |Verlag=Böhlau |Ort=Köln / Weimar / Wien |Datum=2000 |ISBN=3-412-11096-5 |Seiten=302–303}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund des Produktportfolios der Gründungsunternehmen war Zeiss Ikon von Beginn an breit diversifiziert. 1930 wurde in sechs großen Werken in Dresden, Berlin und Stuttgart produziert:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stahn60&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Betrieb&lt;br /&gt;
! Produktion{{0}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ICA-Werk (Dresden)&lt;br /&gt;
| Kameras, Kino-Aufnahmeapparate, Projektionsapparate&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ernemann-Werk (Dresden)&lt;br /&gt;
| Theater-, Schul- und Heimkino-Vorführungsapparate,&lt;br /&gt;
ballistische Apparate&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werk Reick&lt;br /&gt;
(„Wünsche-Werk“, Dresden)&lt;br /&gt;
| Fotozubehör, Werkzeugnormalien,&lt;br /&gt;
Holz- und Metallbearbeitung, Gießerei-Artikel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Contessa-Werk (Stuttgart)&lt;br /&gt;
| Kameras und Bedarfsartikel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Goerzwerk (Berlin-Lichterfelde)&lt;br /&gt;
| Leuchten, Schlösser, Rechenmaschinen, Autozubehör,&lt;br /&gt;
Instrumente, Kameras und Zubehör&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Filmwerk (Berlin-Lichterfelde)&lt;br /&gt;
| Rohfilm und fotografische Filme&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den sechs Hauptwerken besaß Zeiss Ikon zahlreiche kleinere Standorte und ungenutzte Kapazitäten. In den Anfangsjahren lag der Schwerpunkt der Unternehmenspolitik auf der Bereinigung des Kamerasortiments: 1927 wurden noch 100 Grundmodelle in über 1000 Varianten gefertigt; 1929 gab es noch 47, 1938 noch 14 Kamera-Grundmodelle. Hauptverantwortlich für die Konsolidierung der Produktion war der promovierte Maschinenbau-Ingenieur [[Heinz Küppenbender]] (1901–1989), der zuvor bei Carl Zeiss in Jena tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Jehmlich |Hrsg=Andre Beyermann, Technische Sammlungen der Stadt Dresden |Titel=Der Aufbau der Zeiss Ikon AG |Sammelwerk=Zeiss lkon AG Dresden. Aspekte der Entwicklung des 1926 gegründeten Industrieunternehmens |Reihe=Thesaurus |BandReihe=3 |Ort=Dresden |Datum=2001 |ISBNformalFalsch=3-9806403-3-0 |Seiten=21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beginn der 1930er Jahre war Zeiss Ikon an zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt und leistete wichtige Beiträge zur Grundlagenforschung in der feinmechanisch-optischen Industrie. Ausdruck dessen war beispielsweise die Gründung der „[[Fernseh|Fernseh Aktiengesellschaft Berlin]]“ (FESE) im Juni 1929, die im Goerzwerk angesiedelt wurde und zum Wegbereiter der Fernsehtechnik wurde. Die Fernseh AG wurde als Gemeinschaftsunternehmen von Bosch (Stuttgart), Baird Television (London), Loewe (Berlin) und Zeiss Ikon gegründet, die jeweils zu 25 Prozent beteiligt waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stahn60&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.fernsehmuseum.info/50-jahre-fese-10.html|titel=50 Jahre Fese 01 (1979)|autor=Gert Redlich|hrsg=Deutsches Fernsehmuseum Wiesbaden|werk=|datum=2007|sprache=|zugriff=12.06.2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeiss Ikon beschäftigte dutzende renommierte Wissenschaftler und Spitzeningenieure, z. B. [[Ludwig Bertele]], Wilhelm Winzenburg, Heinz Thiele, Otto Vierling, [[Paul Görlich]], Alfred Krohs, Paul Gänsewein, Werner Haunstein, Heinrich Jacob, Herbert Brause und Hubert Nerwin. Zu den herausragendsten Köpfen des Konzerns gehörte [[Emanuel Goldberg]] (1881–1970), der auf allen Gebieten der Bildtechnologie forschte und zukunftsweisende Medientechnik („Wissensmaschine“) entwickelte, im Rahmen des nationalsozialistischen Terrors wurde Goldberg, der Jude war, verfolgt und zur Emigration gezwungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Buckland |Titel=Vom Mikrofilm zur Wissensmaschine – Emanuel Goldberg zwischen Medientechnik und Politik |Sammelwerk=Forschung visuelle Kultur |Nummer=1 |Verlag=Avinus-Verlag |Ort=Berlin |Datum=2010 |ISBN=978-3-86938-015-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutendsten Produkten von Zeiss Ikon gehört die 1932 auf dem Markt eingeführte Systemkamera &amp;#039;&amp;#039;[[Contax]]&amp;#039;&amp;#039;, mit der eine Konkurrenz zur berühmten [[Schraubleica|Leica]] der [[Leitz (Optik)|Ernst Leitz GmbH]] geschaffen wurde. 