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	<title>Zeigefinger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T04:35:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zeigefinger&amp;diff=213982&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Typografie</title>
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		<updated>2026-03-01T11:16:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wijsvinger.jpg|mini|Der Zeigefinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheme human hand bones-de.svg|mini|Fingerknochen (grün, blau und rosa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeigefinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Digitus (manus) secundus, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Index&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}) ist Teil der [[Hand]]. Er ist der zweite [[Finger]] und befindet sich zwischen dem [[Daumen]] und dem [[Mittelfinger]]. Er trägt seinen Namen, da er bevorzugt dafür verwendet wird, um auf ein Objekt oder in eine [[Richtung]] zu &amp;#039;&amp;#039;zeigen&amp;#039;&amp;#039;. Unter &amp;#039;&amp;#039;Fingerzeig&amp;#039;&amp;#039; versteht man einen Hinweis. Der Zeigefinger wird von allen Fingern am häufigsten genutzt (ohne Greifen). Er kann ebenso wie der Daumen und der kleine Finger relativ unabhängig bewegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomie ==&lt;br /&gt;
Der Zeigefinger wird von drei [[Fingerknochen|Fingergliedknochen]] gestützt. Vom Zeigefinger führen zwei [[Sehne (Anatomie)|Sehnen]] zu den [[Unterarm]]muskeln. Der gebeugte Finger wird mit dem &amp;#039;&amp;#039;Zeigefingerstrecker ([[Extensor indicis]])&amp;#039;&amp;#039; auf der [[Ulna|Ellenrückseite]] gestreckt. Vom zweiten bis zum fünften Finger münden je eine Sehne in einen Unterarmstrecker, den &amp;#039;&amp;#039;langen gemeinsamen Fingerstrecker ([[Extensor digitorum]])&amp;#039;&amp;#039;. [[Extension (Medizin)|Extensor]]en sind streckende Muskeln des Unterarmes mit einer Wirkung im Handgelenk. [[Flexion (Medizin)|Flexor]]en sind dagegen beugende Muskeln. Mit dem zwölften Lebensmonat sollten [[Säugling]]e in der Lage sein, mit dem Zeigefinger auf Gegenstände zu deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Fingerlängenverhältnis]] (englisch &amp;#039;&amp;#039;[[Fingerlängenverhältnis|2D:4D]]&amp;#039;&amp;#039;) von Zeige- und Ringfinger wird als Ergebnis des [[Fötus|fetalen]] Hormonspiegels mit verschiedenen Persönlichkeitsausprägungen und [[Disposition (Medizin)|Krankheitsdispositionen]] in Zusammenhang gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/wissenschaft/article13613930/Was-die-Laenge-von-Zeige-und-Ringfinger-verraet.html &amp;#039;&amp;#039;Was die Länge von Zeige- und Ringfinger verrät&amp;#039;&amp;#039;.] [[Die Welt|Welt Online]], 20. September 2011, abgerufen am 12. Dezember 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S. Lutchmaya, S. Baron-Cohen, P. Raggatt, R. Knickmeyer, J. T. Manning: &amp;#039;&amp;#039;2nd to 4th digit ratios, fetal testosterone and estradiol.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Early Human Development&amp;#039;&amp;#039;, 77, 2004, S.&amp;amp;nbsp;23–28, [[doi:10.1016/j.earlhumdev.2003.12.002]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schrift ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Schreibschrift]] führt der Zeigefinger den [[Stift (Werkzeug)|Stift]]. Bei der [[Blindenschrift]] werden die Zeichen mit den Fingerspitzen der Zeigefinger ertastet. Der rechte Zeigefinger liest dabei eine Zeile zu Ende, während der linke Zeigefinger am Anfang der neuen Zeile steht, worauf der rechte wieder zum linken aufschließt. Das [[Maschinenschreiben]] auf einer [[Tastatur]] nur mit den beiden Zeigefingern (statt mit allen zehn Fingern) bezeichnet man auch [[Umgangssprache|umgangssprachlich]] als &amp;#039;&amp;#039;[[Adlersuchsystem|Zwei-Finger-Adler-Suchsystem]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handzeichen und Gestiken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:La Discrétion 1820s.jpg|mini| Zeigefinger auf die Lippen gelegt, &amp;#039;&amp;#039;La Discrétion,&amp;#039;&amp;#039; [[Claude Marie Dubufe]], 1820er]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeigefinger allein ===&lt;br /&gt;
