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	<title>Zeche Radbod - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zeche_Radbod&amp;diff=406769&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2026-03-09T06:48:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Bergwerk&lt;br /&gt;
|BILD                     = arne hamm zeche radbod1.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG1        = Schacht 1 und Schacht 2 der Zeche Radbod 1997&lt;br /&gt;
|NAME                     = Zeche Radbod&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAME           = &lt;br /&gt;
|ROHSTOFF1                = Steinkohle&lt;br /&gt;
|ROHSTOFF2                = &lt;br /&gt;
|ROHSTOFF3                = &lt;br /&gt;
|UNTERNEHMEN              = Ruhrkohle AG&lt;br /&gt;
|BESCHÄFTIGTE             = 2000&lt;br /&gt;
|ABBAUTECHNIK             = [[Untertagebau]]&lt;br /&gt;
|BETRIEBSJAHRE_VON        = 1905&lt;br /&gt;
|BETRIEBSJAHRE_BIS        = 31. Januar 1990&lt;br /&gt;
|NACHFOLGENUTZUNG         = &lt;br /&gt;
|LAGERNAME1               = &lt;br /&gt;
|ROHSTOFFGEHALT1          = &lt;br /&gt;
|GRÖSSTE_TIEFE            = 1235&lt;br /&gt;
|LAGERNAME2               = &lt;br /&gt;
|ROHSTOFFGEHALT2          = &lt;br /&gt;
|GRÖSSTE_TIEFE2           = &lt;br /&gt;
|LAGERNAME3               = &lt;br /&gt;
|ROHSTOFFGEHALT3          = &lt;br /&gt;
|GRÖSSTE_TIEFE3           = &lt;br /&gt;
|ABRAUM                   = &lt;br /&gt;
|FÖRDERUNG                = 1.309.793&lt;br /&gt;
|FÖRDERUNGGESAMT          = &lt;br /&gt;
|BREITENGRAD              = 51/41/12&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD               = 7/45/51&lt;br /&gt;
|REGION-ISO               = DE-NW&lt;br /&gt;
|STANDORT                 = Bockum-Hövel&lt;br /&gt;
|GEMEINDE                 = Hamm&lt;br /&gt;
|NUTS3_1                  = Hamm&lt;br /&gt;
|NUTS3_BEZEICHNUNG        = Kreisfreie Stadt&lt;br /&gt;
|REVIER                   = [[Ruhrrevier]]&lt;br /&gt;
|POSKARTE                 = Deutschland_NRW_Ruhrgebiet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeche Radbod&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Steinkohle]]n-[[Bergwerk]] im heutigen [[Hamm]]er [[Stadtbezirk]] [[Hamm-Bockum-Hövel]], das von 1905 bis 1990 in Betrieb war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Ab 1899 strebte die Bohrgesellschaft Trier die [[Verleihung (Bergbau)|Verleihung]] von [[Grubenfeld]]ern nördlich von Hamm an. Am 8. März 1900 legte der [[Markscheider]] Wacholder eine [[Mutung]] für das Bohrloch Bockum 1 auf dem späteren [[Zeche]]ngelände ein. Erst 1904 wurden die Felder Bockum 1 und Hövel 1 an die [[Internationale Bohrgesellschaft]] in Erkelenz verliehen und zum Steinkohlenbergwerk Trier&amp;amp;nbsp;III zusammengeführt. Dieses wurde von einer gleichnamigen Gesellschaft betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abteufen|Teufbeginn]] für Schacht&amp;amp;nbsp;I auf dem Gelände war am 13. März 1905. Im September erreichte Schacht&amp;amp;nbsp;I die erste [[Sohle (Bergbau)|Sohle]] in 717&amp;amp;nbsp;m Tiefe und wenige Monate später dann auch Schacht&amp;amp;nbsp;II. Die zweite und dritte Sohle wurde auf 772&amp;amp;nbsp;m beziehungsweise 844&amp;amp;nbsp;m angelegt. Um den Betrieb zu sichern, wurden drei weitere Felder gemutet und 1905 verliehen. Durch Feldertausch mit der Rheinisch-westfälischen Bergwerks AG entstanden die Felder Wittekind und Radbod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Steinkohleförderung erfolgte zwar bereits im November 1905, die planmäßige [[Schachtförderung|Förderung]] setzte allerdings erst im Oktober 1907 ein. Radbod hatte zu diesem Zeitpunkt 609 Mann Belegschaft und förderte 49.151&amp;amp;nbsp;t Steinkohle. Ein Teil der heute noch stehenden [[Tagesanlagen]] war 1907 bereits fertiggestellt. Der weitere Ausbau wurde unter wie über Tage mit Hochdruck vorangetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung ==&lt;br /&gt;