1936 folgte mit der Contax II die erste [[Messsucherkamera]] der Welt. Anfang der 1920er Jahre entwickelten Ingenieure der Aktiengesellschaft Hahn in Ihringshausen bei Kassel den Profilzylinder, der 1924 zum Patent angemeldet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.4000-jahre-sicherheit.de/download_pdf/verschliessen_verstecken.pdf |wayback=20131101191159 |text=&amp;#039;&amp;#039;Verschließen und Verstecken – Schlösser und Beschläge unserer Zeit.&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; S.&amp;amp;nbsp;7), abgerufen am 18. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; 1928 wurde Zeiss Ikon das Patent Nr. 469 260 für den [[Schließzylinder]] mit „Hahnprofil“ erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ikon.de/Local/DE/IKON/Kontakt/WS8104_PZ80_BOOK.pdf &amp;#039;&amp;#039;80 Jahre Profilzylinder&amp;#039;&amp;#039;], ikon.de, S.&amp;amp;nbsp;4 (PDF; 665&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Profilzylinder Bauart Zeiss Ikon ist heute in der DIN 18252 genormt und in Europa und quasi weltweit zum Standard geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stückzahlmäßig bedeutendsten Kameras aus dem Hause Zeiss Ikon waren in der Zeit von 1930 bis 1939 die Klappkameras vom Typ &amp;#039;&amp;#039;Ikonta&amp;#039;&amp;#039;, die in verschiedenen Negativ-Formaten, Ausstattungen und Bestückungen angeboten wurden. Die Serie wurde nach unten ergänzt durch die etwas abgespeckten Kameras der &amp;#039;&amp;#039;Nettar&amp;#039;&amp;#039;- und &amp;#039;&amp;#039;Bob&amp;#039;&amp;#039;-Reihe. Weit verbreitet waren auch einfache Box-Kameras, wie die in Berlin produzierte &amp;#039;&amp;#039;Box Tengor&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1933 richtete sich der Konzern auf die neuen Machthaber ein und brachte die &amp;#039;&amp;#039;Baldur&amp;#039;&amp;#039; heraus, eine nach dem NS-Reichsjugendführer [[Baldur von Schirach]] benannte [[Boxkamera]] in den Versionen für Aufnahmeformat [[45x60 mm|4,5 cm × 6 cm]] und [[60x90 mm|6 cm × 9 cm]]. 1934 folgte mit der &amp;#039;&amp;#039;Super Nettel&amp;#039;&amp;#039; eine 135er-Klappkamera mit Schlitzverschluss „ideal für Wehrtechnik und Sport“. 1936 erschien die &amp;#039;&amp;#039;[[Contaflex]]&amp;#039;&amp;#039;, eine zweiäugige Spiegelreflexkamera für den Kleinbildfilm und erste Kamera mit eingebautem fotoelektrischem [[Belichtungsmesser]]. 1938 stellte Zeiss Ikon die &amp;#039;&amp;#039;Tengor&amp;amp;nbsp;II&amp;#039;&amp;#039; vor, eine überarbeitete Goerz &amp;#039;&amp;#039;Box&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Tengor&amp;#039;&amp;#039; für das Aufnahmeformat [[60 × 90 mm|6 cm × 9 cm]]. 1937 kam die &amp;#039;&amp;#039;Tenax&amp;#039;&amp;#039; auf den Markt, eine Schnellschusskamera für das Format 24&amp;amp;nbsp;mm × 24&amp;amp;nbsp;mm auf 135er-Film. Ihr folgte noch kurz vor Kriegsausbruch die einfachere, im Taschenformat gehaltene &amp;#039;&amp;#039;Tenax I&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1940 wurde die gesamte deutsche Industrie auf Kriegswirtschaft umgestellt. Zeiss Ikon konnte nur noch Sonderserien der so genannten &amp;#039;&amp;#039;Kriegs-Tengor 54/2&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Tengoflex&amp;#039;&amp;#039; bis 1944 ausliefern. Die Dresdner Zeiss Ikon Werke waren während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] mit rund 6000 Mitarbeitern, darunter zahlreiche [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] aus den von Deutschland besetzten Gebieten, größter Rüstungsbetrieb der Stadt. Bei Zeiss Ikon gab es eine 400 Mitarbeiter starke jüdische Abteilung. Werksleitung und [[Wehrmacht]] widersetzten sich Anfang 1942 mit der Drohung, das Werk sonst schließen zu müssen, zunächst teilweise erfolgreich der von der Gestapo beabsichtigten sofortigen Deportation der jüdischen Belegschaft in das [[Ghetto Riga]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;audioscript&amp;quot;&amp;gt;[http://www.audioscript.net/de/1_12.html &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie – das Goehlewerk der Zeiss Ikon AG.