* Zeigefinger zeigt auf die eigene Brust: ich&lt;br /&gt;
* Zeigefinger zeigt auf das Gegenüber oder eine andere Person: du bzw. er/sie&lt;br /&gt;
* Zeigefinger zeigt auf einen Gegenstand: Gestik, um die Aufmerksamkeit des Gegenübers / der Zuhörer auf diesen zu lenken&lt;br /&gt;
* Zeigefinger zeigt in eine beliebige Richtung: Gestik, um diese Richtung anzuzeigen&lt;br /&gt;
* Ausgestreckter Zeigefinger nach oben: Aufgemerkt! [[Drohung]] (erhobener oder &amp;#039;&amp;#039;moralischer&amp;#039;&amp;#039; Zeigefinger)&lt;br /&gt;
* Nach oben ausgestreckter Zeigefinger pendelt nach links und rechts: [[nein]] (&amp;#039;&amp;#039;Dudu-&amp;#039;&amp;#039;Finger)&lt;br /&gt;
* Nach vorne ausgestreckter Zeigefinger pendelt nach oben und unten: Belehrung oder Drohung, das machst du nicht nochmal!&lt;br /&gt;
* Zeigefinger bewegt sich schneidend vor der Kehle: tot, du stirbst oder ich bringen ihn/sie um&lt;br /&gt;
* Zeigefinger beschreibt einen Kreis an der Kopfseite: Du bist verrückt!&lt;br /&gt;
* Zeigefinger tippt an die [[Schläfe]] oder [[Stirn]]: Du bist verrückt! &amp;#039;&amp;#039;(den Vogel zeigen)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Zeigefinger tippt flach an die Schläfe: Denk mal nach! &amp;#039;&amp;#039;(Köpfchen muss man haben)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Der Zeigefinger wird aus einer (zu einer anderen Person gerichteten) [[Hand|Faust]] herausgestreckt, und wieder zum eigenen Körper hin gekrümmt, wieder ausgestreckt usw.: Komm her! &lt;br /&gt;
* Ausgestreckter Zeigefinger wird nach oben zeigend auf die geschlossenen Lippen gelegt: Schweig! &amp;#039;&amp;#039;(pst!)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Zeigefinger wird an den Nasenflügel gelegt: Ich überlege.&lt;br /&gt;
* Zeigefinger tippt an den Nasenflügel: &amp;#039;&amp;#039;geheimes Zeichen&amp;#039;&amp;#039; (gerne in [[Hollywood]]filmen genutzt)&lt;br /&gt;
* Zeigefinger tippt auf eine Unterlage (Tisch): Ich bestehe darauf! &amp;#039;&amp;#039;(jetzt und hier)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Erhobener Arm mit gestrecktem Zeigefinger: Ich melde mich, ich habe eine Idee. Im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] war dies (&amp;#039;&amp;#039;digitus salutaris&amp;#039;&amp;#039;) die gängige [[Begrüßung]]sgeste.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Begrüßung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Karl-Wilhelm Weeber]]: &amp;#039;&amp;#039;Alltag im alten Rom. Ein Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Artemis &amp;amp; Winkler, Düsseldorf / Zürich 1998, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ein in die Wange gedrehter Zeigefinger hat je nach Kulturkreis unterschiedliche Bedeutungen: Italien: Gut!, Spanien: ein Verweis auf [[Homosexualität]]&lt;br /&gt;
* Der sehende Finger des Chirurgen. Mit bevorzugt dem – gummibehandschuhten – Zeigefinger ertastete der Operateur Organoberflächen, Gewebsbeschaffenheit, Veränderungen und Begrenzungen krankhafter Prozesse (=&amp;amp;nbsp;haptische Nosognosie, in der Hirnrinde als taktile Reizdeutung repräsentiert), was ihm ermöglichte, seine Entscheidungen bei einer Operation zu fällen, ob der Eingriff durchführbar ist und inwieweit. In Verbindung mit langer Erfahrung ein unschätzbar wichtiges und sicheres Instrument. Mit Einführung der minimalinvasiven reinen Instrumentenchirurgie ein untergegangenes Medium. Ein wichtiges Sinnesorgan ist gewissermaßen erblindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeigefinger mit anderen Fingern ===&lt;br /&gt;