Der damalige Bergwerksdirektor, der aus [[Carolinensiel]] in Friesland stammende [[Bergassessor]] a.&amp;amp;thinsp;D. Heinrich Janssen, gab an, die Zeche sei nach dem friesischen Herzog [[Radbod (Friesland)|Radbod]] benannt worden. Dies ist auch heute noch die herrschende Auffassung zur Namensgebung, wie sie in den meisten Publikationen zur Zeche vertreten wird. In jüngerer Zeit wies die Ortsheimatpflegerin des Stadtbezirks [[Hamm-Heessen]], Rita Kreienfeld, jedoch darauf hin, dass möglicherweise der Erzbischof [[Radbod von Trier]] der eigentliche [[Namenspatron]] des Bergwerks ist. Sie macht dafür die Trierer Geldgeber der Zeche, allen voran Konsul [[Wilhelm Rautenstrauch (Politiker)|Wilhelm Rautenstrauch]], verantwortlich, die einen ihrer wichtigsten Erzbischöfe zum Schutzpatron der Zeche ernennen wollten. Parallelen sieht sie bei der [[Zeche Maximilian]] in [[Werries]], die seitens ihrer bayerischen Geldgeber nach einem bayerischen König benannt worden sei. Es gebe im Ruhrgebiet zahlreiche weitere Beispiele, die ähnliche Vorgänge belegen. Jedoch wäre der nach dem Ersten Weltkrieg überwiegend sozialdemokratisch oder sogar kommunistisch eingestellten Belegschaft ein Erzbischof als Patron der Zeche nicht zu vermitteln gewesen. Daher habe man den friesischen Herzog, zumal er ein Vorfahr des Erzbischofs Radbod von Trier sei, als Erklärung vorgeschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Westfälischer Anzeiger vom 1. Dezember 2009. Es ist in diesem Zusammenhang auch darauf hinzuweisen, dass Friesenherrscher Radbod als Gegenspieler [[Karl Martell]]s geeignet war, nach dem WK1 als antifranzösisches Statement gedeutet zu werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweres Grubenunglück 1908 ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel:&amp;#039;&amp;#039; [[Grubenunglück 1908 auf der Zeche Radbod]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bockum Hoevel Denkmal Radbod IMGP8016 wp.jpg|mini|links|hochkant|Denkmal auf dem [[Gedenkstätte Zeche Radbod|Ehrenfriedhof in Hövel]]]]&lt;br /&gt;
Am 12. November 1908 ereignete sich ein [[Grubenunglück 1908 auf der Zeche Radbod|Grubenunglück auf der Zeche]], das bis dahin schwerste des deutschen [[Steinkohlebergbau]]s. Das Unglück löste europaweite Anteilnahme aus. So brachte die „L‘ Illustrazione Italiana“ in ihre Novemberausgabe einen Bericht, den der Künstler [[Umberto Boccioni]] mit einer Zeichnung illustrierte, auf der die Angehörigen sich um die geborgenen Leichen drängen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://graficheincomune.comune.milano.it/GraficheInComune/immagine/Vol.+AA+80,+novembre+1908,+pag.+486 Bericht zum Grubenunglück 1908 in der L‘ Illustrazione Italiana]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entweder durch eine defekte [[Grubenlampe|Wetterlampe]] oder eine durchgeführte [[Schießen (Bergbau)|Sprengung]] in einem Flöz wurde auf der dritten Sohle eine schwere [[Schlagwetterexplosion]] ausgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Olaf Schmidt-Rutsch, Ingrid Telsemeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Radbod-Katastrophe. Berichte und Zeichnungen des Einfahrers Moritz Wilhelm&amp;#039;&amp;#039;. Essen 2008, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kostete 350 Menschen ihr Leben. 348 starben direkt am Unglückstag, zwei weitere verstarben Wochen später an ihren schweren Verletzungen. Dies entsprach nahezu der gesamten Nachtschicht. An das Unglück und die Toten erinnert die [[Gedenkstätte Zeche Radbod]] auf dem Ehrenfriedhof für die Opfer im [[Hamm]]er Stadtteil [[Bockum-Hövel#Hövel|Hövel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach der Explosion wütenden [[Grubenbrand|Grubenbrände]] zwangen die Zechenleitung, die Grube bis 200&amp;amp;nbsp;m über der ersten Sohle zu fluten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://select.nytimes.com/gst/abstract.html?res=F00B10FC3C5517738DDDAA0994D9415B888CF1D3 &amp;#039;&amp;#039;Men entombed in German Mine. Explosion at Radbod Catches 380 Miners Underground ... Mine to be Flooded&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[The New York Times]] vom 13. November 1908, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem [[Sümpfen]] der Zeche begann man am 17. Dezember 1908, die Arbeiten dauerten bis zum 25. Februar 1909. Dann unternahm man eine erste Befahrung, um die Schäden zu sichten. Bereits im Oktober wurde mit 701 [[Bergmann|Bergleuten]] die Förderung wieder aufgenommen, dennoch zogen sich die [[Aufwältigung]]sarbeiten bis ins Jahr 1910 hin.&lt;br /&gt;
[[Datei:Zerstörte Uhr - zerstörte Sicherheitslampe auf Zeche Radbod 1908.jpg|mini|hochkant|Fundstücke nach dem Unglück: Zerstörte Uhr, zerstörte Grubenlampe]]&lt;br /&gt;