&amp;#039;&amp;#039;], audioscript. Teil 12 von &amp;#039;&amp;#039;audioscript zur Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Dresden 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Audio-Stadtrundgang Januar 2010, 13:02 min.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur ein Teil der betriebsangehörigen Juden wurde verschleppt. Im November 1942 wurden die noch bei Zeiss beschäftigten Juden dann im [[Judenlager Hellerberg]] am nördlichen Stadtrand zusammengepfercht und drei Monate später, nachdem ihre Arbeitskraft in der Fabrik vollständig durch neu eingearbeitete Zwangsarbeiter ersetzt worden war, nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] abtransportiert und ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/kultur/spucker-schlaeger-schreier-a-1362ddac-0002-0001-0000-000007937913 »Spucker, Schläger, Schreier«.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; 29/1998, 12. Juli 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krieg wurden die Goerz-Werke in Berlin stark zerstört. Das Contessa-Nettel-Werk in Stuttgart blieb völlig unzerstört. Die Dresdner Werke Ernemann und Ica hatten nur geringfügige Bombenschäden. Nach Kriegsende erfolgte eine weitgehende Demontage aller Werke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwangsarbeiterinnen und Außenlager des KZ Flossenbürg bei Zeiss Ikon ===&lt;br /&gt;
Im Dresdner &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goehle-Werk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf der Riesaer Straße 32 und im Werk Reick der Zeiss Ikon AG wurden im Oktober 1944 Außenlager des [[KZ Flossenbürg]] eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Werk Reick siehe Pascal Cziborra: &amp;#039;&amp;#039;KZ Dresden Reick. Tödlicher Typhus&amp;#039;&amp;#039;. (Reihe: &amp;#039;&amp;#039;Die Außenlager des KZ Flossenbürg&amp;#039;&amp;#039;). Lorbeer Verlag, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-938969-30-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin betrieb das Unternehmen im Goerzwerk und Filmwerk 4 [[Zwangsarbeiterlager|Zwangsarbeitslager]] für mindestens 600 Zwangsarbeiter, darunter [[italienische Militärinternierte]] und „[[Ostarbeiter]]“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ns-zwangsarbeit.de/recherche/lagerdatenbank/ Lagerdatenbank Berlin]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Goehle-Werk ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Goehle-Werk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Goehle-Werk (auch Goehlewerk), benannt nach dem Konteradmiral der deutschen Kriegsmarine [[Herbert Goehle]] (1878–1947), war 1940/41 als Munitionsherstellungsbetrieb erbaut worden. Es wurden [[Zeitzünder]], Brandschrapnelle für Flakgeschosse und Bombenzünder hergestellt. Im Goehle-Werk arbeiteten neben den Häftlingen aus den KZs Flossenbürg und Ravensbrück hauptsächlich ungelernte Zwangsarbeiterinnen, die zu einem großen Teil aus Polen und der Sowjetunion stammten. U.&amp;amp;nbsp;a. wurde die Jüdin [[Henny Brenner]] gezwungen, dort zu arbeiten. Zeugen sagten aus, dass die Lebensumstände der Arbeiterinnen äußerst widrig waren: So sei deren Verpflegung völlig unzureichend und folglich deren Gesundheitszustand mangelhaft gewesen. Die Aufseherin de Hueber wurde als hart und grausam beschrieben. Zahlreiche Fluchtversuche sprechen vom großen Leidensdruck der Frauen. Während der Luftangriffe auf Dresden am 14. Februar wurden die Frauen im Goehle-Werk eingesperrt. Einige flüchteten erfolgreich in den nachfolgenden Wirren. Das Außenlager wurde Mitte April zu Fuß die Elbe entlang und per Bahn nach [[Litoměřice|Leitmeritz (heute Litoměřice)]] [[Todesmarsch|„evakuiert“]] und währenddessen befreit. Viele konnten schon vorher flüchten. Im „Goehlewerk-Prozess“ wurden 1949 zehn Personen angeklagt – u.