* Faust, die oberen Glieder von Daumen und Zeigefinger reiben aneinander: Zeichen für Geld, bezahlen&lt;br /&gt;
* Zeigefinger und Mittelfinger werden in gestrecktem Zustand gegeneinandergeschlagen: Symbol für eine Schere &amp;#039;&amp;#039;(schnipp schnapp)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Zu einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;V&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nach oben ausgestreckte und auseinandergespreizte Zeige- und Mittelfinger: Deutschland: &amp;#039;&amp;#039;Victory&amp;#039;&amp;#039;-Zeichen ([[Sieg]]); In Großbritannien und Australien: (Handrücken von Anderen weggedreht) &amp;quot;Victory&amp;quot;-Zeichen, (Handrücken zu Anderen hingedreht) ähnliche Bedeutung wie der ausgestreckte Mittelfinger&lt;br /&gt;
* Mit Daumen und Zeigefinger einen Ring bilden: Deutschland: perfekt!; Frankreich: [[null]] oder wertlos; USA: [[Arschloch]]; Südosteuropa: weibliches Genital, in Verbindung mit einer Auf- und Abbewegung: obszöne Geste; Japan: Geld, oder man bettelt mit dieser Geste. Im [[Tauchsport]]: [[Okay]]/Gut/Alles in Ordnung!&lt;br /&gt;
* Zeigefinger gestreckt, Daumen gestreckt jedoch am ersten Gelenk eingeknickt: Pistole (Kinderspiel) &amp;#039;&amp;#039;(Peng Peng)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Über die Fingerkuppe der &amp;#039;&amp;#039;Pistole&amp;#039;&amp;#039; pusten: Dem hab ich es gegeben!&lt;br /&gt;
* Mit dem Zeigefinger und Mittelfinger von unten an die Nase stoßen: Frankreich: Das mache ich mit links (mit den Fingern in der Nase)&lt;br /&gt;
* In vielen Kulturkreisen (z.&amp;amp;nbsp;B. den USA) wird der nach oben ausgestreckte Zeigefinger dazu verwendet, die Zahl [[Eins]] darzustellen (z.&amp;amp;nbsp;B. bei einer Bestellung). Im deutschen Kulturkreis wird dagegen für diese Aufgabe meistens der Daumen verwendet und der „erhobene“ Zeigefinger als drohende oder belehrende Geste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Symbolik des Zeigens ===&lt;br /&gt;
Ein Verweis mit der flachen Hand statt eines direkten Draufdeutens mit dem Zeigefinger (Befehlston) auf einen Gegenstand oder eine Person gilt als höflicher. Der ausgestreckte Zeigefinger gilt seit der Antike als Geste der Kraftübertragung. Der Zeiger&amp;lt;ref&amp;gt;[[Petrus Dasypodius]]: &amp;#039;&amp;#039;Dictionarium latinogermanicum et vice versa germanolatinicum ...&amp;#039;&amp;#039;, Theodosius Rihel, 5. Aufl. Straßburg 1569, Hh V („Index: der zeyger, alias Salutaris“) und T II (&amp;#039;&amp;#039;Zeygerfinger&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; (von althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;zeigari&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;zeigôn&amp;#039;&amp;#039;, zeigen: Intensivum zu &amp;#039;&amp;#039;zîhan&amp;#039;&amp;#039;: zeihen, anschuldigen, beschuldigen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage. Hrsg. von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 877.&amp;lt;/ref&amp;gt;),&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Verheyn: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie oder Zerlegung des menschlichen Leibes […].&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Lateinischen übersetzt, Leipzig (Thomas Fritschen) 1708; Neudruck Lindau im Bodensee 1981, S. 6 („[…] heisset der Zeiger, dieweil man dessen in Bezeugung sich bedienet“).&amp;lt;/ref&amp;gt; früher auch lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Salutaris&amp;#039;&amp;#039; genannt, überträgt dabei seine Kraft auf den Gezeigten. Das heutige Tabu, nicht mit Fingern auf Andere zu zeigen, hat angeblich seinen Ursprung in dieser Symbolik. Die Menschen hatten Angst, dass die Kraft des Zeigers auf den Gezeigten übergeht, der Zeiger also seine Kraft verliert. Als besonders gefährlich galt es, auf Kranke oder Leidtragende zu zeigen, da man annahm, dass diese Geste das Leid des Gezeigten anzieht. Kleinen Kindern wurde versucht, diese Gebärde abzugewöhnen, indem man ihnen sagte, sie erstächen damit einen Engel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung im Islam ===&lt;br /&gt;