Das Unglück löste eine politische Diskussion über Arbeiterschutzmaßnahmen und Aufsichtspflichten aus, insbesondere wurde ein Arbeitsschutzgesetz gefordert. Als Folge dieses Unglücks wurde im Deutschen Reich angeordnet, dass in Schlagwettergruben&amp;lt;ref group=&amp;quot;ANM&amp;quot; name=&amp;quot;Anm. AschuPr.&amp;quot; /&amp;gt; die Benzinsicherheitslampen als Arbeitsgeleucht abgeschafft und durch neuartige elektrische Sicherheitslampen ersetzt werden. Diese wurden zuerst auf der Zeche Radbod eingeführt. Nach der Umstellung durften nur noch [[Steiger (Bergbau)|Steiger]], [[Wettermann (Bergbau)|Wettermänner]] und [[Schießhauer]] Wetterlampen benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbau 1910–1945 ==&lt;br /&gt;
=== Weitere Abteufungen ===&lt;br /&gt;
Ebenfalls ab 1910 begannen die Arbeiten für Schacht III, der auf 782 m abgeteuft wurde. Ab 1911 wurde Schacht IV als [[Wetterschacht]] abgeteuft. Am 15. Oktober 1912 wurde eine [[Kokerei]] in Betrieb genommen und ergänzte fortan die bereits vorhandenen Tagesanlagen. 1913 wurden auch Anlagen zur Gewinnung von Nebenprodukten wie [[Teer]] eingerichtet. Seit 1914 ist das Gelände von einer Mauer [[Einfriedung|umfriedet]]. In diesem Jahr wurden von 137 [[Grubenpferd|Pferden]] 128 aus der Grube entfernt und durch [[Druckluftlokomotive]]n ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 wurde ein Vertrag mit der Stadt [[Münster|Münster in Westfalen]] über [[Stadtgas|Ferngaslieferung]] geschlossen. Am 12. November 1916 ereignete sich eine weitere Schlagwetterexplosion. Diesmal gab es sechs Todesopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1917 konnte Schacht IV fertiggestellt werden. Kriegsbedingt wurden erstmals 122 Frauen auf der Zeche beschäftigt. Die Leuchtgaslieferung für Münster begann.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamm Germany WindingTowers Radbod.jpg|mini|Fördergerüste Radbod, 2007]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Seilscheiben radbod IMGP1794 wp.jpg|mini|Blick auf die Seilscheiben]]&lt;br /&gt;
Die Bergwerksgesellschaft Trier&amp;amp;nbsp;III nahm 1919 aufgrund ihrer schlechten finanziellen Situation ein Angebot des Köln-Neuessener-Bergwerksvereins zur Fusion an und wurde diesem zum 1. Januar 1920 angegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1923 begann das Abteufen von Schacht V (nach dem damaligen Aufsichtsrat [[Fritz Winkhaus]] Winkhausschacht genannt). Er war der zentrale Wetterschacht. Ein Brand in der 4.&amp;amp;nbsp;Sohle des Schachtes I am 23. Februar 1923 zwang zur Flutung dieser Sohle, sie musste schließlich ganz aufgegeben werden. Dadurch sank die Fördermenge von 930.278&amp;amp;nbsp;t (1925/26) auf 564.530&amp;amp;nbsp;t (1926/27). Eine neue 4.&amp;amp;nbsp;Sohle wurde erst 1929 auf 942&amp;amp;nbsp;m angelegt, 26&amp;amp;nbsp;m über der alten. Jedoch wurde auf 1.090&amp;amp;nbsp;m eine fünfte Sohle erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 ging der Köln-Neuessener-Bergwerksverein in der neugegründeten Hoesch-Köln-Neuessen AG auf. Zu Radbod gehörte dabei ein [[Grubenfeld]] von 10.966.545&amp;amp;nbsp;m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1933 ===&lt;br /&gt;
Nach 1933 belebte sich das Geschäft durch [[Aufrüstung]] im Vorfeld des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]], und deshalb wurde 1936 der Winkhausschacht mit einem [[Förderturm|Fördergerüst]] und einer [[Schachthalle]] ausgestattet. Im Jahr 1937 wurden erstmals mehr als 1&amp;amp;nbsp;Mio. Tonnen (genau 1.046.671&amp;amp;nbsp;t) [[Kohle]] gefördert und 240.397 Tonnen [[Koks]] produziert. Zu Beginn des Krieges forderte eine erneute Schlagwetterexplosion 9 Tote und die Förderung sank durch Kriegsschäden in der Folgezeit beträchtlich. Sie musste nach einem schweren Angriff am 10. März 1945 schließlich am 30. März eingestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einsatz von zivilen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen ====&lt;br /&gt;