&amp;amp;nbsp;a. der stellvertretende Betriebsleiter, mehrere Meister und SS-Aufseherinnen – und zu Strafen zwischen einem und acht Jahren Haft verurteilt. Häftlingstötungen konnten nicht nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Benz, Barbara Distel, Angelika Königseder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orte des Terrors: Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück.&amp;#039;&amp;#039; München 2006, C.H. Beck, S. 88&amp;amp;nbsp;ff. ([http://books.google.de/books?id=FIyUJfgUSTgC&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;lpg=PA88&amp;amp;dq=Goehle-+Werke&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=pA9SC5UkRh&amp;amp;sig=loLtxqiFbOMSjQOHY9E8Py7sN4w&amp;amp;hl=en&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Z84dUqvyKIirhAekn4G4Ag&amp;amp;ved=0CFIQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=Goehle-%20Werke&amp;amp;f=false books.google.de])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;audioscript&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
1948 wurde das Unternehmen enteignet und in einen Staatsbetrieb mit Sitz in Dresden umgewandelt. Durch einen Hauptversammlungsbeschluss vom 3. März 1948 wurde daraufhin der Sitz der Zeiss Ikon AG rechtsgültig von Dresden nach Stuttgart verlegt. Damit waren alle Rechte, vor allem die Namensrechte, in Westdeutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== VEB Pentacon (DDR) ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df roe-neg 0006355 002 Besucher an dem Messestand des VEB Zeiss Ikon Dr.jpg|mini|hochkant|links|Messestand des VEB Zeiss Ikon Dresden (1952)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pentacon camera2.jpg|mini|hochkant|VEB Zeiss Ikon Pentacon mit Tessar 1:2,8/50]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2772 - Zeiss Ikon Ikoflex.jpg|mini|hochkant|Ikoflex 1B 856/16 (1956)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Contax-s.jpg|mini|hochkant|Contax S: [[Spiegelreflexkamera|SLR]] mit seitenrichtigem Sucherbild]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der am Dresdner Standort verbliebene Betrieb hieß ab 1953 &amp;#039;&amp;#039;VEB Mechanik Zeiss Ikon&amp;#039;&amp;#039;, ab 1955 &amp;#039;&amp;#039;VEB Zeiss Ikon&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.praktica-collector.de/Pentacon.htm|titel=Foundation of VEB Pentacon|zugriff=2017-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1958 erfolgte eine weitere Umbenennung in &amp;#039;&amp;#039;VEB Kinowerke Dresden&amp;#039;&amp;#039;. Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;VEB Kamera- und Kinowerke Dresden&amp;#039;&amp;#039; entstand dann im folgenden Jahr ein neuer Großbetrieb, in dem weitere Unternehmen der Dresdner optischen Industrie integriert wurden. Ab 1964 firmierte das Unternehmen als &amp;#039;&amp;#039;VEB [[Pentacon]] Dresden&amp;#039;&amp;#039;. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Meyer-Optik|VEB Feinoptisches Werk Görlitz]]&amp;#039;&amp;#039; wurde zusammen mit dem Pentacon-Stammbetrieb in Dresden und dem [[Ihagee|Ihagee Kamerawerk AG i. V.]] 1968 in das Kombinat VEB PENTACON Dresden eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://exakta.photobutmore.de/meyer/ |wayback=2010-09-01 |text=exakta.photobutmore.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Pentacon ging seinerseits 1985 im Kombinat VEB [[Carl Zeiss (Unternehmen)#Carl Zeiss in Jena|Carl Zeiss]] Jena auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit wurden unter anderem Sicherheitsschlösser und Kameras hergestellt. Von 1951 bis 1956 wurden [[Mittelformatkamera|Mittelformat]]- beziehungsweise [[Boxkamera]]s unter dem Namen Zeiss Ikon produziert. Das letzte Modell dieser Art von Zeiss Ikon war die &amp;#039;&amp;#039;Tengor 56/2&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus den Wörtern „Pentaprisma“ und „Contax“ abgeleitete Markenname [[Pentax]] wurde 1957 an [[Ricoh|Asahi Optical]] verkauft.&lt;br /&gt;