Im Islam bedeutet ein ausgestreckter Zeigefinger nach oben die Einheit von Allah&amp;lt;ref&amp;gt;{{arS|الله&amp;amp;lrm;}}, beginnend (von rechts nach links) mit dem senkrechten Strich für A(lif).&amp;lt;/ref&amp;gt; („Es gibt keinen Gott außer Allah“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Cite book|title=Islam for Nerds – 500 Questions and Answers|last=Drißner|first=Gerald|publisher=createspace|year=2016|isbn=978-1-5308-6018-0|location=Berlin|pages=521|quote= |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der islamische Begriff dazu ist [[Tauhīd]] ({{ar|تَوْحِيد&amp;amp;lrm;}}), der Glaube an die Einheit Gottes. Diese Geste wird besonders in jüngerer Zeit von Anhängern des [[Islamismus|politischen Islams]] und von so genannten [[Dschihadismus|Dschihadisten]] für Propagandazwecke verwendet. Besonders beliebt ist der ausgestreckte Zeigefinger unter Anhängern des so genannten „[[Islamischer Staat (Organisation)|Islamischen Staats in Syrien und der Levante]] (ISIS)“, die diese Geste in Fotos und Videos verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Arabische Sprache|arabischen Sprache]] heißt der Zeigefinger Musabbiha ({{ar|مُسَبِّحة&amp;amp;lrm;}}). Das Wort wird meistens mit dem bestimmten Artikel al- ({{ar|ال&amp;amp;lrm;}}) zusammen verwendet: al-Musabbiha ({{ar|الْمُسَبِّحة&amp;amp;lrm;}}). Gelegentlich wird dafür auch das Wort al-Sabbāha ({{ar|السَّبّاحة&amp;amp;lrm;}}) verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Das arabische Verb {{ar|سَبَّحَ&amp;amp;lrm;}} stammt von derselben arabischen [[Wurzel (Linguistik)|Wortwurzel]] – s-b-ḥ ({{ar|س-ب-ح&amp;amp;lrm;}}) – wie das arabische Wort für Zeigefinger (Musabbiha). Das Verb bedeutet „Gott zu preisen“, in dem ein Muslim „[[Subḥāna Allāh]]“ ({{ar|سُبْحانَ الله&amp;amp;lrm;}}) sagt, was wiederum „Gepriesen sei Allah“ bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunst ===&lt;br /&gt;
Ein berühmtes Beispiel für das gleichzeitige Zeigen und Übertragen von Kraft ist in dem Deckenfresko „[[Die Erschaffung Adams]]“ von [[Michelangelo]] in der [[Sixtinische Kapelle|Sixtinischen Kapelle]] dargestellt. Gott streckt seinen Zeigefinger aus und erschafft Adam. Im Fresko selbst wird der Augenblick nach der Berührung gezeigt, Adam lässt bereits seinen eigenen Zeigefinger sinken. Ein neueres Beispiel ist in einer Szene des Films &amp;#039;&amp;#039;[[E. T. der Außerirdische|E.&amp;amp;nbsp;T.]]&amp;#039;&amp;#039; zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.hdg.de/film/class125_id1000690.html |titel=Wob - Virtual Exhibitions |datum=2009-06-26 |offline= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090626183531/http://www.hdg.de/film/class125_id1000690.html |archiv-datum=2009-06-26 |abruf=2022-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johannes der Täufer]] wird auf christlichen Bildwerken meist mit dem deutenden Zeigefinger dargestellt ([[Isenheimer Altar]]). Die Funktion des Täufers und seines Fingers ist die, Weiser (von &amp;#039;&amp;#039;weisen&amp;#039;&amp;#039;) zu sein auf den Größeren, der kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.joerg-sieger.de/isenheim/texte/i_08.htm#f Der Finger des Johannes,] Isenheimer Altar&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nach oben gerichteter Zeigefinger gilt als typisch für die Malweise von [[Leonardo da Vinci]] (Beispiele: [[Johannes der Täufer (Leonardo da Vinci)|Johannes der Täufer]], [[Das Abendmahl (Leonardo da Vinci)|Das Letzte Abendmahl]]). Im Fresko [[Die Schule von Athen]] verkörpert der italienische Maler [[Raffael]] den Philosophen [[Platon]] durch seinen zeitgenössischen Malerkollegen Leonardo da Vinci mit nach oben gerichtetem Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Creation of Adam (Michelangelo) Detail.jpg|[[Michelangelo]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Erschaffung Adams]],&amp;#039;&amp;#039; (Detail) &lt;br /&gt;