Zwischen 1941 und 1945 wurde der Betrieb weitgehend mit Hilfe von [[Zwangsarbeit]]ern aufrechterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Hertel: &amp;#039;&amp;#039;Vor unsrer Haustür. Eine Kindheit m NS-Staat - früh erlebt, spät erkundet,&amp;#039;&amp;#039; Münster 2018, ISBN 978-3-89688-596-8, S. 103–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon im Februar 1940 gab es an der Zeche ein Lager für zivile polnische Zwangsarbeiter. Für sie und zunächst 500 Zwangsarbeiter aus der Ukraine wurde 1941 das &amp;#039;&amp;#039;Gemeinschaftslager der Zeche Radbod&amp;#039;&amp;#039; errichtet. Mitte 1942 waren Zwangsarbeiter aus der von Deutschland besetzten Sowjetunion – außer den baltischen Staaten – unter Tage eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Hertel: &amp;#039;&amp;#039;Gesichter der Zwangsarbeit. Eine Spurensuche in Bockum-Hövel.&amp;#039;&amp;#039;, [[Agenda Verlag]], Münster 2025, ISBN 978-3-89688-885-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 1942 wurden die ersten sowjetischen Kriegsgefangenen in einem durch Stacheldraht eingezäunten Barackenlager untergebracht. 1944 betrug ihre Zahl weit über 1000.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Hertel |Titel=Vor unsrer Haustür. Eine Kindheit im NS-Staat - früh erlebt, spät erkundet |Ort=Münster |Datum=2018 |ISBN=978-3-89688-596-8 |Seiten=108-114}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinter Stacheldraht gefangen waren seit 1944 auch zirka 150 italienische &amp;#039;&amp;#039;Militärinternierte&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(IMI)&amp;#039;&amp;#039; – Kriegsgefangene, die den Krieg auf Seiten der Faschisten nicht weiterführen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1944 ließ die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] ein [[Arbeitserziehungslager]] (AEL) als &amp;#039;&amp;#039;KZ vor Ort&amp;#039;&amp;#039; für mindestens 131 Zwangsarbeiterinnen einrichten, die zum Teil auch unter Tage arbeiten mussten. 16 von ihnen sind verschollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Hertel |Titel=Vor unsrer Haustür. Eine Kindheit im NS-Staat - früh erlebt, spät erkundet |Verlag=agenda-Verlag |Ort=Münster |Datum=2018 |ISBN=978-3-89688-596-8 |Seiten=123-132 und 231ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 1944 waren 1500 Zwangsarbeiter auf der Zeche Radbod – wie andere in weiteren neun Industriebetrieben im Ruhrgebiet – für mehrere Monate in die [[Heinrich Kraut (Ernährungswissenschaftler)|&amp;#039;&amp;#039;Krautaktion&amp;#039;&amp;#039;]] oder &amp;#039;&amp;#039;Butterbrotaktion&amp;#039;&amp;#039; genannten Ernährungsversuche einbezogen, in denen durch erhöhte Nahrungsrationen ihre Produktivitätsverbesserung untersucht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Hertel |Titel=Vor unsrer Haustür. Eine Kindheit im NS-Staat - früh erlebt, spät erkundet |Verlag=agenda-Verlag |Ort=Münster |Datum=2018 |ISBN=978-3-89688-596-8 |Seiten=132-136}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=cnQbDgAAQBAJ&amp;amp;pg=RA2-PA247&amp;amp;lpg=RA2-PA247&amp;amp;dq=Krautaktion&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=RiuHljsHNC&amp;amp;sig=GNU5Mhu7J2aVbad67JMOGlRjkjE&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwizg4bxl-7aAhWEaRQKHWgFD9IQ6AEIUjAK#v=onepage&amp;amp;q=Krautaktion&amp;amp;f=false Krautaktion]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
55 verschleppte Zivilpersonen und Kriegsgefangene aus dem Bereich der Sowjetunion, die Zwangsarbeit auf der Zeche Radbod zu leisten hatten, kamen dabei ums Leben und wurden auf dem [[Geschichte von Bockum-Hövel|Friedhof in Hövel (Erlenfeldstraße)]] [[Geschichte von Bockum-Hövel|in]] Massengräbern und in Einzelgräbern beigesetzt. Sie stammten aus der Ukraine (18), Russland (16), Kasachstan (1), Usbekistan (1) und Weißrussland-Belarus (1). Bei 18 weiteren toten Zwangsarbeitern aus der Sowjetunion ist die Herkunft ungeklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Hertel: &amp;#039;&amp;#039;Gesichter der Zwangsarbeit. Eine Spurensuche in Bockum-Hövel.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2025, S. 114–179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kriegsende ====&lt;br /&gt;
Am 1. April marschierten die Amerikaner in Bockum-Hövel ein. Am 3. April konnte der Betrieb auf der Zeche Radbod wieder aufgenommen werden. Die Zeche wurde der [[Rhine Coal Control]] unterstellt. 1945 betrug die [[Jahresförderung]] nur 396.506&amp;amp;nbsp;t.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit und Bundesrepublik Deutschland ==&lt;br /&gt;