[[Datei:Technische Sammlungen Dresden - Foto - Spiegelreflexkamera Pentax 1954 - Prototyp - DSC4363.jpg|mini|hochkant|[[Technische Sammlungen Dresden]]: Spiegelreflexkamera Pentax 1954 – Prototyp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgebetriebe des ehemaligen Dresdner &amp;#039;&amp;#039;Kombinats [[VEB Pentacon Dresden]]&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise der Pentacon GmbH stellen heute wieder Spezial- und Digitalkameras her, insbesondere für den [[China|chinesischen]] Markt. Zu den Nachfolgebetrieben gehören die &amp;#039;&amp;#039;Kamerawerk Dresden GmbH&amp;#039;&amp;#039; durch Rückübertragung an [[Kamera-Werkstätten Charles A. Noble|Noble]] und die &amp;#039;&amp;#039;Pentacon GmbH&amp;#039;&amp;#039;, die nach Insolvenz durch [[Schneider Kreuznach]] übernommen und weitergeführt wurde. In Großbritannien gibt es die &amp;#039;&amp;#039;Praktica (GB) Ltd&amp;#039;&amp;#039;, eine Tochtergesellschaft der Pentacon GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeiss Ikon AG (Bundesrepublik Deutschland) ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeiss-Ikon Contessamatic.jpg|mini|hochkant|links|Zeiss Ikon Contessamatic]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeiss ikon contaflex sst.jpg|mini|hochkant|Zeiss Ikon Contaflex Super]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach Stuttgart verlegte Zeiss Ikon AG gründete 1950 ein Werk in [[Kiel]] für die Produktion der aus dem [[Ernemann-Werke|Ernemann]]-Erbe stammenden Produktlinie der [[Filmprojektor|Kinoprojektoren]]. Das &amp;#039;&amp;#039;Goerzwerk&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin-Zehlendorf]] wurde als Zweigbetrieb wieder aufgebaut. Als neuer Unternehmenszweig kam die Tochtergesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Zeiss Ikon Büromaschinen GmbH&amp;#039;&amp;#039; hinzu. Etwa 1954 hatte Zeiss Ikon einen Weltmarktanteil von 50 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.klassik-cameras.de/Nikon_RF.html Frank Mechelhoff (31. Mai 2008), &amp;#039;&amp;#039;NIKON S2 – die Camera die Zeiss-Ikon hätte bauen sollen...&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 18. Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 wurde &amp;#039;&amp;#039;Zeiss Ikon&amp;#039;&amp;#039; mit [[Voigtländer]] in der [[Carl-Zeiss-Stiftung]] zusammengefasst, ein weiteres Werk in [[Schelklingen]] gegründet und das [[Zett-Geräte-Werk]] in Braunschweig übernommen. Danach wurden unter dem Dach eines einzigen Konzerns eine ganze Reihe nicht miteinander kompatibler [[Kamerasystem]]e angeboten. Das waren im Wesentlichen [[Contax]] II/IIIa, [[Bessamatic]], [[Ultramatic]], [[Contaflex]], [[Contarex]], [[Icarex 35 CS|Icarex&amp;amp;nbsp;35]] und die [[SL 706]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Objektivproduktion wurde 1970 nach Braunschweig verlagert, die Kameraproduktion blieb in Stuttgart. 1972 wurde das ehemalige Werk von Contessa-Nettel in Stuttgart geschlossen und die Produktion von fotografischen Geräten vollständig eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 1920 wurden im Goerzwerk von Zeiss Ikon in Berlin auch Leuchten (u.&amp;amp;nbsp;a. Strahler für die Beleuchtung von Läden und Schaufenstern) gefertigt. Einige dieser Modelle wurden von [[Adolf Meyer (Architekt)|Adolf Meyer]] gestaltet. Besonderheit der Zeiss Ikon-Leuchten waren die verspiegelten Glasreflektoren. Die Leuchtensparte wurde 1988 als &amp;#039;&amp;#039;Z-I-Lichtsysteme&amp;#039;&amp;#039; ausgegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Zeiss Ikon AG&amp;#039;&amp;#039; von dem finnischen Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Abloy OY&amp;#039;&amp;#039; übernommen und die [[Firma]] in &amp;#039;&amp;#039;Ikon AG&amp;#039;&amp;#039; geändert. Heute gehört das Unternehmen zum finnisch-schwedischen [[Assa Abloy|Assa-Abloy]]-Konzern. Im Januar 2003 wurde die Ikon AG (Goerzwerk) in eine GmbH umgewandelt. Am 1.