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	<title>Zedaka - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T18:11:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zedaka&amp;diff=551657&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur und Medien */ falschen Punkt entfernt</title>
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		<updated>2024-12-09T07:37:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur und Medien: &lt;/span&gt; falschen Punkt entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tzedakah (charity) box, Charleston, 1820, silver, National Museum of American Jewish History.JPG|mini|Zedaka-Box (Pushke), Charleston, 1820, Silber, National Museum of American Jewish History, [[Philadelphia]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tzedoko gelt.JPG|mini|Zedaka-Beutel mit Aufschrift: &amp;#039;&amp;#039;Zedoko gelt&amp;#039;&amp;#039; ([[Jiddisch]] für „Zedaka-Geld“)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zedaka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|צְדָקָה&amp;amp;lrm;|Zədaqah|de=Wohltätigkeit}} dem Sinne nach, vom Wortstamm für Gerechtigkeit abgeleitet) ist ein jüdisches Gebot (eine &amp;#039;&amp;#039;[[Mitzwa]]&amp;#039;&amp;#039;) der Wohltätigkeit. Jüdische Männer und Frauen sind ihr gleichermaßen verpflichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Nach [[Maimonides]] gibt es acht Stufen der Zedaka:&lt;br /&gt;
# Höchste Stufe: Dem Bedürftigen die Möglichkeit zu geben, sich selbständig zu ernähren (Hilfe zur Selbsthilfe).&lt;br /&gt;
# Wohltätig sein in einer Weise, dass der Spender und der Bedürftige nicht voneinander wissen.&lt;br /&gt;
# Der Wohltäter weiß, wem er gibt, aber der Arme erfährt nicht von der Identität des Spenders.&lt;br /&gt;
# Der Gebende kennt nicht die Identität des Bedürftigen, aber dieser kennt den Spender.&lt;br /&gt;
# Geben, bevor man gebeten wird.&lt;br /&gt;
# Geben, nachdem man gebeten wird.&lt;br /&gt;
# Zwar nicht ausreichend, aber mit Freundlichkeit geben.&lt;br /&gt;
# Mit Unfreundlichkeit geben.&amp;lt;ref&amp;gt;Maimonides, Mischne Tora, Hilchot Mat’not Ani&amp;#039;im 10:1,7-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zedaka leitet sich vom hebräischen Wort für [[Gerechtigkeit]] ab. Meist wird Zedaka jedoch mit &amp;#039;&amp;#039;[[Wohltätigkeit]]&amp;#039;&amp;#039; (bzw. &amp;#039;&amp;#039;{{enS|Charity}}&amp;#039;&amp;#039;) übersetzt. Das hebräische Wort für &amp;#039;&amp;#039;Wohltätigkeit&amp;#039;&amp;#039; ist {{he|חֶסֶד&amp;amp;lrm;}} &amp;#039;&amp;#039;Chessed&amp;#039;&amp;#039;. Inhaltlich besteht ein Gegensatz zwischen Chessed, &amp;#039;&amp;#039;Wohltätigkeit&amp;#039;&amp;#039; und Zedaka, welches sich in die deutsche Sprache schwerlich übersetzen lässt und für welches es kein entsprechendes Wort gibt.&lt;br /&gt;
== Begriffsbedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept Zedaka bedeutet, dass Juden verpflichtet sind, von dem zu geben, was Gott ihnen anvertraut hat, um es zu teilen und die [[Tikkun Olam|Welt zu heilen]]. So ist es auch dem ärmsten jüdischen erwachsenen [[Almosen]]empfänger noch auferlegt, von dem, was er bekommen hat und besitzt, ein weniges abzugeben. Lediglich Nothilfen und Hilfen für die Abwehr von Tod und Krankheit sind hiervon ausgenommen. Gemäß dem Grundsatz „Maß für Maß“, welcher vom in christlicher Tradition oft missverstandenem Torawort „[[Auge für Auge]]“, abgeleitet wird, sind Juden verpflichtet, dem Nebenmenschen zu geben, dem sie nichts schuldig sind, wie sie von Gott anvertraut bekommen, obwohl Gott ihnen nichts schuldet. Das Konzept Zedaka gründet so in der Verantwortung jedes Juden, die aus Israels mit Gott geknüpften Bund (deutsch etwa „Vertrag“) resultiert. Zedaka ist insofern keine [[Tugend]], sondern Pflicht, keine persönliche Auszeichnung, sondern nur recht und billig, nicht Generosität, sondern [[Tikkun Olam]]. Zedaka geht in seiner Bedeutung ersichtlich über die Bedeutung des deutschen Wortes &amp;#039;&amp;#039;Wohltätigkeit&amp;#039;&amp;#039;, die sporadisch und unverpflichtend geschieht, ja geradezu als [[Generosität|generöse]], auszeichnende Tugend gilt, welche einen Menschen auszeichnet, hinaus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Caspar Battegay, Naomi Lubrich |Titel=Jüdische Schweiz: 50 Objekte erzählen Geschichte |Hrsg=Jüdisches Museum der Schweiz |Verlag=Christoph Merian |Ort=Basel |Datum=2018 |ISBN=9783856168476 |Seiten=138-141}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zedaka ist Teil des Judentums. [[Judentum]] ist kein [[Glaube (Religion)|Glaube]], der das herausstehende Merkmal des Christentums ist, sondern eher eine [[Soziales Handeln|Praxis bzw. soziales Handeln]], die dem göttlichen Gebot, Zedaka zu tun, unterliegt.