Die britische Militärregierung übertrug am 21. November 1945 die Zechen der [[North German Coal Control]], die später nach Vereinigung der Westzonen durch die [[Combined Coal Control Group]] abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1949 wurde der Winkhausschacht zum Hauptförderschacht ausgebaut, um die Schächte I und II abzulösen. 1951 wurde die Förderung der 5.&amp;amp;nbsp;Sohle von Schacht II zu diesem auf 5000 Tagestonnen ausgelegten tieferen Schacht verlegt. 1955 ging die Förderung des Schachtes I auf den Schacht V über. Ab Juli 1956 erfolgte die gesamte Förderung über den Winkhausschacht. 1960 wurde Schacht III aufgegeben und [[Schachtverwahrung|verfüllt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aufteilung des Feldbesitzes der Rheinisch-Westfälischen Bergwerks AG im Jahr 1950 vergrößerte sich der Feldbesitz der Zeche um das Feld Radbod-Fortsetzung und umfasste nun 8 Normalfelder (17.456.603&amp;amp;nbsp;m²).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1952 wechselte erneut der Eigentümer der Zeche. Am 11. Februar 1952 wurde rückwirkend zum 1. Januar die Altenessener Bergwerks AG gegründet und verließ den Hoesch-Konzern. Schon im November 1956 wurde Radbod an die [[Hoesch AG]] Bergbau angegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Radbod wurde 1967 erstmals im Ruhrgebiet ein [[Streb (Bergbau)|Streb]] mit hydraulischen [[Ausbaugespann]]en versehen und zusätzlich wurden erstmals Steuerklappen-[[Reißhakenhobel]] für den [[Abbau (Bergbau)|Abbau]] verwandt. In der Folgezeit wurde ein Pachtvertrag mit der [[Zeche Heinrich-Robert]] (später [[Bergwerk Ost|Verbundbergwerk Ost]]) geschlossen, um südlich der Markscheide ein Feld mit der Größe 1400&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;250&amp;amp;nbsp;m erschließen zu können. Durch einen [[Schacht (Bergbau)|Blindschacht]] wurde von der 5.&amp;amp;nbsp;Sohle aus eine neue 6.&amp;amp;nbsp;Sohle auf 1235&amp;amp;nbsp;m erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einigung der Bergwerkseigner mit Bund und Ländern im Juni 1968 und Gründung der [[RAG Aktiengesellschaft|Ruhrkohle AG]] wurde Radbod am 30. November 1969 in die RAG überführt und in die Betriebsführungsgruppe sieben mit Sitz in [[Heessen]] eingebunden. Die von der RAG angestrebten Betriebskonzentrationen führten zum Zusammenschluss mit der [[Zeche Werne]] zu einer Werksdirektion im Jahr 1971. Doch noch bevor Radbod und Werne untertägig, durch eine [[Streckenauffahrung]], verbunden werden konnten, ging die Zeche Werne durch Neuorganisation in der Zeche Heinrich-Robert auf. In den darauffolgenden Jahren wurde auch die Zeche Radbod mit Heinrich-Robert durchschlägig, schloss sich aber mit diesem Bergwerk, im Gegensatz zu Werne, nicht in einem größeren Verbund zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 stellte man die Koks-Produktion nach Wegfall des bisherigen Hauptabnehmers, der [[Deutsche Bundesbahn|Deutschen Bundesbahn]], ein. Insgesamt 280 Mitarbeiter wechselten deshalb auf andere Anlagen in der Nachbarschaft. Die Kokerei wurde kurz danach abgerissen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Donar IMGP7985 wp.jpg|mini|Schachtgerüst im Feld Donar]]&lt;br /&gt;
1981/82 standen die Kohlevorräte der Zeche kurz vor der Erschöpfung. Die Energiekrise führte jedoch zur Planung der Nordwanderung in das Feld [[Bergbauprojekt Donar|Donar]]. Deshalb wurde im [[Füllort]] der 4.&amp;amp;nbsp;Sohle nochmals investiert und die bis dahin größte untertägige Kälteanlage eingebaut. Diese wurde bereits 1985 wieder demontiert und nach über Tage verlegt, um die [[Bewetterung]]ssituation unter Tage weiter zu verbessern. Nach Abschluss der Genehmigungs- und Planungsverfahren durch die [[Regierungsbezirk Arnsberg|Bezirksregierung Arnsberg]] und das [[Bergamt]] Hamm am 20. Juni 1986 wurden in der Nähe von [[Herbern (Ascheberg)|Herbern]], nördlich von [[Bockum-Hövel]], die Schächte VI und VII abgeteuft. Die neuen Schächte sollten die [[Seilfahrt]]en- und Materialförderungen übernehmen, die Kohleförderung sollte über einen [[Förderberg]] auf Radbod ausgebracht werden. 1988 war der [[Querschlag]] zwischen den Schächten II und VI bis zum [[Durchschlag (Bergbau)|Durchschlag]] aufgefahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schließung ==&lt;br /&gt;