&amp;amp;nbsp;April 2005 fusionierte die &amp;#039;&amp;#039;Ikon GmbH&amp;#039;&amp;#039; (Berlin) mit &amp;#039;&amp;#039;eff eff&amp;#039;&amp;#039; in [[Albstadt]] zur [[Assa Abloy Sicherheitstechnik|Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH]] mit Sitz Albstadt. Sie beschäftigt sich ausschließlich mit der Herstellung und dem Vertrieb mechanischer und elektromechanischer [[Schließanlage|Schließsysteme]], [[Türöffner]] und Sicherheitsbeschläge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeiss Ikon Kameras (2005) ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeiss Ikon Rangefinder w35mm f2.JPG|mini|hochkant|Zeiss Ikon Messsucherkamera ZI (2005)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 gab es eine Wiederbelebung der [[Marke (Recht)|Marke]] Zeiss Ikon (ZI) durch die [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Carl Zeiss AG]]. Die neue &amp;#039;&amp;#039;ZI&amp;#039;&amp;#039; ist eine völlig neu entwickelte klassische [[Messsucherkamera]] für 35&amp;amp;nbsp;mm-Kleinbildfilm mit hochwertigen, zur &amp;#039;&amp;#039;[[Leica M]]&amp;#039;&amp;#039; kompatiblen Wechselobjektiven. Sie wurde von [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Zeiss]], [[Oberkochen]] entwickelt (Design stammt vom Büro &amp;#039;&amp;#039;Henssler &amp;amp; Schultheiss&amp;#039;&amp;#039;). Die Serienfertigung fand in Japan bei [[Cosina]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktübersicht ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zeiss ikon compur 100.jpg|Zeiss Ikon &amp;#039;&amp;#039;Telma&amp;#039;&amp;#039; [[Faltkamera]] mit [[Tessar]]-Objektiv und [[Compur]]-[[Zentralverschluss]]&lt;br /&gt;
16 - 2.jpg|Zeiss Ikon Ikonta 521/16&lt;br /&gt;
Fotothek df roe-neg 0006352 015 Vorführen einer 16-mm-Schmalfilmkamera-KamClip.jpg|16-mm-Schmalfilmkamera AK16 (1952)&lt;br /&gt;
Zeiss ikon box tengor sst.jpg|Zeiss Ikon Box Tengor&lt;br /&gt;
Zeiss Ikon Contaflex II mit Carl Zeiss Tessar 45mm 1-2.8 - Foto 2019 Wolfgang Pehlemann DSC04846.jpg|Zeiss Ikon Contaflex II mit Tessar 1:2.8/45mm&lt;br /&gt;
Contaflex BW 1.JPG|Zeiss Ikon Contaflex III mit Pro-Tessar 1:4/115&lt;br /&gt;
Zeiss Ikon Contaflex IV mit Carl Zeiss Tessar 50mm 1-2.8 - Foto 2019 Wolfgang Pehlemann DSC04847.jpg|Zeiss Ikon Contaflex IV mit Tessar 1:2.8/50mm&lt;br /&gt;
Zeiss Ikon Contax S mit Carl Zeiss Biotar 58mm 1-2.0 - Foto 2019 Wolfgang Pehlemann DSC04845.jpg|Zeiss Ikon Contax S mit Biotar 1:2.0/58mm&lt;br /&gt;
Zeiss Ikon Contarex.JPG|Contarex mit Planar 55mm, 1:1,4&lt;br /&gt;
150410-Icarex-01.jpg|Zeiss Ikon Icarex 35 S TM mit Ultron 50mm 1:1,8&lt;br /&gt;
Zeiss Ikon S 310 BW 2019-12-26 18-47-06 Stack.jpg|Zeiss Ikon S 310&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfänglich wurden Kamerabaureihen der Einzelunternehmen, die 1926 fusioniert wurden, weitergeführt. So die &amp;#039;&amp;#039;Cocarette&amp;#039;&amp;#039; (Contessa-Nettel), die &amp;#039;&amp;#039;Icarette&amp;#039;&amp;#039; (ICA), die &amp;#039;&amp;#039;Box Tengor&amp;#039;&amp;#039; (Goerz) – welche in diversen Varianten für die [[Aufnahmeformat]]e 6&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;9&amp;amp;nbsp;cm, 4,5&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;cm und 6,5&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;11&amp;amp;nbsp;cm gebaut wurde (später kam noch die Box Tengor 54/18, auch Baby Box Tengor genannt, im Aufnahmeformat 3&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;4&amp;amp;nbsp;cm dazu) – oder die &amp;#039;&amp;#039;Ermanox&amp;#039;&amp;#039; (Ernemann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bekannte Modelle (Vorkrieg):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bebe&lt;br /&gt;
* Bobette&lt;br /&gt;
* Cocarette&lt;br /&gt;
* [[Contaflex|Contaflex (TLR)]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Contax#Contax-Kameras von Zeiss Ikon (Dresden)|Contax]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Deckrullo&lt;br /&gt;
* Ergo&lt;br /&gt;
* Ermanox&lt;br /&gt;
* Favorit&lt;br /&gt;
* Halloh&lt;br /&gt;
* Icarette&lt;br /&gt;
* Ideal&lt;br /&gt;
* Ikoflex&lt;br /&gt;
* Ikonta&lt;br /&gt;
* Kolibri&lt;br /&gt;
* Liliput&lt;br /&gt;
* Maximar&lt;br /&gt;
* Movikon&lt;br /&gt;
* Nettar&lt;br /&gt;
* Nettel&lt;br /&gt;