&amp;lt;ref&amp;gt;William Stern: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.chabadgermany.com/library/article_cdo/aid/703003/jewish/Genaues-bersetzen.htm | archive-is=20120722033901 | text=Parascha: Schoftim – Genaues Übersetzen}}.&amp;#039;&amp;#039; Chabad Lubawitsch Munich, abgerufen am 31. August 2011: „Die übliche Übersetzung für ZEDAKA ist ‚Wohltätigkeit‘. Für ‚Wohltätigkeit‘ wäre jedoch das genaue hebräische Wort Chessed. Dieses Wort wird hier nicht benutzt, vielmehr ist die Rede von Zedaka; und auch hier besteht ein Gegensatz zwischen den beiden Ausdrücken.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Jüdischen Frauenbundes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zedaka-[[Almosen]] hatten neben der Hilfe an die Notleidenden auch die Wirkung, armutsbedingter Kriminalität entgegenzustehen. Juden organisierten später auch in den [[Ghetto]]s Hilfe für Bedürftige. Es ging dabei um häufig von Frauen organisierte Aktionen, die als die Anfänge der modernen [[Sozialarbeit]] betrachtet werden können.&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert entstanden allmählich [[:Kategorie:Jüdische Organisation|jüdische Organisationen]], die Hilfe bei Begräbnissen ([[Chewra Kadischa]]) oder Hochzeiten anboten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden dann stets mehr Hilfeorganisationen von Frauen gegründet. Meistens waren es bürgerliche Frauen, die ihre Tätigkeit mit dem Zedakagebot begründeten. Einige Frauen kritisierten die unprofessionelle Wohltätigkeit und suchten nach Alternativen der sozialen Hilfe. Eine dieser Reaktionen war die Gründung des [[Jüdischer Frauenbund|jüdischen Frauenbundes]] (JFB) und der [[Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirkut Otwock 11.jpg|Zedaka-Box auf jüdischem Grabstein (Eliezer Ari). Jüdischer Friedhof [[Otwock]], Polen.&lt;br /&gt;
Datei:Jewish cemetery Otwock Karczew Anielin IMGP6721.jpg|Zedaka-Box auf jüdischem Grabstein. Jüdischer Friedhof [[Otwock]], Polen.&lt;br /&gt;
Datei:Pappenheim Jüdischer Friedhof 012.JPG|Zedaka-Box auf jüdischem Grabstein. [[Jüdischer Friedhof (Pappenheim)]].&lt;br /&gt;
Datei:Kupsa kchula 2006.jpg|JNF-Sammelbox (Pushke). Die blaue Box des [[Jüdischer Nationalfonds|Jüdischen Nationalfonds]], welcher in den frühen Jahren Gaben für den Aufbau der jüdischen Heimstatt in Israel sammelte.&lt;br /&gt;
Datei:Donation box of the Merkas Yeshivot Bnei Akiva B&amp;#039;Israel.jpg|Spendenbüchse des Merkas Jeschiwot Bnei Akiva B&amp;#039;Israel, 1960–70er, Tel Aviv, in der Sammlung des [[Jüdisches Museum der Schweiz|Jüdischen Museums der Schweiz]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sadaqa]], gleiches im Islam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Heuberger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zedaka. Jüdische Sozialarbeit im Wandel der Zeit. 75 Jahre Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland 1917–1992.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung im Jüdischen Museum der Stadt Frankfurt am Main, 3. Dezember 1992 – 28. Februar 1993. Jüdisches Museum Frankfurt am Main, 1992, ISBN 3-9802125-4-8&lt;br /&gt;
* Benjamin (Benny) Bloch: &amp;#039;&amp;#039;Zedaka – die Gerechtigkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Juden in Deutschland nach 1945&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1. 1999, S. 176; auch in: &amp;#039;&amp;#039;Tribüne,&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main, Jg. 38, 1999, Nr. 149, S. 127–139.&lt;br /&gt;
* [[Minka Pradelski]], Eduard Erne (Regisseure): &amp;#039;&amp;#039;Zedaka: jüdische Integrationsarbeit in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; (60 Min. VHS-Videomitschnitt eines Fernsehbeitrages), 2003&lt;br /&gt;
* Alyssa M. Gray: &amp;#039;&amp;#039;Zedaka.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dan Diner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (EJGK). Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Ta–Z.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart/Weimar 2015, ISBN 978-3-476-02506-7, S. 503–507.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tzedakah boxes|Zedaka-Büchsen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.de.chabad.org/732909 chabad.org: &amp;#039;&amp;#039;Die Zedaka&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://akjw.hypotheses.org/tag/zedaka-digitale-plattform Digitale Plattform »Zedaka«], für jüdische Wohlfahrt und Sozialpolitik, 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halacha]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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