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	<title>Zehntner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T17:03:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zehntner&amp;diff=1767138&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, typografische Anführungszeichen</title>
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		<updated>2023-10-10T19:23:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zehntner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Zehentner&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zehendner&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zehndner&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Zehentherr&amp;#039;&amp;#039;; lat. &amp;#039;&amp;#039;exactor canonis metallici&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt; war in den [[Bergrevier|Bergbauregionen]] und Bergbaustädten der Finanzbeamte des Landesherrn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot; /&amp;gt; Seine Aufgabe war es, die Steuern, den landesherrlichen [[Zehnt]], zu kassieren und zu verrechnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot; /&amp;gt; Im österreichischen [[Bergbau]] gab es anstatt des Zehntners den &amp;#039;&amp;#039;Frohnwäger&amp;#039;&amp;#039;, der mit ähnlichen Aufgaben betraut war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Landesherrn standen aufgrund des [[Bergregal|Bergrechts]] zehn Prozent des geförderten Erzes zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 7&amp;quot; /&amp;gt; Dieses wurde anfänglich tatsächlich als Erz vom [[Schichtmeister]] dem Zehntner übergeben.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 10&amp;quot; /&amp;gt; Der Schichtmeister übergab dem Zehntner das ausgeschmolzene Metall, dieser zog von dem Erlös die Abgaben an den Landesherrn ab und teilte anschließend die eventuell vorhandene [[Ausbeute (Bergbau)|Ausbeute]] an die [[Gewerke (Bergbau)|Gewerken]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 8&amp;quot; /&amp;gt; Die Abgabe in Form von durch Aufbereitung ausgebrachte Metalle bezeichnete man als Metallzehnt oder wenn die Abgabe in Form von [[Mineral]]ien erfolgte bezeichnete man diesen Zehnt als Mineralzehnt.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 12&amp;quot; /&amp;gt; Diese unpraktische Handhabung wurde allerdings schnell in einen Geldwert umgewandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 6&amp;quot; /&amp;gt; Diese Form der Abgabe bezeichnete man als Geldzehnt.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 12&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Bergrechtliche Gewerkschaft|Gewerken]], deren [[Bergwerk]]e zu wenig Erz förderten und dadurch unter hohen Kosten litten, mussten statt des Zehnten, nach der jeweilig in Anrechnung gebrachten Bestimmung des Landesherren, den Vierzehnten, Sechzehnten oder auch nur den Zwanzigsten zahlen. Es gab – je nach Revier – auch weitere Varianten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Voraussetzungen und Amtsausübung ==&lt;br /&gt;
Die Stellung des Zehntners war eine vertrauensvolle Position, denn sie sorgten dafür, dass die Steuern den Gesetzen entsprechend eingenommen wurden und Betrug sowie Steuerhinterziehung unterbunden wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt; Sie entschieden auch weitestgehend über die Verwendung des Zehnten.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 10&amp;quot; /&amp;gt; Deshalb wurden nur ehrliche Männer eingesetzt, die das Vertrauen des Landesherrn genossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zehntner war direkt am [[Bergamt]] ansässig und hatte stets die Möglichkeit, Einblick in das Buch des [[Berggegenschreiber|Gegenschreibers]] zu nehmen. Bei Bedarf konnte er das Gegenbuch mit den Büchern des [[Rezessschreiber]]s und des [[Hüttenschreiber]]s vergleichen. Dadurch hatte er immer einen Überblick über die Gewinne und Verluste der Bergwerke sowie über die Ausbeute der Schmelzhütten. Deshalb musste der Zehntner gute Kenntnisse vom Rechnungswesen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Bergbauregionen war das Amt des Zehntners so wichtig, dass es zeitweise mehrere Zehntner mit unterschiedlichen Aufgaben gab. In der Bergstadt [[Annaberg-Buchholz|Annaberg]] gab es im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts einen &amp;#039;&amp;#039;Oberzehntner&amp;#039;&amp;#039;, der mit erweiterten Aufgaben und Befugnissen ausgestattet war. Die Oberzehntner waren vom Oberbergamt zur Aufsicht über die Tätigkeit der einzelnen [[Bergmeister (Beruf)|Bergmeister]] bestellt. Dem Oberzehntner waren die &amp;#039;&amp;#039;Zinnzehntner&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Unterzehntner&amp;#039;&amp;#039; genannt, unterstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekanntere Träger mit dieser Berufsbezeichnung waren in Goslar der Zehndner Christoph Andreas Schlüter, als Autor „Gründlicher Unterricht von Hütte-Werken“, 1738, und der Ober-Zehndner Christoph Sander, als Erfinder des Schwefel-Fangs 1570.