1989 erzielte das Bergwerk noch mit rund 1.309.793 Tonnen Kohle seine höchste Jahresförderung. Ab dem 1. Januar 1989 wurden die Zechen [[Zeche Westfalen|Westfalen]] in Ahlen und Radbod zwar weiterhin als getrennte Werke, jedoch in Personalunion geführt. Bereits am 11. April wurde ein „Hauptbetriebsplan zur Betriebsunterbrechung“ auf Radbod aufgestellt und schließlich am 5. Juni 1989 vom Bergamt genehmigt. Damit war das Ende der Zeche beschlossen. In der zweiten Jahreshälfte 1989 wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Bereinigung der Tagesanlagen vorbereitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeche wurde mit der Zutagebringung des letzten Wagens [[Kohle]] am 31. Januar 1990 stillgelegt. 300 ältere Mitarbeiter wurden in den Vorruhestand geschickt, der Rest der Belegschaft verlegt. Die neuen Schächte VI und VII wurden ihrer Bestimmung nicht mehr zugeführt. [[Landabsatz]] und Zechenbahnhof wurden zunächst weiter betrieben. Die Werksdirektion für das stillzulegende Bergwerk ging am 3. Dezember 1990 an die Werksleitung der Zeche Heinrich-Robert über. Die endgültige Schließung erfolgte am 31. Januar 1991. 1992 wurde schließlich auch das Kraftwerk der [[Steag]] stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grubenunglücke und Todesopfer ==&lt;br /&gt;
Neben den oben erwähnten schweren Grubenunglücken am [[#Schweres Grubenunglück 1908|11. November 1908]], bei dem fast die gesamte Nachtschicht starb, und am 12. November 1916 ereigneten sich auf Radbod zahlreiche weitere Unfälle mit Todesopfern. Nach einer Zählung des &amp;#039;&amp;#039;Geschichtskreises Zeche Radbod&amp;#039;&amp;#039;, die sich wesentlich auf zwei Verzeichnisse der Unfälle ab 1918 bis 1989 stützen, starben mindestens 822 Bergleute auf der Schachtanlage. Die beiden Bücher zur Unfallstatistik der Zeche aus der Abteilung für Arbeitsschutz und Sicherheit sind seit dem 4. Oktober 2010 im [[Stadtarchiv Hamm]] untergebracht, wo sie künftig auch wissenschaftlich aufgearbeitet werden sollen. Die vorläufige Zählung umfasst nur jene Todesfälle, die auch von der Bergbauberufsgenossenschaft mit Entschädigungen belegt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wa.de/nachrichten/hamm/hamm-bockum-hoevel/toten-radbod-lassen-sich-kaum-zaehlen-946498.html &amp;#039;&amp;#039;Die Toten von Radbod lassen sich kaum zählen.&amp;#039;&amp;#039;] Westfälischer Anzeiger vom 4. Oktober 2010, abgerufen am 6. September 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der Beschäftigung ==&lt;br /&gt;
Die Beschäftigtenzahlen entwickelten sich seit Betriebsaufnahme wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot; class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:20%; background:#E4E0E4;&amp;quot;| Jahr&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:30%; background:#E4E0E4;&amp;quot;| Bergleute&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:20%; background:#E4E0E4;&amp;quot;| Jahr&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:30%; background:#E4E0E4;&amp;quot;| Bergleute&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1903&lt;br /&gt;
|align=right|162&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1941&lt;br /&gt;
|align=right|2.916&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1908&lt;br /&gt;
|align=right|1.805&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1943&lt;br /&gt;
|align=right|3.963&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1909&lt;br /&gt;
|align=right|701&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1947&lt;br /&gt;
|align=right|3.491&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1913&lt;br /&gt;
|align=right|4.389&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1950&lt;br /&gt;
|align=right|3.851&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1923&lt;br /&gt;
|align=right|4.389&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1954&lt;br /&gt;
|align=right|3.837&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1928&lt;br /&gt;
|align=right|2.531&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1960&lt;br /&gt;
|align=right|2.574&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1934&lt;br /&gt;
|align=right|1.699&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1974&lt;br /&gt;
|align=right|1.463&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1937&lt;br /&gt;
|align=right|2.811&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1989&lt;br /&gt;
|align=right|ca. 2.000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anstieg der Beschäftigtenzahl zwischen 1974 und 1989 ergibt sich aus der Verlegung von Kumpeln aus den vor Radbod geschlossenen Schachtanlagen. Die Beschäftigten wurden im Schließungsjahr 1990 dann auf andere Schachtanlagen im ganzen Ruhrgebiet verteilt oder in den Ruhestand verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heute ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MEH80039Uentrop031004.jpg|mini|Museumszug der Hammer Eisenbahnfreunde bei Uentrop]]&lt;br /&gt;