* Nixe&lt;br /&gt;
* Piccolette&lt;br /&gt;
* Polyskop&lt;br /&gt;
* Simplex&lt;br /&gt;
* Sirene&lt;br /&gt;
* Taxo&lt;br /&gt;
* Tenax&lt;br /&gt;
* Trona&lt;br /&gt;
* Volta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bekannte Baureihen sind die [[Zeiss Ikon Ikoflex|Ikoflex]], eine TLR und die &amp;#039;&amp;#039;[[Contarex]]&amp;#039;&amp;#039; die ab 1959 bei der Zeiss Ikon AG (West) gebaut wurde. Zeiss Ikon Kameras waren in vielen Bereichen technologisch führend: so baute Zeiss Ikon mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Contax]]&amp;#039;&amp;#039; die erste [[Messsucherkamera]] oder mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Zeiss Ikon Contaflex|Contaflex]]&amp;#039;&amp;#039; TLR im Jahr 1935 die erste Kamera mit eingebautem Selen-Belichtungsmesser. Der VEB Mechanik Zeiss Ikon in Dresden stellte ab 1949 mit der Contax S (Spiegelcontax) die erste Spiegelreflexkamera mit Dachkantprisma der Welt vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bekannte Modelle (Nachkrieg):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VEB Zeiss Ikon (DDR):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Contax/Pentacon&lt;br /&gt;
* Ercona/Exona&lt;br /&gt;
* Taxona&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeiss Ikon AG (BRD):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Box Tengor&lt;br /&gt;
* Colora&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Contaflex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Contarex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Contax]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Contessa&lt;br /&gt;
* Contina&lt;br /&gt;
* Hologon Ultrawide&lt;br /&gt;
* [[Icarex 35 CS|Icarex&amp;amp;nbsp;35]]&lt;br /&gt;
* Ikoflex&lt;br /&gt;
* Ikomatic&lt;br /&gt;
* Ikonette&lt;br /&gt;
* Ikonta&lt;br /&gt;
* Movikon&lt;br /&gt;
* Nettar&lt;br /&gt;
* Nettax 6x6&lt;br /&gt;
* S 310 / S 312&lt;br /&gt;
* Symbolica&lt;br /&gt;
* Tenax automatic&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fotothek df roe-neg 0006722 019 Rückprojektionsanlage des VEB Zeiss Ikon Dresden.jpg|[[Rückprojektion]]sanlage&lt;br /&gt;
Zeiss Ikon Movikon.jpg|Schmalfilkamera Zeiss Ikon Movikon&lt;br /&gt;
Filmprojektor 01 KMJ.jpg|Filmprojektor &amp;#039;&amp;#039;Ernemann&amp;#039;&amp;#039; 35 mm (Typ: &amp;#039;&amp;#039;Zeiss Ikon IX&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
IKON Orikar 10cm1361646all.jpg|IKON &amp;#039;&amp;#039;Orikar&amp;#039;&amp;#039; Projektionsobjektiv&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Produkten gehörten aber auch andere optische Geräte und Bauteile. Beispiele sind&lt;br /&gt;
* Filmkameras (&amp;#039;&amp;#039;Movikon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;AK8&amp;#039;&amp;#039;) und Filmbetrachter (&amp;#039;&amp;#039;Moviskop&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Objektiv (Optik)|Objektive]] für die Film- und Diaprojektion (&amp;#039;&amp;#039;Orikar&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Talon&amp;#039;&amp;#039;) oder&lt;br /&gt;
* Diaprojektoren (Zeiss Ikon Royal AF, &amp;#039;&amp;#039;[[Aspectar 150]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ikolux&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Perkeo&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Paracolor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Unimat&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gerhard Jehmlich&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Andre Beyermann, Technische Sammlungen der Stadt Dresden&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Aufbau der Zeiss Ikon AG&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Zeiss lkon AG Dresden. Aspekte der Entwicklung des 1926 gegründeten Industrieunternehmens&lt;br /&gt;
   |Reihe=Thesaurus&lt;br /&gt;
   |BandReihe=3&lt;br /&gt;
   |Ort=Dresden&lt;br /&gt;
   |Datum=2001&lt;br /&gt;
   |ISBNformalFalsch=3-9806403-3-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Michael Keeble Buckland&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Frank Hartmann&lt;br /&gt;