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 11&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Magazin der Bergbaukunde.&amp;#039;&amp;#039; Erster Teil, Walterische Hofbuchhandlung, Dresden 1785&lt;br /&gt;
* Hermann Brassert: &amp;#039;&amp;#039;Berg-Ordnungen der Preussischen Lande.&amp;#039;&amp;#039; F.C. Eisen’s Königliche Hof-Buch- und Kunsthandlung, Köln 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot;&amp;gt;Moritz Ferdinand Gätzschmann: &amp;#039;&amp;#039;Sammlung bergmännischer Ausdrücke&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Craz &amp;amp; Gerlach, Freiberg 1859.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot;&amp;gt;Johann Christoph Stößel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bergmännisches Wörterbuch, darinnen die deutschen Benennungen und Redensarten erkläret und zugleich die in Schriftstellern befindlichen lateinischen und französischen angezeiget werden.&amp;#039;&amp;#039; Chemnitz 1778.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot;&amp;gt;Christian Heinrich Gottlieb Hake: &amp;#039;&amp;#039;Commentar über das Bergrecht&amp;#039;&amp;#039;. Kommerzienrath J.E. v. Seidel Kunst und Buchhandlung, Sulzbach 1823.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot;&amp;gt;Hermann Breithaupt, August Breithaupt: &amp;#039;&amp;#039;Die Bergstadt Freiberg im Königreich Sachsen, in Hinsicht auf Geschichte, Statistik, Cultur und Gewerbe, besonders auf Bergbau und Hüttenwesen.&amp;#039;&amp;#039; Zweite Auflage, bei Craz und Gerlach, Freiberg 1847, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 5&amp;quot;&amp;gt;[[Carl von Scheuchenstuel]]: &amp;#039;&amp;#039;IDIOTICON der österreichischen Berg- und Hüttensprache.&amp;#039;&amp;#039; k. k. Hofbuchhändler Wilhelm Braumüller, Wien 1856.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 6&amp;quot;&amp;gt;Hubert Ermisch: &amp;#039;&amp;#039;Das sächsische Bergrecht des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Giesecke &amp;amp; Devrient, Leipzig 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 7&amp;quot;&amp;gt;Carl Friedrich Gottlob Freiesleben, Friedrich Bülau: &amp;#039;&amp;#039;Darstellung der Grundlagen der sächsischen Bergwerksverfassung.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von Otto Wigand, Leipzig 1837, S. 27, 151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 8&amp;quot;&amp;gt;Johann Christian Fabricius: &amp;#039;&amp;#039;Anfangsgründe der öconomischen Wissenschaften zum Gebrauch academischer Vorlesungen.&amp;#039;&amp;#039; Zweite vermehrte und verbesserte Auflage, bey C. G. Prost, Kopenhagen 1783, S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 9&amp;quot;&amp;gt;Carl Hartmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Mineralogie, Berg-, Hütten- und Salzwerkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Zweite Abtheilung L–Z, gedruckt und verlegt bei Bernhard Friedrich Voigt, Ilmenau 1825, S. 817–818.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 10&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Abbildung und Beschreibung derer sämtlichen Schmelz-Hütten-Beamten und Bedienten nach ihrem gewöhnlichen Rang und Ordnung im gehörigen Hütten-Habit.&amp;#039;&amp;#039; Zu finden bey Christoph Weigeln, Nürnberg 1721, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 11&amp;quot;&amp;gt;Erich Hofmeister, Arbeitskreis Bergbau der Volkshochschule Schaumburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Erzbergwerk Rammelsberg bei Goslar im Harz.&amp;#039;&amp;#039; Exkursionsführer und Veröffentlichungen Schaumburger Bergbau, Heft Nr. 25, Hagenburg 2010, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 12&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Veith: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag von Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1871.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbauberuf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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