Nach Freigabe des Geländes durch den Bergbau und einer Sanierung von Altlasten auf dem Betriebsgelände wurde es einer Umnutzung zugeführt. Von den Anlagen über Tage blieb nur wenig erhalten. Die Fördergerüste (Modell Klönne) und die Fördermaschinenhallen der Schächte I und II stehen heute als [[Industriedenkmal|Industriedenkmäler]] unter [[Denkmalschutz]]. Sie befinden sich seit 1997 im Eigentum der [[Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur]] und können regelmäßig im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Die Stiftung errichtete 2023 in Kooperation mit dem Geschichtskreis Zeche Radbod eine Stele für die Ausländer, die zwischen 1939 und 1945 Zwangsarbeit auf der Zeche verrichten mussten.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Hertel: &amp;#039;&amp;#039;Gesichter der Zwangsarbeit. Eine Spurensuche in Bockum-Hövel.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2025, ISBN 978-3-89688-885-3, S. 19 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Gedenkort ist die 6. Station auf dem „Weg des Erinnerns und Lernens“, der zum 80. Jahrestag des Kriegsendes 1945 eingerichtet wurde und „zu den Stätten von politischen Gefangenen und Ermordeten des NS-Regimes, jüdischer Menschen und Arbeitssklaven in Hamm-Bockum-Hövel“ führt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Hertel: &amp;#039;&amp;#039;Gesichter der Zwangsarbeit. Eine Spurensuche in Bockum-Hövel.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2025, ISBN 978-3-89688-885-3, S. 23–25; 179–185.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einigen Gebäuden des Haupteingangsbereiches befindet sich heute das soziokulturelle Zentrum &amp;#039;&amp;#039;Kulturrevier Radbod&amp;#039;&amp;#039;. Der Rest des Geländes wird als &amp;#039;&amp;#039;Gewerbegebiet Radbod&amp;#039;&amp;#039; genutzt. Die Schächte 1 und 2 sind bereits vor Jahren [[Schachtverwahrung|verfüllt]] worden, Schacht 5 wurde noch offengehalten und unter Tage mit dem ebenfalls noch nicht verfüllten Schacht Radbod 6 verbunden. Dort sollte nach Planungen der RAG und deren Tochter DSK etwa 2015 das [[Bergbauprojekt Donar|Bergwerk Donar]] entstehen. Der Schacht Radbod 5 diente nach 1990 zunächst als ausziehender Schacht zur Bewetterung der Zeche Heinrich-Robert und anschließend des [[Bergwerk Ost|Bergwerks Ost]]. Seit der Stilllegung dieses [[Verbundbergwerk]]s im September 2010 wurde der Schacht zusammen mit Schacht 6 nur noch für die [[Wasserhaltung (Bergbau)|Wasserhaltung]] genutzt. Im Dezember 2012 wurde Schacht 5 verfüllt, Schacht 6 soll im Januar 2013 verfüllt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hammextra&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.hammextra.de/endgueltiger-ruckzug-radbod/ |titel=Endgültiger Rückzug von Radbod 5, Radbod 6 und Sandbochum |abruf=2012-12-20 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20121215050034/http://www.hammextra.de/endgueltiger-ruckzug-radbod/ |archiv-datum=2012-12-15 |offline=ja |archiv-bot=2023-02-19 07:57:03 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als weitere Erinnerung an die Zeche Radbod ist eine Dampflok aus dem Baujahr 1906 erhalten geblieben, die von Beginn der 1950er Jahre bis 1974 als „Radbod 3“ (später D 712) im Einsatz war. Sie wird heute durch die [[Museumseisenbahn Hamm|Hammer Eisenbahnfreunde]] betrieben und auf Neben- und Zechengleisen rund um Hamm zu Nostalgiefahrten genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage einzelner Schächte ==&lt;br /&gt;
* Schacht 1: {{Coordinate|text=DMS|NS=51/41/14.91/N|EW=7/45/46.54/E|type=landmark|region=DE|name=Zeche Radbod – Schacht 1}} verfüllt&lt;br /&gt;
* Schacht 2: {{Coordinate|text=DMS|NS=51/41/16.63/N|EW=7/45/49.79/E|type=landmark|region=DE|name=Zeche Radbod – Schacht 2}} verfüllt&lt;br /&gt;
* Schacht 3: {{Coordinate|text=DMS|NS=51/41/29.66/N|EW=7/46/37.95/E|type=landmark|region=DE|name=Zeche Radbod – Schacht 3}} verfüllt&lt;br /&gt;
* Schacht 4: {{Coordinate|text=DMS|NS=51/41/00.69/N|EW=7/44/37.76/E|type=landmark|region=DE|name=Zeche Radbod – Schacht 4}} verfüllt&lt;br /&gt;
* Schacht 5: {{Coordinate|text=DMS|NS=51/41/19.23/N|EW=7/45/54.95/E|type=landmark|region=DE|name=Zeche Radbod – Schacht 5}} verfüllt&lt;br /&gt;