   |Titel=Vom Mikrofilm zur Wissensmaschine – Emanuel Goldberg zwischen Medientechnik und Politik. Biografie&lt;br /&gt;
   |Reihe=Forschung visuelle Kultur&lt;br /&gt;
   |BandReihe=1&lt;br /&gt;
   |Verlag=Avinus-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2010&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-86938-015-5&lt;br /&gt;
   |Originaltitel=Emanuel Goldberg and his knowledge machine&lt;br /&gt;
   |Originalsprache=en&lt;br /&gt;
   |Originaljahr=2006&lt;br /&gt;
   |Originalort=Westport&lt;br /&gt;
   |Übersetzer=Gernot Rieder}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Paul Gerhard Escher&lt;br /&gt;
   |Titel=Carl Zeiss: Leben und Werk.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Schriften des Stadtmuseums Jena&lt;br /&gt;
   |Ort=Jena&lt;br /&gt;
   |Datum=1966&lt;br /&gt;
   |OCLC=428382202}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gerhard Jehmlich&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Andre Beyermann, Technische Sammlungen der Stadt Dresden&lt;br /&gt;
   |Titel=Zeiss Ikon AG im Zeitabschnitt 1926 bis 1972&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Zeiss lkon AG Dresden. Aspekte der Entwicklung des 1926 gegründeten Industrieunternehmens&lt;br /&gt;
   |Reihe=Thesaurus&lt;br /&gt;
   |BandReihe=3&lt;br /&gt;
   |Ort=Dresden&lt;br /&gt;
   |Datum=2001&lt;br /&gt;
   |ISBNformalFalsch=3-9806403-3-0&lt;br /&gt;
   |Seiten=19–36}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Bernd K. Otto]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Carl Zeiss Kamera-Register 1902–2012&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag Rudolf Hillebrand&lt;br /&gt;
   |Ort=Neuss&lt;br /&gt;
   |Datum=2013&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-9813746-4-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Sebastian Stahn&lt;br /&gt;
   |Titel=Von Goerz zur Ikon. Ein herausragendes Kapitel deutscher Industriegeschichte 1886–2016&lt;br /&gt;
   |Auflage=1.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Assa Abloy Sicherheitstechnik&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2016&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-00-053723-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zeiss Ikon cameras|Kameras von Zeiss Ikon}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeiss.de/konzern www.zeiss.de] – Unternehmensgeschichte (Carl Zeiss AG)&lt;br /&gt;
* [https://www.ikon.de/de/de/ueber-uns/geschichte-ikon/ www.ikon.de] – Unternehmensgeschichte (ASSA ABLOY Sicherheitstechnik)&lt;br /&gt;
* [http://ernemann-gmbh.com/ ernemann-gmbh.com] Ernemann Nova GmbH (ehemals Ernemann CineTec GmbH)&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GKD=1|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zu|GND=55009-7}}&lt;br /&gt;
* [http://www.blende-und-zeit.sirutor-und-compur.de/verzeichnis-r-z.htm#Zeiss-Ikon Zeiss-Ikon Kameras und Zubehör im Online-Museum] des Blende-und-Zeit-Forum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modellreihen und einzelne Kameramodelle:&lt;br /&gt;
* [http://www.photodeal.de/allgemein/contarex-prototypen.htm Highlights von Zeiss Ikon: Contarex-Prototypen] (aus PHOTODeal III/1995)&lt;br /&gt;
* [https://www.pbase.com/cameras/zeiss_ikon Zeiss Ikon Cameras with Photo Samples] (englischsprachig)&lt;br /&gt;
* [http://www.luistriguez.es/fotos/cameras/zeissikonIkonta520A/index_lkonta520a.htm Ikonta 520 A] by luis triguez&lt;br /&gt;
* [http://www.blende-und-zeit.sirutor-und-compur.de/thread.php?board=38&amp;amp;thread=17 Zeiss-Ikon Contaflex-Super] im Blende-und-Zeit-Forum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=55009-7|VIAF=310749184}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotounternehmen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Optikhersteller (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sicherheitstechnikhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeiss| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernemann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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