Mathis Gothart Grünewald 024.jpg|[[Matthias Grünewald]]: [[Isenheimer Altar]] (Detail: Hl. Johannes der Täufer)&lt;br /&gt;
Leonardo da Vinci - Saint John the Baptist C2RMF retouched.jpg|[[Leonardo da Vinci]]: &amp;#039;&amp;#039;Johannes der Täufer,&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Plato-raphael.jpg|[[Raffael]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Schule von Athen]]&amp;#039;&amp;#039; (Detail: Platon)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aphorismen ===&lt;br /&gt;
* Wer mit dem Zeigefinger auf andere Leute zeigt, sollte nie vergessen, dass drei Finger seiner Hand auf ihn selbst zeigen. ([[Gustav Heinemann]])&lt;br /&gt;
* Der Zeigefinger ist ein Finger, den man zeigt, wenn man etwas zeigt. ([[Werner Mitsch]])&lt;br /&gt;
* In der Nase verliert der erhobene Zeigefinger an Bedeutung. (Art van Rheyn)&lt;br /&gt;
* Auch die geballte Faust ist ein Fingerzeig. (Rupert Schützenbach)&lt;br /&gt;
* Wenn der Weise auf den Mond zeigt, sieht der Idiot nur den Finger. (aus China)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typografie und EDV ==&lt;br /&gt;
Das Symbol eines Zeigefingers wurde im 12. bis 18. Jahrhundert auch als [[Satzzeichen]] und Hinweiszeichen am Textrand verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeigefinger wird bevorzugt verwendet, um einzelne [[Taste]]n und [[Schalter (Elektrotechnik)|Schalter]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Lichtschalter, Klingelknopf) zu drücken. Wegen der Symbolik des Knopfdrückens ([[Maus (Computer)#Mausaktionen|Mausklick]]) stellen viele [[Webbrowser|Browser]] (z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Internet Explorer]]) den [[Mauszeiger]] als Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger dar, wenn sich der Zeiger über einem [[Hyperlink|Link]] befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.w3.org/TR/CSS2/ui.html |titel=User interface |abruf=2022-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unicode ===&lt;br /&gt;
In [[Unicode]] gibt es sechs Symbole, die eine zeigende Hand darstellen:&lt;br /&gt;
* schwarze nach links zeigende Hand: U+261A ☚&lt;br /&gt;
* schwarze nach rechts zeigende Hand: U+261B ☛&lt;br /&gt;
* weiße nach links zeigende Hand: U+261C ☜&lt;br /&gt;
* weiße nach oben zeigende Hand: U+261D ☝&lt;br /&gt;
* weiße nach rechts zeigende Hand: U+261E ☞&lt;br /&gt;
* weiße nach unten zeigende Hand: U+261F ☟&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* A. A. Bailey, P. Hurd: &amp;#039;&amp;#039;Finger Length Ratio (2D:4D) Correlates with Physical Aggression in Men but Not in Women.&amp;#039;&amp;#039; Biological Psychology, Volume 68, Issue 3, März 2005, S. 215–222.&lt;br /&gt;
* Lambert Wiesing: &amp;#039;&amp;#039;Zeigen mit Fingern und Bildern.&amp;#039;&amp;#039; In: (ders.): &amp;#039;&amp;#039;Sehen lassen. Die Praxis des Zeigens.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Berlin 2013, ISBN 978-3-518-29646-2, S. 109–140.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Zeigefinger}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Index fingers|Zeigefinger}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/aggressiver-fingerzeig/ &amp;#039;&amp;#039;Aggressiver Fingerzeig.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;wissenschaft.de&amp;#039;&amp;#039; vom 4. März 2005. „Aggressive Männer verraten sich durch ihre Hände.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Finger der Hand}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4840255-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obere Extremität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körpersprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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