* Schacht 6: {{Coordinate|text=DMS|NS=51/43/59.10/N|EW=7/44/06.50/E|type=landmark|region=DE|name=Zeche Radbod – Schacht 6}} verfüllt&amp;lt;ref name=&amp;quot;hammextra&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schacht 7: {{Coordinate|text=DMS|NS=51/43/21.93/N|EW=7/42/14.25/E|type=landmark|region=DE|name=Zeche Radbod – Schacht 7}} verfüllt (wurde nur 50&amp;amp;nbsp;m abgeteuft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte von Bockum-Hövel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm und Gertrude Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Die alten Zechen an der Ruhr&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Katalog der „Lebensgeschichten“ von 477 Zechen (= &amp;#039;&amp;#039;[[Verlag Langewiesche#Geschichte|Die Blauen Bücher]]&amp;#039;&amp;#039;). Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus, 6., um einen Exkurs nach S. 216 erweiterte und in energiepolitischen Teilen aktualisierte Aufl. 2008, ISBN 978-3-7845-6994-9.&lt;br /&gt;
* [[Peter Hertel (Journalist)|Peter Hertel]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesichter der Zwangsarbeit. Eine Spurensuche in Bockum-Hövel. Mit einem Weg des Erinnerns und Lernens&amp;#039;&amp;#039;, Münster 2025, ISBN 978-3-89688-885-3. (Gefördert durch die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur).&lt;br /&gt;
* Peter Hertel: &amp;#039;&amp;#039;Vor unsrer Haustür.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Eine Kindheit im NS-Staat – früh erlebt, spät erkundet,&amp;#039;&amp;#039; Münster 2018, ISBN 978-3-89688-596-8.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Stefan Klönne |Titel=Radbod/Maximilian/Heinrich-Robert/Sachsen Historischer Abriss der Werksgeschichten und Folgenutzung der Brachflächen |TitelErg=Examensarbeit im Fach Geographie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster |Datum=1999 |Kommentar=Eigenverlag des Autors}}&lt;br /&gt;
* Winfried Masannek: &amp;#039;&amp;#039;Bockum-Hövel. Erinnerungen an eine junge, dynamische Stadt.&amp;#039;&amp;#039; 1974.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Wolfgang Pabst |Titel=350 Männer starben – nun laßt uns tanzen. Die Katastrophe in der Steinkohlen-Zeche Radbod/Hamm im November 1908 |Verlag=Pabst Science Publishers |Ort=Lengerich |Datum=1982 |ISBN=3-89967-029-9}}&lt;br /&gt;
* Olaf Schmidt-Rutsch, Ingrid Telsemeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Radbod-Katastrophe. Berichte und Zeichnungen des Einfahrers Moritz Wilhelm&amp;#039;&amp;#039;. Klartext-Verlag, Essen 2008, ISBN 978-3-8375-0032-5.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Willi E. Schroeder |Titel=Ein Heimatbuch. Zwei Stadtteile stellen sich vor. Bockum und Hövel |Verlag=Willi E. Schroeder |Ort=[Hamm] |Datum=1980}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Peter Voss |Titel=Die Zechen in Hamm: Bildchronik der Bergwerke Heinrich Robert, Maximilian, Radbod, Sachsen, Westfalen |Verlag=Regio-Verl. |Ort=Werne |Datum=1994 |ISBN=3-929158-03-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zeche Radbod|Zeche Radbod}}&lt;br /&gt;
* {{RIK|7|10714}}&lt;br /&gt;
* [http://www.industriedenkmal-stiftung.de/docs/468474924327_de.php Details zur Zeche Radbod auf der Website der Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur]&lt;br /&gt;
* [http://www.kulturrevier.de/ Website des Kulturrevier Radbod]&lt;br /&gt;
* [http://www.lostareas.de/Bergbau/Radbod/Zeche%20Radbod.htm Bilder Radbod 2003]&lt;br /&gt;
* [http://www.lwl.org/kulturatlas/Panorama?0=187317 360°-Panoramabild von der Zeche Radbod] im Kulturatlas Westfalen (benötigt [[Adobe Flash|Flash-Player]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;ANM&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref group=&amp;quot;ANM&amp;quot; name=&amp;quot;Anm. AschuPr.&amp;quot;&amp;gt;Als Schlagwettergruben wurden Bergwerke bezeichnet, bei denen [[Schlagwetter|schlagende Wetter]] vorkamen. Welches Bergwerk als Schlagwettergrube ausgewiesen wurde, oblag dem zuständigen Oberbergamt. Im Bezirk des Oberbergamtes Dortmund wurde jedes Bergwerk als Schlagwettergrube angesehen. (Quelle: NA Herold: &amp;#039;&amp;#039;Der Arbeiterschutz in den Preussischen Bergpolizeiverordnungen.&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bockum-Hövel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk in Hamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Route der Industriekultur (Hamm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohlenzeche in Hamm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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